Hier kommt was Neues auf euch zu… (Vorschau auf die geplanten JW3- Herbstneuheiten)

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  • Liebe Anlagen- und Wagenfreunde,

    quasi auf der Zielgeraden befinden sich ein paar Projekte, von denen ich hoffe, dass sie bis zum Herbstbeginn den Shop erreichen werden:

    Zum einen ist das eine ganze Serie mit den Modellen einer Personenwagengattung, die eisenbahnhistorisch gesehen als Konkurrenten der bekannten „Donnerbüchsen“ angesehen werden können.

    Es handelt sich um die sogenannten „Eisernen Abteilwagen“, die ab Anfang der 1920er Jahre von der Reichsbahn und auch von einigen ausländischen Bahnverwaltungen (Türkei, Spanien, Portugal) in großen Stückzahlen beschafft wurden. Da man sich noch nicht ganz „traute“, vom hauptsächlich in Preußen verbreiteten Abteilwagenprinzip abzurücken, wurde diese Serie beschafft, die jedoch größtenteils schon den moderneren, auch bei den „Donnerbüchsen“ angewendeten Konstruktionsprinzipien, insbesondere der Verwendung von Stahl anstelle von Holz, folgte. Deshalb der Name „Eiserne Abteilwagen“.

    Optisches Haupt- Unterscheidungsmerkmal zu den „klassischen“ Abteilwagen war das tonnenförmige Dach, das ohne den früher üblichen Oberlicht- Aufbau auskam.

    Wie ihr ja sicher wisst, bin ich bei diesen Wagen lediglich Auftraggeber. Mit Stefan Köhler- Sauerstein, der wieder in bewährt exzellenter Weise die Wagen konstruiert hat, haben wir uns den Spaß wieder so geteilt, dass Stefan die DR- Version(en) vertreiben wird und ich die DRG- und DB- Version(en). Da auch die 1938 von der Reichsbahn übernommene Lübeck- Büchener Eisenbahn LBE diese Bauart besaß, die sogar noch bis Anfang der 1960er Jahre bei der DB im Einsatz standen, sollen auch einige Wagen mit LBE- Beschriftung sowie als ex LBE- Wagen mit DR(G)- und DB- Beschriftung angeboten werden.

    Die 3 Hauptvarianten unterscheiden sich in erster Linie durch die Anzahl der Türen pro Seite:

    - Der reine 3. Klasse Sitzwagen hat 7 Türen pro Seite.
    - Der reine 2. Klasse Sitzwagen hat 6 Türen pro Seite.

    - Auch der gemischte 2. und 3. Klasse Sitzwagen hat 6 Türen pro Seite. Es gibt ihn mit Halbabteil in 2 Versionen, bei denen sich jeweils ein Halbabteil entweder in der Wagenmitte oder am Wagenende –äußerlich erkennbar an einem auch im Modell vorhandenen größeren Abteilfenster- befindet. Die 3. Version stammt von der LBE und kommt ohne das Halbabteil aus. Dadurch ist dieser Wagen etwas kürzer als die anderen. Ein viel deutlicheres Unterscheidungsmerkmal ist aber seine auch im Modell gut sichtbare Mittelachse, anstelle der nur 2 Achsen aller übrigen Wagen.

    - Der für Traglasten geeignete 3. Klasse- Wagen hat lediglich 4 Türen pro Seite.


    Der letztgenannte „Traglastenwagen“ war dabei der häufigst gebaute und zugleich langlebigste Wagentyp. Noch heute sind eine größere Anzahl dieser Wagen bei vielen Museumsbahnen erhalten und teilweise sogar betriebsfähig.








    Aber auch von den 7-Türern hat sich bis heute ein Museumswagen im Bayrischen Eisenbahnmuseum Nördlingen gehalten. Es ist sogar ein ehemaliger LBE- Wagen, den es irgendwann nach der Verstaatlichung der LBE in den Süden in die Bahndirektion München verschlagen hat, wo er vor seiner Entdeckung durch das EBM sein Gnadenbrot als Bahndienstwagen verdiente.




