Metzack - zwischen Fantasie und Vorbild

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  • Hallo Damian,

    danke fürs Nach-Vorne-Holen des Themas. Das mit der farblichen Harmonie sehe ich (und offensichtlich auch Götz) etwas anders. Aber gerade bei Freemodellen muss man sich halt an dem orientieren, was es gibt.


    Ich habe momentan nur sehr wenig Zeit (eigentlich nur an Wochenenden), aber dein Beitrag hat mich motiviert, einen Teil dieser wenigen Zeit in Metzack zu investieren.


    Einen Plan hatte ich nicht, aber nach dem Öffnen und Überfliegen der Anlage fiel mir diese weiße Stelle auf:



    In Metzingen bzw. im Ermstal gibt es einige Weinberge, die wollte ich natürlich auch in Metzack haben. Wie auf obigem Bild zu sehen ist, hatte ich schon ein paar "Probe-Weinberge" hingestellt.

    Zu den Weinbergen gehört aber auch das Umfeld, also Straßen und in diesem Fall auch noch ein Stichgleis. Das Gleis ist eben, die Straßen passen sich (halbwegs) dem Gelände an.

    Ebenfalls vorher schon angedacht und durch Straßenstücke markiert: am Prellbock bzw. um den Prellbock herum sollte eine Einmündung entstehen. Eine Straße kommt aus dem Tal, die anderen beiden laufen mehr oder weniger gerade am Hang entlang.


    Damit kommen wir zu

    Speicherstand 64 (17.-23.06.2018):


    Wie ihr seht (oder vermutlich in der Galerie schon zuvor gesehen habt), ist ein ganzer Anlagenabschnitt "fertig" geworden.

    Die wichtigste bzw. natürlichste Ansicht ist aber natürlich nicht die aus der Vogelperspektive, sondern die vom Ort herauf:

    Den Himmel hatte ich zuerst noch weiter abgeschnitten, aber dann durfte ich das Bild nicht mehr in die Galerie hochladen (Mindesthöhe 500px).


    Kommen wir zu den Details/Einzelheiten, und fangen mal mit den Wegen an. Da hatte ich zuvor schon auf 0.5 skalierte Feldwege von NP1 verwendet. Dem Geländeverlauf folgend, parallel zum Gleis und von diesem mit einer Stützmauer getrennt, führt der Feldweg von der Landstraße zur oben erwähnten Einmündung. Die erste Hälfte gab es schon, der zweite Teil und insbesondere die Einmündung selbst fehlte noch.

    Die Einmündung ist in erster Linie eine Kehre um den Prellbock herum. Damit da auch längere Fahrzeuge (z. B. Traktor mit Anhänger) rumkommen, muss die Straße dort breiter sein. Mit ein bisschen Rumschieben der Straßen ist die Kurve jetzt so breit, dass sich dort sogar zwei Fahrzeuge begegnen können.

    Ich habe es mir ein bisschen einfach gemacht, und die gesamte Kurve auf einer Ebene gebaut. Lediglich die Weichen (vom ein- aufs zweispurige) liegen schon wieder in der Steigung bzw. Biegung.


    So eine breite ebene Fläche passt natürlich nicht so recht zur Geländeform. Deshalb ist an der Talseite eine Stützmauer nötig (gleicher Typ wie die Mauer zum Gleis), auf der Bergseite wurde der benötigte Platz aus dem Fels gesprengt (die ließen sich als Landschaftselemente leichter ans Gelände anpassen als eine Stützmauer, die dann oben noch wieder eine Geländeabdeckung benötigt hätte, weil die Landschaft knotenbedingt nicht so steil sein kann wie die Mauer).



    Mit der bergab führenden Straße habe ich es mir auch leicht gemacht: Die führt schnurgerade am Knotenraster ausgerichtet mit exakt 10% Steigung bergab. Da das Umfeld schon genug krumm und schief ist, fällt das aber nicht störend auf.


    Nächster Punkt (auch wenn ich mich beim Bau nicht an diese Reihenfolge gehalten habe) sind die Weinberge. Dabei habe ich mich (wie oben schon erwähnt) an den Metzinger Weinbergen orientiert, an eigenen Beobachtungen und insbesondere an den Sattelitenbildern von Google Maps (die haben den Vorteil, dass man jederzeit nachschauen kann).

    Seit Urzeiten gibt es in EEP ein paar Weinberg-Landschaftselemente mit rechteckigem Grundriss und ein paar festen Steigungsverhältnissen (eben, 25%, 50%, 75% und 100% Steigung). Ich finde die Modelle immer noch recht ansehnlich; für den Anlagenhintergrund reicht es allemal.

    Problem: die vorgesehenen Weinberge auf meiner Anlage sind weder rechteckig noch haben sie gerade die Steigung, die in den Modellen vorgegeben ist.

    Lösung: Drehen und skalieren. Die Hangneigung lässt sich sowohl durch Drehen (das habe ich hauptsächlich am Anfang gemacht, dann stehen die Reben etwas schräg) als auch durch Skalieren in z-Richtung (das habe ich später mehr gemacht, dann werden die Reben etwas flacher) anpassen. Die Länge lässt sich in gewissen Grenzen durch die x-Skalierung anpassen (was auch wieder die Steigung beeinflusst), und durch Zusammenschieben lassen sich auch etwas gebogene Weinberge (entlang der Straße) hinbekommen. Dann überlappen sich die Rebreihen zwar vorbildwidrig, aber das finde ich immer noch besser als Lücken im Weinberg (die an der Kurvenaußenseite entstehen würden, wenn man die LEs soweit auseinander zieht, dass sie sich an der Kurveninnenseite nicht mehr überlappen).

