Was stimmt an dem Bild nicht?

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  • JASTA


    Das ist ein Gesetz welches nun in den USA gegen das ausdrückliche Veto des Präsidenten Barack Obama durchgeboxt wurde. Sowohl Senat, als auch Repräsentantenhaus haben dabei sein Veto mit deutlicher Mehrheit überstimmt. JASTA bedeutet Justice Against Sponsors of Terrorism Act. Es geht dabei um die Anschläge vom 11 September 2001. Das Gesetz erlaubt es nun den Hinterbliebenen Klage zu erheben gegen die Unterstützer der Anschläge. Der eine oder andere mag sich nun vielleicht fragen, was ist so schlimmes an dem Gesetz, dass der Präsident dagegen ein Veto eingelegt hat? Klingt doch eigentlich ganz positiv, doch dahinter verbirgt sich etwas was den Dollar und die USA massiv schädigen kann. Doch der Reihe nach.


    Um wen geht es hier eigentlich, wer soll hier Verklagt werden? Niemand geringeres wie das saudische Königshaus, welche vor dem Gesetz durch staatliche Immunität geschützt waren. Ausgelöst hat dies ein in Teilen (28 Seiten) als geheim eingestufter Bericht des amerikanischen Kongresses über die Anschläge von 9/11. Diese fehlenden Seiten wurden Anfang dieses Jahres de-klassifiziert, also nicht mehr als geheim eingestuft und veröffentlicht. Darin enthalten ist ein klarer Nachweis, dass die Terroristen damals direkt vom saudischen Königshaus mit finanziert und unterstützt wurden. Die Saudis haben nun Angst davor das Teile ihres Vermögens in den USA per Gerichtsbeschluss eingefroren werden und reagiert entsprechend heftig. Bereits im April drohte Saudi Arabien daher der US-Regierung an, wenn dieses Gesetz verabschiedet wird, dann wird man sich von bis zu 750 Milliarden an amerikanischen Staatsanleihen und anderen US-Wertpapieren trennen.


    Würde Saudi-Arabien dieses tatsächlich machen, dann würden sie damit den Markt überfluten und der Zinssatz der Staatsanleihen müsste Notgedrungen in die Höhe schießen. Außerdem würde der Dollar dadurch erheblich geschwächt. Im Grunde genommen könnten die Saudis die USA damit ins wirtschaftliche Chaos stürzen. Am Donnerstag nun wurde eben dieses Gesetz verabschiedet und saudische Wertpapiere und die saudische National Commercial Bank gerieten mächtig unter Druck. Die erste Witwe eines 9/11 Opfers im Pentagon hat am Freitag Klage eingereicht, eine weitere Flut an Klagen wird erwartet. Egal wie Saudi Arabien sich nun entscheidet, ob man die Drohung ganz oder teilweise wahr macht. Mit den guten Beziehungen zwischen Saudi Arabien und den USA dürfte es erst mal vorbei sein.


    Doch auch China als größter Gläubiger der USA versucht seit längerer Zeit Schrittweise seine amerikanischen Staatsanleihen loszuwerden und dafür die eigenen Goldreserven aufzubauen. Natürlich gehen die Chinesen dabei recht pragmatisch vor, man will die USA nicht bewusst in den Ruin treiben, da man ja noch Handel treiben möchte mit ihnen. Auch wenn die Spannungen zwischen Waschington und China in letzter Zeit gerade in wirtschaftlicher Hinsicht nicht unerheblich sind. Langfristig bedeutet das aber, dass immer mehr Länder versuchen ihre amerikanischen Staatsanleihen loszuwerden und langfristig das weltweite Dollar basierte Geldsystem seinem Ende entgegen geht.


    Das Märchen vom steigenden Öl-Preis


    Doch zurück nach Saudi-Arabien. Das Land befindet sich finanziell immer mehr in einer kaum aufzuhaltenden Abwärtsspirale. Diese Woche wurde bekannt das Saudi-Arabien die Gehälter aller Staatsbediensteten drastisch um 15%-20% gekürzt hat. Da in Saudi-Arabien allerdings extrem viele für den Staat arbeiten, betrifft dieses 2/3 der Bevölkerung. Gut man muss dazu sagen die Gehälter waren auch im Vergleich zu anderen Ländern immer schon recht hoch. Doch mit den schönen Zeiten ist es nun vorbei, man fängt an kräftig zu sparen. Ein anderer Punkt welcher Saudi-Arabien nun zusätzlich belasten dürften ist die geplante Begrenzung der Fördermengen an Erdöl, welche diese Woche von der OPEC angekündigt wurde.


    Einerseits möchte man natürlich schon einen steigenden Öl-Preis, welchen man dringend benötigt. Andererseits möchte man aber die eigenen Fördermengen auch nicht zu sehr reduzieren. In dem Zusammenhang muss man nun sehen was diese OPEC Ankündigung wirklich bedeutet. Man will das Produktionsziel von 33 Millionen Barrels auf 32,5 Millionen Barrels pro Tag reduzieren. Das ist erst mal gar nicht so viel, aber selbst das ist fraglich. Wie dieses geschehen soll, welches Land wie viel reduzieren muss dazu soll ein Arbeitskreis gebildet werden. Doch was macht man mit all den nicht OPEC-Ländern, wenn diese die Gelegenheit sogar noch ausnutzen und ihre Produktion sogar erhöhen.


    Sollte der Ölpreis wirklich kurzfristig steigen, dann werden auch die ganzen kleinen Fracking-Buden in der USA ihre Produktion wieder hochfahren. Außerdem soll das Alles auch erst Ende November in Kraft treten. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass das ganze wie das Hornberger Schießen ausgeht ist also extrem hoch. Zwar hat man alleine durch diese Ankündigung den Öl-Preis nach oben getrieben, was sowohl die Saudis, als auch die Aktienmärkte freut. Doch dürfte jetzt schon klar sein, das dieser Effekt nicht nachhaltig sein wird.


    Sonstiges
    - Der Termin für das italienische Referendum zur Parlamentsreform wurde auf den 4. Dezember festgesetzt.
    - Commerzbank entlässt 9600 Mitarbeiter und streicht Dividende
    - Chinas Yuan seit gestern im SDR-Basket der IMF



    Quellen:
    Deutsche Bank-CEO Cryan schreibt Beruhigungsbrief an Mitarbeiter
    Deutsche Bank verkauft Abbey Life für 935 Millionen Pfund
    AFP: Deutsche Bank steht vor Einigung mit US-Justiz - Anleger erleichtert
    Italien verklagt Banker von Monte dei Paschi, Deutsche Bank und NOMURA
    Dollar-Nachfrage europäischer Banken bei EZB mit massivem Anstieg – Streß-Symptom!


    9/11 report's classified '28 pages' about potential Saudi Arabia ties released
    Desaster für Obama: US-Kongress überstimmt sein Veto – 9/11-Opfer können Saudi-Arabien verklagen!
    Saudi Arabia Reacts To Sept. 11 Bill Veto Override
    Sept 11 Widow Is First American To Sue Saudi Arabia For Terrorism: Her Full Lawsuit
    Nach Lohnkürzungen: Die Saudis haben schlechte Laune – Aktienmarkt bricht ein
    Saudi-Arabien kürzt Ministern die Gehälter
    OPEC-Oil Freeze: Der Deal, der gar keiner ist! (mit OPEC-Original-Text)


    Commerzbank entläßt 9600 Mitarbeiter und streicht Dividende – wegen „Automatisierung“..

