Erstellen von Videos mit Fraps

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  • Hallo zusammen,


    nachdem ich nun nach dem Release der "Vorstadt-Nordost" Anlage den (Groß)Kopf :D frei hatte, konnte ich mich nun mal in aller Ruhe mit dem Thema "Videos erstellen" beschäftigen.
    Ich muß zugeben, ich hatte bis dato überhaupt keine Ahnung auf dem Gebiet.
    Hier nun mein erstes Ergebnis...Trailer zur Schiefen Ebene
    Das ganze wurde mit "Fraps" aufgenommen und dem "Windows Movie Maker" bearbeitet.
    Wer eine schnelle Internet-Leitung hat, sollte die Qualität unbedingt auf HD einstellen.
    Was mir aber insgesamt unangenehm auffällt, ist das Geruckel bei der Wiedergabe im Youtube. Wenn ich das Video auf dem heimischen VLC-oder Windows-Mediaplayer wiedergebe,
    läuft das absolut flüssig und sauber. Ich habe im Youtube schon die vorgeschlagene Bildstabilisierung ausführen lassen, was leider zu keinem Erfolg geführt hat.
    Vielleicht hat ein Video-Profi dazu den entscheidenden Tipp.
    So dann ...erst mal viel Vergnügen....


    Andreas

  • Vielleicht hat ein Video-Profi dazu den entscheidenden Tipp.


    Aber gerne doch :)


    Youtube zeigt maximal 30 Bilder je Sekunde.


    Dein Original wird vermutlich eine höhere Framerate haben.



    Die 30 fps (frames per second) alleine sind aber noch nicht das Problem. Sondern die Kombination aus 30 fps und einer unregelmäßigen Framerate im Original.
    Und an dieser Stelle wird die Sache ein wenig kompliziert:


    In der Darstellung eines Videos gibt es eigentlich keine unregelmäßige Framerate. Die Grafikkarte zeigt konstant 60 Bilder je Sekunde. Bekommt sie nicht rechtzeitig ein neues Bild angeboten, dann zeigt sie das alte noch einmal. Das Video stockt also kurz. Und je niedriger die Framerate ist, mit der ein Film läuft, desto deutlicher bemerkt man dieses Stocken. Weil es entsprechend länger dauert. Bei 30 fps steht das Bild genau doppelt so lange wie bei 60 fps.


    Selbst wenn deine Anlage mit einer Frate von beispielsweise 180 läuft siehst du (und somit auch Fraps) nur 60 Bilder je Sekunde. Mehr kann ein Monitor heute nicht zeigen. Und die Grafikkarte gibt nur das aus, was der Monitor verwenden kann. Du siehst also nur jedes dritte der berechneten 180 Bilder. Hast du eine Frate, die sich nicht sauber durch 60 teilen lässt - sagen wir mal für ein Rechenbeispiel 150 - dann werden mal 1 und mal 2 Bilder ausgelassen. Im Ergebnis erhältst du eine ungleichmäßige Bewegung, weil die "Welt vor der Kamera" sich manchmal um 2 und manchmal um 3 Schritte weiter bewegt hat. Macht Youtube nun aus diesen 60 Bildern 30 (indem es jedes zweite weg lässt), dann werden diese Unregelmäßigkeiten krasser und somit auffälliger.


    Wenn du wirklich glatte Bewegungen aufnehmen möchtest, dann musst (!) du den in EEP integrierten Aufnahmemodus (STRG-F12) verwenden. Denn die integrierte Videoaufnahme arbeitet völlig anders. Sie berechnet gezielt den Zustand der EEP Welt in immer gleich großen Zeitabständen und macht davon ein Foto. Diese Fotos reiht es zu einem Film zusammen. Weil sich 30 fps für Youtube und PCs besser eignen als 25 solltest du die Framerate für die Aufnahme auf 30 ändern. Die Standardeinstellung ist leider 25.


