Posts by windbergbahn

    Hallo Alle

    ich als Anlagenbauer kann da leider auch nichts weiter tun, als mich zu wundern.

    Beim seinerzeitigen Einstellen der Anlage in den Shop und auf meinem Rechner mit EEP11 ist die Anlage jedenfalls gut gelaufen und ich selber sehe mich deshalb nicht in der Pflicht, hier irgendetwas zu verändern.

    Momentan hilft es leider wohl nur, die Anlage in EEP11-15 automatisch zu betreiben. Oder in EEP16 halt manuell zu fahren, bzw. den Fehler irgendwie nach Gutdünken zu überbrücken, z.B. durch Einsetzen neuer Kontakte für das Signal und die jeweiligen Schrankenbäume (die auch auf den Gegenverkehr reagieren müssen).

    Es ist auf jeden Fall schade um die Anlage, mit der ich mir viel Mühe hinsichtlich der historischen Korrektheit (einschließlich der vorbildgerechten Zugkompositionen) gemacht habe, aber vielleicht liest Trend ja mit und sinnt schon auf Abhilfe.

    Die Hoffnung stirbt jedenfalls zuletzt...


    Viele Grüße

    Jörg


    Hallo Alle,

    das Jahr neigt sich dem Ende zu und bevor ich mich in die Weihnachtsferien verabschiede, wollte ich allen Usern, Lesern und Konstrukteurs- und Anlagenbauer- Kollegen auf diesem Wege einen kleinen Gruß zukommen lassen. Danke für ein tolles EEP- Jahr, wobei "toll" angesichts der Turbulenzen um die neuen Modellbaurichtlinien und das stotternde EEP 16 durchaus doppeldeutig ist, aber uneingeschränkt toll im positiven Sinne für die vielen anregenden Gespräche, Hilfestellungen und Verwendungsgenehmigungen die ich durch euch EEPler auch in diesem Jahr erhalten habe, gemeint ist.

    In dem kleinen obigen Adventsscreenshot ist auch ein neues Shopset mehr zu erahnen als zu sehen, das dieser Tage auf die Gleise kommt, nämlich ein aus den "Donnerbüchsen" abgeleiteter roter DB- Wendezug, von denen ein Wagen Frontfenster besitzt und als Steuerwagen ausgebildet ist.

    Gefahren sind diese Züge in den 1950er und 1960er- Jahren, also in der Epoche 3, in fast allen DB- Direktionen. Zug-, bzw. Schublok war meist eine Lok der BR V36, die natürlich nicht im Set enthalten ist, die es aber in EEP als Modell von Hans Brand (t Ruhe in Frieden, lieber Hans!) gibt. Auch Dampfloks der BR 78 oder (wendezugfähige) P 8 sollen dem Vernehmen nach zum Einsatz gelangt sein. Darüber hinaus wurden die Wagen vereinzelt natürlich auch in normalen Personenzügen gesichtet. Auch gab es ähnliche grüne Garnituren, so dass ein Einsatz dieser Wagen durchaus auch in einem munteren Wagenmix vorbildgetreu erfolgen kann. Geplant sind für die nächste Zeit weitere Sets, sowohl von Stefan Köhler- Sauerstein als "Urheber", der diese "Auftragsproduktion" wieder in hervorragender Weise erledigt hat, als auch von mir als "Verwendungsrechte-Inhaber".

    Einer dieser Steuerwagen (in Grün) hat übrigens beim Vorbild überlebt und wird von den Osnabrücker Eisenbahnfreunden mustergültig erhalten.

    Auch der abgebildete Anlagenaussschnitt weist auf eine kommende neue Shopanlage hin, die allerdings erst im neuen Jahr fertig wird: "Die Pfeilerbahn". Es handelt sich um die berühmte, wohl allen Eisenbahnfreunden bekannte Hamburger Örtlichkeit, nämlich um den Abschnitt zwischen den Elbbrücken und der Einfahrt in den Hamburger Hauptbahnhof.

    Dargestellt wird sowohl die 4 gleisige Zufahrtstrecke, von denen 2 Gleise die eigentliche, aufgeständerte "Pfeilerbahn" ausmachen und 2 Gleise mitten durch den nördlich daneben liegenden Hamburger Hauptgüterbahnhof geführt werden (die deshalb also auch Reisezüge durchleiten mussten). Auch der südlich davon angeordnete Freihafen- Rangierbahnhof "Hamburg Kai rechts" wird noch mit angedeutet.

    Das Ganze soll eine Mischung aus der Nachbildung genau dieses Abschnitts auf der gleichfalls berühmten ältesten Modellbahnanlage Deutschlands, der Spur 1- Anlage im Museum für Hamburgische Geschichte sowie der realen Gegebenheiten wie sie bis zur Elektrifizierung 1964 bestanden, sein.