  • Quote

    Würde Saudi-Arabien dieses tatsächlich machen, dann würden sie damit den Markt überfluten und der Zinssatz der Staatsanleihen müsste Notgedrungen in die Höhe schießen.


    Durch das QE der BoJ wird es dazu nicht kommen. Die BoJ ist jetzt schon größter Gläubiger der USA. Außerdem gibt es jetzt schon kaum noch etwas zu kaufen für die BoJ oder EZB.
    Und beim Ölpreis zeigt sich doch schön der Vorteil der Preisbildung durch den freien Markt. Stünde der Ölpreis nur ein wenig höher, dann würde wieder investiert. Deutlich höhere Preise sind nur durch Preiskartelle (OPEC) überhaupt möglich. Wenn es Saudi-Arabien also finanziell schlechter geht, dann ist dies nur eine Normalisierung der Verhältnisse.

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  • Also ich habe mir mal Zahlen rausgesucht. Die Daten stammen von der US TREASURY, dürften also ziemlich akkurat sein.


    http://ticdata.treasury.gov/Publish/mfh.txt


    Demnach ist Japan derzeit der zweitgrößte Gläubiger der USA, aber auch die bauen ihre Bestände eher ab.


    Juli 2015: 1200.8 Milliarden US-Dollar
    Juli 2016: 1154.6 Milliarden US-Dollar


    also 46,2 Milliarden weniger wie im Vorjahr, gleiches Bild beim größten Gläubiger China, auch dort 50 Milliarden weniger. Saudi-Arabien liegt hier offiziell nur auf Platz 15. hinter Deutschland mit rund 96,5 Milliarden.


    Wobei es hierbei aber auch nicht auf die absolute Menge ankommt, sondern die Geschwindigkeit in welcher diese versucht wird zu veräußern und da würden auch diese 96,5 Milliarden einen erheblichen Schaden anrichten. Außerdem betrifft es ja auch andere amerikanische Wertpapiere, von daher Chaos könnten sie schon anrichten, wenn sie denn wollten. Es ist die Frage ob sie wollen.


    Bei dem Begriff freie Märkte wird es mir immer so ein wenig anders. Zwar hast du Recht damit das die Opec bei weitem nicht mehr diesen Einfluss hat, doch sind die Märkte deshalb wirklich frei? Ich kenne eigentlich keinen Markt, sei es nun Öl, Aktien oder Edelmetalle, welcher nicht in irgend einer Weise durch Banken und/oder Zentralbanken, sowie dem Handel mit Derivaten vollständig manipuliert wird. Wenn mehr Güter gehandelt werden über Futures, wie tatsächlich vorhanden sind, ist das dann keine Manipulation. Die Zinsen, die Aktienkurse und alles was damit zusammen hängt, nichts davon wäre in einem wirklich freien Markt so zustande gekommen.

  • Die BoJ kauft keine ausländischen Staatsanleihen direkt! Aber das QE der BoJ erzeugt riesige Geldmengen, die nachweislich nicht in der Realwirtschaft ankommen. Sobald die Zinsen bei Staatsanleihen eines "sicheren" Landes wie der USA signifikant steigen, würde von Banken, Versicherungen, etc., gekauft, die sich mit Geld der BoJ günstig eindecken können. Kurzfristige Turbulenzen: JA! Aber langfristig ist da ohne Beendigung der QEs der Zentralbanken der Deckel drauf.


    Unter freien Märkten verstehe ich, dass jeder Akteur bei fairer Preisbildung und -angabe frei entscheiden kann, wann er kauft oder verkauft. Wollen mehr kaufen als verkaufen, steigt der Preis. Wollen mehr verkaufen, dann sinkt der Preis. Außer durch Kartelle (Preisabsprachen, Förderbegrenzungen) ist es quasi unmöglich, den realen Gütermarkt zu manipulieren. Kurzfristig kann man durch Horten von Gütern das Angebot verknappen und den Preis erhöhen. Langfristig kauft aber jeder beim günstigeren Händler, wenn dieser die gleiche Qualität anbietet. Anleihen, Futures und Aktien sind etwas anders. Hier werden nur Träume der Anleger gehandelt. Ob der Begriff Manipulation passt, ist fraglich. Wenn ich Lotto spiele und meine Zahlen nicht gezogen werden, dann rede ich ja auch nicht davon, dass die Ziehung manipuliert wurde. Anleihen kaufe ich, wenn ich Geld über habe und erwarte, dass die Zinsen größer sind als der Ertrag bei allen zur Verfügung stehenden Alternativen (Aktien, Investitionen, Immobilien, etc.). Kaufe ich ein Öl Future, so spekuliere ich darauf, dass der Preis steigt. Aktien sind eigentlich immer überbewertet. Sollte die AG pleite gehen, so ist fast alles weg. Insofern werden hier auch nur erwartete Gewinne oder Dividenden gehandelt. Kurz- und Mittelfristig wird hier sicher stark "manipuliert". Ob es sich dabei um Gerüchte, zurückgehaltene Informationen, usw. handelt, ist ziemlich unerheblich. Langfristig folgen die Preise solcher Papierkonstrukte aber wieder dem realen Gütermarkt, wenn sie ein reales Gut als Basiswert haben. Die Zentralbanken manipulieren nicht. Sie erfüllen eine ihrer Aufgaben "Staatsrefinanzierung" durch QE, da ihnen direkte Staatsfinanzierung untersagt wurde. Die Papierkonstrukte (Aktien, Futures, Anleihen, usw.) reagieren darauf nur, weil hier Träume von Anlegern geweckt wurden und das Geld ja irgendwo hin muss. Solange das QE-Geld nicht in Investionen fließt oder beim Konsumenten ankommt, ist der reale Gütermarkt gar nicht betroffen. Die Blase bei den Papierkonstrukten platzt also, sobald die QEs der großen Zentralbanken BoJ und EZB plötzlich auslaufen. Alternative ist ein langsamer Ausstieg aus dem QE, der bei den betroffenen Papierkonstrukten einen langen Bärenmarkt auslösen würde. Das heißt aber noch lange nicht, dass dadurch eine Finanz- oder Wirtschaftskrise entsteht.

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  • Also in kann Teile deiner Argumentation nachvollziehen und halte vieles davon auch für richtig. Jedoch halte ich fast alle deine Schlussfolgerungen für falsch.


    Warum das kleine Japan mit seiner BoJ (Bank of Japan) jetzt plötzlich die USA retten soll, wo sie doch genügend eigene Probleme haben erschließt sich mir nicht ganz. Die FED wird noch früh genug mit ihrem eigenen QE4 anfangen müssen. Aber sei es drum. Du glaubst scheinbar auch das man einen Luftballon nur stark genug aufblasen muss, dann wird er schon nicht platzen.


    Also erstmal halte ich es für vollkommen ausgeschlossen das in absehbarer Zeit irgend eine Zentralbank von ihrer lockeren Geldpolitik abrückt. Wie soll das gehen, mir fällt dazu kein Weg ein welcher nicht im Desaster endet. Das bedeutet auch für Japan, ein Ende der QE wird es wirklich erst dann geben, wenn es absolut nichts mehr zu kaufen gibt oder wenn das System als solches zusammenbricht. Diese Möglichkeit scheinst du ja aber in deinen Überlegungen vollständig auszuklammern. Anleihen, ob es nun Staatsanleihen oder Unternehmens-Anleihen sind beruhen auf dem Vertrauen darauf das man das Geld auch irgendwann möglichst noch mit Zinsen wiederbekommt. Die Sache mit den Zinsen ist heute schon schwierig.