    [IMG:http://up.picr.de/17900546nr.jpg]



    Weil die EEP Welt bei der integrierten Aufnahme in Einzelschritten berechnet wird, braucht die Aufnahme sehr lange. Und du hast keine Möglichkeit während der Aufnaheme in die Abläufe einzugreifen. Kannst also kein Signal schalten, keine Lok starten, nichts kuppeln etc. Alles muss zuvor per Schaltung festgelegt sein. Und du erhältst keinen Ton, weil Ton sich nicht so wie die Bildfolgen in einzelne Häppchen zerlegen lässt. Wenn ich Videos erstelle, die ich mit dem Originalton unterlegen möchte, dann mache ich diese Aufnahmen zweimal. Einmal mit der integrierten Funktion für das Bild und ein zweites Mal mit Bandicam (einer Alternative zu Fraps) für den Ton.


    Um keine gigantischen Dateien zu erzeugen brauchst du zudem einen besseren Codec als diejenigen, die Windows von Hause aus mitbringt. Zum Beispiel den kostenlosen Xvid.



    Die Bildstabilisierung in Youtube nützt dir in diesem Zusammenhang gar nichts, weil die für etwas ganz anderes gedacht ist. Sie soll wackelige Aufnahmen ruhiger machen. Sie verschiebt also jedes Einelbild räumlich (und nicht zeitlich!) so, dass beispielsweise ein Haus im Hintergrund immer an der selben Stelle verbleibt oder sich im Falle eines Schwenks gleichmäßig bewegt.



    So dann ...erst mal viel Vergnügen....


    Hatte ich - trotz der Ruckler ;)

    "I don't have goals, I have fantasies. They're exactly like goals, but without the hard work."

    - Emily Levine -

  • Hallo Andreas


    Ich finde Du hast ein tolles Video angefertigt . Man muß nur den Blick auf die wichtigen Dinge lenken , dann sieht man die unauffälligen Ruckler nicht . Ich habe mir erlaubt Deine Anlage etwas zu Dopen mit schicken neuen Signalen welche aber nur verwendet wurden wenn die eine Fahrstellung ausreichend ist .
    [IMG:http://up.picr.de/17900665om.jpg]
    [IMG:http://up.picr.de/17900602iy.jpg]


    Schöne Grüße Jens

    EEP 5 Plugin1-5 EEP12 intel core i5 3.1ghz 16GB Ram Nvidia GTX 560 SE 1GB DDR5 Win10 64bit Opera Modellkatalog

  • Hallo Götz,


    vielen Dank für Deine umfassende Aufklärung.
    Die "Video-Dreherei" ist doch noch ziemliches Neuland für mich.
    Die Sache mit dem EEP-Aufnahmemodus hatte ich ganz am Anfang durchgeführt, dann aber ganz schnell Ad acta gelegt,
    da mir bei der langwierigen Prozedur dann doch der Geduldsfaden gerissen war. Es muß auch noch ein gewisser Spaßfaktor dabei sein,
    sonst macht die Sache keinen Sinn.


    Nunn denn, selbst wenn ich die "Profi-Videos" von Sascha Böhnke sehe, fällt auch hier die Ruckelei auf.
    Ich denke, ein Video, was mal eben in 2-3 Tagen estellt wird, gibt nicht mehr her.
    Ich hätte selbst nicht gedacht, so schnell überhaupt ein halbwegs ansprechendes Ergebnis in so kurzer Zeit zu erzielen.
    Wie gesagt, wenn das Video auf der Festplatte ist und von hier abgespielt wird, läuft es sehr passabel.


    Dir und Jens, herzlichen Dank für das Feedback.


    Hier mal noch für Interessenten und Videosammler der Direktlink mit Downloadmöglichkeit für die "gute Stube" und somit weniger Ruckelei (ohne Youtube)
    Achtung: ca.225 MB! da HD Aufnahme.


    Gruß Andreas

  • Moin!


    Was ich von Götz gelernt hab:


    Stell von vorn herein die Auflösung vor der Aufnahme auf 720p (also 1280×720) oder wenn dein Monitor dies zulässt auf 1080p (1920×1080) ein.


    Auch wenns auf dem Monitor dann verschwommen aussieht, hast Du dann eine saubere Quelle.
    Nehmt nicht meine Youtube-Videos als Vergleich, denn ich war zumeist zu faul oder habs ganz einfach vergessen.


    Danach nur noch Videoschnitt/Effekte in einem Programm nach Wahl und fertig. Dort sollte beim Einfügen der Quellvideos dann eigentlich keine Meldung (á la "Seitenverhältnis anpassen?") mehr kommen (wobei dies im Microsoft Video-Tool eh nicht kommt).


