Posts by Rußländer

    Hallo zusammen,


    Nachdem ich hier ein paar Grubenwagen vorgestellt habe, wie sie sooder ähnlich wohl auch auf ZV zum Einsatz kamen, hier ein paar Wagen, die auf dem ZV-Gelände zu einem Kunstobjekt zusammengefügt stehen, und daher wohl dort auch benutzt worden sind:



    Ganz oben die 0,9t-Förderwagen, in denen die Kohle übertage gebracht worden ist. Die Förderkörbe von Schacht XII waren so ausgelegt, dass vier solcher Dreiergruppen in vier übereinanderliegenden Etagen auf einmal befördert werden konnten. Auch die vollautomatisierten Entladevorrichtungen im Wagenumlauf waren auf diese eine Wagengröße ausgelegt. Zur Zeit der Anlage, also in den 1960ern, wurde auf Schacht XII aber bereits nicht mehr mit Wagen gefördert, der südliche Teilschacht war bereits auf Behälter- (Skip-) förderung umgerüstet, der nördliche Teilschacht war im Umbau. Die Kohle, die sonst über diesen Schacht gefördert worden wäre, wurde nun über Schacht I / II nach oben und dann in endlosen Wagenreihen über die Wagenbrücke zur Wäsche bei Schacht XII gebracht. Über Schacht I / II wurde auch der gesamte Materialtransport nach Untertage abgewickelt, dazu wurden alle oben abgebildeten Wagentypen eingesetzt und noch ein paar mehr, von denen ich aber keine Abbildungen habe, die ich hier zeigen kann. Von dem knapp 40000m² großen Materiallagerplatz, der sich damals westlich von Schacht I / II erstreckte, hat sich fast nichts erhalten, teilweise ist er bereits überbaut. Photos oder gar Pläne sind auch kaum aufzutreiben, trotzdem habe ich mal versucht, die Gleisanlagen zu rekonstruieren. Die Quellen stammen aus verschiedenen Zeiten, manches mußte ich sinngemäß ergänzen, aber so ähnlich wird es mal ausgesehen haben:


    ZV Materiallager, Übersicht von Westen


    Das Ganze hat sich dann doch als weitaus umfangreicher herausgestellt als erwartet. Angesichts der eh schon reichlich strapazierten Frame-Rate wird dieser „Nebenschauplatz“ nicht in dieser Ausführlichkeit mit in die Anlage übernommen, sondern nur angedeutet. Trotzdem wollte ich Euch diesen Teil von ZV nicht vorenthalten.


    Noch einen schönen Abend


    Reinhold

    Hallo Klaus wbf (KK1) ,


    Die sehen ja jetzt schon hervorragend aus, da bin ich auf das Endergebnis gespannt. Hier noch ein zugegeben nicht sonderlich gutes Photo, auf dem man aber die abgewandte Seite des Tankwagens, offenbar symmetrisch zur Ansicht #743 erkennen kann, ebenso die Lage der Scharniere und der Überfalle des Deckels.



    Interessant sind auch die verschiedenen speziellen Grubenwagen auf dem Bild, die für den Transport spezieller Materialien gefertigt oder in der örtlichen Schlosserei umgebaut worden sind. Vielleicht reizt Dich da noch etwas . . .


    Auch wenn es vielleicht nicht so ausssieht, die Gleise haben nicht 500mm, sondern 600mm Spurweite.


    Noch einen schönen Tag


    Reinhold / Rußländer

    Der sieht klasse aus - und könnte somit bald auch die EEP-Loks versorgen.

    Die Frage ist nur: Wie?


    Es sieht so aus, als ob auf der Oberseite zwei große Klappen sind. Wurden da Benzinkanister verstaut, oder gab es unter den Klappen irgend welche Anschlüsse und/oder Schläuche?

    Oder hinter der grünen Fläche?


    Naja, solange die Klappen zu sind, ist es ja letztlich egal, was sich dahinter befindet.

    Hallo Klaus wbf (KK1) ,


    Bevor das Jahr zu Ende geht, will ich noch kurz auf Deine Fragen eingehen. Wie es unter der linken Klappe aussieht, kann ich leider auch nicht sagen, aber ein einfacher Kanister oder Tank war es bestimmt nicht. Die stark explosions- und brandgefährdete Umgebung untertage erforderte die Einhaltung strenge Sicherheitsvorschriften auch für die Betankung. In einer Brochüre zur dieselhydraulischen Deutz 90PS Grubenlok von 1954 heißt es hierzu: „Der gegen Beschädigung geschützt eingebaute Kraftstoffbehälter . . . besitzt vorschriftsmäßige Einfüllarmaturen mit Siebsicherung, die ein absolut tropfensicheres Einfüllen ermöglichen und das Übergreifen eines Grubenbrandes auf den Behälterinhalt unmöglich machen. Der Kraftstoffbehälter hat ein Schauglas und ein Absperrventil.“ Den Tankwagen muss man sich entsprechend ausgestattet vorstellen, allerdings, da hast Du recht, von außen sieht man davon gar nichts. Die grüne Fläche könnte eventuell ein Schauglas vergleichbar dem der Lok sein.

    Zu den Sicherheitsvorrichtungen der Grubenloks gehört auch ein großer Vorratswassertank, aus dem eine Kühlvorrichtung für die Motorenabgase und ein Wasserbad zu deren Filterung versorgt wurden. Das benötigte Wasser wurde eventuell mit einem solchen Gefährt untertage gebracht:



    Eine Beschreibung des Verwendungszweckes ist an dem Wagen leider nicht angebracht, aber immerhin ist hellblau nach DIN2403 unter anderem auch die Kennung für Kaltwasser.


    Dann war da noch die Frage nach der Führerstandseinrichtung. Auf dem Freigelände von ZV steht eine Lok, die wohl auch dort im Einsatz gewesen ist. Eine Herstellerkennung fehlt, sie sieht aber aus wie die 66 und 90PS Deutz-Lokomotiven. Hier ein paar Ansichten des Cockpits, vielleicht hilft es weiter.



    Noch einen schönen Abend


    Reinhold

    Hallo Tonio1044 ,


    Das von Dir verlinkte Bild ist aus dem Jahre 2014 und zeigt die Dächer im jetzigen Zustand mit all den baulichen Veränderungen der letzten zwei Jahrzehnte. Nach Schließung der Zeche 1986 wurden die leerstehenden Gebäude in den 1990er Jahren saniert, danach neuen Nutzungen zugeführt. Die Dachaufbauten entstanden dabei im Zuge der dafür notwendigen Umbauten. Wie es ursprünglich aussah, siehst Du auf dem von mir verlinkten Bild.


    Noch einen schönen Abend


    Rußländer

    Ich baue ein Modell in Blender, exportiere es aus Blender gleich nach EEP.xx und scanne dann in EEP nur noch nach Modellen

    Und damit in EEP dann keine blauen Fragezeichen auftauchen, müßte Blender beim Export dann auch gleich das Modell für EEP zertifizieren! Ob die Entwickler von Blender eine solche Funktion in ihr Freeware-Programm einbauen würden? ? ?


    nachdenklich


    Rußländer