Posts by windbergbahn

    Hallo Anlagenfreunde,

    tut mir leid, dass mir bei der mehrfachen Installation während der Testläufe, die von den Testern monierte, ursprünglich auf einem falschen Installationspfad untergebrachte Tunnelblende an einer Stelle der Anlage doch noch "durchgerutscht" ist. Ich sorge für Abhilfe. Die übrigen genannten Fehler erschließen sich mir momentan nicht, bzw. ließen sich nur durch den Modell-Kon (Anpassung der Radumdrehungen der Diesellok) ändern.

    Jörg


    Hallo EEP Freunde.

    Es ist wieder so weit: Der 1. Teil meiner nächsten Shop- Anlage steht mittlerweile „in den Startlöchern“ und wird wohl in ein paar Tagen in den Test gehen.

    Dieses Mal möchte ich die Usergemeinde an den Unterlauf der Lenne, also in eines der Seitentäler der Ruhr entführen. Die dargestellte Zeit liegt noch nicht allzu fern zurück, denn die Anlage „spielt“ zum Beginn der 1980er Jahre.

    Wahrscheinlich würde es kaum jemandem in den Sinn kommen, unter dem klangvollen Begriff "Westfälisches Heidelberg" ein reizvolles Städtchen und unter dem Namen "Klein Venedig" einen hübschen Winkel ausgerechnet hier, am südlichen Rande des Ruhrgebietes zu vermuten.

    Und doch ist schmückt sich mit diesen Attributen -nicht ganz zu Unrecht- genau dieser Ort, nämlich der heutige Hagener Stadtteil Hohenlimburg.



    Unter den kundigen Eisenbahnfreunden ist Hohenlimburg allerdings aus einem ganz anderen Grund ein wohlklingender Begriff, nahm doch direkt neben dem an der bekannten Ruhr- Sieg Bahnstrecke gelegenen Bundesbahnhof die meterspurige HKB, die "Hohenlimburger Kleinbahn" ihren Ausgang.



    Diese erst 1984 stillgelegte Bahn bediente die zahlreichen, vorwiegend Metall erzeugenden, be- und verarbeitenden Unternehmen entlang des Nahmerbachs, einem hier in die Lenne mündenden Nebenfluss.

    Betrieblicher Mittelpunkt dieser rein für den Güterverkehr ausgelegten Bahn war der 4-gleisige Umladebahnhof, in dem tagein-tagaus die Normalspur Güterwagen auf Rollwagen der HKB geschoben und von kleinen, aber starken Dampf- und später Dieselloks über zum Teil abenteuerlich enge Kurven und schmale Ortsstraßen in verwinkelte Fabrikhöfe zu den zahlreichen Anschließern verbracht wurden.


    (A: Kowalewski 1982)

    Ich habe meine Anlage „Hoch Hohenlimburg“ genannt, nach einem älteren Miba- Anlagenentwurf.


    Dieser Original Miba- Entwurf hat allerdings mit dem 1. Teil meiner Anlage, die zunächst im Shop erscheinen soll, rein gar nichts zu tun, und auch dem zeitnah zu erwartenden 2. Teil gleicht sie nur ungefähr. Das liegt daran, dass sich der Miba- Entwurf lediglich auf eine Nach- Empfindung der Industrieareale beschränkt und ausgerechnet den wohl interessantesten Teil der ganzen Bahn, nämlich den Umladebahnhof, nicht berücksichtigt, wahrscheinlich weil das Auf- und Abrollen der Normalspurwagen von den Rollwagen doch etwas „kniffelig“ ist.

    Dies trifft allerdings auch auf EEP zu, wobei es auch auf meiner virtuellen Anlage dabei ebenfalls nicht ohne „Handarbeit“ abgeht, die aber mit einiger Übung ganz gut gelingt.

    Im Auslieferungszustand wird die komplette Anlage zunächst im Vollautomatik- Betrieb vorgeführt, natürlich mit Ausnahme der Rollwagen- Be- und Entladung, da dies wie gesagt im Automatikbetrieb nur unzulänglich nachgestellt werden kann.


    (A: Reitz 1982)

    Für die Schmalspurbahn endet nach etwa 15 Minuten dieser Automatikbetrieb. Ab dann ist der User als „Betriebs- Modellbahner“ gefragt und darf nach Herzenslust die Rollwagen rangieren, be- und entladen sowie einen fertig beladenen Schmalspurzug auf die Strecke mitten durch die belebte Lenneuferstraße schicken.




    (A: Höllerhage 1983 in: Groote; Kenning (Hrsg.),(2020))


    A: Reitz 1982


    Der noch in Arbeit befindliche 2. Teil der Anlage schließt sich daran ab der Mühlenteichstraße an, folgt aber auch hier dem für Spur H0m vorgesehenen Miba Entwurf jedoch nur ungefähr, da man in EEP ja doch etwas mehr Platz zur Verfügung hat und insbesondere den realen Streckenverlauf etwas großzügiger nachbilden kann, als dies bei einer Zimmer- Anlage möglich wäre.



    Trotzdem kann auch meine EEP- Anlage nur eine Interpretation der damaligen Verhältnisse liefern, da man als Shop- Anlagenbauer ja insbesondere bei der Verwendung von Immobilien meist mit „Bordmitteln“, also stilistisch und im Erscheinungsbild meist nur ungefähr passende Gebäude aus dem EEP- Grundprogramm sowie dem Freemodell- Fundus, zügig über die Runden kommen muss, will man sich nicht hoffnungslos verzetteln (und verschulden).

    Aber genau das übte m.E. auch schon zu Real- Modellbahnerzeiten den besonderen Reiz für jeden Modellbauer aus: Aus Vorhandenem durch „Umwidmung“ kreativ Neues schaffen, wenn auch der eine oder andere „Anachronismus“ dabei in Kauf genommen werden muss.

    Natürlich muss aber eine Shop- Anlage, soll sie halbwegs das Kriterium „Identität“ erfüllen, in ihrem Modellbestand trotzdem auch ein paar unverwechselbare „Landmarken“ aufweisen: Bei meiner „Hoch Hohenlimburg“- Anlage sind dies vor allem die schmalspurigen O&K- Dieselloks, die dankenswerterweise Jörg Swoboda für die Anlage zur Verfügung gestellt hat, sowie die Rollwagen von Frank Mell. Auch der MAN- Stadtbus mit spezieller Hagener Beschriftung stammt von Jörg.
    Darüber hinaus entsprechen ein paar Gebäude, nämlich der markante kleine Lokschuppen der HKB (heute eine Moschee!) sowie das villenartige Gebäude der HKB- Hauptverwaltung und eine benachbarte Villa an der Mühlenteichstraße (von Frank Mell gebaut, erst für Teil 2 vorgesehen) genau ihren Hohenlimburger Vorbildern.


    A: Kowalewski 1982




    Und was wäre die Rhein- Sieg Hauptstrecke ohne die pausenlos vorbeidonnernden Reise- und Güterzüge, deren Modelle der BR111 von RI1, der Rest fast ausschließlich von Stefan Köhler- Sauerstein stammen.



