Wie der "Deutschland-Takt" die Bahn attraktiver machen soll

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  • Hallo :)

    • Schon seit Jahren arbeiten Fachleute an einem integrierten, deutschlandweit getakteten Fahrplan, kurz nur "Deutschland-Takt" genannt.
    • Noch in diesem Herbst soll ein Musterfahrplan präsentiert werden. Vor 2030 sei der "Deutschland-Takt" aber nicht umzusetzen.
    • Experten befürchten, dass der Güterverkehr benachteiligt werden könnte.

    Quelle: Bahn-Fahrplan - Deutschland-Takt kommt frühestens 2030


    Gruß Ingo

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  • Was nützt der beste Takt, wenn wegen Verspätung der Anschlusszug nicht erreicht wird ? :af_1:

    Grüße aus dem Schwabenland,

    Dieter :bm_1: (DB2)


    30.11.2018 bis 5.1.2019 über 2.000 qm große Modellbahnausstellung in Senden (bei Ulm) bei Möbel Inhofer.
    :av_1:EEP ist auch dabei :aq_1:

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  • Hallo liebe Mitmenschen und Mitleser, :aq_1:

    wieder so ein Thema das reizt... da sitzt er wieder, der Schalk (nicht der Golodkowski) in meinem Nacken, dass es mir in den Fingern juckt, das jucken in den Synapsen per Taste auf den Monitör zu bannen. Mann gönnt ja Hunden ihren Auslauf... also gönn ich den jetzt auch mal meinen Fingern... schon alleine, damit die Synapsen nicht mehr jucken. :bj_1:

    Man verzeihe mir, dass es mir ein wenig am notwendigen Ernst fehlt, fehlte es mir nicht daran und sähe ich es nüchtern betrachtet, dann verlöre ich letztendlich noch den Verstand über das was man zu diesem Thema alles lesen und hören kann... vobei es vielen Beiträgern und Zuträgern nicht nur am Sachverstand mangelt sondern man dessen Fehlen gänzlich unterstellen kann. Immerhin ein jeder ist mal mit dem Zuge gefahren genauso wie auch ein jeder mal die Schulbank gedrückt oder abgesessen hat und deshalb glaubt auch ein jeder mitreden zu können. Sogar ich... :at_1:

    Damit sind nicht die beiden Vorstehenden Beiträge gemeint... Bitte nicht auf den Schlips getreten fühlen (sogar wenn man keinen trägt). Damit meine ich das was man in der papierenen und virtuellen Presse lesen und hören kann. :am_1:

    Doch nun zur Posse... Entschuldigung, zum Thema.
    Ach ja da ist er wieder, der Deutschlandtakt, der taucht auch so regelmässig auf wie das Ungeheuer von Loch Ness früher im Sommerloch. :ay_1:

    Da gab es mal diese Bahn... ähm, ah ja, Bundesbahn genannt in der Zeit als Männer noch Männer, Frauen noch Frauen, Fahrpläne noch realistisch und Züge in der Regel nicht nur fuhren sondern sogar einigermaßen pünktlich waren. :bn_1:
    Diese Bahn bastelte in den siebzigern den Stundentakt mit dem IC, zweiklassig, jede Stunde... kombiniert mit dem Wochenendangebot (rosarotes Wochenende, weiße Fahnen mit rosa Elefanten... an den Bahnhöfen) und füllte damit den Fernverker. :co_k:
    Dann kam in den achzigern der Interregio mit revolutionären und unkonventionellen Sitzgruppen, fünfer Abteilen in der zweiten Klasse und Bistro die den Eilzug ablöste und von Jahr zu Jahr mehr Fahrgäste bekam. :be_1:
    Dann sollte in Ende der achziger der einheitliche Deutschlandtakt im Nahverkehr kommen... und er kam... ähm... es kam... es war der Investitionsstopp der kam und damit der Tod des ungeborenen Taktverkehrs im Nahverkehr. :ma_1:

    Jahrelang wurde dann nix investiert, Strecken wegen lächerlicher Instandsetzungsbeträge stillgelegt und dann als Allheilmittel die Bahnreform aus der Taufe gehoben. :ak_1:

