...Der Alltag eines Konstrukteurs...

Are you sure that you placed your question/contribution in the apropriate thread and that you have selected an expressive headline?
  • Hallo Liebe Kons !!


    Als erstes möchte ich einmal danke sagen für die vielen tollen Free und Shopmodelle die ihr uns zur Verfügung stellt.

    Mich interessiert aber ehrlich gesagt auch wie so der Alltag eines Konstrukteurs abläuft. Erzählt mal bitte. :aa_1:

    Steht ihr morgens auf und habt schon eine neue Idee was ihr umsetzen möchtet...wieviele Stunden arbeitet ihr so an einem Modell...habt ihr viele noch unvollendete Projekte auf eurer Festplatte...wie seit ihr zu EEP gekommen und wann wurdet ihr Kon...habt ihr vorraussetzungen mitgebracht...??


    Fragen über fragen. :aa_1::bp_1:

  • Als erstes möchte ich einmal danke sagen für die vielen tollen Free und Shopmodelle die ihr uns zur Verfügung stellt.

    Gerne.

    Steht ihr morgens auf

    Ja.

    und habt schon eine neue Idee was ihr umsetzen möchtet

    Nö. Zu der Zeit denke ich an was anderes.

    wieviele Stunden arbeitet ihr so an einem Modell

    Zwischen 1 und 2000 Stunden.

    habt ihr viele noch unvollendete Projekte auf eurer Festplatte

    Ja.

    wie seit ihr zu EEP gekommen

    Weiß ich nicht mehr. Ist sooooo lange her ...

    wann wurdet ihr Kon

    2011.

    habt ihr vorraussetzungen mitgebracht

    Das ist die wichtigste Frage.

    Man benötigt Modelle zur Bewerbung.

    Um die Modelle zu erstellen, muss man konstruieren können.

    Zum Konstruieren benötigt man gewisse Fähigkeiten, wie dreidimensionales Denken, Umsetzen von 2 Dimensionen auf dem Bildschirm in 3 Dimensionen im Modell, die Fähigkeit Grafikprogramme zu bedienen und den Willen zum Lernen und Ausprobieren.


    Edit, noch vergessen: Ich konstruiere nicht den ganzen Tag über. Manchmal 15 Stunden am Stück. Manchmal ne Woche gar nicht. Aber meist irgendwo dazwischen.


    Manfred

    Hier geht es zu --> Kjus EEP.
    Der Autorenerlös meiner Modelle geht zu 100% an ECPAT Deutschland e.V., Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung.

    Mitglied des Kontinuums, Reisender durch Zeit und Raum, zur Zeit Gast auf dem dritten Planeten eines unbedeutenden Sonnensystems.

    The post was edited 1 time, last by Kju ().

  • Zu EEP bin ich ca. 2007 gekommen. Damals war EEP 5 aktuell. Mit dieser Version und der Nachfolgeversion 6 samt Plugins habe ich viele Anlagen erstellt. Parallel habe ich die Diskussionen um EEP7 und folgende beobachtet, die mich davon abgehalten haben, auf diese Version umzusteigen. Irgendwann ließ mein Interesse an EEP stark nach, und ich ließ es einige Jahre ruhen.


    Erst ab EEP 11 hatte ich das Gefühl, dass die Kinderkrankheiten überwunden waren, und dass die neuen Features einen Umstieg wert waren. Außerdem hatte ich mittlerweile eine leistungsstärkere Hardware. Also legte ich irgendwann in 2015 wieder los. Mein persönlich wichtigstes Feature war (lacht nicht!) die Geländegestaltung in 3D. Immer wieder hatte ich Stellen, an denen ich eine Böschung bis an den Gleis- oder Straßenrand führen wollte. Und das habe ich im 2D-Editor nie zu meiner Zufriedenheit hinbekommen.


    Lange habe ich die Diskussionen um einen neuen Home-Nostruktor beobachtet und mich dagegen entschieden, mir noch den alten zu kaufen. Um den Jahreswechsel 2016/2017 war es dann so weit, und ich habe mir den Home-Nostruktor 13 gekauft. Das erste Modell war natürlich das Stadthaus aus dem Tutorial. Daran habe ich gemerkt, dass kon-Dateien nicht meine Welt sind. Ich kann damit umgehen, vermeide es aber. Nur bei Splines, Flares und solchen Dingen, die nicht anders möglich sind, lasse ich mich auf kon-Dateien ein.


    29502223uh.jpg

    Die Idee für ein neues Modell, das ganz einfach sein sollte, kam schnell. Ich erinnerte mich an diese kleinen Leuchten, die wie eine Bananenschale aussehen, und die es heute kaum noch gibt. Nur: wie heißen diese Dinger? Ich habe lang gebraucht, um herauszufinden, dass der halbwegs offizielle Name "Verkehrsschildkröte" ist.


    Den Blender hatte ich vor vielen Jahren ein bisschen kennengelernt, ein paar Landschaftsszenen, einen Tisch mit Utensilien darauf und ähnliches konstruiert. Insofern wusste ich um den Aufwand und die steile Lernkurve im Blender. Aber alle Tastenkombinationen etc. hatte ich verlernt.