    Beim Abspeichern des Videos dann nur noch (je nachdem in welcher Auflösung man aufgenommen hat) das Profil für Youtube in 720p oder 1080p wählen. Das ist mittlerweile in vielen Programmen Standard (ich nutze vor Adobe Premiere auch dieses Microsoft Dings und bei beiden konnte man dies vorgefertigt abspeichern).


    Wichtig ist eben, dass die Auflösung, also auch das ganze Seitenverhältnis unverändert bleibt - sonst gibt es automatisch "Videopudding".


    Gruß
    André

  • duncyo ,

    Quote

    Stell von vorn herein die Auflösung vor der Aufnahme auf 720p (also 1280×720) oder wenn dein Monitor dies zulässt auf 1080p (1920×1080) ein.


    die Auflösung meines Monitors steht bereits auf 1080p. Ich glaube aber eher, dass es "Fraps" völlig Banane ist, welche Monitoreinstellung gewählt ist.
    Zudem hat Fraps gar keine Einstellungsmöglichkeit dazu. Zumindest habe ich es bisher nicht entdeckt.
    Meine Einstellung in Fraps sehen folgendermaßen aus.
    [IMG:http://diebahnkommt.net/Foren/Fraps.JPG]
    Das nächste mal probiere ich hier einfach mal mit 60fps.


    Das Problem nur an der ganzen Sache: Solange Du das Ganze aufnimmst, schneidest etc. läuft alles einfach nur prächtig.
    Der Schock und die Gewissheit etwas nicht korrekt gemacht zu haben, kommt eben erst, wenn Du das Ding Online stellst.


    Gruß Andeas

  • Ja das liegt einfach an Fraps.
    Es ist wirklich Wahnsinn was da an Datenkram auf einen zu kommt (bei einigen Minuten locker mal 200 GB), aber die Qualität ist ok.
    Ich besitze die Fraps Vollversion, weshalb ich nichts anderes benutze. Mit Bandicam kam ich nicht klar, da Bandicam EEP bei mir nur via "Bildschirmausschnitt aufnehmen" funktionierte - ergo mit Auflösungsveränderung.


    Aber ich hab nur für Videoaufnahmen eine 1000 GB Platte dran hängen, da ist das nicht so dramatisch.

  • Die Aufnahme und der Schnitt sind die eine Sache, der Browser und seine Einstellung eine andere.
    Eine Möglichkeit ist zB hier beschrieben


    Ich selbst nehme mit Bandicam auf und habe XVid installiert. Da YT sowie jedes Video noch einmal wandelt,
    kann man das auch gleich in dem YT-Format aufnehmen (in Bandicam wählbar). Videoaufnahmen (mit Kamera)
    und Videoschnitt (Adobe Premiere) mache ich im privaten Bereich seit Jahren. Aber YT ist eben eine andere Welt,
    da hilft nur probieren, probieren, probieren.


    Also Andreas: Viel Spaß beim Experimentieren!

    Gruß Uwe


    [Intel i7 5820K auf ASUS X99| 32GB RAM DDR4-2400 | GeForce GTX 1070 | 1TB SSD M.2 |OS: Win10_64 - SW: EEP6.1 & 11|13|14]

    Meine WebSite

    Mein Wahlspruch: Laßt uns an dem Alten, so es gut ist halten, und auf diesem Grund, Neues bauen jede Stund !
    Meine Projekte: <LBE-Projekt
    > | <VEV_Herbstmanöver> |

  • bei Full-size hast Du aber schnell Dateigrößen im zweistelligen Gigabyte-Bereich (pro Szene!)


    Das Zauberwort heißt Codec (= Coder / Decoder)


    Ähnlich wie man Bilder wahlweise als Bitmap, TIFF, PNG oder JPG speichern kann, so gibt es auch für Videos verschiedene Kompressoren. Und die unterscheiden sich ganz erheblich in den Datenmengen, die sie produzieren.


    Die denkbar schlechteste, weil platzraubendste Kodierung eines Videos ist ”uncompressed”. Das ist in etwa das selbe wie Bitmap (bmp) bei Bildern.