    Beim Vorbild ist die "Pfeilerbahn" mittlerweile (seit 2009) Geschichte und auch der großen Spur 1- Anlage droht momentan der Abriss.

    Zeit also, in EEP der berühmten Strecke wenigstens ein virtuelles Denkmal zu setzen, zu der mich vor ein paar Jahren Dirk Amend angeregt hatte.

    Euch allen eine schöne Zeit mit viel (Vor-) Freude.

    Jörg (JW3)

    Hallo Kauti,

    kann leider erst heute antworten, da ich "aushäusig" war ;-)

    Am besten, du speicherst zuerst einmal die Anlage unter einem neuen Namen ab (z.B.: PCW-Wegrath_Privatanlage). Dann startest du den Betrieb der Anlage (Anlagenstartsignal/Lichtsignal auf Grün stellen) und lässt du diese Anlage so lange laufen, bis das Anlagenstartsignal zurück auf Rot wechselt (ca. nach 45 Minuten).

    Anschließend gehst du mit der Kamera manuell in die Anlage, nimmst das Häkchen im Kamerafeld bei "Wechseln durch Kontaktpunkt" heraus und fährst den auf dem äußeren Testring kreisenden Zug (müsste am Schluss der Automatik der Eurostar sein) sowie die auf dem inneren Testring kreisende Straßenbahn manuell in ihre Abstellgleise zurück. Anschließend ist der Weg frei für eigene Züge, die du am besten im Bereich der Zufahrtstrecke "aufgleist". Der hier vor der Kreuzung mit dem äußeren Testring liegende kleine dreigleisige Abstellbahnhof eignet sich dafür am besten. Warum hier? Gleist du z.B. auf dem äußeren Testring auf, hast du keine Garantie, das richtige Gleis zu "treffen", da hier mehrere Gleispackungen wegen der etwas niedriger angebrachten "Stromschiene englischer Bauart", etc. 20cm übereinander liegen.

    Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

    Jörg

    Hallo V200-Fan (hast du auch einen Namen?),

    es tut mir leid, dass ich bei dir durch meinen Vorbericht offensichtlich Erwartungen geweckt habe, die ich so momentan doch nicht erfüllen kann. Aber wie bei Vorberichten üblich, kann sich bis zur endgültigen Fertigstellung einer Anlage doch immer noch einiges ändern. In diesem Fall bedaure ich die Änderung gegenüber den Vorplanungen selber natürlich am meisten, doch baue ich eigentlich grundsätzlich Anlagen, weil mich das jeweilige Thema interessiert und nicht ein einzelnes Modell.

    Meine Anlagen sind deshalb selten für "Modelljäger" konzipiert, sondern vor allem für diejenigen, die Spaß an einem Vorbild-orientierten Betrieb haben. Und der ist allemal auch in der aktuellen Fassung der Anlage gegeben.

    Darüber hinaus werde ich natürlich, sollte das in vielen Punkten meines Erachtens doch sehr überzogen beanstandete Modell vom Konstrukteur in einer auch Trend genehmen Form geändert werden, ein Update herausgeben. Momentan habe ich allerdings noch keine Rückmeldung seitens des Modell- Konstrukteurs erhalten, die ich aber abwarten möchte, insbesondere bevor ich jemand anders die Modell- Idee andienere.

    Alles andere wäre, sicher nicht nur in meinen Augen, hart am Rande einer Urheberrechtsverletzung, zumindest aber ein sehr unfeines Verhalten meinerseits.

    Jörg

    Danke für eure ermutigende Positivkritik. Ich hatte hier eigentlich eher mit einer Negatvkritik gerechnet, da ich die von mir oben gezeigte Schiebebrücke aufgrund eines abwertenden Urteils des Trend- Testers, der diese Brücke partout nicht als "Kleinbastelei" durchgehen lassen wollte, sondern glaubte, auch diese wie ein Premiummodell streng nach Modellbaurichtlinien beurteilen zu müssen, nun leider doch nicht in die Anlage einbauen durfte.

    Jeder, der jemals eine Modellbahnanlage gestaltet hat, ob real oder virtuell, kann sich sicher unschwer ausmalen, was so ein gestrenges Urteil für einen komplexen Anlagenbau, der ja nie mit den in einem konkreten Projekt doch eher wenigen passenden Supermodellen auskommen kann, sondern immer zu ganz wesentlichen Teilen von Improvisation und Kompromissen leben muss, bedeutet...

    Zur Frage:

    >>Wie kann man am besten die ganze Automatik still legen, um selbst Züge fahren zu lassen?<<

    Das gelingt am besten, wenn man das Anlagenstartsignal nicht auf Fahrt stellt (dann sind die meisten für die Automatik relevanten Schalt- und Kamera-Kontakte nicht "scharf" geschaltet). Sollte dann immer noch das eine oder andere unsichtbare Signal einen Zug am Anfahren hindern: einfach mit allen Kontakten löschen. (Vorher aber sicherheitshalber eine Kopie der Anlage im Startzustand anfertigen).