    Also habe ich die Verkehrsschildkröte als Projekt genommen, um mich wieder mit dem Blender auseinanderzusetzen. Allein an diesem Modell habe ich ca. 2 Monate gebastelt, natürlich nicht full-time, ich habe ja auch noch einen Beruf und ein paar soziale Kontakte. Na ja, ich musste ja erst einmal wieder Blender lernen. Der Import in den Home-Nostruktor war eigentlich ganz einfach — wenn denn mein x-File sauber gewesen wäre. Außer Beleuchtung hat es NOS-seitig nichts Besonderes. Beim Experimentieren habe ich viel über lose Kanten, Nicht-Mannigfaltigkeiten, falsch und überlappend definierte Faces und ähnliche Fehler gelernt. Daneben noch ein bisschen Gimp lernen, was aber im Verhältnis zum Blender wenig war. Aber ich brauchte ja auch noch eine nicht zu saubere Textur.


    Das Modell ist zwar in EEP-Anlagen einsetzbar, aber in seiner jetzigen Form würde ich es nicht einmal als Free-Modell anbieten. Es ist zu kantig. Oder anders gesagt: Ich bin ein alter Polygon-Geizkragen!


    Nebenher hatte ich eine befruchtende Diskussion mit RE1 (hier zu finden) über den fehlenden Schattenwurf auf seinen Gräsern, was mir auch einige Einsichten in die Besonderheiten von 3D- und NOS-Modellen in Bezug auf Beleuchtung verschaffte.


    Die Unzulänglichkeiten des Wikis zum Home-Nostruktor auf der einen Seite, und meine Erkenntnisse und Erfahrungen, die ich gerne mit anderen teilen wollte, auf der anderen Seite führten dazu, dass ich zunächst einen Artikel schrieb, der ins Wiki übernommen werden sollte. Daraus ist entstanden, dass ich nun an der Verbesserung des Wikis mitarbeite. Und dabei lerne ich natürlich in vielen Bereichen hinzu.


    Generell ist in der ganzen Thematik sicher eine Eigenschaft von mir hilfreich: Ich eigne mir gerne autodidaktisch neues Wissen an. Und ich will die dahinter liegenden Konzepte verstehen. Insofern sind Beispiele und Kopiervorlagen zwar nett und für den Einstieg hilfreich, stillen meinen Wissensdurst aber nicht wirklich.


    Als ich das Thema "Achsen" verstehen wollte, dachte ich, es wäre interessant, ein 3-achsiges Fahrzeug zu erstellen, dessen mittlere Achse seitlich verschiebbar ist. Daraus ist mein erstes, komplizierteres Projekt entstanden, die Straßenbahn, die ich in "Erinnerungen an Mainz" vorgestellt habe. Bei diesem Projekt habe ich den Anspruch an mich, es so ordentlich zu bauen, dass ich es eines Tages im Shop anbieten kann. Und dafür bin ich vor kurzem Konstrukteur geworden. Um mich mit dem ganzen Freigabe-Prozedere vertraut zu machen, habe ich zunächst ein ganz einfaches Modell erstellt, das mir sowieso noch fehlte, die Signaltafel Ts1, "Nachschieben einstellen", das mittlerweile als Free-Modell vorliegt und bspw. hier heruntergeladen werden kann. Zur Zeit habe ich mein erstes Modellset für den Shop im Test, einige Modelle für eine Straßenbahn-Oberleitung. Ich bin darauf gespannt, wie der Test verläuft, denn Free-Modelle werden weniger intensiv getestet.


    Erst wenn die Testphase durch ist, werde ich mich wieder der Straßenbahn widmen. Sie liegt seit Wochen unberührt auf meiner Festplatte. Einiges Feedback habe ich bereits von einem Konstrukteurs-Kollegen, das ich noch einbauen muss. Außerdem will ich noch einen Anhänger erstellen. Beim Original war der Anhänger aber zweiachsig und der Umbau eines zweiachsigen Triebwagens. Also nehme ich den Dreiachser, leite daraus einen zweiachsigen Triebwagen ab, und daraus einen zweiachsigen Anhänger. Es kann also alles noch einige Zeit dauern.


    Soweit zu meinem "Konstrukteurs-Lebenslauf". Jetzt noch ein paar Antworten auf Deine Fragen:

    • Zum Aufwand für ein Modell kann man keine allgemeine Aussage treffen. Die Ts1-Signaltafeln brauchten vielleicht 20 Stunden, inkl. Konstruktion, Textur-Erstellung, Bereitstellung, Kommunikation, Account in Rockbears Downloadbase etc. Die Straßenbahn gibt es seit 4 Monaten auf meiner Festplatte.
    • Ich arbeite an Modellen, wenn ich Lust und Zeit dazu habe. Und dann phasenweise auch nicht mehr. Schließlich will ich auch am Wiki weiterarbeiten. Und manchmal will ich an meinen Anlagen weiterbasteln.
    • Ideen habe ich reichlich. Es gibt einen Ordner "Recherchen" auf meiner Festplatte, in dem ich nach Themen sortiert Texte und hauptsächlich Bilder sammle, die ich vielleicht eines Tages für Modelle gebrauchen könnte. Gelegentlich zwickt mich auch der Gedanke, einem Konstrukteurs-Kollegen in die Parade zu fahren, und zu einem angekündigten Modell eine parallele Eigenentwicklung zu starten. Die V160/BR216-Familie wäre so etwas.
    • Unvollendete Projekte habe ich nicht besonders viele. Einige nutze ich auf meinen Anlagen, ohne den Anspruch zu haben, sie allgemein verfügbar zu machen. Was ich außerdem habe, sind etliche "Klötzchen"-Modelle, mit denen ich technische Zusammenhänge getestet habe, ohne dass mir das Aussehen des Modells wichtig gewesen wäre. Zur seitverschiebbaren Mittelachse gibt es zum Beispiel auch so ein Klötzchen-Modell.
    • Die Frage nach den Voraussetzungen hat Manfed schon umfassend beantwortet.