    Jetzt redens wieder alle vom Deutschlandtakt. Wer den Deutschlandtakt einführt muss aber auch die Tarifeinheit einführen. Wer die einführen will muss öffentlich finanzierten Nahverkehr und privatwirtschaftlich betriebenen Fernverkehr irgendwie tariflich unter einen Hut bringen. Der muss dann aber auch das Netz wieder auf einen Stand bringen der Zugbegegnungen und Überholungen zulässt. Den Güterverkehr wird es nicht so hart treffen, vorausgesetzt man akzeptiert, dass Güterzüge nicht nur über einige wenige Strecken fahren können, denn die Masse der Strecken ist doch gänzlich vom durchgehenden Güterverkehr befreit... :co_k:

    Das Reformpaktet zur Durchführung des Deutschlandtakts wird schwierig werden und noch schwieriger wird es werden es zu beschließen weil es gewollt werden muss... und zwar von Politikern deren konkrete Entschlussfreude nicht immer den Nerv der Realität trifft. :ba_1: ich sach da nur De Es Geh Vau Oh (DSGVO)
    Es darf auf jeden Fall kein Deutschlandtakt nur im Nahverkehr kommen... dann kommen so Peinlichkeiten wie das Quer-durch-das-Land ticket... die Tagesnetzkarte für Leute mit Lederhaut am Hintern. Oder anders formuliert, die Bankrotterklärung des Fernreisenden... :am_1:
    Wer von Basel nach Kiel, von Saarbrücken nach Rostock und von Kön nach Dresden fährt, der gehört in den Fernverkehr... weil die Ziele in der Ferne liegen und wenn diese Strecken mit zwölf Stunden Fahrzeit im Nahverkehr zurückgelegt werden müssen, dann ist was faul im System... :az_1:
    Dann gehört aber auch ein Fahrpreis her, der Papa, Mama, Oma, vier Kindern, Tante Anna und den beiden Hunden ermöglicht den Fernverkehr bezahlen zu können, ohne Mitternächtens vor dem Computer mit müd-rotgeränderten-Augen mit 90 Tage zeitvorlauf den Sparpreis ergattern zu wollen... :av_1:

    Nachdem es da so viel gibt worüber man nachdenken müsste (oder einfach Fahrgäste und Eisenbahner fragen müsste) wird es wohl so sein, dass irgendeine sachverständige Firma ein sündhaft teures, hunderte Seiten langes Dokument als Ausfluss einer Untersuchung produziert dessen Ergebnis die vielen Interessen in sofern alle berücksichtigt, dass sich wahrscheinlich keiner darin wiederfindet. :as_1:

    Mein Opa sagte immer spöttisch "wenn wir erst eine Republik sind wird alles besser", immerhin war er noch in der Monarschie geboren und da glaubten das viele wirklich... und dann, aber erst dann wird er kommen, der Deutschlandtakt... oder auch nicht.
    Und wenn es nicht klappt... dann warten wir einfach auf die nächste Republik, die Franzosen haben ja auch schon die sechste oder siebte Republik, immerhin die Hoffnung, sagt man stirbt zuletzt. Meine Hoffnung stirbt garnicht, sie ist ja nicht mal geboren worden. :au_1:

    LIebe Grüße,

    Kuno :bm_1:

    PS.: Das Leben ist manchmal mehr Satire als jeder Kabarettist oder Kleinkünstler es auf die Bühne bringen könnte. Aber man sollte nachsichtig sein mit den Verantwortlichen die es nicht hinbekommen. Ich jedenfalls unterstelle niemandem bösen Willen, wenn schiere Ahnungslosigkeit als Erklärung völlig ausreicht.
    Immerhin sollte man auch den guten Willen nicht unterschätzen, richtet er doch manchmal mehr schaden an als es ohne ihn gäbe... :ar_1:

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  • "wenn wir erst eine Republik sind wird alles besser"

    und er hatte recht. Denn ...

    Da gab es mal diese Bahn... ähm, ah ja, Bundesbahn genannt in der Zeit als Männer noch Männer, Frauen noch Frauen, Fahrpläne noch realistisch und Züge in der Regel nicht nur fuhren sondern sogar einigermaßen pünktlich waren.