    Vollends verwirrend wird die Chose, wenn man sich die Wagenklassen nach der Klassenreform von 1956 anschaut: Durch den Wegfall der 3. Klasse wurden alle Wagen um eine Klasse „hochgestuft“. Die Wagenkästen erhielten einen helleren Grünton und den bekannten DB- Keks. Die nunmehr in die 1. Klasse gerutschten ehemaligen 2. Klasseabteile wurden bei der DB ab 1957 sogar noch durch den bekannten, elfenbeinernen 1. Klassestreifen oberhalb der Abteilfenster gekennzeichnet.

    So erreichte ein Teil der Wagen noch die 1960er Jahre, sofern ihre Fahrgestelle nicht in dem bekannten Umbauwagen- Programm weiterverwendet wurden. Diese Übriggebliebenen wurden zu Bauzugwagen umgebaut und hielten noch so lange durch, bis rührige Eisenbahnvereine sie entdeckten, restaurierten und in ihre Museumswagenparks einreihten.

    Um euch schon einmal vorab einen kleinen Überblick über die Modell- Varianten zu geben, nachstehend noch ein paar Screenshots:

    Der 7-Türer:




    Der 6-Türer (reine 2. Klasse)




    Die 6-Türer (gemischte 2./3. Klasse)










    Der 4-Türer (Traglastenwagen)





    Ich hoffe, das ist alles nicht zu verwirrend, aber es sind tatsächlich alles unterschiedliche Wagentypen. Eine Mordsarbeit, die sich Stefan da mit diesem wichtigen Wagentyp gemacht hat, die nicht hoch genug einzuschätzen ist.


    Demnächst berichte ich dann noch über meine neue, im Entstehen begriffene Shopanlage.

    Da der Großteil der in EEP vorhandenen Modelle älterer Epochen den heutigen Qualitätsanforderungen der EEP- Macher an Shopanlagen leider nicht mehr genügen, und man mit dem heute vorhandenen "zeitgemäßen" Material keine wirklich ernsthafte Anlage nach historischem Vorbild zusammenbekommt, habe ich mich diesmal dazu durchringen müssen, eine moderne Epoche 5/6- Anlage auf die Beine zu stellen, die eine virtuelle Nachempfindung des berühmten Eisenbahn- Testringes des in der Nähe von Aachen liegenden Siemens Prüf- und Validations- Centrum Wegberg-Wildenrath -PCW darstellen soll, das ja bekanntlich (?) auf dem nach der Wende aufgegebenen Fliegerhorst- Gelände der Royal Air Force errichtet wurde, dessen Spuren jedoch zum Teil heute noch deutlich zu erkennen sind.




    Wegen der hauptsächlichen Verwendung von Bestandsimmobilien aus dem EEP 15 Grundbestand habe ich die Anlage freilich etwas verballhornend „Eisenbahn-Prüfzentrum Wegrath“ getauft.











    Doch darüber mehr in der 2. Folge meines Neuheitenberichts.

    Jörg (JW3)

  • Vielen Dank für die Info! Auf die Abteilwagen freu ich mich schon ...


    camyy

    Intel Core i3-6100 CPU @ 2x 3.70GHz, ASUS STRIX GTX 960 4GB, 16GB DDR4-2132, Win7prof64
    EEP 5, 6.1, 8.3, 10, 11.3, 12.1, 13.2, 14.1, 15.0 patch 3
    Modellkatalog, Modellkonverter, Anlagenverbinder, Res-Swi ...


    Suche Modelle Epoche II:
    - Reichsbahn Güterwagen
    - Drehkran
    - Bahnsteigsperren
    - LKW/PKW mit Beschriftung Reichsbahn, Reichspost, sowie zeitgenössischer Unternehmen
    - Fabrikantenvillen
    - Großer Kopfbahnhof der Gründerzeit mit Bahnsteighalle

  • Hallo Jörg,


    interessante Projekte, die Anlage PCW werde ich mal auf die interne Wunschliste setzen. Bin mal gespannt wie du das mit der ausfahrbaren Brücke an der Einfahrt gelöst hast.


    Gruß Michael

    163-katalog-banner-jpg

    Hardwarekonfiguration:
    Laptop: Lenovo IdeaPad L340 4*2,4 GHz, 16GB RAM, Win10 64 bit, EEP 6.1/EEP 16.1 Expert

  • Alle Achtung Michael,

    du scheinst dich beim PCW ja recht gut auszukennen! In der Tat macht mir die dort eingebaute Schubbrücke noch etwas Kopfzerbrechen. Zurzeit habe ich mir erst einmal eine typische "Modellbahner- Bastellösung" unter Verwendung eines Schmalspur-Rollwagens überlegt.