    Bei Videos lässt sich ohne merklichen Qualitätsverlust durch Kompression noch mehr Platz einsparen als bei Bildern, weil man Gruppen von Bildern (GOP = group of pictures) zusammenfassen kann. Statt jedes Bild vollständig zu speichern, nimmt man in jeder Gruppe nur ein Bild komplett auf und speichert für die übrigen Bilder lediglich die Unterschiede zum vorherigen und/oder folgenden Bild.


    Der populärste Codec, der in dieser Weise arbeitet, heißt h.264.
    AVC und MPEG-4 sind Unterarten dieses Codecs.
    Ein 20 Minuten langer Film in der Auflösung 1280 x 720 braucht in h.264 ca. 1,6 GB Platz. Dieser Wert schwankt natürlich, je nach Bildinhalt.


    h.264, AVC und MP4 sind lizensierte Codecs. Deshalb sind sie auf den meisten Rechnern nicht zu finden. Aber sie sind oft Bestandteil von Bearbeitungsprogrammen wie Schnittsoftware oder Formatwandlern. In Freeware sind sie natürlich nicht enthalten, weil der Anbieter für die Lizenz bezahlen müsste.


    Ist ein Codec unter Windows installiert, dann können ihn auch solche Programme nutzen, die den Codec selbst nicht enthalten.


    Xvid ist ein lizenzfreier Codec, der dem h.264 sehr ähnlich ist. (Genauer gesagt ist es h.263) Wenn man den unter Windows installiert, dann können auch EEP, Fraps, Bandicam und Co. ihn nutzen.


    Eine Besonderheit von GOP basierten Codecs ist, dass die Kodierung eines Videos einen hohen Rechenaufwand erfordert, wohingegen die Dekodierung während des Abspielens mit sehr niedrigem Rechenaufwand auskommt. Außerdem ist der Dekoder Teil des Codecs frei verfügbar. Deshalb kann fast jeder Rechner heute ein h.264 Video zeigen.


    Das Dateianhängsel eines Videos (AVI, MOV, MP4, M4V etc.) sagt nichts über den verwendeten Codec aus. Es beschreibt den Container, in dem alle Filmdaten zusammengefasst sind. Ein Video besteht ja neben den Bildern auch noch aus Tönen sowie sogenannten Metadaten (Untertitel, Timecode, verwendete Kamera, Aufzeichnungsort etc.) und diese Informationen müssen alle in einer Datei zusammengefasst werden. Das nennt man den Container. Ein Container wie beispielsweise AVI enthält eine Packliste, in der steht, wo die Bilder zu finden sind und wo die Töne. Der Player muss wissen, wie dieser Container gepackt wurde bzw. wie die Packliste formatiert ist. Das sagt ihm das Anhängsel am Dateinamen.


    Zurück zur Datenmenge:
    ”Half Size” ist eine schlechte Methode um Platz zu sparen. Man reduziert die Bildgröße auf ein Viertel (halbe Breite und halbe Höhe) und hat somit einen hohen Qualitätsverlust bei relativ geringem Platzgewinn. Mit einem GOP basierten Codec kann man den Platzbedarf bei unveränderter Bildqualität auf ein Zehntel und weniger reduzieren. Aber die Erstellung eines Clips im GOP Format beansprucht den Rechner. Bei Echtzeitaufnahmen mit Fraps, Bandicam und Co. bedeutet das eine niedrigere Frate in EEP. Bei Aufnahmen mit der in EEP integrierten Funktion (STRG-F12) bedeutet es, dass EEP für jedes Einzelbild etwas länger braucht. Alternativ kann man ein Video zunächst mit einem Codec aufzeichnen, der mehr Platz beansprucht, aber den Clip schneller erzeugen kann und anschließend diesen Clip wandeln um die Dateigröße zu reduzieren.


    Fraps, Bandicam und Co interessieren sich übrigens sehr wohl für die eingestellte Bildschirmauflösung. Dass sie keine Auswahlmöglichkeiten anbieten liegt ganz einfach daran, dass sie das Bild von der Grafikkarte 1:1 aufzeichnen. Die Auswahl der Auflösung geschieht also nicht in Fraps, sondern in den Grafikeinstellungen des Rechners. Wählt man hier von Anbeginn die Auflösung, die das Video später haben soll, dann müssen später keine Pixel mehr miteinander verrechnet werden. Die Umrechnung von einer Auflösung in eine andere bedeutet immer (!) einen Schärfeverlust, weil dabei benachbarte Bildpunkte (=Pixel) miteinander verblendet werden müssen.