    ... in dieser Zeit war schon Republik.


    Wieso es jetzt nicht mehr klappt hat wohl andere Ursachen.


    Als einer, der in einer Taktfahrplanzone lebt, kann ich aber Deinen Beitrag durchaus verstehen.

    Du kriegst sogar ein Leik dafür. Nicht für alles, aber für vieles.


    :aq_1:Gruss Jürg


    Ach ja. Da war noch was.

    Was nützt der beste Takt, wenn wegen Verspätung der Anschlusszug nicht erreicht wird ?

    2 Punkte...

    1. Es wäre nicht der beste Takt wenn die Züge verspätet sind

    2. Falls verspätet weisst Du auch ohne den Fahrplan zu lesen wann der nächste Zug fällig ist.


    Ich zum Beispiel muss auf Strecken, auf denen ich oft unterwegs bin, kaum je nachgucken, wann der nächste Zug fährt, da die Züge immer im selben Takt kommen. Ich muss höchstens gucken, wo er fährt. Den Eintrag zu finden geht aber schneller, wenn die Zeit schon bekannt ist.

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  • Hallo Juemei, :aq_1:

    das Ganze war schon ein wenig satirisch gemeint... trotz ernstem Hintergrund. Da man sich über alle Ursachen und über das was man tun müsste ewig streiten kann, habe ich das Faß bewußt nicht aufgemacht.
    Der Satz "wenn wir erst eine Republik haben wird alles besser" ist eigentlich auf die Apostel gemünzt, die meinten "wenn wir die Bahnreform erst haben wird alles besser".

    Liebe Grüße,

    Kuno :bm_1:

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  • Falls verspätet weisst Du auch ohne den Fahrplan zu lesen wann der nächste Zug fällig ist.

    Deshalb bin ich im Nahverkehr für eine ganz einfache Lösung:
    Am Bahnhof steht nur noch ein Schild "Zug A nach B alle 20min". Fertig ist. Ich weiß also, dass in spätestens 20min ein Zug kommt. Ich muss nicht hetzen, nicht rennen, nicht übereilt über die Gleise rennen, weil ich sowieso nicht weiß, zu welcher Minute der Zug genau fährt. Ich weiß nur, dass ich maximal 20min warten muss, bis mein Zug da ist.


    Ist Tagträumerei, ich weiß... Aber irgendwie muss ich ja meinen Betriebsalltag füllen :bj_1:

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  • Im S-Bahn Nahverkehr habe ich schon manches erlebt. Da steibgst du in einen vollen Zug ein uns er fährt nicht los. Kommt die Laursprecherdurchsage. Bitte machen sie den bereich an den Türen frei, damit sich die Türen schließen können. Bei älteren Zügen lief bei Türstörung der Zugbegleiter außen am Zug entlang und hat alle Türen überprüft, bis es dann weiter ging.

    Einmal ist morgens zur Hauptarbeitszeit ein Zug ausgefallen und ich muuste mich links in den Zug hineinquetschen. Drei Stationen später wollte ich rechts wieder aussteigen, kam aber nicht durch den Menschenpulk durch und der Zug fuhr weiter. Gottseidank war der nächste Bahenhof eine große Umsteigestation. Hier konnte ich dann raus um 15Min. später wieder zurückzufahren zu meinem eigentlichen Ziel.


    GRuß, j.krae

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    Motto: Es gibt keine Probleme, nur Aufgaben


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  • Lieber Roman,

    Takt hin, Takt her.

    Was hilft mir die Taktzeit, wenn die Haltebahnhöfe zu unterschiedlichen Zeiten angefahren bzw. durchfahren werden?

    Da hilft wieder nur der Fahrplan, um zu sehen, ob den der Zug auch tatsächlich dort hält.

    Früher als in MD die Fahrpläne gemacht wurden, konnte ich alle 15 min nach Hause fahren. Heute wird es von Leipzig besorgt und mir stehen nur noch alle 30 min zu.