    Du bezeichnest die USA als "sicheres Land". Sorry, aber in dem Punkt bin ich mit dir in keiner Weise einer Meinung. Die USA haben derzeit Staatsschulden in Höhe von nicht ganz 20 Billionen US-Dollar. Wobei absolute Zahlen meist irreführend sind, aber die sogenannte debt to gdp ratio, also das Verhältnis der Schulden zum Sozialprodukt ist halt mit 105% auch nicht gerade optimal. Ein EU-Staat der damals zum Euro betreten wollte, durfte maximal 60% haben. Das wirklich fatale daran ist aber die Geschwindigkeit in welcher die jährliche Neuverschuldung seit der Finanzkrise gestiegen ist und es auch in Zukunft tun wird. Beide Präsidentschaftskandidaten haben angekündigt die Schulden sogar noch deutlich auszuweiten.


    Das Handelsbilanz-Defizit der USA ist katastrophal, die Wirtschaft liegt am Boden, die Bevölkerung ist bis auf wenige Reiche zum großen Teil Pleite. Es gibt unzählige Kredit-Blasen welche den Banken jederzeit um die Ohren fliegen können. 2016 gab es Stand August in den USA bereits 113 Fälle von Insolvenzen Börsen gehandelter Unternehmen. Damit haben wir den höchsten Wert erreicht seit 2009. Nein, die Anleihen-Blase wird garantiert nicht platzen und in Folge dessen die Zinsen steigen, warum sollte sie auch? Was bitteschön ist in den USA überhaupt noch sicher?


    http://www.zerohedge.com/news/…i-cant-believe-what-going


    Wer heute eine Staatsanleihe von den USA kauft, der kann davon ausgehen dass die Rückzahlung ausschließlich mit neuen Schulden und neuem Geld der FED erfolgt. Ja, dieses versickert zum Teil im Finanzsystem, aber im Falle der USA exportieren diese mit ihrem Geld auch schlicht und einfach ihre eigene Inflation im Rekordtempo. Das einzige was die USA wirklich im Überfluss haben, sind wertloses Greenbacks (Umgangssprachliche Bezeichnung für den Dollar). Länder wie die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) bauen sich nicht ohne Grund allmählich Alternativen zum Dollar-System in allen Bereichen auf, wie z.B. die St. Petersburger Rohstoffbörse, das CIPS-System als Alternative zu SWIFT und die AIIB (Asia Infrastructur Investment Bank) als Alternative zum IWF und der Weltbank. Auch nicht ohne Grund geschieht es, das immer mehr Staaten bilaterale Handelsabkommen abschließen, welche bewusst den Dollar außen vor lassen. Die Wissen ganz genau das ihnen das Dollar-System früher oder später um die Ohren fliegt.


    Also die Antwort auf die Fragen, ob wir eine Finanzkrise, eine Wirtschaftskrise und eine Währungskrise bekommen werden lautet dreimal JA.

  • Das Bild mit dem Luftballon muss nicht stimmen. Wenn das Ballonvolumen unbeschränkt ist, dann platzt der Ballon nie. Sehr wahrscheinlich beginnen die USA irgendwann auch ein QE4. QE kann ohne Finanzkrise erst beendet werden, wenn die Zentralbanken alle Staatsanleihen mit unendlicher Laufzeit und Nullzins aufgekauft haben. Das würde einem Schuldenerlass gleichkommen. Im besten Fall stimmen sich die Notenbanken über ihr Vorgehen ab. Und natürlich geben die Zentralbanken dies nicht zu, da es dann zu einer Schockreaktion am Markt kommt. Das mit dem Vertrauen beim Kauf von Anleihen verstehe ich nicht. Das QE garantiert doch, dass man das Geld am Ende der Laufzeit definitv zurückbekommt. Die Frage ist doch lediglich, wie viel das Geld dann noch Wert ist. Bei der Entwicklung der Inflation mache ich mir da aber keine Sorgen.
    Die USA sind definitiv ein sicheres Land. Demokratie, vergleichsweise freie Marktwirtschaft, relativ autark, militärische Stärke, Spitzenforschung, usw. . Es gibt sehr wenige Staaten, die da mithalten können. Aus oben genannten Gründen wäre es vielleicht sogar besser, wenn die USA sofort mit einem neuen QE anfangen würden. Dass die BRICS-Staaten ihr eigenes Ding machen wollen, ist doch schön. Der Markt wird freier, wenn nicht alles über den US-Dollar läuft. Sicher ist von diesen Ländern übrigens keines. Und die Staatsverschuldung steigt auch dort rasant.

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  • Das mit dem Vertrauen beim Kauf von Anleihen verstehe ich nicht.


    Weil die Firmen auch mit niedrigen Zinsen pleite gehen und uns nach und nach die Banken um die Ohren fliegen. Was nützen die geringsten Zinsen, wenn beim kleinsten wirtschaftlichen Abschwächung wir massenweise Insolvenzen sehen in den USA. Der Anleihen-Markt besteht doch nicht nur aus Staatsanleihen. Die ganze Fracking-Branche in den USA ist eine einzige Ansammlung von Junk-Bonds. Die Zentralbanken mögen zwar die Richtung vorgeben mit den Zinsen, doch wenn das Vertrauen erst mal auf breiter Front verloren geht, dann hilft das alles nicht mehr.


    Wir können doch nicht für alle Zeiten alle zutiefst maroden Unternehmen durchschleppen. Irgend wann werden wir einen Punkt erleben, wo die Zinsen einfach steigen müssen, weil das Risiko nicht mehr kalkulierbar wird. Das wird dann aber eben auch auf die Staatsanleihen übergreifen. Doch welcher Staat kann sich heute noch hohe Zinsen leisten, die meisten sind doch jetzt schon hoffnungslos überschuldet. Steuern zahlen wir dann nur noch für die Zinsen, weil Geld für Infrastruktur bleibt immer weniger übrig.


    Das was wir mit QE geschaffen haben ist eine Zombie-Economy, Unternehmen die längst nicht mehr überlebensfähig sind bekommen über den Anleihenmarkt immer noch Geld zu unwahrscheinlich günstigen Konditionen und andere Unternehmen Überschulden sich mit billigen Anleihen und Aktien Rückkäufen um ihr KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) niedrig zu halten und weiterhin Dividenden zahlen zu können. So sehr das überhaupt kein Geld für Investitionen da ist. Da kannst du fast jedes S&P 500 Unternehmen nehmen, die machen da fast alle mit. Das ist purer Wahnsinn. Wir haben damit eine strukturelle Schieflage geschaffen, welche am Ende nicht überlebensfähig ist.


    Die USA sind eine einzige Lachnummer. Das einzige was die USA noch wirklich gut können ist Geld drucken. Technologisch führend, das war mal, die Zukunft ist Asien nicht die USA. Militärische Stärke, von der reinen Masse her ja, aber wirkliche Überlegenheit?! Die Russen, denen es nach dem Fall der Sowjetunion keiner mehr zugetraut hätte, haben still und heimlich längst gleichgezogen und teilweise überholt in Punkto Militärtechnik.


    In Europa das gleiche Spiel mit den Banken. Wenn das Vertrauen erst mal weg ist, dann werden der Libor und der Euribor steigen und keine Bank wird der anderen Geld leihen wollen. Ok, dann übernimmt die EZB auch noch den gesamten Interbanken-Handel, aber so geht es doch nicht weiter. Das ist keine freie Marktwirtschaft mehr, das ist Kommunismus durch die Hintertür. Einer besitzt alles, das sind die Zentralbanken und viele besitzen fast nichts.


