Eisenbahn im Mittelrheintal

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  • Aufgabenstellung

    Ganz sicher bietet sich das malerische Mittelrheintal mit seinen beiden „Parade“-Strecken, Tunneln, Bahnhöfen, den Bundesstraßen und der klaren Anlagenbegrenzung durch begleitende Bergzüge als verlockendes EEP-Thema an. So hat es auch immer wieder einmal Anlagenvorstellungen hier im Forum gegeben; auf YouTube gibt es sogar eine Realisierung mit EEP <= 6. Eine Annäherung aus unseren Tagen zeigt KaiLuley in seinem Faden „Loreley … oder so ähnlich“.

    Mit schwebt ein Modellset mit Kunstbauten für das Mittelrheintal im Abschnitt zwischen der Loreley im Nordosten und dem Kammereck-Tunnel im Südwesten vor, evtl. einschließlich der legendären Blockstelle Kammereck.

    Im Forum werden von verschiedenen Seiten aus Umsetzungsprobleme diskutiert; ein dort eher randständiges Thema möchte ich herausgreifen und zum Hauptaspekt meiner Überlegungen machen:

    Einheit der natürlichen Materialien

    Nachdem viele Modelle inzwischen höchste Ansprüche mühelos befriedigen und in ihrer Realitätswirkung weit über die „echter“ Modelleisenbahnen in der Baugröße H0 hinausgehen, fällt ein Manko, das manche EEP-Szenarien noch wie zu Urzeiten spielzeughaft erscheinen lässt, nach wie vor störend ins Auge. Es ist der Mix aus verschiedenen natürlichen Materialien am gleichen Bauwerk. Aus der Not heraus baut so mancher Anlagenbauer auch heute noch eine Straßenüberführung mit Modellen in vier unterschiedlichen Natursteintexturen, nämlich jeweils eine für Böschungsmauer, Brücke, Flügelmauer und anschließenden Tunneleingang. Dazu kommen dann noch Felsmodelle für den Übergang zur Berglandschaft in wieder anderer Ausführung. Dem Betrachter schmerzen die Augen: So eine bunte Mixtur mit womöglich scharf abgegrenzten Materialwechseln kann es nur in einer Spielzeugwelt geben, da helfen auch dick aufgetragene Kaschierarbeiten mit Büschen und Bäumen nichts.

    Zu den wenigen Bauwerk-übergreifenden Modellsets aus einem einheitlichen Material gehören z. B. die Böschungen von cetz Christopher (V16NCE10028) und mein Set Bahnbau in der Landschaft. Wenn also erkannt ist, dass die Glaubwürdigkeit einer Szenerie mit ihren Stützmauern, Tunneln, Viadukten, Pfeilern etc. auch von der Einheitlichkeit des Materials abhängt, dann bietet sich für mich als Konstrukteur die Möglichkeit an, Kunstbauten für das Mittelrheintal vom vorhandenen Fundus abzuleiten. Tatsächlich sind in den Anlagen von z. B. V200 und von Kai meine Modelle verbaut und machen dort, bei aller gebotenen Bescheidenheit, eine gute Figur.

    Erste Mittelrheintal-Experimente mit meinen Splines und Gleisobjekten aus dem Böschungsmauer-Set haben mich dann doch enttäuscht. Für den angestrebten realistischen Effekt im Rheinischen Schiefergebirge sehen die Mauern zu bräunlich, zu ebenmäßig und etwas zu wuchtig aus. Also habe ich eine neue Textur angefertigt und den fertigen Modellen untergeschoben. Jetzt stellte sich heraus, dass auch die regelmäßigen Mauerpfeiler und die kopflastige Bekrönung dem Vorbild im Rheintal nicht entsprechen. Das ist doppelt schade, denn die Pfeiler dienten auch dem Kaschieren der Texturwiederholungen.

    Ich bin also ins kalte Wasser gesprungen und jetzt dabei, einen Teil der Modelle aus dem Böschungsmauer-Set (Steigungs- und Neigungsvarianten sowie Gleisobjekte für die Steigungs- und Neigungsübergänge) neu aufzulegen. Das wird etwas dauern, aber erste Versuchsanordnungen lassen mich hoffen, dass sich die Mühe lohnt.