    Die Auflösung 1280 x 720 ist ideal. Sie bietet genügend Schärfe, beansprucht aber nur halb so viel Platz wie Full HD. Und somit auch nur halb so viel Bandbreite bei der Übertragung (zum Beispiel von Youtube auf den heimischen Rechner).



    Götz
    (Videoprofi seit 1982)

    "I don't have goals, I have fantasies. They're exactly like goals, but without the hard work."

    - Emily Levine -

  • Hallo Götz,


    danke für den umfangreichen Vortrag! Ich hab zwar fast nur Bahnhof verstanden, weil selbst bisher nur einen EEP-Video-Versuch gestartet und aus »Zeitgründen« schnell wieder aufgegeben, aber trotzdem interessiert inhaliert. Hier böte sich doch mal an, auf einem der nächsten Treffen, die Du besuchen möchtest, einen kleinen Vortrag zu halten. Titel: Wie kann man mit Bordmitteln und/oder freier Software das beste EEP-Kurzfilm-Ergebnis erzielen? Voraussetzungen (xvid installieren usw.), Einstellungen, Ablauf. Das wäre super!
    Wie wär's mit einem Wiedersehen in Wandsbek ;-)
    Viele Grüße
    Thomas

    - - - - -
    MidiTower (i7 4790K 4×4GHz, 16GB RAM, AsusZ97, 4GB Zotac-GeForce GTX970 AMP! Omega, WIN 8.1prof)
    DELL-Notebook (Intel Core i7 3520M Quad Core, 2,9GHz, 8GB RAM, NVIDIA Quadro K1500M, WIN 10 Home Premium 64bit;
    EEP von 4 bis 14.1+P1; 15.1

    »Nach diesem Jahrhundert der großen Sprüche und schlimmen Illusionen hoffe ich auf eine Zeit, in der die großen Sprüche nichts mehr gelten, sondern nur noch das, was man wirklich und greifbar getan hat.«

    Gerhard Richter, 1999

  • Ich hab zwar fast nur Bahnhof verstanden ...


    Das tut mir leid, denn ich hatte mich wirklich bemüht alles so zu formulieren, das auch ein Laie trotz Fachbegriffen folgen kann.



    Hier böte sich doch mal an, auf einem der nächsten Treffen, die Du besuchen möchtest, einen kleinen Vortrag zu halten.


    Sicher eine interessante Idee. Aber zur Zeit schaffe ich es leider nicht, an einem der Treffen teilzunehmen.
    Ich wäre zum Beispiel gerne nach Seedorf gefahren, wenn ich könnte. Da hätte man sich bestimmt auch über einen Vortrag zum Thema gefreut.



    Wie wär's mit einem Wiedersehen in Wandsbek ;-)


    Ich wäre sehr gerne mal wieder dabei.
    Aber, wie gesagt: Zur Zeit schaffe ich es nicht.



    danke für die sehr umfangreiche aufklärung


    Gern geschehen :)

    "I don't have goals, I have fantasies. They're exactly like goals, but without the hard work."

    - Emily Levine -

  • Hallo Andreas,


    als ja nun lange eingefleischter Video-EEPler auch von mir vielleicht ein paar Worte.
    Warum Fraps noch immer empfohlen wird, bleibt mir ein Rätsel. Das Programm liegt weit hinter der Zeit und entspricht lange nicht mehr den gültigen Ansprüchen.
    In Sachen EEP rate ich auf jeden Fall zu Bandicam. Zum einen bietet es Dir in der Demo-Version (abgesehen von einem Wasserzeichen) nur eine Beschränkung auf 10min, sonst aber eben nichts. Bei Fraps bist Du bei 2min schon am Ende.
    Desweiteren kann Bandicam Dateien über 4GB verwalten, somit müssen Videodateien nicht gesplittet und dann aufwändig zusammengeschnitten werden.
    Weiterer Pluspunkt sind die vielfältigen Einstellmöglichkeiten betreffend Video und Sound. Bandicam legt im Falle zweier Tonspuren für jede Tonspur eine eigene Datei an, sodass eine sehr einfach Weiterverarbeitung (etwa in Adobe Audition) möglich ist. Negativ daran: Bei 2 Spuren ist Schluss. Wer mehr möchte, sollte dann auf DxTory umsteigen.