    Ich persönlich bin längst an dem Punkt, wo ich sage: Crash lieber heute als morgen. Es kann so nicht weitergehen.

  • Gerade einen Beitrag bei Zerohedge zur Deutschen Bank gefunden.


    Die Gerüchte über eine Einigung mit dem DoJ waren definitiv falsch. Die Verhandlungen über eine Straf-Reduzierung haben noch nicht mal begonnen. Unterdessen gibt es ein neues Gerücht, nachdem Aufgrund von angeblichen Problemen mit der IT an Geldautomaten der Deutschen Bank kein Geld geben soll. Oh je, das wird nicht lustig diese Woche.

  • Quote

    Ich persönlich bin längst an dem Punkt, wo ich sage: Crash lieber heute als morgen. Es kann so nicht weitergehen.


    Allerdings hoffe ich, dass sich der nächste Crash noch Zeit lässt. Er würde nur dazu führen, dass Europa, USA und Japan weiter zurückfallen. Demografieentwicklung und/ oder Überschuldung sorgen dafür, dass diese Staaten nach einem Crash nicht mehr auf die Beine kommen (wie nach der Finanzkrise 2008 ). QE ist die einzige legale Möglichkeit, sich nachhaltig zu entschulden. Ich persönlich fände direkte Staatsfinanzierung transparenter. Außerdem gäbe es die von dir zurecht genannten Risiken des QE nicht. Wir werden ja sehen, wie es letztlich kommt.

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  • Allerdings hoffe ich, dass sich der nächste Crash noch Zeit lässt.


    Bringt nichts, je länger es noch dauert, um so Höher wird die Fallhöhe. Mit deiner anderen Aussage hast du jedoch recht, sehr schnell werden wir uns davon diesmal nicht erholen.


    Außerdem es hat doch schon längst begonnen. Das was wir derzeit mit der Deutschen Bank sehen hat eine so erschreckende Ähnlichkeit mit Bear Stearns und Lehmann Brothers. Mit dem Unterschied, dass die Deutsche Bank 5x so groß ist und zufällig auch noch in Deutschland sitzt. Rechne mal lieber mit Tagen, statt Monaten oder Jahren. Wobei ich davon Ausgehe dass der Crash in mehreren Stufen kommt, das kann sich durchaus ein halbes Jahr hinziehen.


    Die Vorwarnzeit ist nun vorbei. Ich habe seit Anfang Februar gesagt, Leute passt auf da kommt was. Um noch mal auf Waldemar Hersacher zurück zu kommen:


    Und dann ergibt sich noch die Frage was bricht zuerst, die Banken zusammen oder der Yellowstone Supervulkan aus. Manchen Berichten nach ist er schon seit einigen Tausend Jahren überfällig.


    Dem Yellowstone geht es gut.

  • Ich habe seit Anfang Februar gesagt, Leute passt auf da kommt was.

    Und wir haben aufgepasst.
    Und es kommt trotzdem.


    Was auch daran liegen könnte, dass hier weder Politiker noch Bänker deine Warnung gelesen haben ;)

  • Deutsche Bank


    Das wichtigste zuerst. Was geschah diese Woche mit der Deutschen Bank? Also rein von den Kursbewegungen her blieb es diese Woche ziemlich ruhig. Wobei anzumerken ist, dass die letzte Kurs-Rally vom letzten Freitag (angebliche Einigung DoJ) sich nicht auf die Credit Default Swaps für die Deutsche Bank ausgewirkt haben. Das Ausfallrisiko dort wird unverändert hoch bewertet. Viel neues gab es hingegen an der Gerüchte Front, jedoch jeweils garniert mit jeder Menge Dementis. Das erste Gerücht lautete das sich die Bundesregierung eingeschaltet hätte und ihrerseits Geheimverhandlungen mit den Amerikanern zur Deutschen Bank führte, sofortiges Dementi.


    Kein Gerücht hingegen war die Ankündigung dass die Deutsche Bank in Deutschland 4000 Stellen streichen wird, weltweit beträgt der Abbau sogar 9000 Stellen. Ein weiteres Gerücht kam vom Handelsblatt mit der Ankündigung das sich namhafte deutsche Dax-Unternehmen, also die Großkunden der Deutschen Bank mit einem einstelligen Milliarden-Betrag an der Deutschen Bank beteiligen könnten. Was davon zu halten ist bleibt abzuwarten. Ein anderes Gerücht lautete der Ölstaat Katar würde seine Beteiligung an der Deutschen Bank von 6% auf 25% ausbauen, das wurde jedoch ziemlich schnell wieder dementiert. Am Freitag Abend dann hieß es die Deutsche Bank hätte in den USA 5jährige Anleihen in US-Dollar im Wert von 3 Milliarden Dollar ausgegeben.


    Im Zusammenhang mit der Klage durch den italienischen Staat gegen mehrere Deutsche Bank Angestellte, sickerte mittlerweile durch das man nicht nur der Monte dei Paschi mit Bilanz-Tricksereien geholfen hat, sondern das es insgesamt 103 derartiger Geschäfte mit insgesamt 30 Kunden gab. Immer nach dem selben Schema, man versteckt faule Kredite in komplexen Rückkauf Geschäften in Derivaten und lässt diese so aus der Bilanz verschwinden. Wenn ich mir den Bestand an Derivaten bei der Deutschen Bank so anschaue, dann kriegt man plötzlich so ein ganz komisches Gefühl was darin wohl an Überraschungen schlummern könnte.


    Heute am Sonntag wurde berichtet John Cryan sei aus den USA mit leeren Händen zurückgekehrt. Es hat keine Einigung mit dem Department of Justice gegeben. Die Situation bleibt also angespannt.


    Videoausblick: Geheim-Verhandlungen
    „Goldener Herbst“: Deutsche Bank streicht 4000 Stellen in Deutschland
    Deutsche Bank mit möglicher Rückkehr der Deutschland AG – Spekulanten fahren Leeverkäufe zurück


    Heftige Bewegungen


    Am Dienstag gab es einen erneuten Angriff auf die Kurse von Gold und Silber, welcher im Grunde genommen die ganze Woche fortgesetzt wurde. Über die Ursachen wurde viel spekuliert, die reinen Analysten sagten es hätte einen massiven Überhang an Long Positionen an der Comex gegeben und der Abverkauf war nur logisch. Jedoch logisch erscheint dabei recht wenig, denn an den Fundamentaldaten hat sich ja nichts verändert, eher im Gegenteil. Dann gab es Vermutungen ein Hedge-Fond welcher sich verspekuliert habe sei daran schuld, auch Zusammenhänge mit der Deutschen Bank wurden vermutet. In Wahrheit hat aber eigentlich keiner so richtig eine Ahnung was da los war, vermutlich waren es mal wieder nur die großen Banken in den USA, welche die Gunst der Stunde genutzt haben. Denn in China war die Goldenen Woche, in dieser Zeit wird in China nicht gehandelt und es war daher auch mit wenig Widerstand zu rechnen. Man konnte also ohne hohes Risiko einer Gegenreaktion aus Shanghai den Preis in den Keller treiben. Spannend wird es erst wieder am Montag, wenn die Chinesen wieder mit an Board sind. Der Preisunterschied zwischen West und Ost beträgt für Gold derzeit $70 und für Silber $2,10.


    http://didthesystemcollapse.com/


    Außerdem ist dieses ein erneuter Beweis, dass physische Angebot und Nachfrage keinerlei Einfluss auf den Preis haben. Nach dem ersten Preiseinbruch am Dienstag ging die Nachfrage an physischen Silber in Form von Silber Eagles bei der US Mint zum Beispiel durch die Decke. Man verkaufte an einem Tag mehr, wie sonst in einem ganzen Monat. Ähnliches galt auch für den gesamten asiatischen Raum, außer China denn die haben ja Feiertage. Die Nachfrage nahm quasi überall drastisch zu und der Preis fiel weiter.