    Trotz des oben genannten kleinen Wermutstropfens wünsche ich allen viel Freude an diesem modernen Anlagenthema.

    Jörg

    Hier kommt was Neues auf euch zu… (Vorschau auf die geplanten JW3- Herbstneuheiten), Teil 2


    Im heutigen Teil des Berichts über meine geplanten JW3 Herbstneuheiten möchte ich noch etwas näher auf meine im Entstehen begriffene Shopanlage eingehen:


    Ich schrieb schon im 1. Teil, dass es sich dieses Mal um eine moderne Epoche 5/6- Anlage handelt, die eine virtuelle Nachempfindung des berühmten Eisenbahn- Testringes des in der Nähe von Aachen liegenden Siemens Prüf- und Validations- Centrum Wegberg-Wildenrath (PCW) darstellen soll, an dessen Rand noch heute die Reste der alten Start- und Landebahn sowie verrottende Hangars oder -günstigsten Falls- umgenutzte Bauten wie die ehemalige Hauptwache von der einstigen militärischen Nutzung des Geländes künden.







    Wegen der hauptsächlichen Verwendung von Bestandsimmobilien aus dem EEP 15 Programm, insbesondere der „ICE-Halle“ und des „Betonwerks“ die mir freundlicherweise von Lokbi (Kurt Hoos), und Thomas Becker (TB1) für diese Anlage zur Verfügung gestellt wurden, die aber natürlich architektonisch nur annähernd den real in Wildenrath errichteten Zugbildungshallen entsprechen, habe ich die Anlage, freilich etwas verballhornend, „Eisenbahn-Prüfzentrum Wegrath“ getauft.

    Zunächst zu dem wohl kniffeligsten Punkt, der berühmten Schubbrücke über den äußeren Großen Testring in der Zubringerstrecke zum Testgelände:




    Michael hat mit seiner Frage im Teil 1 ja schon den Finger in diese Wunde gelegt: Ursprünglich hatte ich vor, das Problem, ich würde sagen: „modellbahntypisch“ zu lösen, nämlich durch eine kleine Bastelei unter Zuhilfenahme bereits vorhandener Modelle und Elemente in EEP: Die Gleislücke in der Zubringerstrecke sollte durch meinen kürzlich als EEP-Modell erschienenen Rollwagen geschlossen werden, der im „Ruhezustand“ auf einem Betonpodest ruht und im aktivierten Zustand mithilfe des Rollmaterials „unsichtbarer Beobachter“ mit 2 km/h in diese Lücke eingeschoben wurde. Ich hatte diese Hilfslösung ja schon neulich mit 2 Screenshots gezeigt.
    Inzwischen hat sich hier aber eine konstruktiv viel bessere und vorbildgetreuere Lösung durch eine Neukonstruktion ergeben, die mir freundlicherweise Wilfried Degering für diese Anlage konstruierte.

    Die Bewegung der Schubbrücke wird mittels Immobilien- Kontakten ausgelöst, die sich im Ausfahrt/Einfahrtgleis des Äußeren Testringes befinden.




    Sobald ein Fahrzeug, z.B. ein ICE in den Testring einfährt, wird die Schubbrücke mit Hilfe der sich hebenden Poller aus dem Gleisplanum herausgehoben und beiseite geschoben. Wenn der ICE seine Testrunden beendet hat und den Testring verlässt, wird die Brücke wieder eingeschoben und mit Hilfe der Hilfspoller in die Gleislücke abgesenkt. Alles in allem ist Wilfried damit eine recht überzeugende Lösung gelungen, wofür ich ihm auf diesem Wege herzlich danke.







    Das in der Realität knapp 28 Kilometer lange Gleisnetz des Testgeländes besteht heute aus zwei Testringen sowie drei Testgleisen, die nicht nur in Normalspur, sondern, außer beim großen Testring, auch in Meterspur ausgeführt sind. Diese Gleisbereiche können daher gegebenenfalls auch z.B. von Straßenbahnen genutzt werden.




    Auf dem äußeren 6,1 Kilometer langen Testring (T1) mit Bogenradien von etwa 700 Metern können Geschwindigkeiten von bis zu 170 km/h und auf dem inneren, 2,5 Kilometer langen Ring (T2) mit Radien von 300 Metern, bis zu 100 km/h gefahren werden. Auf einem separaten, 1,5 Kilometer langen geradlinigen Testgleis (T3) können 80 km/h erreicht werden. Ein weiteres, 410 Meter langes Testgleis (T5) besitzt Steilstreckenrampen mit Steigungen von 4 und 7 Prozent und ein 50 Meter langer Messgleisbogen (T4) mit einem Bogenradius von 150 Metern dient der Prüfung der Entgleisungssicherheit. Hinzu kommt eine nicht elektrifizierte Normalspur- Anschlussstrecke (6), die das Prüfcenter mit Hilfe der schon beschriebenen Schubbrücke und über einen beschrankten Bahnübergang mit dem DB- Schienennetz verbindet.