    Andere z.B. Industriebauten aus dem Fundus von Klaus-Günter Salewski und Frank Mell (von Uwe Brinkmann vertrieben und mir für die Anlage zur Verfügung gestellt) ahmen, wie oben beschrieben, nur ungefähr den dort vorherrschenden Fabrikstil nach.

    Ich möchte hier auch die Gelegenheit nutzen und mich bei den genannten Modellkonstrukteuren, aber auch bei den vielen Freemodellgebern AS1, BH2, DH1, DK1, DL1, FS1, HW1, HS1, KK1, MA1, NP1, PW1, RE1, SM1, TB1, WA1 und nicht zuletzt beim Trend Verlag (mit seiner leider momentan nur noch „dahindümpelnden“ Modellbauerlounge) herzlich bedanken, ohne deren uneigennützig zur Verfügung gestellte Modelle der Bau solch einer Anlage heute kaum noch finanzierbar und damit zu moderaten Preisen verkaufbar wäre.

    Auch danke ich Ludger Kenning und dem Autor Wolf-Dietrich Groote des lesenswerten Buches über die Hohenlimburger Kleinbahn (Verlag Kenning) für die Genehmigung, die daraus gezeigten Vorbildfotos zum Vergleich für diesen Post verwenden zu dürfen. Gleicher Dank geht an die weiteren Bildautoren Hans-Jürgen Kowalewski und Oliver Reitz sowie an die Miba für den Gleisplan.

    Ob es mir halbwegs gelungen ist, die Atmosphäre dieser liebenswerten Bahn „herüberzubringen“, könnt ihr damit schon einmal vorab an den Screenshots und den dazugehörigen Vorbild- Vergleichsfotos beurteilen.

    Ich hoffe, dass der 1. Teil der Anlage noch vor Weihnachten in den Shop gelangt. Für den zur Gesamtanlage gehörenden 2. Teil (in dem sich dann wohl auch ein Rollwagen mit einer etwas längeren Aufgleisbühne befinden wird, die es wie in vorstehendem Bild gezeigt, ermöglicht, auch Güterwagen mit größerer LüP zu transportieren) lasse ich mir noch etwas Zeit bis ins neue Jahr.


    Jörg (JW3)

    Liebe Gratulanten,

    ich sage euch herzlich Dank für eure guten Wünsche zu meinem Geburtstag.

    Gleichzeitig möchte ich mich bei allen entschuldigen, wenn ich hier im Forum manchmal etwas spärlich unterwegs bin. Insbesondere entgehen mir dabei manchmal wichtige Beiträge wie z.B. zum Nicht-Funktionieren meiner Anlagen unter neueren EEP- Versionen, die bei mir stets etwas "gemischte Gefühle" vor allem gegenüber den EEP-Entwicklern auslösen (und es vielleicht besser ist, wenn ich nicht reagiere).

    Bezüglich EEP habe ich aber beschlossen, optimistisch zu bleiben...

    Jörg

    Hallo RG3,

    nee, es passiert leider gar nichts. Kein Blinken des Objekts, kein gar nichts. Insbesondere erscheint überhaupt kein Menü beim Anklicken.

    Jörg


    P.S.: Entwarnung: Nach nochmaligem Probieren im 3D-Bearbeitungsmodus hats plötzlich geklappt: Das Menü zeigte sich und ich konnte auf "...entsperren" klicken. Wieso allerdings das Modell überhaupt von mir aus Versehen gesperrt wurde, entzieht sich meiner Kenntnis...

    Nochmals danke für die Hilfe!

    Jörg

    Hallo EEPler,

    wahrscheinlich ist es ja nur ein kleines, banales Problemchen und ein Bestandteil des Problems sitzt sogar vor dem Bildschirm, aber zumindest mir ist so etwas bislang noch nicht untergekommen:

    Die Markierung einer Immobilie in einer im Bau befindlichen Anlage (in EEP 15) will mir plötzlich nicht mehr gelingen, weder in der 2D, noch in der 3D-Ansicht:

    Es handelt sich um die (Freemodell-) Universalplatte von SB4, die ich des öfteren schon zur Erstellung eigener Hintergründe benutzt habe und bislang keinerlei Probleme damit hatte.
    Seit einigen Tagen ist es bei einer dieser verwendeten Platten so, dass ich diese nicht mehr per Mausklick markieren kann und sie damit natürlich auch weder verschieben noch löschen kann. Alle darauf- oder danebenstehenden Immobilien machen nach wie vor keine Schwierigkeiten, sondern lassen sich markieren wie immer. Ich habe die Dateien der Platte mittlerweile probeweise aus dem Immobilienordner entfernt, aber auch mit dem verbliebenen "Fragezeichen", das ich ja sonst ebenso durch Anklicken löschen konnte, passiert gar nichts. (siehe Bilder. Die fragliche Immobilie befindet sich in der 2D-Ansicht in dem von mir eingefügten blauen Rechteck)





    Könnte es sein, dass ich das Modell irrtümlich "gesperrt" habe? Aber wodurch? Und wichtiger: Wie und womit löse ich diese "Sperre" wieder aus?

    Es wäre toll, wenn jemand Abhilfe wüsste, denn so ein unverrückbares Teil nervt halt doch irgendwie.

    Danke Euch im Voraus,

    Jörg

    Und dass Stefan auch andere (ältere) blaue CIWL Speise- und Schlafwagen- Bauarten, die dermaleinst durch BRD und DDR (sogar als MITROPA- Wagen) schaukelten, wohlwollend auf Realisierung in EEP prüft, ist ja sicher auch schon ein offenes Geheimnis. Zumindest entsprechende Zeichnungen -erhalten von namhaften ISG-Wagenpäpsten- liegen ihm jedenfalls schon vor… Aber darüber werden wir uns sicher übernächste Woche, wenn wir uns treffen, noch intensiv austauschen. Auf jeden Fall benötigen die alten Orient Express Modelle von Hey endlich einen würdigen Ersatz. Jörg

    >>Habe ich vor einiger Zeit schon einmal mit Götz durchgespielt. Es ist für die meisten User hier nur einfach zu kompliziert, da etwas Konfiguration notwendig ist<<

    Hallo Dirk,

    das ist ja das Problem: für die meisten User zu kompliziert zu konfigurieren. Genau deshalb wäre es ja schön, wenn so etwas von vorneherein und möglichst einfach innerhalb des EEP- Systems konfiguriert wäre.

    >>Meldungen zwichen Rechner koennte man vieleicht organisieren mittels Proramme wie Teamviewer.<<

    Ja, Ad, Teamviewer geht natürlich, aber a) ist mein Zweitlaptop aus Sicherheitsgründen nicht mehr internetfähig, b) möchte ich ja mit einem oder gar mehreren Freunden im selben Zimmer an (m)einer Anlage "Eisenbahn spielen" und nicht per Internet. Dann wäre man ja weiterhin ein Nerd, bzw "lonely wolf" ohne echte Außenkontakte, was ja durch die beschriebene Konfiguration gerade vermieden werden soll.