    Viele Grüße

    Christopher

    PC: Intel i7-7700K; 64bit; 4,2 GHz; 16GB RAM; GeForce GTX 1080 (8 GB); Win 8.1; EEP 6, 13.2 Plugins 1+2; HomeNOS 13 (Dev)
    Laptop: Intel i5 3230M; 64bit; 2,6 GHz; 8GB RAM; GeForce GT740M (1 GB); Win 8.1; EEP 6, 13.2 Plugins 1+2; HomeNOS 13 (User)

    The post was edited 2 times, last by cetz ().

  • Na,


    dann will ich doch auch mal berichten...

    Ich stehe normalerweise Montag bis Freitag um 6:15 Uhr auf und gehe erstmal 8 Stunden einem gewöhnlichen Bürojob nach. Ab 17:00 Uhr trifft man mich meist am heimischen Rechner, wo ich mir zwei Stunden Zeit für meine Konstruktionen, Modellprojekte, Anlagen oder andere Dinge rund um EEP nehme.

    Ab 19:00 Uhr gehöre ich dann meiner Familie!


    Soweit die Theorie... in der Praxis sieht das trotz großer Mühe oft ein bisschen anders aus:

    Da werden Foreneinträge wie dieser in einer kurzen Pause auf der Arbeit getippt, Kundenanfragen in der Mittagszeit beantwortet und Infos mit anderen Konstrukteuren per Skype ausgetauscht um Abends wieder mit neuen Erkenntnissen produktiv am eigenen Modell "arbeiten" zu können.

    Auch Nachtschichten sind, nach der Zeit mit der Familie, die meist gegen 22:00 Uhr endet, keine Seltenheit.


    Die zur Verfügung stehende Freizeit am Wochenende teilen sich meine Familie, die Konstrukteurstätigkeit, meine Vorliebe für's Radfahren und die H0-Modellbahn, die in letzter Zeit viel zu kurz kommt.

    Ähnlich wie bei Manfred kann es an regnerischen Sonntagen durchaus vorkommen, dass ich bis zu 15 Stunden am Stück konstruiere, bzw. konstruktionsnahe Tätigkeiten verrichte. Dazu würde ich z.B. die Texturarbeit, Recherchen, Screenshots und Aufbereitung für den Shop zählen würde.


    Die Arbeitszeit pro Modell hat Manfred schon ganz gut dargelegt...

    zwischen 1 und 2000 Stunden sind es bei mir je nach Komplexität des Modells auch.

    Wobei ich trotz einer oder zwei Stunden Arbeit z.B. für ein einfaches Schild als Freemodell, einen ganzen Tag für die Fertigstellung veranschlagen würde, bis das Gesamtpaket steht und den eigenen Rechner verlassen kann.


    Nun, zu den Ideen... die hab ich meist nicht Morgens, sondern dann, wenn ich mit dem Rad entlang einer Bahnstrecke unterwegs bin. Allerdings muss ich gestehen, dass ich dort nur kleinere Ideen für den Anlagenbau mitnehme, denn die großen Projekte stehen bei mir schon für die nächsten zwei Jahre auf einer festen Agenda... da gibt es zunächst noch viele Varianten der BR189, die umgesetzt werden wollen, zum Anderen wird auch die IC-Serie noch in diesem Jahr weiteren Zuwachs erhalten.

    Wie gesagt, es gibt bei mir tatsächlich einen richtigen Projektplan, mit Meilensteinen, Stakeholderanalyse uvm. der regelmäßig überprüft und angepasst wird. Das macht sich vielleicht auch darin bemerkbar, dass ich im Gegensatz zu manchen Kollegen deutlich präziser planen und zuverlässiger die angekündigten Modelle ausliefern kann.


    Mit EEP "spiele" ich nun schon seit 15 Jahren und als Anlagenbauer bin ich 2010 bei TREND aufgenommen worden... aus der Not entstand dann das Interesse am Konstruieren, welches mir nun keine Zeit mehr für den Anlagenbau lässt und mich zum Punkt "unvollendete Projekte" bringt.

    Davon gibt es auf meiner Festplatte nur wenige,...

    Nennenswert sind das Anlagenprojekt "Überwerfungsbauwerke in Hannover-Herrenhausen", in das ich noch mal rund 3 Monate intensive Arbeit investieren müsste, um es in den Shop bringen zu können

    und eine bereits vorhandene detaillierte Recherche und Planung für eine geraffte Darstellung des südniedersächsischen Abschnitts der SFS Hannover-Würzburg.