    In meiner angekündigten Fortsetzung werde ich darauf noch näher eingehen. Hier aber erst einmal zwei Bilder für die Leser, um zu zeigen, worum es überhaupt geht:







    Jörg (JW3)

  • Hallo


    Hier das ganze Video zur Testanlage Wildenraht



    LG Lothar:aq_1:

    EEP 6.1 / Konverter / EEP 13.2 Plug-In 1/2 / EEP 15.1 Patch 2 / EEP 16 Patch 3
    Win 7 pro 64 bit
    Asus H97M-Plus , i5-4690 3.5GHz , MSI R9 290X 4GB , Kingston HyperX Blue 16GB

  • Hallo Jörg,

    sieht ja wie echt aus. Ich habe dort meine Ausbildung zur Triebfahrzeugsmechaniker an Diesiro ML gemacht, geht definitiv aus meine Einkaufsliste. Ja die Überfahrbrücke ist eine sehr anspruchsvolle Konstruktion, bin gespannt auf deine Lösung.


    mfg rockbaer / UG1 / Uwe

    EEP6 Classic, EEP7-14 (vorhanden aber nicht installiert), EEP15.1 Plugin 1 (User/Dev), EEP16 (User/Dev) / HN15 Dev / diverse Tools von verschiedenen Programmierern

    --PC-- AMD Athlon FX 4100, 16GB DDR3 , Geforce GTX 760 4GB Phantom, 2 TB HDD + 8TB auf Homeserver, 256GB SSD, 2x 24" Monitor

  • Hallo Jörg


    Die Versuchsanlage ist ein interessantes Projekt , ich denke Du wirst um ein extra erstelltes Modell nicht drumherum kommen , vielleicht findet sich ein Kon der sich dessen annimmt . Könnte man auch anderweitig verwenden - als Shop Modell heraus bringen .


    LG Lothar:aq_1:   

    EEP 6.1 / Konverter / EEP 13.2 Plug-In 1/2 / EEP 15.1 Patch 2 / EEP 16 Patch 3
    Win 7 pro 64 bit
    Asus H97M-Plus , i5-4690 3.5GHz , MSI R9 290X 4GB , Kingston HyperX Blue 16GB

  • Hier kommt was Neues auf euch zu… (Vorschau auf die geplanten JW3- Herbstneuheiten), Teil 2


    Im heutigen Teil des Berichts über meine geplanten JW3 Herbstneuheiten möchte ich noch etwas näher auf meine im Entstehen begriffene Shopanlage eingehen:


    Ich schrieb schon im 1. Teil, dass es sich dieses Mal um eine moderne Epoche 5/6- Anlage handelt, die eine virtuelle Nachempfindung des berühmten Eisenbahn- Testringes des in der Nähe von Aachen liegenden Siemens Prüf- und Validations- Centrum Wegberg-Wildenrath (PCW) darstellen soll, an dessen Rand noch heute die Reste der alten Start- und Landebahn sowie verrottende Hangars oder -günstigsten Falls- umgenutzte Bauten wie die ehemalige Hauptwache von der einstigen militärischen Nutzung des Geländes künden.







    Wegen der hauptsächlichen Verwendung von Bestandsimmobilien aus dem EEP 15 Programm, insbesondere der „ICE-Halle“ und des „Betonwerks“ die mir freundlicherweise von Lokbi (Kurt Hoos), und Thomas Becker (TB1) für diese Anlage zur Verfügung gestellt wurden, die aber natürlich architektonisch nur annähernd den real in Wildenrath errichteten Zugbildungshallen entsprechen, habe ich die Anlage, freilich etwas verballhornend, „Eisenbahn-Prüfzentrum Wegrath“ getauft.