    Jörg

    So, jetzt gehts weiter im Text:



    Nachteil ist, dass auch die Zugbildung von Güterzügen, anders als beim Vorbild, etwas vorausgedacht werden muss. Bei der von mir vorgeschlagenen Lage der Schnittstelle auf Uwe Brinkmanns Anlage ist dies aber halb so schlimm, da richtige Güterzüge die Schnittstelle gar nicht passieren, sondern erst im Hafenbahnhof für die Fahrt nach Lübeck zusammengestellt werden. Von und nach Niendorf fahren ein- bis zweimal am Tag lediglich Übergaben oder PmG.

    Wie aber bekomme ich auf meinem Bildschirm einen zum Bildschirm meines Mitspielers identischen Zug dazu, genau rechtzeitig bei mir auf der Bildfläche zu erscheinen, da die beiden Bildschirme doch nicht technisch miteinander verbunden sind?

    Nun das geht leider bislang nur händisch auf Zuruf:

    Ich muss bei mir -vielleicht auf das Kommando: „Jetzt!“- das Ausfahrtsignal des Schattenbahnhofs auf „Fahrt frei“ stellen. Abhängig von der Länge des Zulaufgleises wird nun nach wenigen Sekunden der, wenn alles gut geplant war, identische Zug auf meinem Bildschirm erscheinen, während der Zug vom Bildschirm meines Mitspielers im Untergrund verschwindet.




    Auf Anlagenteil 1 nähert sich der soeben im Strandbahnhof gestartete P30 dem Bahnübergang „Rose“. Genau in diesem Moment sollte der Spielpartner auf dem zweiten Laptop das Startsignal für Gleis B stellen, um den im Schattenbahnhof wartenden „Klon“ des P30 zu starten.





    Während auf Anlagenteil 1 der P30 im Untergrund verschwindet…





    …taucht auf Anlagenteil 2 aus dem Untergrund der geklonte P30 auf…






    um seine Fahrt auf dem Laptop des Spielpartners fortzusetzen.



    Ideal wäre hier, wenn man per Funk einen Steuerimpuls auf den Laptop des Mitspielers geben und auf diese Weise z.B. das Auftauchen des identischen „Klon“ auf seinem Anlagenteil auslösen könnte, sobald der eigene Zug an der Schnittstelle im Untergrund verschwindet.

    Aber selbst solch eine Überlegung wird wohl nur ein Wunschtraum bleiben. Auf jeden Fall ist der von mir hier aufgezeigte Weg sicher eine Überlegung wert, um EEP wenigstens zu einem halbwegs funktionierenden „Partner- Spiel“ weiterzuentwickeln.

    Vielleicht habt ihr zu dem einen oder anderen Schritt noch andere, bessere, Ideen oder kennt einen ganz anderen Weg, um EEP zu einem Partnerspiel weiterzuentwickeln. Über weitere Anregungen hier würde ich mich jedenfalls freuen.

    Jörg

    Liebe EEPler,


    trotz vieler Neuerungen bei EEP kann man leider selbst noch nach der 16. Ausgabe eine Anlage bislang immer nur alleine betreiben. Ein gemeinsamer Fahrbetrieb mit mehreren Freunden, wie dies z.B. bei Modellbahnclubs völlig selbstverständlicher Usus ist, ist bislang in EEP technisch nicht realisiert.

    Für mich als „Betriebs-Modellbahner“, an dessen großer H0- Anlage nach dem Vorbild der LBE sich an Fahrtagen jahrelang auch manchmal bis zu 5 Eisenbahnfreunde versammelt hatten, um gemeinsam einen historischen Fahrplanabschnitt durchzu“spielen“, ist dies bis heute leider ein gravierender Nachteil von EEP.




    Partnerspiele. An einer Real-Modellbahnanlage fast selbstverständliche Normalität. Bislang leider nicht so in EEP…



    Auch wenn uns dank Corona momentan gar nichts anderes übrig bleibt, als alleine zu spielen, wird doch hoffentlich wieder die Zeit kommen, wo sich solch ein EEP- Update sicher geradezu sensationell zwischen dem aljährlichen "Neuheiten"- Schnickschnack neuer EEP- Versionen ausnehmen würde.

    Ich jedenfalls kann mir, außer vielleicht einer „echten“ räumlichen Darstellung mittels 3D- Brille, sowie vollanimierten Figuren anstelle der in EEP mittlerweile eigentlich überholten, weil unbeweglichen „Preiserlein“- Figuren, kaum eine spannendere EEP- Neuerung vorstellen, als solch einen „Multi User- Modus“.

    Aber solange ein derartiges Feature nur frommer Wunsch bleibt, habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und mir eine „hausgemachte“ Abhilfe überlegt:

    Von FREMO- Treffen kennt jeder das Prinzip, dass einzelne Abschnitte einer aus mehreren Modulen bestehenden Anlage durch jeweils einen Mitspieler gesteuert werden. Die Züge werden an den „Schnittstellen“, z.B. an einem Bahnhofs-Einfahrtsignal von einem anderen Mitspieler übernommen um an der nächsten Schnittstelle wieder weitergegeben zu werden. Wie dies geschieht, ob mündlich per Zuruf oder gar per historischem Fernsprech- Apparat, soll hier nicht weiter interessieren. Wichtig ist nur, dass diese Übergaben gewissen festen Regeln folgen.

    Auch bei EEP- Anlagen müsste Ähnliches doch möglich sein, dachte ich. Wenn ich eine Anlage buchstäblich in mehrere Abschnitte aufteile und diese Abschnitte auf jeweils einen Computer aufspiele, müsste dies doch den gewünschten Effekt haben.

    Grundvoraussetzung ist natürlich, dass es sich bei der Anlage um eine „Point-to-Point“- Anlage handelt, deren Streckenführung also wie beim Vorbild eher gradlinig von X nach Y verläuft und sie nicht als heillos gekringelte „Spaghetti“- Anlage daherkommt. Am besten geeignet sind Anlagen, die wenigstens 2 Bahnhöfe aufweisen, damit der 2. Mitspieler auch genügend zu tun hat.

    Für meine Versuche erwies sich die LBE- Anlage von Uwe Brinkmann als ideal, insbesondere, weil sie ziemlich genau meiner eigenen bisherigen H0- Anlage entspricht, für die ich bereits seit Jahren einen vollständigen Fahrplantag als Bildfahrplan entwickelt hatte.



    Dem Vorbild der LBE- Anlage von Uwe Brinkmann in EEP entspricht meine bisherige H0- Anlage ziemlich genau. Hier „mein“ Travemünder Strandbahnhof.



    Doch wie bekommt man Teile einer EEP- Anlage auf verschiedene Computer?

    Die Antwort: Eventuell gar nicht, denn einfacher ist es, jeweils die komplette Anlage auf den Zweitcomputer zu „kopieren“ und dann auf beiden Computern lediglich an einer gedachten Trennstelle die hierüber führenden Gleise zu unterbrechen und die beiden jetzt unverbundenen Gleisenden per „virtuelle Verbindung von Gleisen“ mit jeweils einem neu anzulegenden Schattenbahnhof zu verknüpfen. Ein „Löschen“ der Immobilien und Landschaftselemente im nicht benötigten jeweiligen Teil der Anlage kann allerdings eine erhebliche Verbesserung der Framerate im übrigen Anlagenbereich mit sich bringen, was vielleicht, zumal bei Uwe Brinkmanns hochdetaillierter Anlage, von gewissem Vorteil wäre.