    Über Codecs hat Götz ja schon einen ausführlichen Bericht gegeben. In Youtuber-Kreisen ist der "Lagarith Loseless Codec" sehr beliebt. Er garantiert hohe Qualität bei geringen Dateigrößen - stimmt auch. Oben wurde etwas von 1,6GB bei 20min in FullHD geschrieben - das ist mir persönlich meist schon zu viel. Man muss schließlich immer bedenken, dass Youtube - sofern das Video nicht richtig codiert ist - das ganze nochmals verarbeiten muss und die gesamte Dateigröße zum Anschauen auf den PC gestreamt werden muss. Meine Videos (im Let's Play ~15min) liegen mit FullHD bei einer Dateigröße um die 300-500MB. Die Qualität reicht dabei vollkommen aus.
    Abhängig ist die Dateigröße letztendlich besonders vom gezeigten Inhalt. So wird eine 15min-Aufnahme von Battlefield 3 oder 4 um einiges größer sein, als das gleiche in EEP. Der Grafikanspruch ist eben auch dort deutlich spürbar.


    Ansonsten lässt sich EEP mit externen Programm wirklich sehr einfach aufnehmen und verarbeiten - ist ja kaum was dran.
    Sollten noch Fragen sein, dann immer heraus damit.

    Allzeit 'ne handbreit Wasser unter'm Kiel,
    Roman (RI1)
    -----------------------------
    AMD FX-8350 mit 8 x 4,2Ghz - Sapphire Radeon R9 390 Nitro 8GB GDDR5 - 16GB DDR3-RAM

    EEP-verrückt seit 2006. Konstrukteur und Tester seit 2011. Eisenbahn Exe Professional Version 15.

  • Hallo Götz, Uwe und Roman,


    ich Danke Euch erst einmal für die wirklich guten Ausführungen. Diese sind schon in meine Video-Bibel aufgenommen.


    Apropos Bibel: Oh mein Gott...ich hatte es eigentlich schon vorab geahnt, dass eine qualitative Videoerstellung nicht mal so eben nebenher zu machen ist.
    So wie es aussieht, werde ich wohl für weitere Videovorhaben unbedingt "Bandicam" einbeziehen.
    Scheinbar gibt es zu diesem Tool keine adäquate Alternative.



    Viele Grüße
    Andreas

  • ... Bandicam ...
    Scheinbar gibt es zu diesem Tool keine adäquate Alternative.


    Doch, gibt es.
    Du kannst beispielsweise ebenso gut weiterhin Fraps benutzen.


    Denn auf die Bildqualität hat das keinen Einfluss. Die bestimmt einzig der Codec.
    Fraps, Bandicam und die übrigen Programme, die in die Kategorie "Screenrecorder" fallen, können alle die selben Codecs nutzen. Nämlich diejenigen, die unter Windows installiert sind.


    Fraps beansprucht den Rechner ein wenig mehr als Bandicam, welches etwas schlanker ist.
    Und die Bedienung finde ich bei Bandicam auch angenehmer.
    Außerdem bietet Bandicam, wie Roman erwähnt hat, die Möglichkeit separat zwei Tonspuren aufzunehmen. Eine mit dem Programmton, also den Sounds aus EEP, und eine zweite mit deinen Kommentaren, die du während der Aufnahme sprichst. Damit bleibt dir die Möglichkeit offen, später in einem Bearbeitungsprogramm die Lautstärkeverhältnisse anzupassen, Versprecher herauszuschneiden etc.


    Willst du die Aufnahme nicht live kommentieren, dann vermisst du die zwei Tonspuren nicht wenn du weiterhin Fraps benutzt.
    Und die geringfügig höhere Belastung des Rechners bei Fraps kannst du auch vernachlässigen, wenn dein Rechner halbwegs flott ist.
    Bleibt die Programmoberfläche. Und die ist vor allem Geschmacks- und Gewohnheitssache.