    Eine durchaus interessant Aussage zu dieser Preisentwicklung habe ich in einem Video der Seite SilverDoctors gehört, demnach gab es ähnliche Bewegungen unmittelbar vor dem Fall von Bear Stearn und Lehmann Brothers, wo gezielt kurz vorher die Preise von Gold und Silber in den Keller getrieben wurden um dann wenig später zu explodieren. Für alle die Englisch können, Video sehr empfehlenswert da auch alle anderen relevanten Themen dieser Woche in dem Interview erwähnt werden:


    https://www.youtube.com/watch?v=P5GwI1-UE3I


    Ebenfalls am Dienstag gab es kurzfristig das Gerücht, dass die EZB ihr QE auslaufen lässt um zum Ende hin deutlich drosselt. Auch wenn dieses Gerücht kurz darauf dementiert wurde, so geriet der Anleihen-Markt jedoch deutlich unter Druck und hat sich auch bis Ende der Woche nicht wieder davon erhohlt.


    Anleihen im Sinkflug: Absicht der EZB?



    Die dritte heftige Bewegung gab es diese Woche beim britischen Pfund Sterling. Zwar gab es bereits unter der Ankündigungen das es wohl ein harten Brexit geben wird. Jegliche erhoffte Sonderregelungen für britische Banken und damit der City of London wird es nicht geben. Doch was dann gegen kurz nach Mitternacht von Donnerstag auf Freitag geschah, konnte sich dennoch niemand so recht erklären. Es gab einen sogenannten Flash Crash. Der Kurs für das britische Pfund fiel innerhalb einer Minute von $1,26 auf $1,18 um kurz danach wieder auf $1,24 zu steigen.


    [Blocked Image: http://www.zerohedge.com/sites/default/files/images/user3303/imageroot/2016/10/01/20161006_gbp1.jpg]


    Quelle: http://www.zerohedge.com/news/…-caused-pound-flash-crash


    Weitere Quellen:
    Pfund-Crash: kommt jetzt der Crash beim deutschen Export?
    Kick it like Beckham: Pfund crasht weiter nach Aussagen Junckers


    Auch hier ist die Ursache vollkommen unklar, von einem Devisenhändler der sich schlicht vertippt hat über irgendwelche Algos die aus welchen Gründen durchgedreht haben. Wie auch immer, auch dieser Vorfall zeigte wieder deutlich wie nervös die Märkte derzeit allgemein reagieren. Stabil ist eigentlich gar nichts mehr. Jedes kleine noch so falsche Gerücht kann derzeit Erdrutsche auslösen.


    Kriegstreiberei und schmutziger Wahlkampf in den USA


    Heute Nacht findet die zweite Präsidentschafts-Debatte in den USA statt. Kurz davor wurde von den Demokraten jedoch noch ein Ton-Mitschnitt von Donal Trump aus dem Jahre 2005 veröffentlicht, in welchem er sich extrem vulgär und Frauenfeindlich geäußert hat. Der Wahlkampf gerät damit immer mehr zu einer Schlammschlacht über den Charakter der jeweiligen Gegenseite. Dabei wird es wohl auch zunehmend um die zahlreichen Vergewaltigungs-Vorwürfe gegenüber ihrem Ehemann Bill Clinton gehen, dem man nachsagt alles zu bespringen was nicht bei drei auf den Bäumen ist.


    Am gleichen Tag kamen auch neue Enthüllungen von Wikileaks über Clinton ans Tageslicht. Darunter befinden sich Auszüge aus Reden, welche Clinton von ausgesuchtem Publikum von Goldmann-Sachs und Black Rock gehalten hat. Darin erklärt sie ganz freimütig, das sie zwei politische Meinungen habe. Eine für die Öffentlichkeit und eine Private nach welche sie handele. Auch bekannt wurde, das sie ihre über ihre angeblich gemeinnützige Clinton Foundation wiederholt Spenden-Gelder gesammelt habe, z.B. unter anderem für Wirbelsturm-Opfer in Tahiti, von den gesammelten Geldern aber nur rund 5% in Tahiti wirklich ankamen.


    Wie auch immer der Wahlkampf beginnt derzeit so richtig Schmutzig zu werden. Unterdessen verschärft sich der Ton zwischen Washington und Moskau bezüglich Syrien deutlich. Offenbar sind einige NeoCons, eine Bewegung welche sich über beide Parteien (Republikaner und Demokraten) erstreckt immer mehr bereit eine direkte Konfrontation mit Russland zu riskieren. Wenn es wirtschaftlich nicht mehr so läuft, dann muss man halt einen Krieg provozieren. Bei allem was man schlechtes sagen mag über Trump, er ist ohne Zweifel ein Idiot. Aber zumindest würde er keinen Krieg anfangen.


    Ich werde hier nicht ins Detail gehen, überlasse es aber jedem selbst zu diesem Thema selbst nachzulesen. ZeroHedge hat zu diesem Thema in den vergangenen Wochen zahlreiche Beiträge veröffentlicht, welche relativ Objektiv über das Thema berichten:


    US To Suspend Syria Diplomacy With Russia, Prepares "Military Options"
    Do We Really Want War With Russia?
    Caught On Tape: Did The US Target Syrian Aid Convoy With Hellfire Missile?

  • Auch diese Woche war die Deutsche Bank wieder ein nicht unerhebliches Thema. Gleich zu Beginn der Woche hat die Deutsche Bank eine zweite Charge neuer Anleihen ausgegeben, damit hat man jetzt noch mal zusätzlich 1,5 Milliarden eingenommen, muss aber auch 4,5% Zinsen zahlen. Im Prinzip kann man das schon als Junk-Bond bezeichnen, das sind rund 3% mehr wie derzeit üblich und das bei einer Anleihe die nur 5 Jahre läuft. Man bekommt zwar noch Geld am Kapitalmarkt, bleibt aber trotzdem auf mittlere Sicht unterkapitalisiert.


    Am Montag wurde bekannt, dass die Deutsche Bank in dem ohnehin recht stressfreien Banken Stresstest mit dem Wissen der EZB geschummelt hat. Dabei geht es um den Verkauf von Anteilen an der chinesischen Bank Hua Xia, man hatte diesen Verkauf bereits als Gewinn verbucht. Das Problem nur dass dieser Deal immer noch nicht abgeschlossen ist und mittlerweile sogar zu platzen droht. Also nichts wird mit den erwarteten 3,2 bis 3,7 Milliarden Euro. Durchfallen konnte man ja wie gesagt kaum, aber man hat sich eben bewusst besser dargestellt.


    Eine andere Nachricht kam aus Singapur, dort haben sich zwei hochrangige Manager der Deutschen Bank schlicht und einfach von der UBS Bank abwerben lassen. Eigentlich keine Nachricht die unbedingt erwähnenswert wäre. Doch dabei handelte es sich um den Chef des Bereiches Vermögens-Management für den gesamten Bereich Asien und dessen Stellvertreter. Das schlimme dabei ist halt, dass er seine größten Kunden eben gleich mitgenommen hat. Weshalb auch im Asien-Geschäft der Deutschen Bank jetzt wichtige Einnahmen wegbrechen werden. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.