    So oder so: Sofern beide Computer auf ein und denselben User bei Trend registriert sind, kann man sich mit dem Kopieren der Gesamtanlage zunächst noch Zeit lassen, bis man die Schattenbahnhöfe samt Inhalt fertiggestellt hat. Handelt es sich jedoch um Computer verschiedener User mit verschiedenen Registrierungen, muss jeder User alle Schritte identisch und in enger Absprache mit seinem Partner an der von ihm im Shop selbst erworbenen Anlage vornehmen.

    Ich hatte aus „Windows 7“- Zeiten noch einen Laptop, der nicht mehr mit dem Internet verbunden ist, auf dem EEP 11 aber noch leidlich gut läuft und auch Uwe Brinkmanns Anlage in einer von mir etwas modifizierten „Privatversion“ in Betrieb ist.

    Diese Anlage habe ich versuchsweise für 2 Spieler vorbereitet, also an nur einer Stelle unterbrochen und in mein aktuelles EEP 15- Programm auf meinen neuen Haupt- Laptop kopiert. Denkbar sind natürlich, abhängig von Anlagenthema und möglichen Mitspielern, weitere Unterbrechungen (die dann aber natürlich auch noch weitere Computer erfordern).



    Hier ein Foto von beiden Laptops mit der Ansicht des Bereichs der Schnittstelle. Die Radarfenster der beiden Laptops sind jeweils auf die Schaltkreise der Ausfahrtsignale der dazugehörigen Schattenbahnhofsgleise A,B,C und L (Einfahrt aus Richtung Lübeck) eingestellt, sodass auf Zuruf des anderen Spielers schnell das Startsignal für den verdeckt bereit stehenden, geklonten Zug betätigt werden kann.



    Diese Gleisunterbrechungen sind optisch so ausgeführt, dass sich die Gleisenden etwas überlappen, damit die Züge nicht noch im für die Tätigkeit der Spieler notwendigen Blickfeld urplötzlich verschwinden oder auftauchen, sondern erst „jenseits“ der notwendigen Blickachsen. Dafür wird das eine Gleisende noch eine Zeitlang unsichtbar, genau unterhalb des sichtbaren Gleisendes des anderen Anlagenabschnitts, weitergeführt.

    Die Frage, wo die Anlage unterbrochen werden sollte, hängt von den betrieblichen Erfordernissen ab:

    Bei Uwe Brinkmanns LBE- Anlage ist es sinnvoll, sie auf Höhe der beiden direkt nebeneinanderstehenden Einfahrtsignale des Travemünder Hafenbahnhofs aus/in Richtung Niendorf und Strandbahnhof aufzutrennen. Da die Züge, die den Strandbahnhof anfahren und nach Niendorf weiterfahren, zunächst bis zu diesen Signalen ins Niendorfer Gleis zurückdrücken (man nannte dieses Gleis auch „Umkehrpunkt Rose“, benannt nach der dahinter liegenden, über den Bahnübergang führenden Straße „Rose“), um dann -wieder vorwärts- Richtung Niendorf weiterzufahren (bzw. in Gegenrichtung umgekehrt), wäre es nicht sinnvoll, die Schnittstelle anders zu legen.



    Aus diesem Bild geht die ungefähre Lage der Trennstellen der 3 Gleise von und zum Strandbahnhof (die 2 rechten Gleise A und B) bzw. Niendorf (linkes Gleis C) hervor. „Ungefähr“ deshalb, weil die „unsichtbare Gleisverbindung“ mit den hier angebundenen Schattenbahnhöfen von Anlagenteil 1 und Anlagenteil 2 überlappend ausgeführt ist.



    So kann sich ein Spieler um den Betrieb im Strandbahnhof sowie auf der Strecke nach Niendorf kümmern, während der Mitspieler die Züge von Kücknitz bis zum Hafenbahnhof begleitet und die Rangieraufgaben auf der Hafenbahn ausführt.

    Die Schnittstelle von einem zum anderen Mitspieler müssen bei dieser Anordnung nur sehr wenige Züge passieren und jeder hätte in seinem Bereich genug zu tun.

    Die Schattenbahnhöfe bestehen bei einer solchen Anlagentrennung lediglich aus einem Gleis pro getrennten Anschluss. Dieses muss so lang sein, dass es sämtliche, die Schnittstelle in einem definierten Zeitabschnitt passierenden Züge hintereinander beherbergt. Am besten geht das im Blockabstand. Sobald der vordere Zug „freie Fahrt“ erhält, herausfährt, rücken die dahinterstehenden vor.

    Sämtliche dieser Züge sind dabei hinsichtlich Lok und Wagentyp sowie Wagenreihung eine exakte Kopie der jenseits der Trennstelle auf dem anderen Teil der Anlage vorhandenen Züge, sofern diese die Trennstelle passieren sollen. Also müssen z.B. die von Travemünde Strandbahnhof nach Lübeck fahrenden Züge gespiegelt im Schattenbahnhof des 2. Anlagenteils auf ihren Einsatz warten. Züge dagegen, die z.B. vom Strandbahnhof via „Umkehrpunkt Rose“ nach Niendorf fahren, müssen natürlich nicht gespiegelt werden, da sie ja die Trennstelle nicht passieren. Umgekehrt muss ein Zug von Lübeck nach Travemünde in gleicher Form im Schattenbahnhof des 2. Anlagenteils warten, bis seine Zeit „reif“ ist.

    So ist das mit jedem Zug, der diese Schnittstelle passieren soll. Auch die kleinste Rangierfahrt, z.B. eine Lz- Fahrt, muss gespiegelt und in der zeitlich passenden Reihenfolge im Schattenbahnhofsgleis eingereiht werden.

    Das mag für manche User nervig sein, aber auch bei der Bahn läuft ja (im Regelfall) alles in einer lange vorher geplanten Reihenfolge ab und auch die Personenzüge haben doch meist feste Wagenreihungen.




    Hier ein Bildfahrplan des LBE- Abschnitts Travemünde Strand- Travemünde Hafen- Pöppendorf- (Kücknitz- LübeckHbf ); Uhrzeit zwischen 18:00 und 19:00 Uhr. Die rote Linie markiert in etwa die Trennung zwischen den beiden Laptops und den Anlagenteilen 1 und 2 (gelbe Zahlen) Zentrale Züge sind der lange Personenzug P30 von Travemünde nach Hamburg, die Doppelstockzüge 611 des HL-Schnellverkehrs von Hamburg nach Travemünde Strand und 612 in umgekehrter Richtung sowie die Personenzug- Pendel P420/ P421 von Niendorf/Ostsee nach Travemünde Hafenbahnhof und zurück. Man mag es nicht glauben, aber um diese eine Stunde nachzuspielen, braucht selbst ein geübter EEPler kaum weniger Zeit.



    Gleich gehts weiter...