    Innerhalb des großen Testringes sind die stationären Prüfstände in den Zugbildungshallen (Z1-Z3) angesiedelt: Die Zugbildungshalle 1 hat mit ihrer Nebenhalle insgesamt acht, teilweise aufgeständerte Gleise von bis zu 220 Metern Länge mit Oberleitung. Eines der Gleise ist auch für Meterspur ausgelegt. Die Zugbildungshalle 3 hat drei normalspurige, aufgeständerte Gleise mit Oberleitung, die jeweils 265 Meter lang sind, während die neu erbaute Zugbildungshalle 2 drei Gleise mit jeweils stattlichen 410 Metern Länge aufweist, auf denen komplette ICE-Garnituren der neuesten Generationen und deren für den Export bestimmte Verwandte komplett zusammengestellt und untersucht werden können.
    Die Außenanlagen sind aus Sicherheitsgründen nur teilweise mit Oberleitung versehen. In den offenen Abstellgleisen stehen aber z.T. stationäre Stromeinspeisungen zur Verfügung, damit auch hier Fahrzeuge im Stand getestet werden können.

    Derzeit werden von der RWTH- Aachen mit Hilfe des Galileo-Satellitennavigationssystems auch vollautomatische Zugfahrten getestet, wozu auf acht, in der Nähe des großen äußeren Testringes aufgestellten, je 50 Meter hohen Sendemasten sogenannte „Pseudoliten“ installiert wurden, die echte Satelliten simulieren sollen.

    Da in Wegberg-Wildenrath ja alle möglichen Bahnsysteme getestet werden, gibt es nicht nur Meterspur- und Normalspurgleise, sondern auch die verschiedensten Stromsysteme. In die Oberleitung werden sie durch Umschalten der Spannung eingespeist. Darüber hinaus ist der Große (äußere) Testring mit einer Stromschiene „englischer Bauart“ ausgerüstet, während der Innere (kleine) Testring sowie die lange Test- Gerade mit einer Stromschiene „Berliner Bauart“ ausgerüstet sind, was im EEP-Modell natürlich nur annäherungsweise darstellbar ist. Der kundige Betrachter sieht vielleicht, dass die Stromschiene im Großen Testring etwas tiefer liegt (durch ein 2. Gleis unterhalb der normalen Gleistrasse), damit die Normalprofil- ICEs nicht damit „kollidieren“.






    Eine weitere Besonderheit in EEP war auch der auf der Anlage darzustellende Versuchsbetrieb der Straßenbahn, der ja z.T. auf den gleichen Gleisen und vor allem unter derselben Oberleitung wie der Eisenbahn- Versuchsbetrieb durchgeführt wird. Normalerweise lassen sich die Pantographen der EEP- Straßenbahnfahrzeuge, wie man sieht, nämlich nicht bis auf die Höhe des Eisenbahn- Oberleitungs-Fahrdrahtes heben. Das ist in EEP leider sehr „vorbildwidrig“, da laut Siemens zumindest die modernen Straßenbahnen heute „problemlos“ unter Normal- Fahrdraht verkehren können. Hier sollte sich Trend vielleicht einmal neue, zeitgemäßere Normen für sein Straßenbahnsystem überlegen.





    Die Lösung für meine Anlage lieferte mir der Urheber des im EEP-Bestandsordner vorhandenen (Kasseler) Straßenbahnmodells, Frank Mell, kurzerhand durch die Ausrüstung dieses Modells mit einem etwas größeren Pantographen, der den fehlenden Meter Fahrdrahthöhe spielend überwindet:




    Ursprünglich war die Firma Siemens ziemlich offen, was die Präsentation ihres Testgeländes in der Öffentlichkeit angeht. Inzwischen scheint sich hier aber leider ein Umdenken breitgemacht zu haben, so dass beispielsweise ein für das Jahr 2017 ursprünglich fest geplanter „Tag der Offenen Tür“ ohne Angaben von Gründen ausfiel. Auch Besuche von Eisenbahnvereinigungen, woran in meiner Anlage ein „Eisenbahnfreunde- Sonderzug“ erinnern soll, der im Wesentlichen aus den „Rheingold“- Wagen der verschiedenen Generationen (also in etwa der beim FEK- Köln vorhandenen Konstellation entsprechend) besteht, finden nur noch höchst selten statt.




