Physikalische Objekte - Kollision, Kleben und Haken mit Gütern bzw. Rollmaterialien

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  • In seinem Beitrag physikalische Eigenschaften von Modellen im HomeNos 14 hat Nicci 53 einige Ausführungen zu diesen Dingen für den HomeNOS 14 gemacht. Es hat eine Weile gedauert, bis sich in mir eine vage Vorstellung der Dinge ergab.

    Und bevor sich in mir etwas falsches oder ungenaues verfestigt, möchte ich fragen, ob ich hier richtig liege:


    Güter sind anfangs erstmal ganz normale Modelle, die aus Sicht des HomeNOS aus Teilen (Objekten) bestehen.

    Beispiel: Ein Kistenmodell besteht aus sechs Seitenflächen, die als Objekt(e) angelegt sind.

    Damit dieses Modell ein verladbares Gut wird (und nicht nur so aussieht wie ein Gut), muss es weitere Objekte erhalten, die als (in meiner Sprache) Kontaktbereiche fungieren.

    Diese Kontakt(bereichs)objekte (upps. (:)) hört sich fast wie Kontaktbereichsbeamter an, hihi) sind dann entweder

    • Kollisionsobjekte (ich möchte sie lieber Berührungsobjekte nennen), die nicht haften
    • Klebeobjekte, die erst nach einer einstellbaren Zeit haften
    • Hakenobjekte, die sofort haften

    an anderen Kontaktobjekten anderer Modelle, wenn beide Kotaktbereiche sich „treffen“.

    An dieser Stelle entsteht etwas Verwirrung bei mir im Zusammenhang mit

    dabei erlaubt es der "Haken", dass angehängte Objekte baumeln können, während der "Greifer" starr ist (wie ein Elektromagnet)

    aus oben genanntem Artikel. Denn in der Tabelle taucht auch noch der Greifer auf.

    Für mich finde ich die Erklärung, dass die Begriffe Kollision, Kleben bzw. ankleben und Haken in den Kopfzeilen/spalten der Tabelle den Kontaktobjekttyp (nicht, sofort oder verzögert haften) angeben, in der Tabelle selbst aber die Wirkung (schubsen bzw. lose, fixiert oder baumelnd) wiedergeben.

    Rollmaterialien haben solche Kontaktobjekte auch. Wie beide dann zusammenspielen, ist die in der Tabelle dargestellte Wirkung:

    • Kollisionswirkung – Das Ladegut kann verrutschen
    • Greiferwirkung – Das Ladegut liegt starr und fixiert
    • Hakenwirkung – Das Ladegut kann wackeln/baumeln, wenn der „Haken“ das zulässt oder die Umgebung

    Und wann sich die beiden Kontaktbereiche treffen, wird durch die mindestens zwei Vertices bestimmt, die eine Wirkungsbox aufspannen. Wenn sich beide Wirkungsboxen durchdringen, dann kommt es zu der in der Tabelle genannten Wirkung.

    Weiter unten sind dann physikalische Parameter beschrieben. Dabei verstehe ich die PhyBreakForce als den Parameter, der einstellt, bei welcher (Zug-)Kraft die Verbindung der beiden Kontaktbereiche aufbricht.

    Der Parameter PhyMassCenter als die Verschiebung des Massepunktes allerdings ist nicht so klar, weil er ja als (Teil-)Objekt-Parameter in der System.ini unter dem Kontaktobjekt steht. Eine erste Idee ist für mich, dass ich damit dem Kontaktbereich zeige, wo der Ladegut-Modellschwerpunkt ist.


    Aber ob das alles tatsächlich so richtig interpretiert ist? Ich weiß es nicht genau.

    Herzliche Grüße aus dem Randboulettenland


    :aq_1: Es gibt immer mehrere Wahrheiten. Deine, seine, ihre, meine und ... die echte.

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  • Hallo Ekkehard,


    vom Grundsatz hast du es aus meiner Sicht erstmal richtig erfasst, die Physik wird vollkommen selbstständig und unabhängig von dem sichtbaren Modell über separate Objekte in das Modell hinein konstruiert. Du kannst das auch gut erkennen wenn du im NOS eines der entsprechenden Beispielprojekte lädst und dann unter "Ansicht" die Physik-Modellboxen einschaltest, ich habe davon ja auch Screenshots im oben verlinkten Thread gezeigt.