    Jörg



















    Hallo Männers,

    lieben Dank für eure Geburtstagswünsche. Es ist doch schön, dass man auch in Corona- Zeiten nicht wirklich allein ist und selbst ohne unser (schmerzlich vermisstes) Duisburger Treffen sooo viele an einen denken.

    Viele Grüße

    Jörg

    Hallo Lothar,

    wie ich im Shoptext schrieb, hat es in Mitteleuropa (=südlich von Kopenhagen) meines Wissens lediglich diesen einen Wagentyp der SJ gegeben, zumindest bis in die jüngste Zeit, als eine Privatbahn ehemalige SJ-Inlandswagen im Berlinverkehr eingesetzt hatte (und siehe da, es ging ;-)

    Die Verwendung, die uns die Modellbahnindustrie Jahrzehnte lang mit ihren SJ- Modellen vorgaukeln wollte, gab es jedenfalls so nicht. Das waren alles Exportmodelle (oder für Anlagen mit Skandinavien-Thema).

    Insofern können wir uns alle wenigstens über diesen einen europaweit einsetzbaren Wagentyp der SJ freuen, der meines Erachtens auch einen schönen Farbtupfer in das grüne Einerlei der Epoche 3- Züge bringt.

    Jörg

    Liebe Anlagenfreunde.

    Seit ein paar Tagen ist nun meine neue historische Anlage „Die Hamburger Pfeilerbahn“ im Shop (Artikelnummer V15NJW30140), die ja im Wesentlichen ein -museumsdidaktisch ausgedrückt- „Zitat“ der bekannten Spur 1-Modellbahnanlage im Museum für Hamburgische Geschichte ist.

    Im Folgenden möchte ich euch gerne ein paar Hinweise geben, welches in der Anlage eingesetzte Material vielleicht ersetzt oder ergänzt werden sollte, um ein noch authentischeres Bild vom Hamburger Bahn- Alltag um die Jahre zwischen ca. 1957 und 1964 zu erhalten:

    Jedem Kenner der Hamburger Eisenbahnszene wird wahrscheinlich zuallererst auffallen, dass in der Anlage die in Hamburg zahlreich vorhandenen Loks der BR 78 völlig fehlen. Das ist dem Umstand geschuldet, dass mir Ralph Görbing die Wahl von 3 Dampflokmodellen zum Einsatz in dieser Anlage gestattet hatte und ich mich dabei für je eine Lok der ebenfalls in Hamburg zuhauf anzutreffenden BR 01, 50 und 94 entschieden habe.

    Als Ersatz für die 78 befindet sich in der Anlage stattdessen die BR 86, die zwar ein schönes Modell, aber leider völlig Hamburg untypisch ist. Die 78 von Heinz-Peter Hey wäre vielleicht eine Alternative gewesen, wenn es nicht die Modellbaurichtlinien geben würde, die es uns Shop- Anlagenbauern nur in Ausnahmefällen gestatten, ältere, noch aus der „Vor- EEP 7- Zeit“ stammende Modelle zu verwenden, noch dazu, wenn sie schon vom Verlag als „ältere Modelle“ deklariert sind. Die Großzügigkeit des Verlages habe ich aber schon mit der Verwendung der ebenfalls Hamburg- typischen älteren Modelle des „Schwarzen Schwan“ der BR 10, der BR 93 sowie Stefan Köhlers V 200 ausgereizt, die aber meines Erachtens -zumal in einer dynamischen Anlageninstallation- auch heute noch sehr gut optisch mithalten können.

    Nun ja: Für einen einigermaßen EEP- kundigen User ist es sicher ein Leichtes, die BR 86 durch eine BR 78 von RG2 zu ersetzen.



    Dieser und jeder andere Fahrzeugtausch sollte übrigens am besten während der Fahrt mitten auf der Pfeilerbahn, bzw. mitten im Bereich des Hauptgüterbahnhof geschehen, da man hier nicht befürchten muss, einen Kontakt zu übersehen oder seine Funktion nachhaltig zu stören.

    Anschließend nach durchgeführtem Tausch sollte die ggf. vor-eingestellte Route des Zuges kontrolliert werden und der Zug anschließend wieder auf seinen vorherigen Wert (wegen der vielen Zweiflügelsignale sind 40, 45 oder 50 km/h die geeignetsten Werte) beschleunigt werden.

    Damit wäre die wichtigste Änderung auch schon abgeschlossen. Weitere Empfehlungen bezüglich der Lokomotiven betreffen den Ersatz einer Anzahl der vorhandenen 01er mit geschlossener Frontschürze durch solche mit offener Frontschürze, durch eine Neubaukessel- 01 oder eine 01.10



    Auch die BR 50 kann etwas Abwechslung vertragen: Hier bietet sich aber nicht die Kabinentender- 50 an, denn diese kamen erst mit dem Verschwinden der Güterzugpackwagen ab ca. 1963 auf die Gleise, sondern eher eine (damals schon seltene) BR 50 mit Frontschürze.
    Und die 38.10 dürfte es gerne auch in wenigstens einem Exemplar auch mit Kastentender auf der Anlage geben, denn zumindest auswärtige Loks der BR 38 (P8), die Hamburg ansteuerten, waren um 1960 noch nicht mit dem Wannentender, sondern noch mit dem herkömmlichen Kastentender ausgestattet.



    Apropos „Wannentender P8“: Leider gibt es von Stefan Gothe meines Wissens keine Wendezug- taugliche 38.10, die sich i.W. durch ein geschlossenes Führerhaus von den herkömmlichen P8 unterschieden. Das kann man -wie ich- „ignorieren“ und die normale Wannentender 38.10 im Wendezugdienst auf der Anlage einsetzen, oder aber ausschließlich dafür die 78 nehmen, die ebenfalls in diesen Diensten zwischen Hauptbahnhof, Harburg und weiter meist Richtung Stade und Cuxhaven eingesetzt waren.
    Als Wagen passen übrigens am besten die 4-achsigen Mitteleinstiegswagen von Ralph Görbing. Darüber hinaus waren Ende der 1950er Jahre auch noch ganze Abteilwagenzüge, bestehend aus den „Eisernen Abteilwagen“ mit davor laufender Wendezug- Donnerbüchse mit Führerstand im Einsatz. Auch die dreiachsigen Umbauwagen fanden sich in diesen Diensten, entweder ebenfalls mit Steuerwagen- Donnerbüchse oder schon mit Mitteleinstiegswagen-Steuerwagen.



    Bei den eigentlichen Anlagen- „Parade“ Zügen lässt sich auch ein wenig optimieren: Schon häufig auf der Pfeilerbahn in jenen Jahren zu sehen, war der VT 08, den Alex Geist sogar als TEE „Helvetia“ verwirklicht hat und der eigentlich zu dieser Anlage gehört wie das Salz zur Suppe. Er kann solo (meist dreiteilig), aber auch sogar mit dem TEE-Zug VT 11 in Doppeltraktion gefahren werden, denn zu Messezeiten (Hannover Messe, Automobilsalon Frankfurt) war dies eine durchaus gebräuchliche Kombination.