    In der Realität belegt das Testgelände der Fa. Siemens (im Modell Fa. „Siemsen“ genannt) nur etwa die Hälfte der Fläche innerhalb des Äußeren Testringes, das sich etwa südlich der von West nach Ost den Testring durchschneidenden Friedrich-List-Allee befindet.

    Außerhalb dieses Testgeländes hat sich aber momentan eine rege Bautätigkeit privater „StartUp“- Unternehmen entwickelt. Neben alt ansässigen Firmen, die zum Teil die alten Nebengebäude des Fliegerhorsts weiterbenutzen, entstanden und entstehen neue Industriebauten, in denen HighTec- Betriebe ihre Produkte –von der Entwicklung der Elektromobilität bis hin zum autonomen Fahren- testen. Auch im Modell habe ich natürlich versucht, dieses Erschließungsgebiet nachzuempfinden, was mit den vorhandenen Grundbestandsgebäuden durchaus eine Herausforderung darstellte. Aber man wäre ja kein Modellbahner, wenn man solche Probleme nicht wenigstens „Modellbahn- typisch“ nachempfinden könnte. Den Rest besorgt halt –wie immer- die Phantasie…




    Ich hoffe jedenfalls, dass es mir einigermaßen gelungen ist, das einzigartige Flair dieses Versuchsareals in dem Zustand, wie er etwa seit 5 Jahren besteht, hinreichend genau nachzuempfinden, wobei mir wieder zahllose öffentlich zugängliche Luftbilder, Google-Satellitenaufnahmen sowie auch einige bei privaten Exkursionen von mir angefertigte Fotos eine große Hilfe waren.

    Vielleicht findet ihr ja nach Erscheinen der Anlage, womit ich etwa zum Herbstbeginn rechne, ebenfalls Gefallen an diesem Thema.


    Jörg Windberg (JW3)

    (Vorbildfotos aus dem Testgelände: aus einem Imagefilm der Fa. Siemens; alle übrigen Vorbildfotos: Verfasser)

    Alle Achtung Michael,

    du scheinst dich beim PCW ja recht gut auszukennen! In der Tat macht mir die dort eingebaute Schubbrücke noch etwas Kopfzerbrechen. Zurzeit habe ich mir erst einmal eine typische "Modellbahner- Bastellösung" unter Verwendung eines Schmalspur-Rollwagens überlegt.

    In meiner angekündigten Fortsetzung werde ich darauf noch näher eingehen. Hier aber erst einmal zwei Bilder für die Leser, um zu zeigen, worum es überhaupt geht:







    Jörg (JW3)

    Liebe Anlagen- und Wagenfreunde,

    quasi auf der Zielgeraden befinden sich ein paar Projekte, von denen ich hoffe, dass sie bis zum Herbstbeginn den Shop erreichen werden:

    Zum einen ist das eine ganze Serie mit den Modellen einer Personenwagengattung, die eisenbahnhistorisch gesehen als Konkurrenten der bekannten „Donnerbüchsen“ angesehen werden können.

    Es handelt sich um die sogenannten „Eisernen Abteilwagen“, die ab Anfang der 1920er Jahre von der Reichsbahn und auch von einigen ausländischen Bahnverwaltungen (Türkei, Spanien, Portugal) in großen Stückzahlen beschafft wurden. Da man sich noch nicht ganz „traute“, vom hauptsächlich in Preußen verbreiteten Abteilwagenprinzip abzurücken, wurde diese Serie beschafft, die jedoch größtenteils schon den moderneren, auch bei den „Donnerbüchsen“ angewendeten Konstruktionsprinzipien, insbesondere der Verwendung von Stahl anstelle von Holz, folgte. Deshalb der Name „Eiserne Abteilwagen“.

    Optisches Haupt- Unterscheidungsmerkmal zu den „klassischen“ Abteilwagen war das tonnenförmige Dach, das ohne den früher üblichen Oberlicht- Aufbau auskam.

    Wie ihr ja sicher wisst, bin ich bei diesen Wagen lediglich Auftraggeber. Mit Stefan Köhler- Sauerstein, der wieder in bewährt exzellenter Weise die Wagen konstruiert hat, haben wir uns den Spaß wieder so geteilt, dass Stefan die DR- Version(en) vertreiben wird und ich die DRG- und DB- Version(en). Da auch die 1938 von der Reichsbahn übernommene Lübeck- Büchener Eisenbahn LBE diese Bauart besaß, die sogar noch bis Anfang der 1960er Jahre bei der DB im Einsatz standen, sollen auch einige Wagen mit LBE- Beschriftung sowie als ex LBE- Wagen mit DR(G)- und DB- Beschriftung angeboten werden.