    Dem gegenüber stehen zwei unvollendete kleinere Modellkonstruktionen, die sicherlich noch mal zwischendurch als Freemodell, oder im Rahmen einer Shop-Anlage fertiggestellt werden.


    Das soll es erstmal von meiner Seite und meinem Alltag gewesen sein!

    Viele Grüße und einen guten Start ins Wochenende

    Sven


    P.S.: Und manchmal kommt man zu einem Modell, wie die Jungfrau zum Kind ;)

    Gestern hatte ich plötzlich Material in der Hand und wusste sofort: "Das Modell musst du (vielleicht als Weihnachtsgeschenk) noch irgendwie in deiner Planung unterbringen!"

    Desktop: Windows 10 64-bit auf Asus P7P55D, Intel Core i7 860 2.80GHz, 8GB DDR3-RAM, PCS Radeon R9 380 2048MB

    Notebook: Windows 10 64-bit auf Asus X751, Intel Core i7 4500U, 4GB DDR3-RAM , NVIDIA GeForce 820M

    The post was edited 4 times, last by SB3 ().

  • Sehr interessante Einblicke in die Welt der EEP-Konstrukteure. Finde ich echt gut. :be_1: 

    MfG Matthias, der Ostberliner, der zum Lipper wurde. :af_1:


    EEP 6.1 Classic; EEP 9.1 Expert Patch 1; EEP 11.3 Patch 1; EEP 12.1 Expert, EEP 13


    Notebook Acer Aspire 7250G, 6GB RAM, Windows 7 64bit, Prozessor: AMD E-450 APU 1,65 GHz, Grafikkarte: AMD Radeon HD 7470M

  • Finde ich echt gut.

    Ich auch. Speziell deswegen, weil ich diese Reaktionen nicht erwartet habe.

    :aq_1:Hut ab

    Jürg

    Samsung Series 9 Laptop / Lenovo Z50 - 70 Laptop
    Intel i5 1.7 Ghz / Intel i7 2.0 Ghz
    4 Gb Speicher / 8 Gb Speicher
    Intel HD Graphics 4000 / Intel HD Graphic und NVIDIA Geforce 840M
    Sandisk SSD U100 SMG2 / ST1000M014-SSHD-8GB
    Windows 10 64 /Windows 10 64
    EEP13 / EEP12, EEP13
    AnlagenBau / AnlagenLaufLass

  • Hallo zusammen,


    Ich bin Selbstständig also habe ich oft gar keine und manchmal sehr viel Zeit um mich mit EEP oder dem konstruieren zu beschäftigen.
    Wenn ich in Arbeit ersticke würde ich gerne mehr für EEP machen, denn das Konstruieren und Bauen in EEP entspannt mich. Aber dann muss mich selber disziplinieren und kann dem Thema EEP nur etwa eine bis max. zwei Stunden abends einräumen, meist aber nicht einmal das.
    Da ich auch beruflich vor dem Monitor sitze, verbringe ich den größten Teil des Tages vor demselben. Jeden Tag mit dem Hund raus zu gehen und sich am Samstag (zumindest später Frühling bis Herbst) um den Garten zu kümmern sind da ein willkommener Ausgleich. Es kommt aber natürlich auch vor, dass man mal gar keine Lust auf EEP hat und ein nicht unerheblicher Teil meiner "Wach"-Zeit ist zudem meiner Frau gewidmet.
    Es bleibt also oft nur wenig Zeit über. Dass die Modellsets (ich baue meist Sets aus zum Teil vielen Einzelmodellen) unter diesen Umständen Monate bis Jahre benötigen bis sie endlich mal fertig sind liegt natürlich an der knappen Zeit verbunden mit dem immens hohen Zeitaufwänden beim Recherchieren, Konstruieren, Texturen erstellen, Dokumentieren und zusammenpacken. Ich habe noch nie eine Aufschreibung gemacht wie lange das wirklich dauert und das ist wahrscheinlich auch besser so.


    Viele Ideen für Modelle bekomme ich, wenn ich mit EEP Anlagen (Jetzt eigentlich nur noch eine Anlage) baue. Da fehlt dann dieses und jenes und so kommt da einiges zusammen.
    Fehlende Industriegebäude waren es ja die mich ursprünglich überhaupt zum konstruieren und dann ins Forum gebracht haben. Brick ist z.B. auch nur entstanden, weil ich mit den im Netz verfügbaren (Mauerwerk-) Texturen total unzufrieden war. Die meisten dieser Texturen haben keinen Bezug zu realistischen Verbundarten und sind zudem viel zu kleinteilig, so dass hässliche Kacheleffekte unvermeidlich sind, will man damit größere Gebäude texturieren,
    Die Gebäude (Bausätze), die mir vorschweb(t)en sind mit fotografierten Texturen (Wiederholungen, Ansätze) nur schwer umzusetzen und existieren heute ja meist überhaupt nicht mehr, zumindest nicht in dem gewünschten Zustand.
    Im Forum bekommt man natürlich auch die eine oder andere Inspiration. Aber letztlich bauen die meisten Kons wohl genau die Modelle für die sie sich selber interessieren.
    Ach ja, Auftragsarbeiten für eine Anlage können dann aber doch ab und an den Horizont erweitern, weshalb ich das auch ganz gerne mache. Immerhin 2 meiner bisher veröffentlichten Sets (die Lokschuppen) sind so entstanden.