    Ein anderer Paradezug war der „Holland- Skandinavien Express“, der von Osnabrück kommend in meiner Anlage mit Altbaukessel 01, in der Realität um 1960 aber meist mit 01.10 bespannt war. Nach Kopfmachen im Hamburger Hbf. wurde der Zug Richtung Großenbrode Kai über den Hauptgüterbahnhof geführt. In meiner Anlage ist er auf diesem Weg, was ab und zu auch mal vorgekommen sein mag, mit einer BR 50 bespannt. Weitaus häufiger waren aber die Altbaukessel 41er des Bw Lübeck vor diesem Zug. Zwischenzeitlich übernahmen diesen Dienst auch Loks der BR 03 des Bw Hamburg Altona.

    Leider hat Ralph Görbing die Altbaukessel 03 in vielen Varianten herausgebracht, aber dabei ausgerechnet die wichtige Altbaukessel- Variante der DB mit Witte- Windleitblechen „vergessen“, so dass man hier noch immer auf das alte 03- Modell von Stefan Gothe angewiesen ist, das man dazu auch noch konvertieren muss.



    Noch ein besonderer Paradezug in der Anlage ist der „Blaue Enzian“. Ich habe ihn einmal mit den Neubauwagen aus dem EEP- Grundmodellbestand verwirklicht und in Gegenrichtung mit einzelnen „Blauen F- Zug-“ Wagenmodellen, wie sie bis 1959 im sogenannten „Henschel-Wegmann Gegenzug“ im Einsatz waren. Wer den in der Anlage vorhandenen Zug noch durch den Schlusswagen, den markanten „Kanzelwagen“ ergänzen möchte, kann dies bald tun: Der Wagen befindet sich momentan im Testbereich und wird wohl in wenigen Tagen unter der Artikelnummer V15JW30136 im Shop sein.



    Die in der Anlage vorhandene Zugreihung ist allerdings so ungewöhnlich nicht: Bei einer Wagenrevision des Kanzelwagens wurde oft der Presse- Salonwagen, sonst an vorletzter Stelle, an die letzte Stelle gesetzt und der Zug durch einen anderen blauen F-Zugwagen der Bauart 1935 ergänzt. Auch der ex „Rheingold“- Speisewagen wurde häufiger durch einen anderen Speisewagen aus der Gruppe 28 oder 35 ersetzt, wie es hier in der Anlage dargestellt wird.

    Ja, und wem das Lamento mancher EEPler über den Einsatz nicht mehr zeitgemäßer Modelle „wurscht“ ist, setzt sicher gerne auch ältere, konvertierte EEP 6- Modelle in der Anlage ein, von denen es bis heute keinerlei zeitgemäße Modelle im EEP- Programm gibt:

    Neben der erwähnten DB- Altbaukessel 03 ist dies für das Hamburg der 1950er Jahre unbedingt der VT 10- Nachtgliedertriebzug „Senator“, der noch bis Ende 1957 täglich (wenn er nicht defekt war) nach Hamburg kam.



    Auf dem Güterwagen Sektor wären dies vor allem die Altbau- Kühlwagen sowie die diagonal mit dem Schriftzug „Bananen“ beschrifteten gedeckten Güterwagen in der Epoche 3- Ausführung von SK2.



    Und als „Exoten“ setze ich gerne auch 2 grüne Mielich-Doppelstockwagen mitten in einen aus Bremen kommenden Zug aus Mitteleinstiegswagen. Eine Kombination, wie sie Anfang der 60er Jahre üblich war und wofür sich die entsprechenden, mit Erlaubnis von Ralf Lange umgepainteten und konvertierten Modelle aus meiner Anlage „Der TimeSaver“ (V11NJW30080) zumindest nach meinem Geschmack noch ganz gut eignen.



    Dasselbe gilt natürlich auch für den Straßenfahrzeug- Bestand der Anlage, der inzwischen durch schöne 50er- und 60er- Jahre LKW der Arbeitsgemeinschaft Engelmann-Görbing ergänzt werden kann. Wo das nicht geht, was vor allem für die Pferdefuhrwerke gilt, kann man sich mit den Gespannen von Bernt Hoppe immer noch gut sehen lassen.



    Und natürlich sollten auch die animierten „Modepüppchen“ durch die etwas realistischer gestalteten beweglichen Epoche 3 Figuren aus dem Shop teilweise ersetzt oder ergänzt werden.

    Die wars auf die Schnelle zum Thema Pfeilerbahn in jenen Jahren.

    Wer die Anlage nun so, wie vorgeschlagen, aus seinem eigenen Modellbestand aufwerten will, kann es also immer gerne tun, wer es ganz anders machen will, aber natürlich auch. Wir Anlagenbauer verbieten hier nichts und drohen auch mit keinem Anwalt bei Zuwiderhandlungen.

    Denn „model railroading is fun“, wusste man übrigens auch schon in den 50er Jahren…


    Jörg (JW3)

    Hallo


    Bei dem Video kam mir wiedermal der Gedanke auf wann wohl - JW3 - windbergbahn seine von Frank Mell konstruierten Rollwagen herausbringt mit dem man auch längere aufgeladene Regelspurwagen transportieren kann ?


    LG Lothar :aq_1:

    Hallo Lothar Nohabs,

    Geduld nur, Geduld!

    Sobald meine neue Anlage "Die Pfeilerbahn" (siehe meinen Bericht in meinem Bereich) fertig ist, also spätestens im Herbst, wenn die Tester gnädig mit mir verfahren, plane ich, mit der Anlage "Hoch Hohenlimburg" nach Motiven der Hohenlimburger Kleinbahn zu beginnen. Dafür liegen die Wagen schon bereit und sollen dort "exklusiv" eingesetzt werden. Da Hagen-Hohenlimburg quasi vor meiner Dortmunder Haustür liegt, dürfte zumindest die obligatorische "Spurensuche" ein Heimspiel werden, so dass ich beim Anlagenbau auf eine doch etwas zügigere Fertigstellung, als bei der Pfeilerbahn hoffe...

    Jörg (JW3)

    Wie er auf mich wirkt.....Ich würde mich gerne in der Realität in die frühe Bundesbahnzeit zurück beamen und in den Wagen einsteigen und einfach die Bahnfahrt in diesem seinerzeitigen Luxuswagen genießen. Zum Glück kann man das ja bald mit EEP nachholen .

    Hallo Lothar,

    soviel ich weiß, existiert der ehemalige SalonPresse sogar noch (und natürlich auch der "Kanzelwagen"). Hatte die DB nicht mal in ihrem Sonderfahrtenprogramm vor gut 10 Jahren den "Blauen Enzian" in der historischen Form wiederbelebt? Ich bin mit diesem Wagen jedenfalls mal zu HEF- Zeiten gereist, aber das ist auch schon wieder ein paar Jährchen her...

    Auch deshalb freue ich mich, den von Stefan gebauten ex SalonPresseWagen (jetzt fast fertig, siehe oben) sowie den Kanzelwagen (folgt danach) bald in EEP als "Blauer F-Zug der DB- Sonderset" in meiner Epoche 3b- Edition anbieten zu können.