    Zunächst zu dem wohl kniffeligsten Punkt, der berühmten Schubbrücke über den äußeren Großen Testring in der Zubringerstrecke zum Testgelände:




    Michael hat mit seiner Frage im Teil 1 ja schon den Finger in diese Wunde gelegt: Ursprünglich hatte ich vor, das Problem, ich würde sagen: „modellbahntypisch“ zu lösen, nämlich durch eine kleine Bastelei unter Zuhilfenahme bereits vorhandener Modelle und Elemente in EEP: Die Gleislücke in der Zubringerstrecke sollte durch meinen kürzlich als EEP-Modell erschienenen Rollwagen geschlossen werden, der im „Ruhezustand“ auf einem Betonpodest ruht und im aktivierten Zustand mithilfe des Rollmaterials „unsichtbarer Beobachter“ mit 2 km/h in diese Lücke eingeschoben wurde. Ich hatte diese Hilfslösung ja schon neulich mit 2 Screenshots gezeigt.
    Inzwischen hat sich hier aber eine konstruktiv viel bessere und vorbildgetreuere Lösung durch eine Neukonstruktion ergeben, die mir freundlicherweise Wilfried Degering für diese Anlage konstruierte.

    Die Bewegung der Schubbrücke wird mittels Immobilien- Kontakten ausgelöst, die sich im Ausfahrt/Einfahrtgleis des Äußeren Testringes befinden.




    Sobald ein Fahrzeug, z.B. ein ICE in den Testring einfährt, wird die Schubbrücke mit Hilfe der sich hebenden Poller aus dem Gleisplanum herausgehoben und beiseite geschoben. Wenn der ICE seine Testrunden beendet hat und den Testring verlässt, wird die Brücke wieder eingeschoben und mit Hilfe der Hilfspoller in die Gleislücke abgesenkt. Alles in allem ist Wilfried damit eine recht überzeugende Lösung gelungen, wofür ich ihm auf diesem Wege herzlich danke.







    Das in der Realität knapp 28 Kilometer lange Gleisnetz des Testgeländes besteht heute aus zwei Testringen sowie drei Testgleisen, die nicht nur in Normalspur, sondern, außer beim großen Testring, auch in Meterspur ausgeführt sind. Diese Gleisbereiche können daher gegebenenfalls auch z.B. von Straßenbahnen genutzt werden.




    Auf dem äußeren 6,1 Kilometer langen Testring (T1) mit Bogenradien von etwa 700 Metern können Geschwindigkeiten von bis zu 170 km/h und auf dem inneren, 2,5 Kilometer langen Ring (T2) mit Radien von 300 Metern, bis zu 100 km/h gefahren werden. Auf einem separaten, 1,5 Kilometer langen geradlinigen Testgleis (T3) können 80 km/h erreicht werden. Ein weiteres, 410 Meter langes Testgleis (T5) besitzt Steilstreckenrampen mit Steigungen von 4 und 7 Prozent und ein 50 Meter langer Messgleisbogen (T4) mit einem Bogenradius von 150 Metern dient der Prüfung der Entgleisungssicherheit. Hinzu kommt eine nicht elektrifizierte Normalspur- Anschlussstrecke (6), die das Prüfcenter mit Hilfe der schon beschriebenen Schubbrücke und über einen beschrankten Bahnübergang mit dem DB- Schienennetz verbindet.






    Innerhalb des großen Testringes sind die stationären Prüfstände in den Zugbildungshallen (Z1-Z3) angesiedelt: Die Zugbildungshalle 1 hat mit ihrer Nebenhalle insgesamt acht, teilweise aufgeständerte Gleise von bis zu 220 Metern Länge mit Oberleitung. Eines der Gleise ist auch für Meterspur ausgelegt. Die Zugbildungshalle 3 hat drei normalspurige, aufgeständerte Gleise mit Oberleitung, die jeweils 265 Meter lang sind, während die neu erbaute Zugbildungshalle 2 drei Gleise mit jeweils stattlichen 410 Metern Länge aufweist, auf denen komplette ICE-Garnituren der neuesten Generationen und deren für den Export bestimmte Verwandte komplett zusammengestellt und untersucht werden können.
    Die Außenanlagen sind aus Sicherheitsgründen nur teilweise mit Oberleitung versehen. In den offenen Abstellgleisen stehen aber z.T. stationäre Stromeinspeisungen zur Verfügung, damit auch hier Fahrzeuge im Stand getestet werden können.

    Derzeit werden von der RWTH- Aachen mit Hilfe des Galileo-Satellitennavigationssystems auch vollautomatische Zugfahrten getestet, wozu auf acht, in der Nähe des großen äußeren Testringes aufgestellten, je 50 Meter hohen Sendemasten sogenannte „Pseudoliten“ installiert wurden, die echte Satelliten simulieren sollen.