    Die 3 Hauptvarianten unterscheiden sich in erster Linie durch die Anzahl der Türen pro Seite:

    - Der reine 3. Klasse Sitzwagen hat 7 Türen pro Seite.
    - Der reine 2. Klasse Sitzwagen hat 6 Türen pro Seite.

    - Auch der gemischte 2. und 3. Klasse Sitzwagen hat 6 Türen pro Seite. Es gibt ihn mit Halbabteil in 2 Versionen, bei denen sich jeweils ein Halbabteil entweder in der Wagenmitte oder am Wagenende –äußerlich erkennbar an einem auch im Modell vorhandenen größeren Abteilfenster- befindet. Die 3. Version stammt von der LBE und kommt ohne das Halbabteil aus. Dadurch ist dieser Wagen etwas kürzer als die anderen. Ein viel deutlicheres Unterscheidungsmerkmal ist aber seine auch im Modell gut sichtbare Mittelachse, anstelle der nur 2 Achsen aller übrigen Wagen.

    - Der für Traglasten geeignete 3. Klasse- Wagen hat lediglich 4 Türen pro Seite.


    Der letztgenannte „Traglastenwagen“ war dabei der häufigst gebaute und zugleich langlebigste Wagentyp. Noch heute sind eine größere Anzahl dieser Wagen bei vielen Museumsbahnen erhalten und teilweise sogar betriebsfähig.








    Aber auch von den 7-Türern hat sich bis heute ein Museumswagen im Bayrischen Eisenbahnmuseum Nördlingen gehalten. Es ist sogar ein ehemaliger LBE- Wagen, den es irgendwann nach der Verstaatlichung der LBE in den Süden in die Bahndirektion München verschlagen hat, wo er vor seiner Entdeckung durch das EBM sein Gnadenbrot als Bahndienstwagen verdiente.




    Vollends verwirrend wird die Chose, wenn man sich die Wagenklassen nach der Klassenreform von 1956 anschaut: Durch den Wegfall der 3. Klasse wurden alle Wagen um eine Klasse „hochgestuft“. Die Wagenkästen erhielten einen helleren Grünton und den bekannten DB- Keks. Die nunmehr in die 1. Klasse gerutschten ehemaligen 2. Klasseabteile wurden bei der DB ab 1957 sogar noch durch den bekannten, elfenbeinernen 1. Klassestreifen oberhalb der Abteilfenster gekennzeichnet.

    So erreichte ein Teil der Wagen noch die 1960er Jahre, sofern ihre Fahrgestelle nicht in dem bekannten Umbauwagen- Programm weiterverwendet wurden. Diese Übriggebliebenen wurden zu Bauzugwagen umgebaut und hielten noch so lange durch, bis rührige Eisenbahnvereine sie entdeckten, restaurierten und in ihre Museumswagenparks einreihten.

    Um euch schon einmal vorab einen kleinen Überblick über die Modell- Varianten zu geben, nachstehend noch ein paar Screenshots:

    Der 7-Türer:




    Der 6-Türer (reine 2. Klasse)




    Die 6-Türer (gemischte 2./3. Klasse)










    Der 4-Türer (Traglastenwagen)





    Ich hoffe, das ist alles nicht zu verwirrend, aber es sind tatsächlich alles unterschiedliche Wagentypen. Eine Mordsarbeit, die sich Stefan da mit diesem wichtigen Wagentyp gemacht hat, die nicht hoch genug einzuschätzen ist.


    Demnächst berichte ich dann noch über meine neue, im Entstehen begriffene Shopanlage.

    Da der Großteil der in EEP vorhandenen Modelle älterer Epochen den heutigen Qualitätsanforderungen der EEP- Macher an Shopanlagen leider nicht mehr genügen, und man mit dem heute vorhandenen "zeitgemäßen" Material keine wirklich ernsthafte Anlage nach historischem Vorbild zusammenbekommt, habe ich mich diesmal dazu durchringen müssen, eine moderne Epoche 5/6- Anlage auf die Beine zu stellen, die eine virtuelle Nachempfindung des berühmten Eisenbahn- Testringes des in der Nähe von Aachen liegenden Siemens Prüf- und Validations- Centrum Wegberg-Wildenrath -PCW darstellen soll, das ja bekanntlich (?) auf dem nach der Wende aufgegebenen Fliegerhorst- Gelände der Royal Air Force errichtet wurde, dessen Spuren jedoch zum Teil heute noch deutlich zu erkennen sind.




    Wegen der hauptsächlichen Verwendung von Bestandsimmobilien aus dem EEP 15 Grundbestand habe ich die Anlage freilich etwas verballhornend „Eisenbahn-Prüfzentrum Wegrath“ getauft.











    Doch darüber mehr in der 2. Folge meines Neuheitenberichts.