    Nochmal etwas zur Ruckelei:
    Da muss sich in letzter Zeit bei Youtube etwas zum Schlechteren geändert haben. Denn die Videos, welche ich eigentlich als ruckelfreie Beispiele anführen wollte, ruckeln bei mir heute auch ganz übel.


    An gleichzeitigen Browseraktivitäten wird das in meinem Fall nicht liegen. Denn erstens habe ich bei der Betrachtung ausschließlich ein Fenster offen. Und zweitens ist der graue Balken am unteren Bildrand dem roten weit vorraus. Der graue Balken zeigt an, wie viel vom Video schon auf den lokalen Rechner übertragen wurde. Der rote Balken zeigt die aktuelle Abspielposition. Wenn der graue Balken über den roten hinaus ragt, dann steht dem Player genügend zur Verfügung um ein Video unterbrechungsfrei zu zeigen.


    Ich weiß leider nicht, welche technischen Ursachen diese Ruckelei bei Youtube hat.


    Ich habe mir dein Video über den Link, den du gepostet hast, herunter geladen und mir (nach erneutem Genuss des Films) die technischen Daten angeschaut. Und dabei festgestellt, dass dein Original ebenfalls 30 (präziser 29,97) fps hat. Also die selbe Anzahl Bilder je Sekunde wie dein Youtube Clip. Theoretisch sollten also beide Versionen gleich sauber laufen. Es sieht so aus, als sei man gegen die Ruckelei bei Youtube Videos derzeit machtlos.

    "I don't have goals, I have fantasies. They're exactly like goals, but without the hard work."

    - Emily Levine -

  • Ich gebe auch mal meinen Dummfug dazu. Es können ja nur immer Ratschläge sein. Aus Erfahrung weiß ich, das sich niemand daran hält, alldieweil der Hilfesuchende es dann doch besser weiß. Sorry, ist aber so ;-)


    - Vom Desktop aufgenommen wird bei mir mit der Freeware CamStudio inkl. verlusstfreien Codec von http://camstudio.org/ Anleitungen dazu gibt es bei Sempervideo.de FAQs , auch wenn für diesen Anwendszweck nicht alles dort geschriebene zutrifft.
    - Screenshots stelle ich mit der OpenSource Greenshot von http://getgreenshot.org/de/ her. Diese hat gegenüber vielen kommerziellen Programmen bsw Ashampoo einige Vorteile bei der nachträglichen Bearbeitung von Bildern. So werden längere Texte in Textboxen beim Speichern der Bilder nicht dämlich gekürzt. Ich musste kürzlich mein Tutorial über die Spurwechselbahnhöfe komplett überarbeiten.


    Ich verwende zum Videoschnitt entweder
    1. die Freeware AVI Demux von http://fixounet.free.fr/avidemux/. Anleitungen gibt es bei YouTube sogar von Schülern. Ihr müsst also nicht vor dem französischen Menüs erschrecken.
    2. Für hohe Anforderungen an die Qualität benutze ich bei Videos das kostenpflichtige TMPGEnc Video Mastering Works. Das Teil hat besonders beim framegenauen Verbinden und Beschneiden von Videoclips viele Vorteile. Man kann auch in kürzester Zeit Werbung aus TV-Mitschnitten entfernen.
    3. In Projekten, in welchem Bilder und Videoclips miteinander verbunden werden sollen, so wie es bsw in unseren Tutorials oder beim Herstellen von Videofilmen vom Urlaub der Fall ist, benutze ich stets DiaShow 7 von http://www.aquasoft.de/ Diese nicht mehr ganz aktuelle Version bekommt ihr günstig bei Amazon.
    Achtung: Nicht die Version 6 verwenden - mit dieser kann mein keine HD-Videos herstellen. Mit DIAShow sind auch nachträgliche Kamerafahrten durch Panoramen uä. und Zoomfahrten machbar.


    Nun zum Aufnahme-Codec: Vom Bildschirm verwende ich stets den verlusstlosen Lossless-Codec V 1.5 von CamStudio . Lediglich der Clip wird etwas groß. Das stört aber im ersten Moment nicht weiter und eure Festplatte sollte das hergeben.