    Da in Wegberg-Wildenrath ja alle möglichen Bahnsysteme getestet werden, gibt es nicht nur Meterspur- und Normalspurgleise, sondern auch die verschiedensten Stromsysteme. In die Oberleitung werden sie durch Umschalten der Spannung eingespeist. Darüber hinaus ist der Große (äußere) Testring mit einer Stromschiene „englischer Bauart“ ausgerüstet, während der Innere (kleine) Testring sowie die lange Test- Gerade mit einer Stromschiene „Berliner Bauart“ ausgerüstet sind, was im EEP-Modell natürlich nur annäherungsweise darstellbar ist. Der kundige Betrachter sieht vielleicht, dass die Stromschiene im Großen Testring etwas tiefer liegt (durch ein 2. Gleis unterhalb der normalen Gleistrasse), damit die Normalprofil- ICEs nicht damit „kollidieren“.






    Eine weitere Besonderheit in EEP war auch der auf der Anlage darzustellende Versuchsbetrieb der Straßenbahn, der ja z.T. auf den gleichen Gleisen und vor allem unter derselben Oberleitung wie der Eisenbahn- Versuchsbetrieb durchgeführt wird. Normalerweise lassen sich die Pantographen der EEP- Straßenbahnfahrzeuge, wie man sieht, nämlich nicht bis auf die Höhe des Eisenbahn- Oberleitungs-Fahrdrahtes heben. Das ist in EEP leider sehr „vorbildwidrig“, da laut Siemens zumindest die modernen Straßenbahnen heute „problemlos“ unter Normal- Fahrdraht verkehren können. Hier sollte sich Trend vielleicht einmal neue, zeitgemäßere Normen für sein Straßenbahnsystem überlegen.





    Die Lösung für meine Anlage lieferte mir der Urheber des im EEP-Bestandsordner vorhandenen (Kasseler) Straßenbahnmodells, Frank Mell, kurzerhand durch die Ausrüstung dieses Modells mit einem etwas größeren Pantographen, der den fehlenden Meter Fahrdrahthöhe spielend überwindet:




    Ursprünglich war die Firma Siemens ziemlich offen, was die Präsentation ihres Testgeländes in der Öffentlichkeit angeht. Inzwischen scheint sich hier aber leider ein Umdenken breitgemacht zu haben, so dass beispielsweise ein für das Jahr 2017 ursprünglich fest geplanter „Tag der Offenen Tür“ ohne Angaben von Gründen ausfiel. Auch Besuche von Eisenbahnvereinigungen, woran in meiner Anlage ein „Eisenbahnfreunde- Sonderzug“ erinnern soll, der im Wesentlichen aus den „Rheingold“- Wagen der verschiedenen Generationen (also in etwa der beim FEK- Köln vorhandenen Konstellation entsprechend) besteht, finden nur noch höchst selten statt.




    In der Realität belegt das Testgelände der Fa. Siemens (im Modell Fa. „Siemsen“ genannt) nur etwa die Hälfte der Fläche innerhalb des Äußeren Testringes, das sich etwa südlich der von West nach Ost den Testring durchschneidenden Friedrich-List-Allee befindet.

    Außerhalb dieses Testgeländes hat sich aber momentan eine rege Bautätigkeit privater „StartUp“- Unternehmen entwickelt. Neben alt ansässigen Firmen, die zum Teil die alten Nebengebäude des Fliegerhorsts weiterbenutzen, entstanden und entstehen neue Industriebauten, in denen HighTec- Betriebe ihre Produkte –von der Entwicklung der Elektromobilität bis hin zum autonomen Fahren- testen. Auch im Modell habe ich natürlich versucht, dieses Erschließungsgebiet nachzuempfinden, was mit den vorhandenen Grundbestandsgebäuden durchaus eine Herausforderung darstellte. Aber man wäre ja kein Modellbahner, wenn man solche Probleme nicht wenigstens „Modellbahn- typisch“ nachempfinden könnte. Den Rest besorgt halt –wie immer- die Phantasie…




    Ich hoffe jedenfalls, dass es mir einigermaßen gelungen ist, das einzigartige Flair dieses Versuchsareals in dem Zustand, wie er etwa seit 5 Jahren besteht, hinreichend genau nachzuempfinden, wobei mir wieder zahllose öffentlich zugängliche Luftbilder, Google-Satellitenaufnahmen sowie auch einige bei privaten Exkursionen von mir angefertigte Fotos eine große Hilfe waren.

