Das LBE Projekt(chen)

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  • Den Nachfolgenden Beitrag habe ich auf Wunsch des Users Windbergbahn aus dem Darktrain Forum übernommen und füge ihn an dieser Stelle in 3 Teilen wieder ins Forum ein
    (3 Teile deshalb, weil ein Beitrag nur maximal 10.000 Zeichen umfassen darf).


    Gruß vom Nicci



    Nein, liebe Freunde, ich will und kann an dieser Stelle nicht über das zwar von mir einst initiierte, inzwischen bei Uwe Brinkmann aber in erfahreneren Anlagenbauer-Händen liegende große „LBE- Projekt“ berichten, das in seiner vorläufig angedachten Stufe den Streckenabschnitt zwischen den Bahnhöfen Lübeck- Kücknitz und Niendorf/Ostsee über Travemünde um das Jahr 1937 darstellen soll.
    Die meisten von euch werden wissen, dass es sich bei der LBE um die „Lübeck-Büchener-Eisenbahn“ handelt, jene seinerzeit größte deutsche Privatbahn „im Gewand einer Länderbahn“, deren Streckennetz von der Ostseeküste über Lübeck bis Hamburg Hbf einerseits und bis Büchen andererseits reichte.
    Was ich euch hier in Wort und Screenshot vorstellen möchte, ist nur mein eigenes, höchst privates kleines Stückchen virtuelle LBE- Strecke, das ich mir als durchaus ungeduldiger Mensch einfach schon einmal vorab „gegönnt“ habe.
    In erster Linie, um zu sehen, ob sich mit vorhandenem, ggf. konvertiertem Material, schon ein einigermaßen glaubwürdiger LBE- Betrieb aufziehen lässt, aber auch, um zu ergründen, ob mir die Alternative „EEP“ überhaupt Spaß macht im direkten Vergleich mit meiner bekannten LBE- Modellbahnanlage (für Interessenten: „Von der Stadt ans Meer“; Eisenbahn Journal Super Anlagen, Nr. 1-2004).
    Inzwischen konnte mein kleiner, 4 Kilometer langer, aber nur 500 Meter breiter Anlagenstreifen dank der inzwischen zahlreichen Modellkonstrukteure, die Uwe Brinkmann um sich scharen konnte, schon einen ordentlichen Zuwachs an passenden Gebäudemodellen verbuchen.
    Die geringsten „weißen Flecken“ weist dabei momentan der auch in Natura vergleichsweise spärlich bebaute Abschnitt zwischen Lübeck- Kücknitz (dessen Bahnhofsgebäude kürzlich als jüngstes Produkt des LBE- Projekts im Shop erschien) und der Einfahrt zum Travemünder Hafenbahnhof auf. Dieser Abschnitt ist es daher auch, den ich für meine Zwecke zwischen den Posten 117 und 120 momentan schon einmal selbst in Szene gesetzt habe.

    EEP 6.1, EEP Modellkonverter
    EEP 13 - 16 mit allen Plugins; EEP 17 Beta; HomeNos 16 (alle DEV und User)
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    Während für den Posten 117 ein preußischer Allerwelts- Streckenposten (Modell von Roland Ettig) Verwendung findet, entspricht Achim Frickes Bude 120 genau dem LBE- Vorbild, wie die Vorbildfotos, die kurz nach dem Bau und kurz vor dem Abriss entstanden, zeigen. Die Bude wird allerdings noch ein wenig versetzt, um die Vorbildsituation besser wiederzugeben.



    Markanteste Landmarke ist in diesem Bereich die parallel zur eingleisigen Hauptbahnlinie geführte „Travemünder Landstraße“, eine damals prächtige, baumbestandene Allee, auf deren virtueller Nachbildung schon sehr schön u.a. die großartigen Oldtimerautos von Steffen Mauder zur Geltung kommen.



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    Die „Fliegeraufnahme“ zeigt deutlich den parallelen Verlauf zwischen der Bahnlinie von Lübeck nach Travemünde und der Reichsstraße 75. Der rechte Anlagenabschluss wurde mit dem Verlauf der Trave, die an dieser Stelle in Natura etwas weiter entfernt verläuft, jedoch sehr „ frei“ hinzugefügt, um auch schon einmal ein paar der in EEP noch recht spärlich vorhandenen älteren Schiffe einsetzen zu können.
    Hier fehlt dringend ein alter Stückgut- und/oder Kohlenfrachter.
    Die Ju 52, die über der Anlage ihren „Werkstattflug“ absolviert, soll an die auf dem Travemünder Priwall gelegene „Erprobungsstelle See“ und die „Lufthansa Werft“ erinnern, die alle damals bekannten Flugzeugmuster sahen. Hier ein Original Luftbild eines Junkers- Großflugzeugs über Travemünde. Am oberen Bildrand ist noch der LBE-Strandbahnhof zu erkennen.