    Jörg (JW3)

    Oh sorry, Goetz,

    natürlich hast du recht und ich hatte Uwes Antwort missverstanden. In Zukunft sollte ich mir wirklich mal wieder mehr Zeit nehmen, die Forenbeiträge gründlicher zu lesen. Asche auf mein Haupt...

    Jörg (JW3)

    Hallo Uwe, @Michael

    so ganz stimmt das nicht. Ich als Auftraggeber entscheide schon, was wie gebaut wird, wenn ichs bezahle ;-))

    Insofern nützt es nichts, wenn du, Michael. dich direkt an Frank wendest, denn wir haben das Thema im Vorfeld ziemlich intensiv durchgekaut und uns, nicht zuletzt angesichts des derzeitigen Tester- Desasters, für die "sichere Bank", also das einfach zu bespielende Modell entschieden.

    Man kann nämlich momentan nie wissen, ob man beim Modelltest an einen "scharfen Hund" gerät (sicher ist allen die "rote Ampel"-Orgie eines "Testers" der letzten Zeit bekannt ), der auf Gedeih und Verderb seine persönliche Ansicht von "Modellqualität" durchsetzen will und so lange die Shop-Freigabe blockiert, bis alle seine Wünsche -und seien sie auch noch so kleinlich- in das Modell eingeflossen sind, "im Interesse des Users", versteht sich ;-)

    Das kompliziertere Modell, mit der Möglichkeit, längere Waggons aufzurollen und zu befördern, steht aber fest auf der Agenda, denn das möchte ich bei meinem nächsten geplanten Anlagen-Projekt "Hoch-Hohenlimburg" (nach Motiven der Hohenlimburger Kleinbahn in einer Miba-Vorlage) unbedingt einsetzen.

    Jörg (JW3)

    Hallo Orga Team,

    nachträglich Glückwünsche zum 50. Stammtisch, an dem ich leider aus nachvollziehbaren Gründen (siehe Foto) nicht teinehmen konnte.




    Beim 51. hoffe ich, aber wieder dabei sein zu können.

    Und danke Peter für das Freemodell!

    Viele Grüße aus den Staaten,

    Jörg (JW3)

    Hallo US-Fans,

    einen hab ich noch (von gerade eben):




    Die Ausfahrt des Big Boy aus Ogden/UT zur Rückfahrt nach Cheyenne/WY. Die Mitfahrt mit diesem Sonderzug im Dome Car kostet übrigens 5000,-Dollar! Dafür könnte man ne Menge EEP-Material erwerben ;-))

    Jörg

    Na dann wird es Zeit, dass Du genügend Fotos davon machst.

    Sehr gerne. Und ich besorge auch Zeichnungen, wenn du mir die benötigten Modelle baust -in einer garantiert Modellbaurichtlinien-konformen Ausführung, versteht sich ;-) .

    Allerdings glaube ich leider kaum, dass ich in der derzeitigen verfahrenen Situation bei EEP überhaupt noch einen Zeit- und Finanz- aufwändigen (Shop-)Anlagenbau, der über die Verwendung von Grundmaterialien hinausgeht, riskieren werde.

    Auch die nach immer besserer Qualität rufenden Super-Kons stellen ja selber leider nicht einmal ausreichend Material für die Darstellung der Jetztzeit in Deutschland auf die Beine, bevor die ersten Modelle schon wieder als veraltet verdammt werden (Stichwort V7), geschweige denn für frühere Epochen oder für andere Länder wie England, die USA oder meinetwegen auch für Polen...

    Jörg

    Hallo Anlagenfreunde,

    anlässlich der 150 Jahrfeier der ersten Transkontinentalverbindung in den USA habe ich den Preis für meine US-Anlage American Dream- Red Rock Junction für kurze Zeit knapp halbiert. Da ich zur Zeit in den Staaten bin und nicht nur gerade den betriebsfähigen Big Boy, sondern die ganze Urgewalt der endlosen Güterzüge der Union Pacific erlebe, kann ich euch mit der Anlage, auch wenn sie schon ein wenig "betagt" ist, wenigstens ein wenig an diesen Impressionen teilhaben lassen. Zumindest so, wie sich in mir die US-Bahnen eingebrannt haben und es im Moment wieder tun.













    Schade nur, dass es keine ausreichende Anzahl neuerer Modelle in EEP zum US-Thema (und schon gar keine Dampfloks) gibt, ich könnte mich glatt noch einmal an einer neuen US-Anlage versuchen...

    Viele Grüße aus Ogden

    Jörg

    Hallo Pepsi,

    schau dir mal Uwe Brinkmanns LBE-Anlage an: Da findet sich im Ortskern von Travemünde die "St. Lorenz Kirche", ein typischer norddeutscher Backstein-Kirchenbau.