    Stefan wird danach peu à peu für die anderen Versionen sorgen, so dass auch diejenigen, die mit solch "ollem Gelump" nur wenig anfangen können, die Wagen zumindest als "Museumswagen" in ihren modernen Eisenbahnthemen verwenden können.

    Jörg (JW3)

    Hallo Andreas,

    >>Vielleicht findest ja noch der ein oder andere KON großes gefallen an der Anlage und steuert ein zwei passende Modelle dazu bei.<<

    Ja, davon träume ich auch immer. Aber wie das so ist: Der eine hat gerade anderes vor, der andere hat preisliche Vorstellungen, die die fertige Anlage für User unbezahlbar machen würden. Wieder ein anderer würde nur mitmachen, wenn keine Modelle von Konstrukteur XX in der Anlage verwendet werden...

    Was meinst du, was ich da alles schon erlebt habe ;-))

    Den Zoll- Zaun, den >>es bestimmt auch ohne Stacheldraht-Rolle<< gibt, kann jeder sicher leicht selbst ersetzen, wenn es ihn sehr stört (wie man als User ja alles an jeder Anlage -ganz anders als an den meisten Modellen- ergänzen, ersetzen und ändern darf, wie es einem gefällt).

    In Wirklichkeit ist und war dieser Zaun übrigens oben mit Stacheldraht bewehrten Y-Abweisern bestückt, also soo "daneben" finde ich meine Interpretation da gar nicht...

    Nein, irgendwann muss es auch gut sein. Die Anlage bleibt jetzt, bis auf ein paar Korrekturen in der Automatik, insbesondere die Zugfolge- und die Kameraschaltungen betreffend, so wie sie ist.>>Als Literaturergänzung habe ich heute morgen noch einen 4-seitigen Artikel im EisenbahnMagazin 4/1991 gefunden: Hamburg Kai rechts, mit Gleisplan und Zeichnungen der Stellwerke. Bei Interesse bitte melden.<<

    Ja, daran hätte ich großes Interesse. Ich weiß zwar, dass ich den Artikel (von Benno Wiesmüller?) mal gelesen habe, aber das Heft schlummert heute unsortiert irgendwo in den Tiefen meines Eisenbahnkellers. Herr Wiesmüller hat das Thema "Kai rechts" allerdings nochmal ausführlich in dem von mir zitierten Buch über die Hamburger Rangierbahnhöfe behandelt. Das passende Stellwerk Sq habe ich ja im Shop und das davon nur sehr marginal abweichende Stellwerk K ist auf der Anlage -als etwas abgeänderte Variante von Sq- auch vorhanden.

    Was mich allerdings viel mehr reizen würde, als eine weitere Detaillierung, wäre eine Variante der Anlage im Zustand ab 1964, also mit Oberleitung. Mal sehen, vielleicht mach ich das später noch, falls diese Anlage in ihrer historischen Form einigermaßen Erfolg hat...

    Jörg

    Ich kann mich auch irren aber die Viadukte auf den Fotos sehen mir stark nach dem Bausatz Berlin Wollankstraße aus.

    Hast recht, Manni. Allerdings sind sie durch Unterlegen der Oberkante eines 2. Viaduktes etwas höher gesetzt, denn sonst hätte die Durchfahrthöhe für Züge im Bereich der Kreuzungsbauwerke nicht ausgereicht.

    Auch hätte ich gerne andere, plastischere Viadukte verwendet, doch wurde mir glaubhaft versichert, dass Splines mit in mehreren Ebenen plastischen und noch dazu rundbogigen Elementen in EEP technisch nicht möglich sind. So erschien mir die Verwendung dieses von Achim Fricke ja sehr gut und überlegt gemachten Freemodells im Sinne einer Aufwand/Nutzen- Abwägung der beste Kompromiss zu sein, insbesondere, wenn man das Ergebnis nicht nur mit dem realen Vorbild, sondern auch mit dem auf der MEHEV- Anlage erzielten vergleicht.

    Aber sollte mir der Herrgott nochmal ein 2. Leben schenken, kann ich das kilometerlange Ding ja mal z.B. aus Bennis hunderten, hintereinandergereihten Immobilien- Einzelelementen versuchen, nachzubauen... :ba_1:

    Jörg

    Die Pfeilerbahn

    (Fortsetzung von Teil 1 und 2)

    Liebe EEP- Freunde,

    noch einmal möchte ich euch eine kleine Vorschau auf meine kommende Shopanlage geben, die eine Nachempfindung der historischen Hamburger „Pfeilerbahn“ ist.

    Zunächst noch ein paar Worte zum Betrieb der Anlage:


    Der Fahrbetrieb:

    Ich schrieb eingangs schon, dass es auf so komplexen Anlagen mit ausgedehnten Gleisfeldern wie der Pfeilerbahn in EEP heute immer noch kaum Sinn macht, einen einzelnen Zug „händisch“ durch das Gleisgewirr zu steuern, während alle anderen Züge, da man selber ja nur 2 Augen und 2 Hände besitzt, bewegungslos in ihren Wartegleisen verharren, bis sie endlich einmal nach und nach selbst an der Reihe sind.

    Das kann man so auf Landbahnhöfen machen oder auf eingleisigen Strecken. Auf einem nachgebildeten Gleis- Vorfeld einer Großstadt wie der Pfeilerbahn, wo in der Realität die Gleichzeitigkeit vieler Fahrzeugbewegungen die Regel war und ja auch das eigentlich Faszinierende darstellte, wäre solch ein Einzugbetrieb nach kurzer Zeit schlichtweg nur langweilig.

    Solange es in EEP keine Möglichkeit gibt, eine Anlage mit mehreren Freunden gleichzeitig zu bespielen, bleibt für denjenigen, der „Hochbetrieb“ auf allen Gleisen genießen möchte, wohl nur die Automatisierung der allermeisten Zugbewegungen. Ich habe mich deshalb hier, obwohl ich mich grundsätzlich eher der rangierenden „Betriebs-Modellbahner“- Fraktion zurechne, für eine Vollautomation dieser Anlage entschieden und glaube, die „Action-Freaks“ unter den EEP- Freunden werden mit der „Pfeilerbahn“ in dieser Hinsicht nicht enttäuscht werden.

    Selbst ich als „Fahrskeptiker“ muss zugeben, dass es schon ein besonderer Genuss ist, das pausenlose Kommen und Gehen von mindestens 3, meistens 4, gleichzeitig über die Anlage „paradierenden“ stilechten Zuggarnituren zu beobachten. Da ist das Gefühl einer Zeitreise ans Ende der 1950er Jahre, genauer: April 1958 (daher das spärliche Grün bei den Bäumen und Büschen), schon ganz intensiv, was auch durch viele in Gleisnähe und z.B. auf dem Stellwerk Hob installierte Kamerastandpunkte unterstützt wird.



    Wen dabei die 32-fach vergrößerten „Anlagenbesucher“ am Rande der Anlage allzu sehr stören, kann sie ja einfach löschen.

