Posts by uwebrinkmannbm (UB2)

    Ableger der Montan-Anlage = Konzentration auf den Zechenbereich


    Die fast schon filigranen Rechercheergebnis werden natürlich auch umgesetzt. Nachfolgend ein Sachstand zu dem "Neubau Zeche Zollverein". Im Vordergrund sieht man den Bereich der Kokerei. Auch dort ist der Bahnhof (begrifflich die Gesamtheit der Gleise im Werkverkehrsbereich ) schon vorhanden, die Gebäude fehlen noch gänzlich.


    Hallo Klaus,


    die alte mit Gelbstich, die neu betont rot. Ich kenne insbesondere aus meiner Kindheit viele Klinker-Fassaden, die schon sehr alt waren und dennoch kaum Verwitterungsspuren aufwiesen. Der Blauklinker oder auch Blauviolett, manchmal auch Hartbrand oder - hier treffend - Industrieklinker war das, Manchmal sogar mit schwarzen Fugen.


    Ich habe mal mit deinem letzten Foto eine Fotomontage gemacht und in die Mitte die Sicht vom Haupteingang (stellvertretend für das Original) und dann im Zentrum ein Bild von dem "Blauviolett". Ich glaube man erkennt, dass der Industrieklinker "Blauviolett" auch bei der Zeche Verwendung fand.

    Zechenlok


    So wie die Gelsenkirchener Bergbau AG (GBAG) ihre Loks in dunkelgrün mit einem rot-orangenem Doppelstreifen lackieren ließ, fuhren sie dann auch noch nach dem Zusammenschluss zur RAG neben den orangenen Schwestern weiter ihren Rangierdienst.


    Für alle Käufer des Sparsets der Henschel DH500 gibt es in Kürze im Shop in Anlehnung an die o.a. Farbvariante einen Bonus, die Lok zur Zeche. Der Test ist abgeschlossen, es dürfte also nicht mehr lange dauern.


    Über die seitliche Tauschtextur kann jeder seine Lok vervielfältigen und dann "personalisieren"!






    Hallo Volkmar,

    Danke für die Blumen - man freut sich immer, vor allem jetzt in der Vor-Frühlingszeit.


    Dazu ist aber anzumerken, dass Rußländer mit seinen speziellen Zechenkenntnissen und dann im Hintergrund der Berater der Stiftung Zollverein hier Wirkung zeigt. Unermüdlich wird jede Frage erläutert, ein Füllhorn eben.


    Davon lebt so ein Projekt in doppelter Hinsicht, alles wird detailreicher und man selbst motiviert. Ich kann mich immer nur und bei jeder Gelegenheit bedanken.


    Sonderedition hört sich gut an und war auch mein erster Gedanke. Aber ein Gespräch mit dem Verlag zeigt bei genauem, kostenprüfenden Blick, dass das wohl überlegt sein will.

    Denn die Wahrscheinlichkeit auf einen kaufmännischen Gewinn ist mehr als gering.


    Wir sind froh, wenn für den Montan-"Ableger" so viel wie möglich Modelle mit einem stimmigen Wiedererkennungswert entstehen. Klaus ist ja mit fast einer Realisierungswut dabei und dafür will ich ihm an dieser Stelle noch einmal ausdrückliche Dank und Anerkennung zollen. Und Reinhold Rußländer hat sich neben der Beratung auch auf notwendige Kleinmodelle gestürzt.


    Deshalb keine Vorschusslorbeeren, jetzt ist erst einmal Arbeit angesagt, was sage ich ... Hobby. :ba_1:


    Bald ist die Umstellungsphase vorbei, dann gibt es auch wieder Bilder von der (neuen, verkleinerten) Anlage. :co_k::aq_1:

    Weichenstellung - auch in diesem Faden!


    Wir genießen seit einiger Zeit eine große Unterstützung von einem Mitarbeiter der Stiftung Zollverein. Daraus hat sich der Wunsch dieses Mitarbeiters ergeben, die Anlage auch in seinem Bereich des Besucherdienstes nutzen zu können. Wir meinen deshalb, dass diese Zusammenarbeit zu einer optimalen Anlage mit einem hohen Grad an Nachbildung und auch zu einem Denkmal für den Bergbau führen kann.