    Das Endformat nach der Bearbeitung und dem Einfügen von Bildern ist in jedem Fall XviD/DivX im Matroska-Container (.mkv) oder mp4. Selbst HD-Videos werden noch angenehm klein. Mehrfaches Umkodieren ist zu vermeiden. Die Qualität wird nicht besser! Diese Formate werden von allen aktuellen TV-Geräten vom USB-Stick gelesen. Womit wir auch gleich wieder beim Urlaubsvideo wären :-). Ich habe meinen 64-GByte-Stick dauerhaft im TV stecken und entnehme in nur mal kurz, wenn ich wieder einen Film fertig habe.


    Welches Format? 1080p mit 8.000 fps hat für Heimvideos keine Chance. Sie sind 4 mal so groß wie 720p. Das Rändern dauert eine Ewigkeit. Es taugt aus meiner Sicht nur für Experimente. Man sollte es aber mal probieren.


    Die Einstellung für das Ausgabeformat bei .mkv - Videos im 720p-Format liegt bei mir um die 1.800 fps und muß "am TV" angesehen und ausprobiert werden. Anfangs bietet euch die Matroska-Einstellungen 30.000 fps an. Dies ist aber nur für wissenschaftliche Zeitlupenaufnahmen sinnvoll. Ein schönes Beispiel der Mischung von Clips und Bildern ist mir damit gelungen in: Grenzenlos Dampf zwischen Rielasingen und Stein am Rhein. Wer das Video herunter lädt, kann auch gleich erkennen, wie groß die 25 Minuten in 720p ausfallen. Mit der Größe von 454 MByte kann man leben. Das Standardformat 720*480 Pixel für Omas DVD-Player kann man schon mit 850 fps herstellen und wird beim gleichen Video nur reichlich 150 MByte.


    Merke: Die Größe der Datei ist von der fps-Rate und der Pixelanzahl abhängig.


    Wer der Sache nicht traut, kann ja auch das Video mit Easy HTML5 Video komprimieren. Ihr müsst bei diesem Teil nur eines der vier möglichen Ausgabeformate und das Ausgabeverzeichnis einstellen, sonst wird es Müll.


    Bedenkt:
    Codecs gehören nicht zum Lieferumfang von M$. Voraussetzung ist immer die Installation eines Codecpacks, um die volle Funktionsfähigkeit eurer Software zu erreichen. Am Besten K-Lite Standard. Aber aufpassen, manche Hoster packen neuerdings die Codec-Pakete um und müllen eure PCs mit angebliche Sicherheitssoftware zu. Das ist leider bei OpenSource rechtlich korrekt.


    Ich weiß aber nicht wer von den Mirrors das tut. Auf alle Fälle macht es seit einiger Zeit sourceforge.net. Deshalb hat sich auch OpenOffice und Mozilla wieder von sf.net getrennt. Der Hersteller des Packs http://www.codecguide.com/ und Free-Codecs ist es nicht. Auch ich muss mit diesem Schwachsinn leben. Da hilft meis nur der Revouninstaller. Leider weiß oft der Anfänger nicht, was nun zum Codecpack gehört und was der hässliche Beipack ist. In solchen Fällen mal in einem Video-Forum fragen.


    Eventuell wird noch der mp3-Codec vom Frauenhofer-Institut benötigt. Über dessen Installation ist nicht viel zu sagen: Einfach die Lame.exe und Lame_enc.dll aus dem Zip-Paket ins Windows-System32 kopieren und fertig.


    Denkt daran:
    ffdshow aus dem VLC-Pack ist oft ungeeignet. Es kann in vielen Fällen nur die Video-Dateien lesen, aber nicht schreiben. Auch die von Magix und anderen tollen Softwarehersteller mitgelieferten Codecs sind meist veraltet und arbeiten uneffektiv.

    Win7 SP1 auf AMD X4, 3,5GB RAM,
    Grafik HIS ATI Radeon HD5450 Silence Grafikkarte (PCI-e, 1GB DDR3 Speicher, DVI, HDMI)
    EEP 6.1, EEP5 Standard, EEP5 Schnellverkehr, EEP5 Gold Edition, EEP4 sowie mit
    unzähligen Freemodellen und der Sächsischen Schmalspurbahnen aufgewertet.
    Motto: Entdecke die Langsamkeit der Bahn