    Auf der Festplatte schlummern noch einige, auch größere Projekte, von denen nicht klar ist, ob sie jemals das Licht der Welt erblicken. Zum einen wächst mit der Zeit das Wissen um die "gute" Konstruktion und man mag gar nicht mehr auf den alten Kram zurückgehen, weil es übermäßig viel Arbeit machen würde das Ganze fertig zu stellen, zum anderen wachsen auch die Ansprüche der EEP-User und es ist fraglich ob die Modelle überhaupt noch eine realistische Chance haben auch breitflächig angenommen zu werden.


    Viele

  • Das hatte ich mir schon Gedacht das sowas wie Recherche, weitere Planung u.s.w neben dem eigentlichen Konstrurieren sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Sehe das ja wenn ich an meiner Anlage bastele wieviele zeit dafür drauf geht. Ausserdem wie in eurem Fall wenn man etwas selbst machen will und keinen Auftrag hat muss man sich immer selbst Motivieren auch weiter zu machen.

    Ausserdem darf man ja auch Familie und seinen Job nicht vernachlässigen.

    Vorteil ist das ihr selbst dem Hobby verfallen seit und nebenher noch eigenes herstellen könnt. :af_1:

    Gerne würde ich das auch können aber dafür hab ich nicht die Qualifikationen...sowas wie Blender und HomeNostruktor sind ein Buch mit 1000 Siegeln für mich. :aa_1:

  • Da ich das Thema ganz interessant finde, möchte ich auch noch ein paar Gedanken dazu verlieren. Zu EEP bin ich durch das Überraschungsgeschenk einer Tante gekommen, die von meiner Begeistung für Eisenbahnen wusste und mir EEP5 geschenkt hatte. Der Virus hatte eingeschlagen und so folgten dann EEP8 und die Folgeversionen. Konstrukteur bin ich ehr zufällig geworden, da ich mir irgendwann dann den HomeNos 8 zugelegt hatte und mit dem Häusertutorial von KL1 meine ersten Schritte unternommen habe. Mein nächstes Modell war dann die kleine Ausführung der modernen Zielanzeigen. Diese hatte ich hier öffentlich im Forum vorgestellt und wollte diese als Freemodell veröffentlichen. Daraufhin kam Nicci53 auf mich zu und hat mich durch den Bewerbungsprozess bei Trend geführt. So wurde ich Kon und habe neben der Zielanzeige dann auch mit dem Reihenhausset mein erstes Shop-Modell veröffentlicht. Die Modelle aus dem Bewerbungsprozess (und auch ein paar andere angefangene Modelle aus meiner absoluten Anfangszeit) liegen noch auf der Festplatte. Veröffentlichen werde ich diese aber vermutlich nicht bzw. nur nach einer Überarbeitung.


    Zu den Ideen komme ich wie Sven meistens beim Radfahren. So sind die Brandenburgischen Trafohäuschen größtenteils während einer einzigen Radtour entstanden. Ich fand diese Bemalungsvarianten irgendwie lustig und deshalb habe ich diese spontan nachgebaut. Ich habe übrigens auch schon weitere Vorbilder mit hübschen Bemalungen gefunden. Das wäre dann was für ein Erweiterungsset. Der Feuerwehrschuppen verhält sich ähnlich, da er zum einen ebenfalls bei mir in der Nähe steht und ich zum anderen überlegt hatte, welche Lücken es in EEP gibt, die ich mir zutraue zu verkleinern. Eine dieser Lücken waren Dorfgebäude und dort insbesondere kleine Feuerwachen. Das andere Konstrukteure wie HG3 dieses Thema jetzt auch aufgreifen finde ich gut, zeigt es doch, dass ich mit meinen Überlegungen nicht ganz falsch lag. Ansonsten habe ich halt viele Ideen im Alltag.


    Womit wir beim letzten Punkt deiner Frage wären: Hauptsächlich beschäftige ich mir gerade mit meinem Masterstudium. Dementsprechend richtet sich mein Alltag nach dem Vorlesungsplan und so komme ich meistens auch nur während der Semesterferien zum konstruieren, da ich auch unter der Woche regelmäßig Sport treibe. Den Zeitaufwand je Modell kann ich jetzt ehrlich gesagt gar nicht beziffern. Darauf habe ich nicht geachtet, denn wenn man an Sachen arbeitet, die einem Freude bereiten, vergeht die Zeit auch schnell.


    Letztlich kann ich dich nur ermutigen die verschiedenen Tutorials zum HomeNos mal auszuprobieren. Ich finde die wirklich gut gemacht und so bekommt man einen guten Einstieg in die Funktionsweise und hat auch schnell erste Erfolgserlebnisse (sehr wichtig zum Dranbleiben). Und du siehst ja auch hier im Forum, dass einem gut geholfen wird, wenn Fragen bestehen.


    Mit besten Grüßen

    Christian

    Ich besitze EEP 5, EEP 8.3, EEP 9.1 Expert, EEP 10 Expert, EEP 11, EEP 13
    Win10 64 Bit, Intel Core i5-3210M 2.5-3.1GHz, NVIDIA GeForce GT640M 2GB, 8GB DDR3 Memory

  • Hallo mbortel4,


    deine Fragen haben mich dazu gebracht, selbst nachzusehen, wann ich mit Konstruktionsversuchen begonnen habe.