    Vielleicht findet ihr ja nach Erscheinen der Anlage, womit ich etwa zum Herbstbeginn rechne, ebenfalls Gefallen an diesem Thema.


    Jörg Windberg (JW3)

    (Vorbildfotos aus dem Testgelände: aus einem Imagefilm der Fa. Siemens; alle übrigen Vorbildfotos: Verfasser)

  • Hallo Jörg,


    ein für mich sehr interessantes Projekt. Vielen Dank, dass du dich diesem Spezialthema annimmst.

    MfG Matthias, der Ostberliner, der zum Lipper wurde. :af_1:
    EEP 13.2, Patch 2; EEP 15, Patch 2; EEP 16, Patch 3.
    PC: hp Pavilion, WIN 10, Intel (R) Core(TM) i7, 3,4 GHz; Grafikkarte: NVIDIA GeForce GT 545

    NB: Acer Aspire 7250G, 6GB RAM, WIN 7, PZ: AMD E-450 APU 1,65 GHz, Graka: AMD Radeon HD 7470M

  • Hallo Jörg,


    vielen Dank für die schöne Anlage, die heute erschienen ist. Ist genau nach meinem Geschmack. Erinnert auch etwas - entfernt - an das Thema der Anlage "Lokomotivfabrik Henschler & Sohn" V82NJW30002.


    Wie kann man am besten die ganze Automatik still legen, um selbst Züge fahren zu lassen?


    VG Klaus

  • hallo jörg, ich habe diese woche auf youtube einiges vom original gesehen. wenn man die beschränkungen durch eep-gegebenheiten, oder auch nichtgegebenheiten berücksichtigt, kann man vieles wieder erkennen.

    danke für diese abwechslung von dem vielen "dampfeinerlei", wenn es auch am anfang etwas überwindung gekostet hat, es ist es wert.

    erich

  • Danke für eure ermutigende Positivkritik. Ich hatte hier eigentlich eher mit einer Negatvkritik gerechnet, da ich die von mir oben gezeigte Schiebebrücke aufgrund eines abwertenden Urteils des Trend- Testers, der diese Brücke partout nicht als "Kleinbastelei" durchgehen lassen wollte, sondern glaubte, auch diese wie ein Premiummodell streng nach Modellbaurichtlinien beurteilen zu müssen, nun leider doch nicht in die Anlage einbauen durfte.

    Jeder, der jemals eine Modellbahnanlage gestaltet hat, ob real oder virtuell, kann sich sicher unschwer ausmalen, was so ein gestrenges Urteil für einen komplexen Anlagenbau, der ja nie mit den in einem konkreten Projekt doch eher wenigen passenden Supermodellen auskommen kann, sondern immer zu ganz wesentlichen Teilen von Improvisation und Kompromissen leben muss, bedeutet...

    Zur Frage:

    >>Wie kann man am besten die ganze Automatik still legen, um selbst Züge fahren zu lassen?<<

    Das gelingt am besten, wenn man das Anlagenstartsignal nicht auf Fahrt stellt (dann sind die meisten für die Automatik relevanten Schalt- und Kamera-Kontakte nicht "scharf" geschaltet). Sollte dann immer noch das eine oder andere unsichtbare Signal einen Zug am Anfahren hindern: einfach mit allen Kontakten löschen. (Vorher aber sicherheitshalber eine Kopie der Anlage im Startzustand anfertigen).

    Trotz des oben genannten kleinen Wermutstropfens wünsche ich allen viel Freude an diesem modernen Anlagenthema.

    Jörg

  • Nur als Hinweis:


    (..) aufgrund eines abwertenden Urteils des Trend- Testers (..) -- auch diese wie ein Premiummodell streng nach Modellbaurichtlinien beurteilen zu müssen, (..)

    Ausnahmen bestätigen die Regel, nur wurde hier keine Ausnahme der Regel gemacht. Insofern ist die Aussage, dass das Urteil des Testers abwertend ist oder war, vollkommen falsch. Die Angebote, dass der Tester selbst einen gleichwertigen Ersatz konstruieren würde, wurde aber leider aus nicht bekannten Gründen nicht angenommen.

    Gruß icke


    Die Menschen müssen lernen, dass manchmal nicht nur das Herz, sondern auch der Kopf etwas verkraften kann!