    Das nächste kleine Skandälchen kam von der Amerikanischen Börsenaufsicht SEC, welche die Deutsche Bank zu einer Strafzahlung von 9,5 Millionen Dollar verdonnert hat, wegen der Begünstigung von verbotenem Insider-Handel. Man hat Kunden aus dem Investment-Bereich dabei offensichtlich mit Informationen aus dem Kredit-Bereich der Bank versorgt. Wenn man interne Daten eines Unternehmens hat, dann lässt sich auch viel leichter darauf wetten. Nicht das eine so kleine Summe wirklich relevant wäre, aber es zeigt wieder einmal deutlich, das es derzeit kaum einen Skandal gibt welchen die Deutsche Bank auslässt.


    Mittlerweile wird wohl auch der Hauptaktionär Katar hinsichtlich der Entwicklung bei der Deutschen Bank etwas nervös. So soll Scheich Hamad bin Jassim Al-Thani mittlerweile nach Zusicherungen gefragt haben, dass man auch wirklich alles tue um die Probleme mit den USA zu beseitigen. Es wäre wirklich der Super-Gau für die Deutsche Bank, wenn jetzt auch noch einer der wichtigsten Hauptaktionäre kalte Füsse bekommen würde. Zur Beruhigung wurde dann auch gleich das Gerücht über weitere 10000 Entlassungen bei der Deutschen Bank gestreut. Entlassungen bedeutet Kosten einsparen und sowas kommt ja bei den Geldgebern immer gut an. Zugleich würde das natürlich ein weiteres Ausdünnen des Filial-Netzes bedeuten und einen Abbau von nun insgesamt 20% der Gesamt-Belegschaft. Kein Gerücht hingegen ist der offizielle Einstellung-Stop bei der Deutschen Bank, also neue Mitarbeiter und einen Ersatz für ausscheidende Mitarbeiter wird es auf absehbare Zeit wohl nicht mehr geben.


    Eine andere Seuche, welche die Deutsche Bank nun mittlerweile erneut heimsucht ist die Rückkehr der Leerverkäufe. Haben sich die Heuschrecken, auch genannt Hedge Fonds jetzt eine gewisse Zeit zurück gehalten. Durch den Short Squeez nach dem falschen Bericht über eine Einigung mit dem DoJ wurden ja viele dazu gezwungen ihre Positionen zumindest teilweise glatt zu stellen. Doch mittlerweile geht das Wetten auf einen Untergang der Deutschen Bank mit unverminderter Härte in eine neue Runde.


    Aber wie so oft kam die schlechteste Nachricht auch diesmal wieder am Wochenende. Am Samstag wurde bekannt, dass das DoJ als Bedingung für eine Reduzierung der Strafe verlangt den Bereich Investment-Banking der Deutschen Bank in den USA deutlich zu reduzieren. Damit kommen dann auch die wahren Absichten des DoJ zum Vorschein. Schon viel früher haben einige Analysten die Vermutung geäußert, dass es sich bei dem Hohen Strafmaß viel mehr um einen gezielten Handels-Krieg der USA gegen Deutschland, bzw der EU handeln würde. Auch die hohen Strafzahlungen gegen VW, wegen dem Abgas-Skandal und die ebenfalls 14 Milliarden Dollar Strafe gegen Apple wegen Steuerhinterziehung durch die EU seien in diesem Zusammenhang zu sehen. Wer solche Freunde hat, der braucht wahrlich keine Feinde mehr.


    Wie auch immer, eine Reduzierung oder eine komplette Aufgabe des Investment-Banking Bereichs der Deutschen Bank in den USA würde der Bank zumindest eine weitere Einnahmequelle wegnehmen und der Bank damit langfristig schaden. Die Wahl vor welche man die Deutsche Bank nun offensichtlich stellt, ist die Wahl zwischen einem schnellen Tod durch eine hohe Strafe oder einem etwas langsameren Tod durch Wegnahme von Verdienstmöglichkeiten und damit einem langsamen ausbluten. Man darf dabei ja auch nie vergessen, das die Risiken der Bank durch ihr hohes Derivate-Portfolio ja nach wie vor bestehen bleiben.



    Aktuell: Panik? Deutsche Bank bekam Sonderbehandlung bei EZB-Stresstest!
    Deutsche Bank: schnell Geld besorgen – und Ratten, die das (sinkende?) Schiff verlassen
    UBS said to poach Deutsche Bank top private bankers in asia
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    Deutsche Bank-Aktie: Leerverkäufer Marshall Wace wieder im Attacke-Modus - Aktiennews
    "Radical Changes To The Business Model" - Deutsche Bank Forced To Shrink US Operations As Part Of DOJ Settlement

  • Die Angst vor einem kommenden Crash

    Da ja mal wieder vor kurzem Quartalsende war, fängt nun wieder mal die sogenannte Berichtssaison an. Viele Unternehmen legen derzeit ihre akuellen Quartalszahlen vor und manche davon sehen gar nicht so gut aus. Zwar läuft das in der Regel immer wieder nach dem gleichen Prinzip ab, man reduziert die Erwartungen und Prognosen im Vorfeld so sehr, das am Ende alle positiv Erfreut sind dass die Zahlen nicht so schlecht sind wie erwartet. Das führt dann meist zu steigenden Kursen trotz schlechter Zahlen, aber bei einigen Unternehmen scheint auch das mittlerweile nicht mehr so recht zu funktionieren. So lieferten der Aluminiumkonzern Alcoa und der Handy Hersteller Ericson derart schlecht ab, das sogleich die Preise der Aktien in den Keller gingen. Noch haben nicht alzu viele Unternehmen ihre Zahlen vorgelegt, doch schon jetzt kündigt sich an dass das abgelaufene Quartal zu sowas wie dem Quartal der Schreckens werden könnte. Die Gewinne sinken in einem Tempo wie seit 2009 nicht mehr.


    Es gibt weitere Faktoren welche die Märkte derzeit schwer belasten, dazu gehören Dollar-Stärke, schlechte Zahlen aus China, fallender Yuan, das immer weiter einbrechende Britisches Pfund, die immer näher kommende US-Wahl. Anleihen-Märkte welche seit zwei Wochen eigentlich weltweit nur eine Richtung kennen und die ist abwärts, dadurch steigende Zinsen. Eine Entwicklung beim S&P 500 welche gar nicht gut aussieht. Kurz gesagt derzeit stehen viele Zeichen auf Crash.


    So sehen das wohl offensichtlich mittlerweile auch mehrere Großbanken. Sowohl die Londoner Bank HSBC, als auch die amerikanische Citi Group haben ihre Kunden diese Woche vor einem kommenden Crash gewarnt. Die Märkte hätten laut eines Analysten der Citi Group derzeit eine erschrekende Ähnlichkeit mit dem Zeitraum unmittelbar vor dem Crash im Jahre 1987. HSBC nannte sogleich auch Zahlen, wenn der Dow Jones unter 17.992 oder der S&P500 unter 2.116 fällt, dann gehts richtig abwärts. Derzeit befinden sich Dow Jones bei 18.138 und der S&P500 bei 2.132. Also beide gar nicht mehr so weit davon entfernt.


    Mit Alcoa startet das Quartal der Leiden
    Ericsson-Aktie bricht um 17,88% ein: Das ist kein Ausrutscher – Zahlen als Gruselkabinett!
    3 US-Großbanken mit Quartalszahlen: Gewinne rückläufig, Erwartungen übertroffen
    RED ALERT — Get ready for a 'severe fall' in the stock market, HSBC says
    Citigroup: Achtung! Der Crash von 1987 könnte sich wiederholen – Chart-Ähnlichkeit..