    Es war 2013 mit dem HN8 und zu Beginn hat mir Saphir (UB3) das einfache Konstruieren von Bäumen erklärt.

    Dann haben die Hinweise vieler Konstrukteure (einige wie kju und Maurer sehr fleißig) mir sehr geholfen.

    Konstruiert habe ich eigentlich nur für mich (Häuser, Raumstationen, U-Boote, Hausboote usw).


    Anfang 2015 habe ich mich mit Figuren beschäftigt (Anleitung aus Blender-Tutorials).

    Ich dachte, dass es die Möglichkeit gibt, halbfertige Ideen in das Forum zu geben, damit richtige Konstrukteure die Figuren fertig stellen.

    Mit 75 Jahren wollte ich das nicht mehr selbst machen.

    War nicht der richtige Weg.

    Nicci 53 hat mich dann "überredet", weiter zu üben und später den Antrag für den Konstrukteurs-Status zu stellen.

    Ab Dezember 2015 konnte ich mich dann Konstrukteur nennen.

    Mein erstes Projekt fiel mich mächtigen Knall durch, aber Astreiner hat mir mit seinen Hinweisen sehr geholfen.


    Nun konstruiere ich Figuren und hoffe, dass ich diese anspruchsvolle Kombination aus 3d-Technik, Texturierung und sinnvollen Modellen zur Erhaltung meiner geistigen Kräfte noch einige Zeit (Monate/Jahre) beibehalten kann.

    Da ich am letzten Sonntag nach fast zwei Jahren mit Laufschwierigkeiten wieder den Potsdamer Schlösserlauf (Halbmarathon) durchgestanden habe, werde ich in den nächsten Tage einige leichtbekleidete Free-Modell-Frauen erstellen. Und wenn ich im September den 20. Berlin-Marathon nochmals schaffe, dann kommen nochmals einige Figuren hinzu.


    Bis vor zwei Jahren habe ich stets auf Häuser und Fahrzeuge geachtet. Nun schaue ich mir die vielen Menschen an, und es ist schwierig, zu entscheiden, was man konstruieren sollte.


    Das als Anmerkung von mir.


    Herzliche Grüße von

    Edgar

    EEP 6 bis EEP 13Expert
    Anlagenverbinder, HOME Nostruktor 13, ModiX TexturCalc, TexMapper, Modellkonverter
    Windows 8.1 (64 Bit),Windows 10, Intel Core i7-4770, 4x3400 MHz, 16 GB RAM, GeForce GTX-770,
    1. Festplatte: 250 GB SSD, 2. Festplatte: 400 Gb SSD, 2. Festplatte: 2 TB

  • Hallo liebe Kons,


    die sich bis jetzt zu diesem hoch interessanten und auch von euch allen,

    auch die, die sich nicht äußern oder noch nicht geäußert haben, angenommenen Thema hier wohlwollend geäußert haben:


    Ich ziehe meinen Hut vor Euch und bedanke mich ganz ausdrücklich für eure offene Haltung zu diesem Thema.

    MfG Matthias, der Ostberliner, der zum Lipper wurde. :af_1:


    EEP 6.1 Classic; EEP 9.1 Expert Patch 1; EEP 11.3 Patch 1; EEP 12.1 Expert, EEP 13


    Notebook Acer Aspire 7250G, 6GB RAM, Windows 7 64bit, Prozessor: AMD E-450 APU 1,65 GHz, Grafikkarte: AMD Radeon HD 7470M

  • Na dann reihe ich mich auch mal hier ein. Ich kann mich erst einmal meinen Vorrednern anschliessen. Leider ist bei mir von Montag bis Freitag bereits früh 5 Uhr die Nacht vorbei. Da kann ich nicht an EEP denken, denn dann stehen zuerst Gedanken an die bevorstehende Arbeit im Job und die Arbeiten an Haus und Hof wenn ich von der Arbeit zurückkomme. Wenn ich auf Dienstreisen bin, dann brauche ich natürlich nicht so zeitig raus, aber dafür geht es dann manchmal schon bis 20:00 Uhr beim Kunden. Dann wird vlt. abends mal was am PC oder unterwegs am Läppi gewerkelt. Am Wochenende kann es schon wie angesprochen mal etwas länger werden am PC.

    Mit EEP 3 (2003) habe ich angefangen, da ich einen Ausgleich für meine Dienstreisen im Ausland gesucht hatte. Die Versionen 5, 7 und 9 hatte ich übersprungen, teils aus beruflichen und teils aus privaten Gründen. Konstrukteur bin ich seit 2014. Ich hatte mich in den Blender eingearbeitet (ca. ein halbes Jahr) und bekam von Roland (RE1), dem Rayler (RL2) und Karl-Heinz (KV1) sehr gute konstruktive Hilfe. Dann kam die Einarbeitung in den HN, Da war dann auch eine geraume Zeit vergangen bis man den verstanden hat und alles im Selbsstudium sowie mit Hilfe einiger Konstrukteure.