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    Zwar ist der auf dem damals neugebauten Abschnitt der Travemünder Landstraße bei Pöppendorf aufgenommene Lieferwagen der LBE ein Mercedes, aber der von Steffen Mauder verwendete ZIS (alias Ford) erfüllt genauso seinen Zweck. Noch mehr Ähnlichkeit weist der Dienstwagen des LBE Generaldirektors Gerteis (hier aufgenommen im Hof der LBE- Hauptverwaltung) mit dem entsprechenden Modell auf.



    Die für die im Entstehen begriffene große LBE-Anlage konstruierten Immobilien des „Posten 118“ von Dirk Kanus sowie das Empfangsgebäude und Beamtenwohnhaus „Pöppendorf“, ferner der „Posten 120“ von Achim Fricke runden den Reigen ab.




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    Auf dem Bahnhof Pöppendorf, den Achim Fricke meisterlich ins virtuelle Modell umgesetzt hat, fanden zu LBE- Zeiten häufig Zugkreuzungen zwischen den nach Travemünde fahrenden und den von Travemünde kommenden Regel- oder Ausflugs- Sonderzügen statt. Die zu bestimmten Zeiten mit heimkehrenden Badegästen oft brechend vollen, überlangen Züge wurden zum leichteren Erklimmen des Endmoränenrückens von LBE- T 12 aus dem Bahnhof Travemünde Hafen heraus bis hierhin nachgeschoben.



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    Auch hier wieder ein Vergleich: Posten 118 kurz nach seiner Fertigstellung und im Bauzustand kurz vor seinem Abriss.
    Dazu ein Foto des Gebäudes auf meiner H0- Modellanlage und natürlich ein Vergleichs- Screenshot vom excellenten virtuellen Modell von Dirk Kanus




    Für die übrigen Postengebäude und Wärterwohnhäuser sowie für das benachbarte Dorf „Ivendorf“ werden dagegen bei mir „Platzhalter“ eingesetzt, die ggf. bei Erscheinen eines besser passenden Modells später ersetzt werden.




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    Das Wärterwohnhaus des Postens 118 steht heute noch. Zu seiner Darstellung habe ich bislang das „Haus 5“ aus der EEP-Grundversion verwendet (siehe auch unten den Screenshot mit der A 3/5). Es soll aber demnächst durch die neuen norddeutschen Häuser von Achim Fricke ersetzt werden. Natürlich wurden sie nicht exakt hierfür konstruiert, genauer als der bisherige „Platzhalter“ sind sie aber allemal.




    Weltberühmt wurde die LBE allerdings nicht durch ihre Immobilien, sondern insbesondere durch ihre Stromlinienzüge, deren wendezugfähige Doppelstockwagen noch bis Mitte der 70er Jahre im Dauereinsatz hinter DB V160- „Lollo“s und V200 zwischen Hamburg und Travemünde waren.
    Bei EEP hatte sich frühzeitig Achim Seeberger der Doppelstockzüge angenommen, was für mich die eigentliche Initialzündung bedeutete, das „LBE-Projekt“ anzuregen (und eine Zusatzmotivation war, überhaupt mit EEP anzufangen).




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    Lübeck Hbf war bis vor kurzem Standort des „Urvaters“ der deutschen Doppelstockwagen. Zu ihren LBE- Einsatzzeiten waren Loks und Wagen die ersten planmäßig verkehrenden Wendezüge in Deutschland. Achim Seebergers EEP6-Modelle, hier die mit ihrem geschobenen Wendezug nach Travemünde hechelnde LBE 2 (ab 1938 BR 60 002), waren auch der unmittelbare Anlass für die Projektinitiative.




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    Neben den eigens für die Doppelstockzüge gebauten Stromlinienloks der späteren BR 60 besaß die LBE auch nachträglich verkleidete Tenderloks der preußischen Bauart T12 (spätere BR 74.13). In der harten Wirklichkeit des bald vom Zaum gebrochenen Weltkrieges nicht mehr fertiggestellt wurde das Projekt der Dampfmotorlok, die bei der Reichsbahn als BR 77.10 geführt wurde. Das Vorbildfoto zeigt den letzten erreichten Bauzustand im AW Lübeck. Achim Seeberger hat die interessante Maschine dennoch als fahrfähiges virtuelles Modell –hier am Posten 117- erschaffen.




    Nun hatte die LBE ja nicht nur ihre Doppelstockzüge, sondern beschaffte meist ganz normale „Feld- Wald- und Wiesen-“ Fahrzeuge, die sich in der Regel an die Normalien der preußischen Staatsbahn und später der Reichsbahn anlehnten.




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    Eigentlich sollte der „Sonderzug nach Travemünde“, der hier den Posten 118 passiert mit einer LBE-S5 (spätere 13 001) bespannt sein, die sich auf dieser Strecke um 1937 ihr Gnadenbrot verdiente. Da es sie in EEP nicht gibt, muss ersatzweise die optisch ähnliche preußische P 4 (BR 36), die jedoch wie bei der LBE üblich mit einem dreiachsigen preußischen Tender gekuppelt ist (recht gut passend: der Tender der 89.60 von André Falk), aushelfen.