    Um das alles beherrschbar zu machen, erfolgt die oben formulierte Weichenstellung. Wir konzentrieren uns nun in einem "Ableger" der Montananlage auf den Bereich der Stiftung Zollverein. Wahrscheinlich wird der Ableger auch einen entsprechenden Namen bekommen. Der Verlag ist in diese Überlegungen eingebunden und will das Projekt vielfältig unterstützen.


    Wir werden auch weiter hier über den Ableger und die besonderen Abläufe der Zeche sowie über den damit verbundenen Modellbau berichten.


    Und noch ein Hinweis: ich hatte die ganze Zeit bewusst das WIR benutzt, weil neben meiner Person nun Klaus -@Byronic-KS1- und Reinhold -@Rußländer- dem Team angehören. Wie sagt man nun? Glück auf!



    Die Spillanlage der Zeche


    Die Simulation der Spillanlage , also die Bewegung von Güterwagen ohne schiebende oder ziehende Lokomotive, lässt sich in EEP darstellen. Statt des Seilzuges müssen Tricks herhalten und KP's das alles absichern. Aktuell noch ein Versuchsaufbau.


    Im Grunde ein gestrecktes Kopfmachen, bei dem eine Wageneinheit abgesetzt und nach dem Durchlauf der Verladungstrecke wieder aufgenommen wird. Die Geschwindigkeit wird in der Realzeit etwas langsamer gewesen sein.


    Hallo Karl Heinz und @alle


    nein, nein, Schacht 12 war Förderschacht und von 1/2/8 war 8 der Wetterschacht. Schacht 12 war jedoch reiner Förderschacht, die Kumpel sind - wie ich seit einer Stunde weiß - über Schacht 1/2 eingefahren.


    Es ging ja um die Kaue. Die war in Schacht 1/2 in der Halle mit dem Tonnendach. Personal, das über Tage an Schacht 12 arbeitete, nutze gleichfalls die Kaue in 1/2 und nutzte dann die Wagenbrücke Richtung 12 und dort die Fußgängerbrücke über den Zechenbahnhof (das Gleisfeld). Das konnte also ein feuchtfröhlicher oder auch eisiger Marsch zur Arbeit und zurück gewesen sein.


    Tja, es gab Arbeitsalltage, die kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen - und das alles im Schichtdienst bei einer 6 Tage-Woche.

    Guten Morgen allerseits!


    Zu den Seitenwänden oder Wandschürzen oder dem Begriff Trägerwald:


    Die "Rheinische Industriekuiltur" spricht davon, das Wipper- und Lesebandhalle ebenso wie der Wagenumlauf aufgeständert waren und zur Verladung von mit Eisenbahnwagen unterfahren werden konnten. Was bedeutet aufgeständert? Eben wenn man so will, ein Trägerwald.


    Die nachträglichen Seitenschürzen sind lögisch, da hatten die Architekten das alles nicht zu Ende gedacht - Kohle macht Staub, auch wenn hier Stückkohle verladen wurde, Hauptsächlich für den Dampflokbetrieb der DB. Die Rheinische Industriekultur schreibt überall, dass der Betrieb 1960 eingestellt wurde, die Stiftung dagegen sagt 1967. Und weil der Rückgang des Kohlebedarfs der DB zur Zeit der Umstellung auf E-Loks der Grund gewesen sein soll, ist für mich 1967 logischer als 1960. Deshalb habe ich entschieden, die Anlage in das Zeitfenster bis 1967 zu legen. 1950 begann die Umstellung, die Dampflokepoche endete 1977. Da wäre 1960 zu früh, um den Rückgang der Nachfrage an Stückkohle für die gravierende Änderung der Verladung zu begründen.


    Es ist aber alles kein Problem, denn wenn wir weitere Infos über die Art der Wandschürze haben, hat Klaus ja Mauerwerk als Einzelimmobilie in seinem Zechenprogramm. So können Mauern nachträglich als Trennung eingesetzt werden.