    Die Schlammschlacht


    Und dann war da ja noch der US-Wahlkampf oder sollte man eher sagen die Schlammschlacht in welcher es längst nicht mehr um Politik geht. Nun verfolge ich die Deutschen Medien in diesem Bereich recht wenig, kann mir aber vorstellen das hauptsächlich immer noch über diese Trump Video gelästert wird und was für ein schlechter Mensch Donald Trump doch ist. Doch ich verfolge hingegen sehr genau was im Internet zum US-Wahlkampf so abläuft. Ich kann dazu nur sagen, dass die Stimmung in den USA eine ganz andere ist wie es die Medien vermitteln wollen. Es gab nach dem letzten TV-Duell sehr viele Umfragen die Trump im Gegensatz zum Ersten TV-Duell diesmal als klaren Sieger gezeigt haben.


    Das mit Abstand am meisten wiederholte Zitat nach dem Duell war ein kurzer Satz von Trump. Clinton sagte etwas wie, sie sei froh das Donald Trump nicht für die Rechtsprechung und Gesetzte in den USA verantwortlich sei. Trumps Antwort darauf war sehr kurz und hat zugleich den meisten Applaus des Abends bekommen. Er sagte: Weil du dann im Gefängnis sein würdest. Es wurde von beiden seiten doch sehr unterhalb der Gürtellinie mit gegenseitigen Beschimpfungen um sich geworfen.


    Ein starker Indikator das Trump die Debatte gewonnen hat war in der Nacht auch der Verlauf des mexikanischen Pesos gegenüber dem Dollar. Wer sich erinnert, Trump hat ja wiederholt Mexiko damit gedroht eine Grenzmauer zu bauen. Seither ist der Peso wirklich eine Art Messlatte wie es im US-Wahlkampf wirklich steht und der Peso ist im der Nacht deutlich gefallen, was auf einen deutlichen Sieg Trumps in der Debatte hindeutete.


    Auch wenn man sich die Wahlkampf-Auftritte beider Kandidaten ansieht, fällt es schwer zu glauben das Clinton führt. Zu einem durchschnittlichen Clinton Auftritt meist in kleineren Sporthallen, kommen im Schnitt nicht mal 1000 Leute. Bei vielen Trump Auftritten füllt er jedoch große Hallen mit 10.000 bis 30.000 Zuschauern. Das von CNN und Reuters beauftrage Meinungsforschungs-Institut wurde über Wikileaks dummer weise auch noch auf einer Spender-Liste der Clinton-Foundation wiedergefunden mit zwei recht hohen Spenden.


    Am Ende könnte es so ausgehen wie beim Brexit, wo viele Medien tagelang von einem sicheren Sieg der Brexit-Gegner ausgegangen sind und es am Ende dann doch ganz anders kam. Derzeit veröffentlich Wikileaks täglich neue E-Mails, die sogenannten Podesta-Mails ihres Stabs-Chefs. Auch Organisationen wie anonymous oder Hacker wie guccifer 2 werden nicht müde Dinge über Clinton zu veröffentlichen. Als einzige Reaktion darauf fällt Clinton nichts anderes ein, als immer wieder Russland zu beschuldigen. Russland ist bei Clinton sowieso an allem Schuld. Das was dort Clinton und auch derzeit von Obama getrieben wird ist absolute Kriegshetze. Am Freitag hat Obama Russland bereits einen Cyber-Krieg angedroht.


    Auch von Russland hört man wenig versöhnliche Worte, so gab es diese Woche eine Order aus dem Kreml, dass alle Diplomaten-Kinder welche sich auf Schulen in anderen Staaten befinden nach Russland zurück beordert wurden. Auch eine Zivilschutz-Übung mit 40. Millionen Russen soll vor kurzem stattgefunden haben. Auch wenn es viele in Deutschland noch nicht begreifen, die Zeichen stehen zunehmend auf Krieg mit Russland und China. Alleine deswegen müsste man schon beten, das Clinton die Wahl nicht gewinnt.

  • Moin,


    mbit, könntest du bitte mal diese Umfragen, die Trump als Gewinner zeigen, verlinken? Nach einer kurzen Suche bei Google habe ich nichts derartiges gefunden.
    Zudem finde ich den Vergleich "Trump zieht mehr Menschen zu seinen Veranstaltungen deswegen gewinnt er" Vergleich doch extrem platt. Selbstverständlich
    zieht Trump mehr Menschen an, soweit ich mich erinnern kann haben Populisten immer mehr Publikum als der durchschnittliche Politiker. Gehe ich lieber als
    Trump-Anhänger zu einer seiner Veranstaltungen, lasse mir meine Ängste und Befürchtungen sowie mein minimalistisches Weltbild bestätigen oder tue ich
    mir als Clinton-Wähler, der eigentlich nur Clinton wählt weil er unter keinen Umständen Trump als Präsidenten haben, eine Rede von Clinton an, die für eigentlich
    für mich als nicht allzu politisch interessierten langweilig ist?


    Grüße :aq_1:

    PC:Windows 10;Nvidia Geforce 980Ti, 16GB DDR4 RAM, Intel i5 6600k
    EEP Versionen- EEP 6;EEP 10 Basic; EEP12 Expert

  • Meine Aussage beziehen sich zum großen Teil auf zwei Beiträge aus Zerohedge unmittelbar nach der Debatte und dabei hauptsächlich auf das Abschneiden in der Debatte nicht auf einen Wahlsieg:


    http://www.zerohedge.com/news/…linton-you-should-be-jail
    http://www.zerohedge.com/news/…-familiar-problem-emerges


    Aber es gibt durchaus auch seriöse Umfragen welche Trump insgesamt vorne sehen, wie z.B. die der Los Angeles Times:


    http://www.latimes.com/nation/…1471817853-htmlstory.html


    Zudem finde ich den Vergleich "Trump zieht mehr Menschen zu seinen Veranstaltungen deswegen gewinnt er" Vergleich doch extrem platt. Selbstverständlich
    zieht Trump mehr Menschen an, soweit ich mich erinnern kann haben Populisten immer mehr Publikum als der durchschnittliche Politiker.


    Das Problem ist halt das der Umkehrschluss eben auch nicht funktioniert. Nur weil er als Populist mehr Menschen zieht wie Clinton, müssen deswegen mehr Clinton Wähler zur Wahl gehen. Das Populismus funktioniert sieht man ja zu unserem Leidwesen in Deutschland mit Pegida und der AfD. Ich glaube das es in den USA in weiten Teilen der Bevölkerung eine Stimmung gibt, dass die Leute schlicht Stink-Sauer sind und es denen fast egal ist was sie wählen, nur Hauptsache die etablierten Politiker abzustrafen. Auch glaube ich aus den selben Gründen das wir dieses mal eine extrem hohe Wahlbeteiligung erleben werden. Was ohne Zweifel mehr Trump wie Clinton zu gute kommen wird. Genau deswegen habe ich auch den Vergleich zur Brexit-Abstimmung gezogen, auch dort lagen die etablierten Umfragen vollständig daneben.


    Auch wird es in der Presse sehr oft so dargestellt das viele hochrangige Republikaner Trump nicht wollen. Das ist im Prinzip richtig, auch das Skandal Video soll, wie sich mittlerweile herausgestellt hat, aus den eigenen Reihen kommen. Nur übersieht man dabei vollständig, das es auch bei den Demokraten viele Bernie Sanders Anhänger gibt, die nun vermutlich Trump wählen werden. Die Parteien spielen also eigentlich keine Rolle mehr.