    Herzliche Grüße
    vom Ferkeltaxi


    PS. Lieber vormittags nichts tun, als nachmittags arbeiten.


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    EEP 14.1 in den Anfängen

  • 1. Gab es sowas nicht schon mal?


    2. Der Fahrplan hat nur die Aufgabe, Dir zu zeigen um wieviel der Zug verspätet ist :ag_1:

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    Wiedereinsteiger mit EEP 12 - 5 Jahre ohne gewesen da dann ne Zeitlang pausiert

    Jetzt mit EEP 14 wieder angefangen

  • Hallo

    und wenn diese Strecken mit zwölf Stunden Fahrzeit im Nahverkehr zurückgelegt werden müssen, dann ist was faul im System...



    LG Lothar:aq_1:

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  • Was leider sehr viele vergessen oder übersehen ist die tatsache das in den letzten 10-20 Jahren der verkehr auf Europas Schienen massiv gestiegen ist.

    Nicht nur im Güterverkehr, auch im Personenverkehr. Es werden immer mehr Züge auf den Strecken bei kaum steigenden Streckenkilometern.

    Es gibt immer mehr Bahnfirmen mit ihren teils eigenen Güterzügen und alte ICEs werden länger im einsatz behalten und zur verstärkung werden neue ICEs gebaut.

    Ergo, die Strecken werden immer voller und voller und die Fahrpläne die auch so schon schwer einzuhalten sind funktionieren einfach nicht mehr.

    Deswegen ist eine komplette anpassung der Fahrpläne meiner Meihnung nach dringend nötig.

  • Zusätzlich kommt bei dem Ganzen auch noch zu Trage,
    dass durch die Liberalisierung des Schienenverkehrs viele, viele Privatunternehmen auf den Schienen unterwegs sind. Da gibt´s ganz schnelle Gerangel darüber, wer wann und wo Vorrang hat.

    Dann: Im Regionalverkehr werden nicht mehr Strecken sondern (Teil-) Netze ausgeschrieben und bei Vertragsbruch drohen dem Betreibern horrornde Strafen.

    Es wäre nicht das erste Mal, dass ein ICE wegen eines (privaten) Regionalzuges warten musste.

    MfG Matthias, der Ostberliner, der zum Lipper wurde. :af_1:


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  • Da gibt´s ganz schnelle Gerangel darüber, wer wann und wo Vorrang hat.

    Eigentlich relativ einfach: Güterzug nach Reisezug nach Express-Güterzug nach Express-Reisezug nach Hilfszug.

    Alles andere entscheidet der Fdl nach seinem LeiDis und der nachfolgenden Streckenbelegung.

    Deswegen ist eine komplette Anpassung der Fahrpläne meiner Meinung nach dringend nötig.

    Was bringt es mir, alle Fahrpläne neu zu konstruieren, wenn die Güterzüge weiterhin mit teilweise 400/600min (bis teilweise 1200min) von der Fabrik (oder bspw. Grenze) abfahren? Daran kann auch ein angepasster Fahrplan nichts ändern. Solange wir in Deutschland im Mischverkehr fahren (und das wird sich nichtmal langfristig ändern), können wir die Fahrpläne anpassen wie wir wollen - der eigentliche Betrieb und die situative Disposition wird weiterhin durch die Erfahrungswerte der Fdl gemacht.

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  • Hallo zusammen, :aq_1:

    hier noch ein paar Deutschlandtakt-volle oder takt-lose Gedankten, ketzerisch allzumal. Betrachtungen eines Bahnreisenden und Pendlers. :ao_1:

    Die Fahrpläne anpassen und vor allem richtig schreiben, das Netz nicht nur in Teilen auslasten (überlasten), den Vorrang definieren und Konventionalstrafen sinnvoll einsetzen, das wären die Lösungen für viele Probleme.
    Natürlich ist es richtig, dass jetzt viel mehr Züge fahren als vor der Bahnreform, es ist aber genauso richtig, dass vieles nicht mehr funktioniert weil große Fehler gemacht wurden.
    - dem Mehr an Zügen steht ein drastisches Weniger an verfügbarer Infrastruktur gegenüber. Zweite und Dritte Streckengleise wurden abgebaut, Überholgleise verkürzt oder beseitigt, wichtige Verbindungs- und Umleiterstrecken stillgelegt oder sogar abgebaut.
    - dem Mehr an Fahrgästen steht eine drastische Verringerung des Angebots im Fernverkehr gegenüber, die in erster Linie dem damals geplanten Börsengang geschuldet war, die Streichung von Fernverkehrsverbindungen, die Aufgabe des IC/IR Taktverkehrs wurde nicht gemacht weil der Fernverkehr keine Gewinne abgeworfen hat, sondern weil die Gewinne zum Börsengang höher werden mussten.
    - die Fahrpläne sind mit dem spitzen Griffel gerechnet, es sind keinerlei zeitliche Puffer eingebaut. Es müssen nicht die "ewigen" Halte sein die es teilweise zu DB Zeiten gab (und die damals auch schon bemängelt wurden), aber es muss möglich sein, behinderte Menschen ein- und auszuladen, ein paar Fahrräder zu verladen und zwischendurch mal fünf bis zehn Minuten Anschlüsse abzuwarten ohne, dass es epische Verspätungen gibt.
    - Konventionalstrafen müssen dann greifen, wenn durch krasse Fehlplanungen Züge ausfallen, Personale fehlen oder durch mangelnde Wartung ständig Platzengpässe entstehen. Konventionalstrafen dürfen aber nicht greifen, wenn ein Zug fünf Minuten später ist, weil Anschlüsse abgewartet wurden oder größere Mengen von Reisenden zu bewältigen waren.
    - Es muss wieder eine Rangfolge in der Wichtigkeit her, Fernverkehr, Nahverkehr, durchgehender Güterverkehr, Nahgüter- und Übergabeverkehr, Lok Leerfahrten.
    Es kann nicht sein, dass der pünktliche IC 2059 in Neustadt a. d. Weinstraße 10 Minuten hält, damit der verspätete RE aus Mannheim ihn überholen kann um Konventionalstrafenfrei die Anschlüsse in Kaiserslautern zu erreichen und dem jetzt verspäteten IC dann fast alle Anschlüsse weggefahren sind, damit diese durch die Aufnahme von Reisenden nicht ebenfalls in die Konverntionalstrafenfalle fahren...
    - DB Netz muss das Netz gleichmäßiger auslasten und es müssen auch notwendige Investitionen her. Durchgehende Güterzüge nutzen vielfach Strecken die mit anderen Verkehren schon stark ausgelastet sind, während für den Laufweg des Güterzugs teilweise viel kürzere, deutlich geringer ausgelastete Strecken möglich wären, aber nicht genutzt werden.
    Alle Güterverkehre von Saarbrücken Richtung Frankfurt, Mannheim, Stuttgart oder das Rheintal hinauf laufen über die Hauptstrecke nach Mannheim, auf der halbstündlich die S-Bahn und stündlich Fernverkehr und teilweise RE Verkehr unterwegs sind.
    Auf den Strecken die von Saabrücken auf direkterem Weg nach Frankfurt oder Karlsruhe und damit ins obere Rheintal führen gibt es einen Zug pro Stunde in jede Richtung, Eine ist eingleisig auf zweigleisiger Trasse und die Andere ist zweigleisig und sogar noch von der DB für Oberleitungsbetrieb bis auf das Mastenstellen komplett vorbereitet.
    Hier könnten Güterzüge zumindestens im Nahetal recht schnell zwischen dem stündlichen Nahverkehr rasch Richtung Frankfurt, Wiesbaden oder Darmstadt Verkehren und im Gegensatz zu den teuer-zu-erbauenden Güterkorridoren wäre da auch nur die Oberleitungslücke zwischen Türkismühle und Ingelheim zu schließen.

    Solange es aber auch beim Netz offenbar um Gewinne geht, man Züge dann am liebsten über ausgelastete oder überlastete aber von der Trassengebühr einträglichere Hauptstrecken führt und andere Strecken dafür weit unter der Kapazität auslastet, wird das nicht besser. Klar müsste man auch hier Geld in die Hand nehmen, aber immerhin viel weniger als beim vollkommenen Neubau oder Umbau von Strecken Gütermagistralen.