    (Maria Mitchell)

    5438-banner-see-jpg

  • Hallo Jörg,


    hatte mir schon gestern Nacht Deine neue Anlage PCW = V15NJW30119

    gekauft und vergeblich die schon im Juli (siehe oben) beschriebene

    Gleisbrücke gesucht. Dies war für mich eigentlich ein wichtiger Kaufgrund.


    Da ich nun lesen muss, dass diese, aus welchem Grund auch immer,

    ersatzlos entfällt, sehe ich mich gezwungen, die Anlage bei eepshopping

    zurückzugeben.

    In der Produktbeschreibung im Shop ist auch kein Hinweis auf die entfallende

    Gleisbrücke! Dann wäre ich schon gewarnt worden und hätte den Kauf gar nicht

    erst getätigt.


    Sehr Schade !!!


    Soll es noch ein Update geben? Im Forum scheint sich bisher Keiner darüber beklagt zu haben

    oder hat das Fehlen nicht bemerkt.


    Jörg, Deine anderen Anlagen habe ich fast alle und schaue diese immer wieder gerne,

    auch mit den Enkelkindern, an.


    Noch schönen Abend

    V200-Fan

    Win10+1909 64bit, AMD FX8320, 16 GB RAM, AMD Grafik R7 360

    EEP 5 bis 16, jeweils Expert + Patche, + div Anlagen

  • Die Angebote, dass der Tester selbst einen gleichwertigen Ersatz konstruieren würde, wurde aber leider aus nicht bekannten Gründen nicht angenommen.

    Da wird es sicher nur einen Grund geben und den kann man sich denken.

    Zumindest ich kann das.

    NVIDIA GeForce GTX 1060, ASUS M5A97 R2.0

    Win 10 Version 1903 (Build 18362.175)

    EEP6/7/8/9/11/12/14/15.1/Plug-In1


    Darüber, wer die Welt erschaffen hat, lässt sich streiten.

    Sicher ist nur, wer sie vernichten wird.

    George Adamson

  • Hallo V200-Fan (hast du auch einen Namen?),

    es tut mir leid, dass ich bei dir durch meinen Vorbericht offensichtlich Erwartungen geweckt habe, die ich so momentan doch nicht erfüllen kann. Aber wie bei Vorberichten üblich, kann sich bis zur endgültigen Fertigstellung einer Anlage doch immer noch einiges ändern. In diesem Fall bedaure ich die Änderung gegenüber den Vorplanungen selber natürlich am meisten, doch baue ich eigentlich grundsätzlich Anlagen, weil mich das jeweilige Thema interessiert und nicht ein einzelnes Modell.

    Meine Anlagen sind deshalb selten für "Modelljäger" konzipiert, sondern vor allem für diejenigen, die Spaß an einem Vorbild-orientierten Betrieb haben. Und der ist allemal auch in der aktuellen Fassung der Anlage gegeben.

    Darüber hinaus werde ich natürlich, sollte das in vielen Punkten meines Erachtens doch sehr überzogen beanstandete Modell vom Konstrukteur in einer auch Trend genehmen Form geändert werden, ein Update herausgeben. Momentan habe ich allerdings noch keine Rückmeldung seitens des Modell- Konstrukteurs erhalten, die ich aber abwarten möchte, insbesondere bevor ich jemand anders die Modell- Idee andienere.

    Alles andere wäre, sicher nicht nur in meinen Augen, hart am Rande einer Urheberrechtsverletzung, zumindest aber ein sehr unfeines Verhalten meinerseits.

    Jörg

  • Guten Abend Jörg,


    Danke für Deine Nachricht und den hoffnungsvollen Ausblick bezüglich der Gleisbrücke und eines möglichen Updates / Nachlieferung.

    Als "Modelljäger" würde ich mich bezeichnen. Als Ingenieur bin ich immer an Bewegungen von technischen Einrichtungen interessiert. Z. B. die Drehbrücke in Deiner Anlage Lübeck 1900.


    So bleibt mir im Augenblick nur die Hoffnung und die stirb zuletzt ....


    Noch schönen Abend

    Joachim aus SH, andere Seite wo HL liegt.

    Win10+1909 64bit, AMD FX8320, 16 GB RAM, AMD Grafik R7 360

    EEP 5 bis 16, jeweils Expert + Patche, + div Anlagen