    Das amerikanische Wahlsystem macht es insgesamt jedoch sehr unberechenbar. Das Wahlmänner-System begünstigt nicht immer den, der die meisten Stimmen erhält. Trump kann z.B. Kalifornien und weite Teile der Neu-England-Staaten nicht gewinnen, dominiert dagegen aber in den Flächen-Staaten. Am Ende werden es vermutlich wieder Staaten wie Florida und Ohio sein, welche die Wahl entscheiden.

  • Auch wenn ich bedingt durch die vorübergehende Sperrung der Laberecke nicht unbedingt Lust hatte hier weiter zu schreiben. Das bedeutet nicht das sich meine Überzeugung hinsichtlich dessen was uns bevor steht geändert hat. Vor 2 Wochen hatte ich bereits geschrieben:


    wenn der Dow Jones unter 17.992 oder der S&P500 unter 2.116 fällt, dann gehts richtig abwärts.


    In der Woche drauf drehte dann die Richtung kurz vor dieser Marke. Aber schaut man heute auf die Zahlen, dann ist der Dow Jones wieder bei 18.008 und der S&P500 bei 2.108. Die Gefahr ist also absolut nicht vorbei und Gold und Silber beginnen auch schon wieder deutlich zu steigen. Es gibt derzeit an den Märkten fast nur noch ein Thema und das ist die US-Wahl und die Angst das Trump gewinnt. In genau einer Woche wird also das Chaos komplett sein. Denn egal wie die Wahl ausgeht. Bei einem Sieg von Trump, geht es direkt bergab und bei einem Sieg von Clinton wird die Wahl mit an 100% Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit angefochten und die Unsicherheit lässt die Kurse fallen. In jedem Fall aber steuern wir auf einen zweiten, diesmal vermutlich nur schlimmeren Brexit-Effekt zu.


    Clinton ist durch die erneuten FBI-Ermittlungen schwer angezählt, selbst die tendenziell in Richtung Clinton manipulieren Umfragen sehen nun ein Kopf an Kopf Rennen. Trump hat jedoch im Falle eines Wahlsieges von Clinton bereits angekündigt die Wahl nicht anzuerkennen. Einige mögen nun denken nun ist er vollständig wahnsinnig geworden, doch so unberechtigt halte ich diese Aussage gar nicht. Auch wenn die Medien behaupten es gäbe keine Hinweise auf Wahlmanipulation, so zeigt ein Kurze Suche im Internet und auf Youtube das genaue Gegenteil. Auch passt zu der Aussage nicht, das er bereits Verhaftungen von Beteiligten gab, da in den meisten Teilen der USA bereits gewählt werden kann.


    Unprecedented Surge In Election Fraud Incidents From Around The Country


    Insbesondere wenn man sich anschaut was das Projekt Veritas an Beweisen zusammengetragen hat. Diese haben sich Undercover mit versteckter Kamera bei einer Non Gouvernement Organisation welche Clinton unterstützt eingeschleust und quasi ihre Unterstützung angeboten und wurden dabei bereitwillig darüber aufgeklärt wie diesmal und in der Vergangenheit in den USA bei jeder Wahl etwas nachgeholfen wurde. Nicht immer für Demokraten, aber immer für denjenigen der nach deren Meinung gewinnen sollte. Diese Videos sind auch kein Fake, da der entsprechende Mitarbeiter bekannt ist und kurz nach Veröffentlichung gefeuert wurde. Jeder der glaubt sowas sei in den USA nicht möglich sollte sich vielleicht mal deren Videos ansehen.


    Projekt Veritas VideoListe


    Kurz nach bekannt werden der erneuten FBI Ermittlungen gab es dann noch einen weiteren kleinen Skandal, über den aber nicht berichtet wird. Offenbar sind Tonband Aufnahmen von Hillary aufgetaucht, in welcher sie ganz freizügig darüber Redet eine Wahl in Palestina im Jahre 2006 manipuliert zu haben. Tolle Aussage einer damaligen Außenministerin:

    Clinton wrote:

    “And if we were going to push for an election, then we should have made sure that we did something to determine who was going to win.”


    Dramatic 2006 Recording Captures Hillary Clinton Proposing To Rig The Palestine Election


    Die Mainstream Medien sowohl in den USA, als auch in Deutschland berichten weder über den Inhalt der von WikiLeaks veröffentlichten Mails, noch über das Projekt Veritas, noch über irgend welche anderen Verfehlungen von Clinton und schlachten hingegen alles über Trump genüsslich aus. Warum wohl? Weil in den Mails von Wikileaks auch Mails zu zahlreichen Pressevertretern enthalten sind und wie sehr die Medien in dem ganzen Schlamassel mit drin hängen. Da werden dann schon mal Gala-Dinner mit Pressevertretern organisiert, bei welchen dann besprochen wird wie die Presse und die Medien Clinton unterstützen kann. Fragen aus den Wahlkampfdebatten erhält man natürlich großzügiger Weise einen Tag vorher damit man sich darauf vorbereiten kann und gleich die entsprechende Statistik zur Hand hat. Rein Zufällig natürlich, weil man ja auch alle Statistiken auswendig lernt.


    Wie auch immer die Wahl also nächste Woche ausgeht, einige gerade auch hier in Deutschland werden sich nächste Woche verwundert die Augen reiben und denken was da in den USA nur los ist. Macht euch auf eine Überraschung gefasst, das Thema Wahl und ihre Folgen ist am 8. November nicht vorbei, sondern fängt dann erst richtig an.

  • Ich könnte jetzt sagen, ich habe es euch ja gesagt. Glaubt den Umfragen der Medien nicht.


    Stand: 6:15 führt Trump mit 244 zu 209 Wahlmänner-Stimmen. 9 Staaten sind noch offen. Davon muss Trump aber nur noch etwa 3 gewinnen um auf die nötigen 269 Stimmen für einen Wahlsieg zu kommen. Eigentlich währen es 270, aber da die Republikaner wohl auch Senat und Kongress gewinnen, wäre er auch bei einem Gleichstand Präsident. Nach derzeitigem Stand der Auszählung kann man jedoch davon ausgehen das er die noch nötigen 25 Stimmen locker bekommt.


    Reaktion bisher: Die Futures von Dow Jones, NASDAQ, S&P500 stürzen ab, Dollar fällt, Mexikanischer Peso im freien Fall, Gold und Silber deutlich im Plus.

  • Moin
    Gestern Abend sagte noch ein Radioreporter beim NDR 2, daß die Amerikaner die Wahl zwischen Pest und Cholera haben. Irgendwie hat er Recht. Mir persönlich wäre die erste Frau als Präsidentin lieber.
    Hoffentlich geht es gut, wenn der männliche Kandidat gewinnt.


    Meine Meinung

  • Stand 7:50


    Es wird immer deutlicher. Derzeit 267 zu 215. Jetzt noch 6 Staaten offen. Berücksichtigt man die jeweiligen Favoriten nach derzeitigem Stand der Auszählung, dann sieht es wie folgt aus:


    Arizona (11) vermutlich Trump
    Minnesota (10) vermutlich Clinton
    Wisconsin (10) vermutlich Trump
    Michigan (16) vermutlich Trump
    New Hampshire (4) vermutlich Trump
    Maine (4) vermutlich Clinton


    Er sieht so aus als wenn er noch 41 Stimmen bekommen könnte und Clinton noch 14 Stimmen. Das wäre dann ein Ergebnis von 308 zu 229. Noch ein Staat notwendig, selbst wenn er nur noch New Hampshire gewinnen sollte, es ist im Prinzip entschieden