Posts by Tovak

    Wenn ein Teil davon nicht mitspielt dann läuft der Betrieb nicht mehr rund.

    Nein, das so nicht korrekt. Der Ausfall eines Teils (Baugruppe, Verbindung o.ä) führt NICHT zum Ausfall des Systems und hat noch keine Auswirkung auf den Betrieb.

    (Und bevor einer fragt, woher ich das weiß... Ich darf das System nächste Woche wieder für DB Instandhalter schulen ;) )

    Die Teile müssen erst noch erfunden werden, wenn überhaupt.

    Auch unbewegliche Teile altern und gehen irgend wann mal kaputt. Und der Ersatz wird dann so richtig teuer.

    Was jetzt eine Baugruppe in der RBC kostet, kann ich dir nicht sagen (und würde es ganz sicher nicht in ein Forum stellen).

    Aber die RBC an sich ist redundant ausgelegt (2 von 3 System, redundante Kommunikation Richtung Stellwerk und Fahrzeug). Wenn da was ausfällt, kann man es in Betriebspausen tauschen, ohne den Fahrverkehr zu stören

    Haupt-Problemkinder bei Stellwerken streckenseitig sind;

    - Weichen

    - Signale

    - Achszähler

    Weichen und Achszähler kann man (derzeit?) noch nicht weglassen. Signale werden im reinen ETCS Betrieb nicht mehr benötigt.

    Auch wenn es komisch klingt, an einer Blechtafel können weniger Probleme auftreten als an einem Lichtsignal. (Oder wie fällt an einer Blechtafel eine Lampe aus? :D )

    Da auf der VDE8 kein Betrieb ohne ETCS zugelassen ist, kann man auf die Signale verzichten und somit die Ausfall-Wahrscheinlichkeit senken.

    Hallo,

    ich glaube das Problem warum die VDE8 immer als Problemkind genannt wird ist die völlig fehlende Redundanz. Wenn man hier zumindest sehr rudimentär auch reguläre Signale verbaut hätte, dann wäre eine Räumung der Strecke von einem Zug mit ETCS-Ausfall doch einfacher und schneller möglich. Klar nur VMax 160 und riesige Blockabstände, aber das is ja jetzt auch nicht anders.


    Gruß Michael

    Die nicht vorhandenen Signale waren nicht die Probleme.

    Zu Beginn waren es falsch vermessene Raddurchmesser und somit falsche Werte der Radsensoren. Der Zug war beim Haltfall noch der Meinung hinter dem Signal zu sein, obwohl er dieses schon passiert hatte. Und dann steht der Zug halt ;)

    Das ETCS System fällt fast nie aus (Kinderkrankheiten mal ausgenommen) und hat auch keine beweglichen Teile, die einem Verschleiß unterliegen.

    Das wird vielleicht auch der Grund sein warum die Bahn noch einigermaßen funktioniert.:ap_1:

    Da kann ich gegenhalten.

    Beispiel VDE8: Neueste ESTW Technik incl. RBC.

    Die Verfügbarkeit der Strecke ist viel höher als von der Bahn angenommen ;)
    (Und ja ich weiß wovon ich rede, ich hab da meinen Teil von Herstellerseite mit beigetragen und bin sporadisch damit immer noch beschäftigt)

    Ach .. es wurden auch schon LWL Kabel geklaut.

    Bei den neuen digitalen Stellwerken wird jetzt aber versucht, die Anbindung der Außenanlage durch redundante Kabelwegen (in Warnemünde z.b. durch LWL Ringe) ausfallsicherer zu machen.

    Wenn du meine Auflistung ein paar Posts weiter oben siehst, gibt es in DE noch so viele Stellwerke auf den 1960-ern oder älter. Die auf moderne ESTW Technik umzubauen geht halt nicht von heute auf morgen.

    Es wird an der Digitalisierung der Stellwerke gearbeitet, aber es kostet alles Zeit.

    Laut Wikipedia:

    Quote

    Ende 2019 waren im Netz der Deutschen Bahn 2557 Stellwerke in Betrieb, davon:

    • 642 mechanische Stellwerke
    • 287 elektromechanische Stellwerke
    • 1197 Relaisstellwerke
    • 351 elektronische Stellwerke
    • 80 sonstige Bauformen

    Alleine der Umbau der mechanischen, elektromechanischen und Relaisstellwerke dauert noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Und jetzt werden die ersten ESTW schon wieder durch neuere Bauformen ersetzt.

    Das 1. Problem an der Stelle ist ein fehlendes System zur Erkennung einer Zugtrennung.

    Bei Triebzügen (ICE usw) geht das heute schon. Aber bei Güterzüge hat noch keiner eine umsetzbare Idee gefunden. Zumal muss diese auch bei den tausenden Güterwagen aus Nachbarländern funktionieren

    Noch mehr Digitalisierung: Und wann werden die Loks ferngelenkt. U-Bahnen können ja schon ohne Fahrer fahren.

    Das funktioniert genau so lange, bis die erste Störung auftritt. Kein Digitales System kann derzeit die Vollständigkeit des Zuges prüfen (unabsichtliche Trennung) oder "Auf Sicht fahren". Dann bleibt der Zug halt stehen, wenn ein Abschnitt rot geblieben ist oder irgendein andere "Vorkommnis" auf der vorausliegenden Strecke gemeldet wird.

    Zudem kommt noch der Mischverkehr aus vielen Europäischen Staaten hinzu.

    Die U-Bahn ist ein Artreines System mit einem EVU auf den Gleisen.


    Glaubst du nicht, dass die Bahnindustrie nicht schon genau dafür nach Lösung sucht, aber es derzeit noch keine ausgereifte Technik gibt ?

    Moin, meine Meinung dazu...


    Diese "Fernstellwerke" haben auch einen großen Nachteil. Wenn Weiche xy im Winter eingefroren ist, kommt die Bahntechnik von was weiß ich woher und kennt sich da gar nicht aus.

    Das hat, als die "Bahnwelt noch in Ordnung war" der Stellwerker vor Ort erledigt.

    Bevor man meckert, sich erst einmal über das Thema schlau machen. Die Instandhaltung bleibt weiterhin vor Ort und kümmert sich dort um die Technik.

    Für eine Störung ist es meistens egal, wo der Fahrdienstleiter sitzt, da er nicht rausgeht und die Störung beseitigt.
    Gut, bei einer GFM Störung könnte er früher durch rausschauen noch das Frei-Seins des Gleises durch einen Blick aus dem Fenster prüfen. Das geht heute nicht mehr.

    Aber wenn eine Weiche klemmt, eine Signallampe durchgebrannt ist o.ä. ist der Fahrdienstleiter auf die Hilfe der Örtlichen Instandhaltung angewiesen.