    Auch ein Genuss ist die Beobachtung der nahezu pausenlosen Aufs und Abs der zahllosen Vor- und Hauptsignalflügel, wenn sich Züge diesen nähern oder sie gerade passiert haben. Fast überflüssig zu erwähnen, aber auf EEP- Anlagen noch allzu oft falsch gemacht, dass alle Flügelsignale korrekt „verschaltet“ sind und tatsächlich erst in „Fahrt“- Stellung gehen, wenn sich ein Zug nähert. Die „Halt“- Stellung wird dagegen (meist) erst nach Passieren des vollständigen Zuges eingenommen, was übrigens auch für das vor einem solchen Hauptsignal platzierte Vorsignal des nächstfolgenden Blockabschnitts gilt.

    Ein weiterer Genuss und bei einer solchen gleisintensiven Anlage mehr denn je ein „Muss“, ist die Verwendung animierter Weichen und DKWs, für die mir Günther Kohl die Verwendungsgenehmigung gegeben hat. Das Hin und Her der Zungen, der Weichenlaternen und der DKW-Laternenblenden ist schon etwas Besonderes und ich frage mich, wie man, ganz anders als bei der realen Modelleisenbahn, wo fein detaillierte Weichen zu den „Essentials“ gehören, in EEP zwar nicht müde wird, die Superdetaillierung von Fahrzeugen einzufordern, beim Gleisbau aber noch immer eher „blind“ für dieses immens wichtige Gestaltungselement geblieben ist...


    Gestern und Heute

    Bei einem „Lokaltermin“ vor wenigen Tagen hatte ich Gelegenheit, die heutige reale Situation fotografisch festzuhalten und möchte euch nachstehend die dabei entstandenen Fotos mit den jeweils entsprechenden „historischen“ Standort- Screenshots auf der virtuellen Anlage zum Vergleich vorlegen:

    Zunächst die Situation am Beginn der Anlage:

    Am Ende der mächtigen Elbbrücken liegt der Anfang des Jahres neu eröffnete S-Bahnhof „Elbbrücken“. Er befindet sich fast unmittelbar neben der Stelle, wo sich früher der gleichnamige Haltepunkt auf der „Pfeilerbahn“ befand, der im Modell nachempfunden wurde.




    Das andere Ende der Anlage wird begrenzt von der Oberhafenbrücke (nicht zu verwechseln mit der Oberhafenkanalbrücke). Beim Vorbild war sie ehemals eine doppelstöckige Drehbrücke, die im Modell mit einem EEP- Bestands- Gleisobjekt wenigstens annähernd nachempfunden werden konnte. Die am Ende der Brücke kurz vor dem Eintauchen der Strecke in die Kulisse platzierte Signalbrücke ist eine einfache „Bastelei“ aus EEP- Grundmaterialien. Aber gerade so etwas „Selbstgebasteltes“ macht ja bekanntlich das „Salz in der Suppe“ eines Modellbahner- Daseins aus…




    Von der ganzen Herrlichkeit der Empfangs-, Lager- und Eilgutschuppen des Hauptgüterbahnhofs blieb bis heute immerhin ein Teil erhalten. Im Hintergrund eilt auf der 2009 anstelle der Pfeilerbahn neu errichteten „Spundwand“-Bahn ein ICE stadtauswärts. Das Dach des Verwaltungsbaues links, am Schuppen-Ende, diente in den 1950er Jahren dem Direktionsfotografen Walter Hollnagel als Standort für zahlreiche seiner Fotos von der Pfeilerbahn.

    Dieselbe Situation, hier mit einem vor 60 Jahren typischen, von 01 geführten D-Zug, lässt sich ähnlich auf der Anlage nachempfinden.




    Auch die ehemalige Ladestraße zwischen den Schuppenreihen des Hauptgüterbahnhofs existiert noch, wenn auch in die Schuppen heute allerlei Kleingewerbe Einzug gehalten hat.




    Das ehemalige Gleisareal des Hgbf im Vorfeld der Schuppen ist dagegen vollständig abgebaut. Der Vorbild- Blick fallt hier auf die Kai Kante des Oberhafens. Der im Hintergrund links vor dem neuen Brückenbauwerk der S-Bahn schwach auszumachende Rundbogen gehört zur Oberhafenkanalbrücke. Rechts im Bild, etwa dort, wo gerade die Fuhre mit 261 und dem Vectron im Schlepp entlangfährt, stand bis ca. 1985 das Stellwerk Hw und links im Bogen der Kai Kante die sogenannte, ebenfalls an ein Stellwerk erinnernde „Kranwerkstadt“. Auch diese historische Situation lässt sich auf der Anlage mit Hilfe eines EEP- Bestandsmodells recht gut nachempfinden…




    Einen letzten Vergleich bietet der Blick westwärts, von der Versmannstraße auf das heutige Kreuzungsbauwerk der Pfeilerbahn mit den Gütergleisen. Früher führten die Gleise hier genau „andersherum“ unter der Pfeilerbahnstrecke hindurch, wurde doch an dieser Stelle das Areal des Hannoverschen Bahnhofs mit dem Hauptgüterbahnhof verknüpft.

    Das ursprünglich vor der Pfeilerbahn liegende Gleis, auf dem jetzt ein „Metronom“ gerade südwärts rauscht, lag genau vor dem Freihafen- Zaun und diente im Wesentlichen der Überführung der aus dem Freihafen kommenden Züge in die Hauptstrecke. Die Anlage verdeutlicht den damaligen Zustand an dieser Stelle.





    Ich würde mich nun freuen, wenn euch diese kleine Zeitreise und Vorschau auf die kommende Anlage gefallen hat. Da die Anlage jetzt so langsam ihre „größtmögliche Dichte“ erreicht, hoffe ich, sie spätestens zum Frühherbst in den Shop zu bekommen.

    Schaun mer mal…

    Jörg Windberg (JW3)


    Quellen:

    -Wiesmüller, B.: „Am Ende der Pfeilerbahn“, in: Eisenbahn Geschichte Nr. 92; DGEG-Medien GmbH; Hövelhof (2019)

    -Wiesmüller, B. und D. Lawrenz: „Die Hamburger Rangier- und Güterbahnhöfe“; EK-Verlag, Freiburg (2009)

    -Koschinski, K.: „Eisenbahn in Hamburg“; Eisenbahn Journal Special 2/2019; VG-Bahn GmbH; Fürstenfeldbruck (2019)

    -Vorbildfotos aus den 1950er- Jahren: Hollnagel (Archiv Eisenbahnstiftung);

    -Foto des Hgbf aus den 1980er Jahren (Klaas);

    -Gegenwartfotos (Juli 2020): (Windberg)

    -Gemälde der Pfeilerbahn: Peter Bomhard (Slg. Altmann)

    -Danilowatz- Bild: Märklin-Katalog 1932 (Repro) (Slg. Windberg)

    -Luftbildaufnahme (ca. 1970): Luftbild-Datenbank; Staatsarchiv Hamburg (Slg. Windberg)

    -Gleispläne: MEHEV-Hamburg und Slg. Wiesmüller/DGEG-Archiv

    Für die Erlaubnis, die genannten Quellen für diese Recherche verwenden zu dürfen, sage ich herzlich danke.