Eilenburg 1989

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  • Dieses wird die Fortsetzung von Eilenburg 1970 .


    Eilenburg 1989. Nach der Ölkrise Anfang der 80er trieb die Deutsche Reichbahn das Programm der Streckenelektrifizierung noch stärker voran. Aus dem sächsischen Kerngebiet schoben sich die Fahrdrähte immer weiter nach Norden vor. Berlin und der Außenring wurde elektrifiziert, dann die Magistralen zu den Seehäfen in Rostock und Murkran auf der Insel Rügen. In Hennigsdorf lief die Produktion der BR243 auf Hochtouren, die Vorserienloks für eine neue moderne sechsachsige E-Lok befanden sich im Bau.

    Auch die Verbindung Leipzig/ Halle- Cottbus wurde elektrifiziert. Von Leipzig aus rückten die Bautrupps nach Osten vor, 1989 wurde dann der elektrische Betrieb auf der Gesamtverbindung aufgenommen.


    Wir steigen ein im Jahr 1986. Noch ist in Eilenburg alles wie gewohnt, nur der Personenverkehr nach Wurzen wurde schon vor Jahren eingestellt und die Dampfloks sind seltener geworden. Doch immer noch wird die Kreisstadt an der Mulde von Falkenberger und Engelsdorfer Reko-52ern angefahren. Das Bw ist nur noch Einsatzstelle von Falkenberg und in Leipzig nicht mehr benötigte BR107 haben die Aufgaben der Eilenburger Dampfloks übernommen. Das Chemiewerk wurde ausgebaut und in Eilenburg- Ost entstand ein großes Getreidelager, die Anzahl der Nahgüterzüge und Übergaben ist gewachsen.

    Die Planung für die Elektrifizierung ist inzwischen abgeschlossen. Umfangreiche Vorarbeiten werden nötig: die Fernmeldeleitungen mit ihren Masten müssen weichen, die Formsignale wird man durch Lichtsignale ersetzen. Mastgründungen, ein Aufstellgleis für den geplanten S-Bahnverkehr... Mit der Firma Fimaker (TB1) hat man einen kompetenten Lieferanten für die elektrische Ausrüstung gefunden.

    Die Reichsbahn wird wie alle anderen Wirtschaftszweige ebenso von den Vorzügen des real existierenden Sozialismus gebeutelt. Es mangelt im Prinzip an allem: Ersatzteile für die Instandhaltung, Baumaterial, Loks, Transportraum und Personal. Mit oft großen persönlichen Einsatz halten die Reichsbahner den Betrieb am Laufen, erfüllen die zugewiesenen Aufgaben trotz der Widrigkeiten.

    Es knirscht überall aber niemand käme auf den Gedanken das in nur knapp vier Jahren das Reichsbahnland Geschichte sein wird....


    Der Diesel_Fan hatte sich gewünscht beim Umbau zuschauen zu dürfen. Kannst du haben, Matthias, es geht los.


    In den Gütergleisen warten die Hallenser 130 002 und die Wahrener 120 227 auf die Weiterfahrt nach Osten.


  • Hi Jörg Wahrener ,


    vielen herzlichen Dank, dass du mich "erhört" hast. :bn_1::be_1::af_1:


    Das Gezeigte gefällt mir echt gut.

    Ich bin echt gespannt, wie du den Umbau realisiert. Ich freue mich drauf.

    MfG Matthias, der Ostberliner, der zum Lipper wurde. :af_1:
    EEP 15.1, Patch 2; EEP 17.0, Patch 3
    PC: AMD Ryzen 3 3200G with Radeon Vega 8 Graphics 3.60 GHz; 16 GB RAM, Windows 11

  • Zu allererst muss etwas Ordnung geschaffen werden.

    Die Dampftraktion sollte 1986 eigentlich schon Geschichte sein aber bekanntlich kam es dann doch ein wenig anders.

    Also: alles was nicht 52.80 oder 50.35 heißt darf nicht mehr mitspielen. Auch wenn es weh tut.

    Lediglich eine 52 GR bekommt eine Ausnahmegenehmigung, zu Ehren "meiner" 52 5448. Alle anderen bitte an den Rand und abhängen. Es stehen ausreichend 118, 131 und 132 bereit.


  • Ach, Jörg, auch wenn´s weh tut, auch die DR konnte sich vor dem Fortschritt nicht verwehren, auch wenn es immer Mangel gab.

    MfG Matthias, der Ostberliner, der zum Lipper wurde. :af_1:
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  • Die wollte sich ja nicht verwehren Diesel_Fan , der Fortschritt ließ sich nur mitunter sehr schwer anlocken.

    Die "Schlägermütze" hatte ihr Lokleben auch schon ein Jahr zuvor in Halberstadt beendet, die muss hier leider ebenfalls ausscheiden. Eingewechselt wird dafür 119 149, wir wünschen ihr eine brand- und defektfreie Fahrt!



    Neu ins Spiel gekommen sind moderne Kesselwagen welche die 6er Kessel nach und nach ablösen. Gleichzeitig eine Investition in die Zukunft wenn es irgendwann mal zum dritten Teil der Eilenburg- Triologie kommt: Eilenburg 2020.


  • Hallo Jörg,


    Eilenburg 2020? Ist nicht der Rede wert, ich habe mir die Bahnanlagen gestern auf GoogleEarth angeschaut, traurig, was davon übrig blieb.