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    Verbürgt sind die Einsätze der LBE S5 (13 001) vor Nahgüterzügen zwischen Travemünde und Lübeck (siehe Foto hier: http://www.lbe-freunde.de/joom…-fahrzeuge/207-die-13-001 ). Auch dies lässt sich mit konvertierten EEP 6- Modellen schon heute leidlich gut darstellen, wobei sogar ein Original- LBE-Säurekesselwagen der „Lübecker Schwefelsäure- und Superphosphatfabrik“ (von Klaus Keuer) in den Zug eingereiht werden kann.





    Auch diese Fahrzeuge werden –soweit es sie nicht schon zumindest in ähnlicher Form gibt (und da gibt es doch schon eine ganze Menge...) hoffentlich so nach und nach im Projekt entstehen. Allen voran die markante Schnellzugdampflok der LBE-Reihe S 10 (Baureihe 17.3), die Achim Seeberger aus seiner mit Hochdruck der Fertigstellung entgegensehenden preußischen S 10.2 ableiten wird.




    [Blocked Image: http://up.picr.de/12609045vo.jpg]


    [I]So lange es noch keine LBE S 10 gibt, muss halt die schweizerische A 3/5, ebenfalls eine 2’C Schnellzuglok den Platzhalter für die zahlenmäßig stärkste Schnellzuglok-Baureihe der LBE spielen. Auf dem Screenshot „donnert“ ein HL-Schnellverkehrszug mit 2 Doppelstock- Zwillingswagen am Haken, der oft im Berufs- oder im sonntäglichen Ausflugs

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  • Uups, ich hatte leider nicht bemerkt, dass ich das Zeilenlimit wohl schon erreicht hatte. Deshalb hier der Rest des Textes:


    [Blocked Image: http://up.picr.de/12609045vo.jpg]


    So lange es noch keine LBE S 10 gibt, muss halt die schweizerische A 3/5, ebenfalls eine 2’C Schnellzuglok den Platzhalter für die zahlenmäßig stärkste Schnellzuglok-Baureihe der LBE spielen. Auf dem Screenshot „donnert“ ein HL-Schnellverkehrszug mit 2 Doppelstock- Zwillingswagen am Haken, der oft im Berufs- oder im sonntäglichen Ausflugsverkehr mit S 10 gefahren wurde, am Wärterwohnhaus 118 vorbei, von Travemünde Richtung Hamburg.




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    Mit der Verstaatlichung wurden auch original Reichsbahn Maschinen wie die BR 24 in Lübeck stationiert und kamen vor Personen- und Eilzügen nach Niendorf und Travemünde





    Aber auch einzelne Personen und Güterwagenlücken müssen wohl noch gefüllt werden, Modelle, die aber wiederum auch gut auf fast jeder anderen Anlage eingesetzt werden könnten.
    So erfreue ich mich momentan an den Vorbeifahrten eines –wenn auch noch nicht immer beschriftungsmäßig stimmigen- so doch von der Modellvielfalt schon ganz beachtlichen LBE- Fahrzeugspektrums auf meiner im Vollautomatikbetrieb laufenden Kleinanlage.




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    Sollte Stephan Gothe oder irgendein anderer Kon irgendwann noch einmal Lust bekommen, die bis in die 60er Jahre bei allen deutschen Bahnverwaltungen in großer Stückzahl verwendeten „eisernen Abteilwagen“ auch in EEP 7ff. anzubieten, wäre der letzte noch existierende LBE „Siebentürer“ aus dieser Serie sicher ein heißer Kandidat (hier LBE 625, aufgenommen beim BEM in Nördlingen).






    Wie gesagt, dies ist nur meine eigene, kleine Privatanlage zum Thema LBE. Das erhöht aber meine Vorfreude auf den virtuellen „großen Auftritt“ meiner seit Jahrzehnten unverändert absoluten Lieblingsstrecke, wann immer das auch sein möge. Die schon peu à peu im Projekt erschienenen Modelle geben jedenfalls Anlass zu weiterem Optimismus.
    Ich hoffe, auch ihr habt ein wenig Appetit auf dieses spannende, historische Thema bekommen...


    (Screenshots: (14) Windberg; Fotos: (5) Windberg, (5) Sammlung Windberg, (2) Mauck/Slg. Windberg)


    Jörg (windbergbahn)

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  • Hallo Jörg, sehr schöne Bilder und Danke für die vorgelagerte Werbung.


    Für alle Interessierten, hier geht es zum "großen" Projekt der LBE.

    Gruß Uwe


    [Intel i7 8700K auf ASUS Prime Z370-P| 64 GB RAM DDR4-3200 | GeForce RTX 2070 | 1TB SSD M.2 |OS: Win10_64 - SW: EEP6.1 & 11|14|15|16]

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