    Zu der Spillanlage


    Nach allem was ich von Reinhold Rußländer gehört, im Internet gelesen und im Video gesehen habe, wurden die Wagen als Einheit von max. "20 Achsen" gezogen. Ich bin da nun überhaupt kein Eisenbahnfachmann, aber egal auf welche Ketten- oder Seilart, es muss eine endlos-rundumlaufende Einrichtung gewesen sein, die wie mit dem kupplungsüblichen Zugbügel in den Zughaken des vordersten Wagens eingehängt wurde. Also keine Verbindung zu Achsen, keine Funkenbildung pp. Wenn man Spillanlage googelt, bekommt auch sehr abenteuerliche Lösungen zur Bewegung von Wagen ohne Beteiligung einer Lok.:av_1:

    Ich habe jetzt die Lösung, dass ein Wagen einer 20Achs-Einheit mit einem Antrieb versehen wird (quasi eine interne Lok). Eine Rangierlok (DH500) bringt die Einheit zum Verladegleis/zur Spillanlage (Südseite der Halle), entkuppelt und macht quasi Kopf an den Endpunkt der Spillanlagen (Nordseite der Halle). Das Koordinieren der Fahrtrichtung und Geschwindigeit zwischen Lok und Antriebswagen war etwas quirlig, aber es klappt. Dafür gibt es KP's und später vielleicht LUA.


    Damit der Gleisabschnitt als solcher der Spillanlage erkennbar ist, habe ich da eine Fotomontage "eingelegt". Wenn ich Glück habe, dann wird das später ein korrekter Spline. Die weiteren Feinheiten der Ketten oder Seile mit Zugbügel und Umlenkrollen, d.h. einer echten Koppelung sehe ich mit EEP nicht als möglich an. Entscheidend ist die Wageneinheit, die lok- (aber nicht führer-) los die Verladung unterfährt.


    Reinhold Rußländer zu der Frage der Kaue. Da habe ich etwas leichtfertig angenommen, das der später erbaute Schacht XII eine eigene und sozial-modernere Waschkaue erhalten hatte. Ich finde auch immer nur Schacht 1/2/8. Da tauchen dann aber neue Fragen auf: Sind die Kumpel auch "nur in Schacht 1/2/8 eingefahren und gar nicht in Schacht 12? Wenn Schacht 12 auch eingefahren wurde, wie kamen die Kumpel dorthin? Ich werde diese Fragen auch noch einmal bei dem MA der Stiftung stellen.


    Und die Fußgängerbrücke wird, wenn die Lesebandhalle bei mir abschließend eingepasst ist, dann auch so entsprechend verändert. Danke für deine vielen Hinweise, wie immer kurz und bündig mit einem Kurzkommentar, dafür enorm hilfreich.


    Allen einen guten, gesunden und erfolgreichen Tag. Wir kommen hier in Nord-D im Schnee um, ich kann schon mein Grundstück mit meinem Wagen nicht mehr verlassen. :ma_1:

    Wie mein Modellbau und dem Dauern kann es auch beim Anlagenbau sein.


    Bei mir ist es Kater Paul, der sehr oft auf meinem Schreibtisch sitzt und zuschaut - er liebt die Bewegungen auf dem Monitor.

    Wenn er einen guten Tag hat, will er mir beweisen, dass er es auch kann und probiert die Tasten aus.

    Diese Pausen sind aber immer eine echte Entschleunigung.:co_k:

    Der Freude folgte der Austausch der Lesebandhalle in der Anlage.


    Warum das alles? Klaus hatte seine Zeche nach dem Bauzustand Ende des Betriebs am 23.12.1986 ausgerichtet. Als das Ende der Dampflokära auch die Zeche einholte und die DB die Stückkohle - die bisher über die Lesebandhalle abgegeben wurde - nicht mehr abkaufte, wurden die Durchfahrten der Verladung zugemauert und anders genutzt.


    Für die Anlage wurde entschieden, für die Abläufe die Zeit vor 1967 zu nehmen, also auch die Verladung der Stückkohle über die Lesebandhalle. Dafür hat Klaus die "Mauern wieder eingerissen" und die Durchfahrt möglich gemacht.


    Hier noch einmal ein Vergleich:


    Die Halle im Zustand nach 1967



    ... und die Durchfahrten für die Verladung bis 1967.


    Im Übrigen ist die auf einem alten Photo entdeckte Fußgängerbrücke zwischen Wagenbrücke und der Bereich nördl. Maschinenhaus (in dem Bereich war auch die Kaue) gut zu erkennen, darauf zwei Arbeiter.