    Und, wie sehr sich die DR dem Fortschritt verweigern musste, wurde von der politischen Führung und dem Warschauer Pakt diktiert. :ae_1:

    Das dürfte aber allgemein bekannt sein, sonst wäre auf DR-Gleisen niemals ein "U-Boot" gefahren...:ae_1::af_1:

    MfG Matthias, der Ostberliner, der zum Lipper wurde. :af_1:
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  • Güterverkehrsmäßig sieht es 2020 in EB recht vielfältig aus was die Durchfahrten angeht Diesel_Fan . Und ich will mal was bauen wo ich moderne E-Loks und Hamsterbacken stilgerecht einsetzen kann. Da passt das ganz gut. Falkenberg wäre zwar interessanter aber das würde zu umfangreich. Bis das mal soweit ist fließt aber noch viel Wasser die Mulde runter.

    Weil nach dem Ganzen gefragt wurde:

  • Hallo Jörg Wahrener ,


    natürlich "darfst" du auch was Modernes Bauen, wo du dann mal eine MD-Hamsterbacke und Vectrons usw. einsetzen kannst.


    Es ist eben so, dass seit 1994 Vieles, was als "Überflüssig" bezeichnet wurde, einfach abgehangen wurde.

    Etwas später, als der Schrottpreis stieg, wurde auch abgebaut, bevor es anderweitig verschwand.


    Und: jeder darf Bauen, was er möchte, kann und will.


    Viel Vergnügen dabei und ich schaue gerne bei deinen Projekten vorbei, denn sie haben immer Hand und Fuss und auch einen tollen Wiedererkennungswert.

    MfG Matthias, der Ostberliner, der zum Lipper wurde. :af_1:
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  • Was macht das U- Boot in der Übergabestelle des Kieswerkes?

    Es wurde dort eingesetzt. Getreu dem Leitspruch "jede Loknummer gibt es nur einmal in der Anlage" müssen jetzt auch die bei mir wenig beliebten 119er ran. Zumindest so lange bis elektrisch gefahren werden kann.


    Es geht doch nichts über beschriftungsfähige Ninas, ein Klontool und eine Website für die Recherche welche 120 in welcher Farbe unterwegs war. Kann das nicht immer so sein?



  • Moin Jörg Wahrener ,


    da war der Weg zur BoWu und zum Radeberger aber weit... Zumindest für die letzten Wagen... :aa_1:
    Aber so war es nunmal.

    Gruß
    Sebastian

    EEP 6.1

    EEP 16.4 Patch 1, PlugIn 1-4


    Desktop-PC mit Intel® Core™ i5 6400, 4x2,70 GHz
    16 GB RAM, Nvidia GeForce GTX 960,
    Windows 10 Home 64 Bit

  • Moin Sebastian Sebastian oft standen die WR mitten im Zug aber mitunter wurden die in Leipzig an der Zugverband gestellt. Dann stand er ganz außen. Hat doch Spaß gemacht die ganzen Zwischentüren aufzuwuchten und zum Schluß mit `nem halben Kaffee und kalter BoWu am Platz anzukommen...:bg_1::aa_1:

  • Hat doch Spaß gemacht die ganzen Zwischentüren aufzuwuchten und zum Schluß mit `nem halben Kaffee und kalter BoWu am Platz anzukommen

    Im Interzonenzug gab es keine Bockwurst, dafür aber Radeberger. Und da man nie genau wusste ob der Zug auch dann ankommt wann er ankommen sollte, hat man auch den weiten Weg in Kauf genommen und ist dann eben halt mit ein bis zwei Flaschen mehr den Weg zurück gegangen, saß man hinten im Zug. Das war dann aber auch das Einzige, wofür man im Interzonenzug sich die Mühen gemacht hat und das im besten Fall auch nur 1x.


    Lange ist es her... was für ein Glück.

  • Das waren noch Zeiten, ob besser oder schlechter soll jeder selbst entscheiden. Kann mich noch an die lange Schlange vorm Buffet erinnern, manchmal ging die durch zwei Wagen. Gleich nachdem der aus Leipzig raus ist, sind alle zum Buffetwagen gerannt- bevor es nüscht mehr gab.

  • Das Radeberger war sicher der Grund für die Rennerei. Das gab`s ja sonst nur unterm Ladentisch aber ziemlich sicher im Mitropawagen. "Jeder nur vier Flaschen! Was willst`n du schon wieder hier, du warst doch erst vorhin da und hast welche geholt!"

    Die Fressalien waren das übliche Zeugs und die BoWu meistens zäh und ausgelaugt. "Leichenpimmel" hat die mal einer genannt. Manchmal hebt es mich heute noch wenn ich an den Mief im Buffetwagen denke.

  • An der Stadtgrenze in Eilenburg- Ost wurde Ende der 70er ein großes Getreidelager gebaut. Das darf hier nicht fehlen.

    Die neuen Depots von Stéphane machen den Eindruck als wären sie auch als Umladehalle gut zu gebrauchen.


  • Der Rohbau steht schon mal.



    Die Arbeitsschutzinspektion ist auch bereits da und macht eine technische Vorabnahme. Das Getreide muss von A nach B oder C kommen. Eine prima Gelegenheit für ein paar erste Schritte mit den Rohrleitungen von Byronic (KS1) Klaus. Kann das funktionieren? Das Ergebnis scheint sogar die gestrenge Frau Prüfingenieurin Schwielofski zu überzeugen. Ihre bisher einzige Kritik: "Auf der Verpackung fehlt ein Warnhinweis. Das Produkt hat ein ähnliches Suchtpotenzial wie gewisse Oberleitungen eines gewissen Fimaker (TB1) . Wenn man damit erst mal angefangen hat... also, das müsste auf der Schachtel draufstehen!"



    Die Dame begutachtet dieAnschlüsse der Silos. "Sehr schön, alles abgeschiebert und die Schieber sind gut zugänglich. Und wie schön die Leitern gestrichen sind, also wirklich.... Tennemann, drehen Sie doch mal am Handrad!"