    Problematisch bleiben aber "Verwindungen" im Gelände. Dazu bräuchte die Oberkante des Weinbergs eine andere Querneigung als die Unterkante, und das geben die LEs nicht her. So entstehen leichte "Stufen", die bei einer seitlichen Ansicht auch sichtbar sind (siehe Bild unten). Aber damit muss ich wohl leben.

    Das Ebnen des Geländes zur Feinanpassung an die Weinberg-LEs war auch immer wieder nötig. Im Großen und Ganzen habe ich aber die Form der Berge beibehalten, die ich "vorgefunden" habe.

    Der rechte untere Teil des Weinbergs (zwischen Viadukt und bergab führender Straße) entstand genauso. Nach links wird der Platz zwischen Gleis und Straße aber immer weniger. Die LEs lassen sich zwar in gewissem Maße kürzer skalieren, aber wenn man das übertreibt, sieht es auch sehr komisch aus. Deshalb blieb links von Weichenlaterne und brauner Holzhütte erst mal Wiese. Das erschien mir dann aber doch unrealistisch (an geeigneten Hängen wird meistens jeder Quadratmeter für Reben genutzt), sodass ich mir eine andere Lösung ausdenken musste.

    Und die braucht trotz weniger Fläche gleich doppelt so viele Modelle: ein Modell bildet den unteren Abschluss zur Straße hin und versinkt im oberen Bereich in der Erde, das zweite Modell bildet analog den oberen Abschluss. Wenn man jetzt noch in der Mitte das Gelände etwas absenkt, haben die Reben eine durchgehend einheitliche Höhe, nur sind sie im oberen Teil etwas steiler als im unteren.


    Wer obigem Google Maps-Link gefolgt ist, hat vielleicht gemerkt, dass sich die einzelnen Weinberg-Parzellen teilweise deutlich voneinander abheben. Ich habe versucht, das mit verschiedenen bzw. verschieden eingefärbten Bodentexturen nachzustellen. Der Effekt kommt rüber, ist für meinen Geschmack aber fast schon zu "bunt". Was meint ihr?


    Entsprechend dem Metzinger Vorbild ist die Bergspitze (und die Nicht-Süd-Seite) bewaldet. Hier habe ich hauptsächlich flache Kulissen und einzelne Baumreihen verwendet.


    Was gibt es sonst noch? Ein paar Kleinigkeiten, hier noch eine kleine Weinberghütte, da noch ein paar Flachkräuter oder Schilder.

    Ich denke, das reicht aber auch, der Text ist auch so schon lang genug geworden.


    Zum Abschluss noch ein weiteres Bild – eines, das "komplett fertig" wirkt, und nicht wie eine kleine fertige Insel inmitten einer großen Millimeterpapier-Baustelle.



    Soviel zu dieser Ecke. Mal schauen, wo ich als nächstes weiterbaue. Ein paar mehr Weinberge sind auf jeden Fall noch vorgesehen. Unterhalb von der Kehre muss noch mindestens eine Reihe hin, und der Hang zwischen Schloss und Fluss ist auch geradezu dafür prädestiniert.

    Ich weiß noch nicht, wann ich zum Weiterbauen komme, aber wenn es soweit ist, werde ich wieder darüber berichten.


    Viele Grüße

    Benny


    PS: Geschrieben habe ich diesen Beitrag schon unter der Woche. Aber vom Smartphone aus (im Zug) ist es nicht so einfach, Bilder einzufügen und Daten nachzuschauen von Dateien, die zu Hause auf dem PC liegen...


  • Hallo Benny,

    den "Weinbau" kann ich dir gut nachempfinden.


    Bei mir kommt noch dazu, dass ich nach Originalgelände und Originalhöhe baue.

    Da fehlen an den Rändern ständig irgendwelche Rebstöcke :ma_1:

    Wenn's gut aussieht, arbeite ich auch mit "Bäumchenersatz" :an_1:


    Mehr kann ich nicht zeigen, wird'n Ratespiel. :av_1:


    :aq_1:

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  • Mehr kann ich nicht zeigen, wird'n Ratespiel.

    äh .. ... ... New York City? :as_1:


    Falls es zufällig falsch ist ... bin ich diesmal immerhin der schnellste. :an_1:


    :aq_1:Gruss Jürg

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    Update auf Version 2021 ist erledigt. :ae_1: Aber dummerweise hat auch die Version 2021 einen Virus.:ad_1:

  • Hallo Benny,

    an den Metzinger Weinbergen orientiert

    sorry, hatte ich das erste mal überlesen. Kommt gut!

    Ich mag deine Baubeschreibungen, muss man halt nur sorgfältig lesen. :bn_1:

    Den "Spass" am Weinbau kann ich gut nachvollziehen. :at_1:


    Die Parzellentexturen sehen eigentlich ganz gut aus. Jeder Weinbauer behandelt den Boden eben etwas anders.

    Vielleicht das "Bunte" etwas dezenter, ob sich diese Mühe aber lohnt?


    Hast du die Serpentinenstraße nördlich der Weinberge auch auf dem "Zettel"?


    :aq_1:

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