    Umsetzungsproblem 1: Felsen im Schiefergebirge

    • Die schiefrigen Felsen mit ihren tausendfachen Abplättelungen sind derzeit kaum angemessen mit EEP-Mitteln abzubilden. Ein Felsen-Spezialist :) müsste also eine Sprühtextur entwickeln, die vom vorgegebenen Gestein des Böschungsmauer-Sets zu den ausmodellierten Felsen auf der Anlage überleitet. Das wird nicht ohne Kompromisse abgehen. Meine Texturvorlage hierzu stelle ich gern zur Verfügung. Noch besser wären zusätzlich echte auskonstruierte Felsmodelle in der Qualität derjenigen von saphir (UB3) . Für beide Lösungsansätze betrachte ich mich selbst nicht als Experten.

    Umsetzungsproblem 2: Die EEP-Oberleitung

    • Hier ein Auszug aus meiner Dokumentation zum Modellset Tunnelportale und Tunnelmauer-Splines vom Oktober 2018:
      Tunnelportale und Tunnel für zweigleisigen elektrischen Betrieb sehen in EEP derzeit nicht vorbildgerecht aus, weil die Oberleitungshöhe in EEP 50 cm mehr als die der wirklichen Eisenbahn beträgt. Dadurch entstehen weit aufgerissene Tunnelmünder. […] Evtl. kann mittels Tieferlegen der Gleissohle zusätzlich Platz geschaffen werden.

      Das ist besonders schade, wenn es um den Modellbau nach Vorbildern geht. Die malerisch angelegten Tunnelportale im Mittelrheintal werden notwendigerweise in ihren Proportionen verändert. Es reicht nicht, die Öffnungen zu vergrößern, denn dann kippt alles aus dem Gleichgewicht. Es muss also behutsam gedehnt und geschoben werden, damit der harmonische Gesamteindruck möglichst gewahrt bleibt.

    Hier ein Rohmodell des nördlichen Loreley-Tunnelportals mit der EEP-Oberleitung. Im Bild 3 die alte zweigleisige Anordnung mit 3,5m Gleisabstand - natürlich ohne Oberleitung.

    Ohne nennenswerte Kompromisse kann ich konstruieren…

    • …die Aufmauerungen der Tunnelportalwände aus Hausteinen (Grauwacke o. ä.), farblich passend zum Schiefer-Look der Stützwände.
    • …das Blendmauerwerk aus rotem Sandstein an der Front der Tunnelportale sowie die dazugehörige historisierende Scheinarchitektur mit all ihren Zitaten aus der sentimental nachempfundenen Burgenromantik (Türme, Zinnen etc.).
    • …und später vielleicht das Bauwerk der Blockstelle Kammereck.

    Wer sich dem Thema Mittelrheintal mit EEP-Bezug weiter nähern möchte, dem sei die schöne Beitragsfolge von ohneEisen empfohlen.

    Dies als erste Sondierung. Weitere Schritte erfolgen in Kooperation mit Kai und damit am lebenden Objekt seiner Mittelrhein-Anlage. Anregungen von Foristen sind aber jetzt schon willkommen. Um hierbei keine falschen Hoffnungen zu wecken: An der oben geschilderten Begrenzung auf den Rheinabschnitt zwischen den Tunneln Loreley – Roßstein (rechts) bzw. Bank-Tunnel und Kammereck-Tunnel (links) wird nicht zu rütteln sein.

    Grüße von Uli

    Hardware: XMG Notebook P507; 16 GB RAM; NVIDIA Geforce GTX 1060

    Software: eep16, eep17

    NOS DEV 13, NOS DEV 16

    Eigene Modelle

  • Loreley Nordportal

    Der erste Baustein: Das Nordportal des Loreley-Tunnels. Meiner These im Eröffnungsbeitrag zum Trotz: Hier sind zwei Gesteinsarten gemischt: Schiefer/Grauwacke und roter Sandstein. Das geschieht aber vorbildentsprechend als Teil der architektonischen Konzeption.

    Grüße von Uli

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    NOS DEV 13, NOS DEV 16

    Eigene Modelle

  • Ulli, das sieht einfach nur toll aus!


    Glück Auf aus Hamborn

    Stefan

    Betriebssystem: Windows 11 Home

    Prozessor: AMD Ryzen™ 9 5900HX Prozessor (3,30 GHz, bis zu 4,60 GHz, 8 Kerne, 16 Threads und 16 MB L3-Cache)
    64 GB RAM

    Grafik: NVIDIA® GeForce RTX™ 3080 Laptop GPU mit 16 GB GDDR6 VRAM

    EEP 14.1

    EEP 16.4 , Plugins 1,2, 3, 4

    EEP 17 aktueller Patch