    Die von Dir angesprochenen Ideen mbortel4, die bekomme ich meistens auf meinen Dienstreisen, wenn ich so durch die Welt fahre. Was so noch als Projekte auf meiner Festplatte existiert, ich glaube da habe ich schon lange den Überblick verloren. deshalb nehme ich mir jetzt nach und nach alles vor was umsetzbar ist, was nicht geht in die Ablage "rund".

    Zu den Zeitangaben und Vorraussetzungen zum konstruieren, da hat Manfred schon voll den Punkt getroffen. Da kann man keine genaue Angaben machen, nur eins, man brauch viel Geduld und räumliches Denken bis ein Modell entsteht. Wie ich schon mal in einem anderen Beitrag geschrieben hatte, liegt vor mir ein Zettel aus einem Glückskeks auf dem steht: "Mit Geduld und Disziplin können sie alle Probleme bewältigen", auch die im Blender und im HN.

    Nun hast Du auch meinerseits mal einen Einblick bekommen und wie Du sehen kannst sind wir Konstrukteure meistens alle in Lohn und Brot aber nicht bei Trend, sondern gehen einer geregelten Arbeit in der Wirtschaft nach und natürlich auch die Rentner sollten dabei nicht vergessen werden, denn da arbeiten wir ja alle hin :ae_1: . Das Konstruieren von Modellen und bauen von Anlagen passiert in unser Freizeit und wir hoffen wir können allen damit eine Freude bereiten, egal ob es Anlagen, Free- oder Shopmodelle sind.


    LG Thomas

    TB1

    Desk 4x3,6GHz; 16Gb RAM; 2Gb Nvidia GTX760; SSD120Gb+HDD500Gb+1Tb; Win10Prof.64bit
    Lap Asus ROG G751JT 4x3,6; 16Gb Ram; Nvidia GTX970m; SSD 256Gb+HDD 1T; Win10 64bit u.v.m.
    ab EEP 3 dabei
    Projekt: immer wieder was neues :ae_1:


    Liebe Grüße vom Eurospeedway Lausitzring

  • Hallo liebe Kons,


    sehr Interessant über Euer leben mit EEP und Eurer Arbeit und Leben als Kon zuerfahren,

    macht Laune Eure Berichte darüber zulesen,

    Grüße aus Mecklenburg, Norbert,
    [size=8]EEEC+LWW1 - 5 / EEP5.0Plus - Europäischer Schnellverkehr Patch2,Plugin1,2,3,4,5, / EEP 6.1 / EEPX
    19082655dj.jpg

  • Im Herbst 2001 habe ich EEP (damals noch EEEC) entdeckt und lieben gelernt. Das dazugehörige Konstruktionsprogramm, der "Konstruktor", war mindestens so schwer zu verstehen, wie der heutige HomNos. Und es gab noch weniger Informationen wie heute.

    Mit der Hilfe von zwei erfahrenen Konstrukteuren habe ich dann mein erstes Modell zusammengebaut (einen Kesselwagen mit Holzverkleidung) und es ab Dezember auf meiner Homepage angeboten. Unter dem "Markennamen" WBF (Waggon Bau Frauenfeld) sind dann diverse Güterwagen, später dann Personenwagen und auch Triebfahrzeuge entstanden, bis 2002 mit EEP2 eine neue Ära eingeleitet wurde, die ein neues Modellformat mit sich gebracht hat.

    Am 18.02.2002 gab es dann wieder den kleinen Kesselwagen als erstes EEP2-Modell.

    Zu der Zeit war das Geheimnis eines einigermaßen guten Modells das "Weglassen" - möglichst wenig Ressorcen verbrauchen und trotzdem das Original so gut wie möglich wiedergeben!


    Nach dem erneuten Formatwechsel mit EEP7 habe ich mich dann vorrangig um die 600mm Feldbahn gekümmert, die zur Zeit mein Hauptinteresse darstellt.


    Bis vor Kurzem sind alle meine Modelle ausschließlich mit den Nostruktor entstanden. Erst jetzt (zunächst für die Figuren) habe ich angefangen, mit Blender zu arbeiten.


    Seit Anfang dieses Jahres bin ich in Rente und sollte eigentlich mehr Zeit für EEP aufbringen können - was sich leider noch nicht bewahrheitet. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, daß es demnächst auch wieder ein paar Modelle von WBF geben wird. Auf der "Planungsliste" steht noch genug, wie z.B die Bayerischen Signale, die 1000mm Cimesee-Bahn, eine Verladerampe für die Feldbahn, Figuren und ggf. eine Neuauflage der Lartigue Einschienenbahn, um nur ein paar zu nennen.


    Der Tag hat ja bekanntlich 24 Stunden, und wenn das nicht reicht, dann nehmen wir halt die Nacht noch dazu.

  • Seit Anfang dieses Jahres bin ich in Rente und sollte eigentlich mehr Zeit für EEP aufbringen können - was sich leider noch nicht bewahrheitet.

    Tja, aus meiner Erfahrung: Ich kenne nicht einen Rentner der mehr Zeit hat. Eher das Gegenteil :an_1:!


    Aber zur Grundfrage, die ich hier mal in der Reihenfolge von Kju beantworten möchte:

    1: Mein Freemodell kommt von Herzen und gerne, im Shop hab ich ja noch nichts, wird aber bald werden.