    Nun zu deinen Fragen:

    - Klebeobjekte, die erst nach einer einstellbaren Zeit haften

    - Hakenobjekte, die sofort haften

    Das mit der Haftzeit ist die Standardeinstellung, kann aber über optionale Parameter geändert werden. Das beschreibt aber auch nur wie lange sich die Objekte in der Nähe befinden müssen bevor die Physik wirkt. Dabei ist das von dir genannte "Klebeobjekt" (Physiktyp "Fixierung") in Ladeflächen von Fahrzeugen oder Ladegütern zu verwenden, damit nach erfolgter Verladung eine schlüssige Verbindung zwischen Ladefläche und Ladegut hergestellt wird. Diese kann entweder durch betätigen der Schaltfläche "Ladegut fixieren" oder durch abheben der Ladung mit einem Kran (insofern man hier den Parameter "Breakforce" nicht zu hoch gewählt hat) gelöst werden. Das "Hakenobjekt" kann durch die bekannte Kranhaken-Schaltfläche im EEP betätigt werden.

    Wenn sich beideWirkungsboxen durchdringen, dann kommt es zu der in der Tabelle genannten Wirkung.

    Es reicht wenn sich beide Boxen berühren, durchdringen geht genau genommen nicht, da die definierten Boxen von EEP als massiv angenommen werden.

    ParameterPhyMassCenter

    Der Parameter macht aus meiner Sicht nur bei Ladegütern Sinn, um einen Schwerpunkt außerhalb der Mitte zu definieren. Der ist aber in allen Beispielprojekten drin, ich habe ihn ignoriert.

    Hakenwirkung – Das Ladegut kann wackeln/baumeln, wenn der „Haken“ das zulässt oder die Umgebung

    Das Baumeln am Haken kann mit der Lua-Funktion EEPRollingstockSetHookGlue beeinflusst werden, wenn man hier auf true stellt sollte es eigentlich nicht mehr baumeln. Eine andere Möglichkeit (z.B. bei Containerkränen) ist einfach mehrere Objekte des Typs "Haken" verteilt über die Fläche einzubauen, sodass das Ladegut an mehreren Punkten "gegriffen" wird, dann baumelt auch nichts mehr.


    Ich kann dir nur empfehlen damit im NOS einfach ein wenig rum zu probieren, dadurch lernt man aus meiner Sicht am Meisten. Man sollte immer bedenken, dass von mir geschriebene steht nirgendwo sondern sind alles Erfahrungswerte aus eigenen Home-NOS Modellen und der Begleitung der Modelle von Biker Peter (PB1) , d.h. ich sehe das von mir geschriebene auch nicht als in Stein gemeißelt an. Die Engine bietet technische aus meiner Sicht eine gute Grundlage um Verladevorgänge darzustellen, es gibt einige weniger Punkte die in EEP diesbezüglich noch angepasst werden müssen, aber viele Dinge stehen und fallen einfach mit den Modellen und der Art und Weise wie Sie gebaut werden. Hier besteht leider das Problem dass auch die Trend-Konstrukteure da aus meiner Sicht nicht immer 100%ig richtig liegen mit dem was Sie bauen und es im Übrigen auch zumindest bisher kaum Austausch über dieses Thema gab. Das führt zwangsläufig zu Inkompatibilitäten zwischen den Modellen verschiedener Konstrukteure.

    Von daher freue ich mich dass du dieses Thema hier wieder auf die Agenda gebracht hast und hoffe dass wir hier auch weiteren Austausch haben, denn ich denke da können noch Einige mehr (und letztlich auch ich) was dabei lernen.


    Gruß Michael

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  • Boah. Mit soviel so schneller Antwort habe ich dann doch nicht gerechnet.

    Mit dem letzten Teil über die Kompatibilitäten und Inkompatibilitäten gehe ich mit.

    Denn wenn diese Kontaktbereiche unglücklich gewählt werden, kommt es zu Schräglagen.

    Beispiel: Eine Kiste am Haken vom Kranzug wackelt eigenartig umher und hängt schief. Hier vermute ich, dass die gesamte Oben-Fläche oder ein zu großer Teil davon als Kontaktbereich eingesetzt wird und der Masseschwerpunkt bei Null liegt, also im Kontaktbereich und somit im Deckel.

    Das scheint mir interessant für Lernobjekte. Eigentlich bin ich nämlich kein Modellbauer. Viel lieber möchte ich technisch experimentieren.

    Mir kam beim Lesen die Idee, dass man zur Absicherung von Kompatibilitäten vielleicht mal über "hüllenlose" Prototypen nachdenken könnte, um die herum Konstrukteure Modelle bauen könnten und wenn man hier genügend Parameter für Ausdehnung usw. mitgibt, ist das eigentlich auch keine Einschränkung, eher eine Absicherung für das Zusammenspiel der Modelle.

    Also mal wieder was fürs Hirn und die Experimentierwindungen.

    Danke für die super Rückmeldung.

    Herzliche Grüße aus dem Randboulettenland


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