    Die Karten dürfen hier nicht veröffentlicht werden, sie sind nur zum persönlichen Gebrauch bestimmt w0rden. Aus dem Kartenmaterial ergeben sich aber kleine Ergänzungen, die hier im Faden schon diskutiert oder hinterfragt worden sind.


    - Die Rangierbude, die Reinhold entdeckt hatte, kann auch die Gleiswaage gewesen sein. Denn in unmittelbarer Nähe zum Stw, aber auf der anderen Seite der Wagenbrücke befand sich die Waage. Auf einem gegenüberliegenden Gleis eine Dieseltankstelle.


    - Die am Schacht 1/2/8 festgestellten Kreise und Vierecke waren Klärbecken. Unmittelbar in der Nähe vom Osttor befand sich ein Feuerlöschteich.

    Arnoldfan - nochmals dank an dich - hatte mir die Adresse zu einem Mitarbeiter der Stiftung Zollverein vermittelt. Aus dem Anschreiben wurde sehr schnell eine umfassende Antwort mit der Anlage von 3 Lageplänen. Dabei wurden einige offene Fragen geklärt.


    Ich habe den Sachstand, der sich aus den Hinweisen von Reinhold Rußländer und dem Mitarbeiter der Stiftung ergibt in einer PDF zusammengefasst. Der Sachstand soll jeweils fortgeschrieben werden. Ich hänge die PDF hier an, da Interessierte viele Hinweise gegeben haben und nun die Zusammenfassung für sie doch ein wenig spannend sein kann.


    Die von der Stiftung überlassenen Pläne sind ebenfalls sehr interessant. Sie tragen an vielen Stellen Beschriftungen, die im Zusammenhang mit Fotos sehr viel Aussagekraft haben.

    Ich habe vor, sie hier ebenfalls vorzustellen. Dazu habe ich aber ausdrücklich gebeten, einer Veröffentlichung zuzustimmen. Liegt die vor, erscheinen auch die Pläne.


    Eckdaten Anlage MONTAN.pdf

    Modellwünsche bitte direkt an den Kon oder per PN. Ich möchte nicht dass hier "Seitenfäden" aufgemacht werden. Sonst müsste der Parkdienst bemüht werden.:an_1:

    Danke für das Verständnis!


    Nachtrag an euch Beide, hatte ich vergessen:

    Ks1 hatte eine Idee, die meiner entsprach. Er selbst hat keine Zeit, da rund um die Zeche und MONTAN erst einmal volle Auslastung besteht. Ich habe einen Kon um Prüfung gebeten, ob und wie eine Spillanlage in EEP realisiert werden kann. Wenn das nichts wird habe ich aber eine Minimallösung für vergleichbare Abläufe in der Hinterhand. Da laufen derzeit meine Versuche.

    Zuwachs an Rollmaterialien


    Die schon vorgestellten Wagenbrücken zur Halde (Bergetransport) und vom Nebenschacht (Transport von Abbaumaterial) konnten bisher nur mit den typischen kleinen Grubenwagen (auch Förderwagen oder Hunt) bestückt werden. Es gab aber für unterschiedliche Aufgaben und auch für Abläufe über Tage mittlere und große Förderwagen.

    Da mir die bisher benutzten Grubenwagen etwas zu "fipsig" erschienen, hat nun Klaus Keuer (KK1) - der Spezialist der 600mm Welt - große Förderwagen gebaut´und mir zur Verfügung gestellt.


    Das alles sehr schnell und gut - Klaus ich sage ein großes Danke. Du bist immer sofort hilfsbereit und konstruktiv für ein Anliegen, nicht nur als Kon, sondern auch als Anlagentester.


    Ich stelle euch die Wagen vor, die im richtigen Leben aus Aluminium bestanden und als MONTAN-Variante exklusiv für diese Anlage verwendet wird. Klaus erstellt aber gerade diese großen Förderwagen in unterschiedlichen Varianten für den Shop.







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    Ansonsten ist der Sachstand der, dass ich die Hinweise und Anregungen insbesondere von Rußländer in die Anlage umsetze und da auch an vielen Ecken ( und Kanten) Änderungen vornehme. Kopfzerbrechen macht mir der Ablauf im Verladeprozess auf der Grundlage von Spillanlagen.