    Jeder würde den Kopf schütteln wenn man sagen würde, wir bauen ein Europäisches LKW-Autobahnnetz oder wenn man vorschriebe, dass LKW, Busse und Ferienreisende von Frankreich nach Hessen- BW- und Bayern nur über die A6, die A5 und die A8 fahren dürfen. Natürlich hängt das Beispiel, denn Straße und Bahn zu vergleichen ist wie Äpfel und Birnen mit Bananen und Ananas zu vergleichen, aber mit irgendeiner Hilfskrücke muss man ja humpeln. :ar_1:

    Ein Hauptproblem sind leider die vielen Köche, die die Suppe versalzen und den Brei verderben. Solange sechzehn Länder, diverse Verkehrsverbünde und teilweise in den Ländern verschiedene Stellen den Verkehr ausschreiben und der Bund den Fernverkehr als rein privatwirtschaftliche Aktion sieht, so lange wird es nicht klappen.
    Das funktioniert ja schon in Baden-Württemberg nicht wo vier Besteller, die vier Regierungspräsidien wunderliche Verkehrlösungen produzieren.
    Die Regionalbahn von Karlsruhe nach Stutgart fährt dann eben nicht durch sondern ein Zug fährt bis 25 km vor Stuttgart und dann muss man umsteigen, denn der Erste fährt für das Regierungspräsidium Karlsruhe bis Bietigheim-Bissingen und der zweite für das Regierungspräsidium Stuttgart ab dort weiter in die Landeshauptstadt.
    Und wenn der Zug aus Stuttgart nicht pünktlich in Bi-Bi ist, dann ist der Anschluss nach KA "husch" schon weg. :at_1:

    Einige der neuen Bundesländer sind da ja dem Westen schon einen Schritt voran, wer kaum noch Nahverkehr hat, der kann auch nur wenig falsch machen.
    Lassen wir uns mal Überraschen was da noch kommt. Ich persönlich wünsche mir weniger Gerede über den Deutschlandtakt und dafür mehr konkretes Handeln. :as_1:

    Manchmal kommt es mir so vor als ginge es nach dem Motto (ich weiß nicht wen ich hier zitiere, aber von mir ist es nicht), dass es eine der vornehmsten Aufgaben einer
    Bevölkerung wäre, sich an Umstände zu gewöhnen... schlechte Anschlüsse, Sardinenbüchsenlebensgefühl, Witterungsangepasste Züge (im Winter kalt im Sommer Sauna),
    nichtssagende bis falsche Ursachenbegründungen per Lautsprecher (aber schmierig nett mit unaufrichtig gemeinter Entschuldigung von Leuten die nix falsch gemacht haben)

    In diesem Sinne... genug der Worte für jetzt.

    Liebe Grüße,

    Kuno :bm_1:

    ...der gestern wieder viele Taler für seine Jahresnetzkarte (neudeutsch: Bahncard 100) hingeblättert hat. :aj_1:aber dafür sein Leben in vollen Zügen der zweiten Klasse genießen kann... :af_1:

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  • tja , so ist der Deutschlandtakt eigentlich schon in der Tonne,

    bevor er überhaupt entwickelt ist.

    Denn wie wir wissen, viele die im selben Topf rühren

    haben nicht immer die richtigen Gewürze zur Hand.

    Und noch'n Satz:

    Fernreisen die oft nur noch in Tunnel oder ähnlichen Bauwerken stattfinden,

    nö muss ich auch nicht haben.

    Sacht der wuvkoch

  • Hallo :)


    zu diesem Thema: Bahn: Umsteigen wie in der U-Bahn - aber erst 2030.


    Gruß Ingo

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  • Hallo


    Wir haben es verpasst - um mindestens 10 oder 20 Jahre verpasst, unter anderem den Transrapid " verloren " .


    LG Lothar:aq_1:

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  • Hallo :)


    ein (kritischer) Kommentar: Deutsche Bahn: Kein Geld, aber große Pläne.


    Gruß Ingo

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