    2: Werktags um 3.00h. da sind noch alle Gedanken weit entfernt.

    3: Ich zähle keine Stunden, aber es sind sehr viele. Viele Kleinteile entstehen, vieles muss korrigiert werden, wenn neue Unterlagen verfügbar sind, es dauert unendlich lange, bis auch mir das ganze gefällt.

    4: Unvollendete Projekte sind nicht nur auf der Platte, sondern auch im Ordner, klassisch auf Papier, und noch mehr im Kopf!

    5: Auch ich bin, wie wbf, mit EEEC dazu gekommen, allerdings nur mit eingekauften Modellen, nicht selbstgestrickt. Das habe ich erst zu Zeiten des Nos 8 begonnen. Zunächst habe ich EEEC nur als Planungshilfe für Modelleisenbahnen nutzen wollen, in der Hauptsache habe ich aber Raily for Windows 4 benutzt. Bald aber erkannte ich was ich da wirklich hatte, und die Modellbahn war bald vergessen. Ab da hatte ich alle Versionen mit allen Adds.

    6: Eigentlich wollte ich nie Kon werden, aber nach vielem Drängen und Zuspruch von vielen Seiten bin ich seit Januar zum Konstrukteur "aufgestiegen".

    7: Ja, und hier gilt das von Kju gesagte besondes im letzten Satz des Absatzes:

    den Willen zum Lernen und Ausprobieren.

    Zum Konstruieren brauche ich Zeit und Muße. Leider hatte ich von beidem in den letzeten Wochen recht wenig. Besonders am Wochenende aber setzte ich mich gerne an den PC, und dann komme ich auch zum Bauen. Denn der Spaß muss im Vordergrund stehen, sonst taugen auch die Modelle am Ende nichts.


    Gruß und Freundschaft,

    Hein vom Niederrhein :af_1:

    Freundschaft ist nicht nur ein köstliches Geschenk, sondern auch eine dauernde Aufgabe.

    (Ernst Zacharias)

  • Ich gehöre auch zu der Rentner-Clique, und das leider aus gesundheitlichen Gründen schon seit 10 Jahren. Daher ist meine Einsatzzeit zum Konstruieren gerade von meinem jeweiligen Befinden abhängig. Mal geht tagelang gar nichts, mal sitze ich morgens um acht am Rechner und denke beim Dunkelwerden, dass ich doch langsam noch was essen müsste ;)


    Zu EEP gekommen bin ich erst vor relativ kurzer Zeit. Bei Müller gab es ein Angebot von EEP 9 Expert für 10 €. Da ich mir eine reale Anlage weder finanziell noch platzmäßig leisten kann, griff ich zu und war überrascht von den vielen Möglichkeiten. Das war vor nicht einmal zwei Jahren, im Herbst 2015. Ein halbes Jahr später hatte ich dann auch den HomeNOS. Dank der tollen Hilfe und den Tutorials hauptsächlich von Kai-Uwe (KL1) klappte die Einarbeitung recht flott. Ich sollte dabei vielleicht erwähnen, dass ich früher u.a. architektonisch gearbeitet habe und auch freiberuflicher Programmierer bin. Daher begann ich neben dem Konstruieren auch mit der Entwicklung von MET - Meine EEP Tools. Seit Herbst 2016 habe ich den Vertrag mit dem TREND-Verlag als Konstrukteur.


    Die Konstruktion von einfachen kleinen Modellen geht recht flott. Komplexere Modelle brauchen manchmal mehrere hundert Stunden, auch wenn man es ihnen am Ende gar nicht ansieht. Der Fehlerteufel liegt halt im Detail. Noch konstruiere ich ausschließlich mit dem Nostruktor. Er liegt mir, da ich von der technischen Seite komme. Aber die Einarbeitung in den Blender habe ich schon begonnen weil ich feststellen musste, dass stark figürliche Objekte mit dem HomeNOS extrem umständlich zu verwirklichen sind. Texturen auf ein sehr kurviges Objekt zu "kleben" ist "blind" sehr schwierig.


    Was mir ebenfalls für meine Arbeit hier, die mir sehr viel Spaß macht, gelegen kommt, ist, dass ich schon lange am PC designe - bisher vor allem Prospekte, Flyer, Logos und Präsentationen bis hin zu Bauanleitungen.


    Ideen kommen mir wie den meisten Anderen beim Bauen an meinen eigenen Anlagen und draußen in der "freien Wildbahn". Ich habe mehrere angefangene, teilweise auch fast fertige Projekte auf meinem Rechner, die ich jetzt erst mal mehr oder weniger der Reihe nach fertigstellen möchte - sowohl Free- als auch Shopmodelle.


    Meine Grenzen bei der Konstruktion liegen ganz klar unterhalb von Rollmaterialien für die Bahn. Als früherer Modelleisenbahner bewundere ich die Fertigkeiten und Kenntnisse der Konstrukteure, die Lokomotiven und Wagen bis ins Detail vorbildgetreu für uns alle nachbauen.


    Worauf ich mich freue, ist auch der persönliche Austausch mit anderen EEP-Enthusiasten. Ich hoffe, dass ich bald mal an einem Treffen teilnehmen kann.