    Leider musste es entgegen meiner ursprünglichen Absicht auf meiner eigenen "Lübeck 1900"- Anlage (JW30097) bei Kulissenbildern der großen Lübecker Kirchen bleiben, da wegen der Deadline 1. Januar 2019 (Inkrafttreten der neuen Konstruktionsrichtlinien) die Anlage noch in den Shop musste und für Beauftragung und Erstellung der entsprechenden 3D- Modelle einfach die Zeit fehlte.

    Jörg (JW3)

    Auch von mir einen herzlichen Glückwunsch zum Doppel-Jubiläum.


    Und auch wenn sich mit den neuen Richtlinien das Eine oder Andere ändert, so hoffe ich auch, daß wir weiterhin so tolle Modelle und Anlagen von Dir bewundern können.

    Klaus, aufgrund deiner netten Reaktion auf meinen Post ist mir doch siedend heiß eingefallen, dass zum eigenen Anlagenbau doch noch ein wenig mehr gehört, als nur eine Handvoll „eigener“ Modellartikel: Nämlich der Goodwill und z. T. sicher auch die Freude zahlreicher anderer Konstrukteure, wenn ihre eigenen Modelle einmal in einem größeren Kontext einer Shop-Anlage einem Interessentenkreis öffentlich zugänglich gemacht werden und dabei einem breiteren Kreis aufgezeigt wird, wofür man diese Modelle eigentlich (hoffentlich) einigermaßen sinnvoll verwenden kann.

    Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle auch noch einmal einschalten, um mich ganz, ganz herzlich bei allen doch recht selbstlosen Ideen- und Modellgebern zu bedanken, die natürlich erst meine Anlagen zu dem gemacht haben, was in meinen Augen eigentlich der hauptsächlichste Sinn einer virtuellen Animation (und zugleich eigentlich der größte von EEP auszuspielende Vorteil) wäre: Nämlich dem „staunenden Publikum“ eine Art Zeitreise in z.T. längst versunkene Eisenbahn-Epochen zu bieten.




    Es waren und sind Viele, die mich dabei wohlwollend auf meinem bisherigen Weg begleitet und unterstützt haben:

    Zunächst war es Andreas Hempels Verdienst, der mich auf einer „Intermodellbau“ in Dortmund –es mag um das Jahr 2006 gewesen sein- mit seiner Begeisterung für EEP ansteckte (das waren noch Zeiten, als der Trend Verlag es noch für würdig befand, unter klassischen Modellbahnfreunden Werbung zu machen ;-)

    Und als ich dann eines schönen Tages entdeckte, dass sich in der auf der Intermodellbau erworbenen Metallbox tolle Dinge, allem Voran eine virtuelle Anlage der unter Modellbahnern wie Eisenbahnfreunden längst wohlbekannten „Spitzkehre Lauscha“ eines Autors namens Andreas Großkopf befanden, war es um mich geschehen: Der Kontakt zu Andreas war dann nur noch eine Frage weniger Wochen und letztlich der Initialzündung durch die Installation seiner Nachbildung der, gleichfalls unter Eisenbahnfreunden berühmten „Schiefen Ebene“ geschuldet:

    Andreas Großkopf ist in meinen Augen der „Josef Brandl“ der virtuellen Anlagenbauer (Modellbahner wissen, wer Josef Brandl ist), also unser ungekrönter Anlagenbau- Meister, der mich daraufhin mit schier unendlicher Geduld in die Besonderheiten und Feinheiten der virtuellen Anlagenbauerei einführte, die sich doch –ich muss es zugeben, lieber Andreas- erheblich vom Bau einer realen Modellbahnanlage unterscheidet.

    Dein meisterliches Händchen, gerade bei den Details würde ich mir auch manchmal noch etwas mehr auch für mich wünschen…

    Ja, und dann waren da natürlich die Modell-Konstrukteure, die mir im Laufe der Jahre mit Rat und Tat zur Seite standen. Denn ohne eure Hilfen, liebe Kollegen, wären „die paar“ JW3- Modelle, die ja, ich muss es nochmals erwähnen, noch nicht einmal von mir konstruiert, sondern nur „in Auftrag gegeben“ sind, (auch dafür nochmals ausdrücklich „Danke!“ an Stefan Köhler und Frank Mell) natürlich nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“, angesichts der Massen an Einzelmodellen, die eine halbwegs glaubwürdige Anlage nun einmal verschlingt.







    Ohne sie alle namentlich nennen zu können –und ich hoffe, die „Ungenannten“ werden nicht allzu traurig sein, es ist nicht böse gemeint, aber in meinem fortgeschrittenen Alter lässt zwar nicht meine Dankbarkeit, wohl aber mein Gedächtnis etwas nach ;-))- waren dies natürlich zuallererst „die 6er“. Unter ihnen Gerd Fliege, dessen „Anhalter Bahnhof“- Anlage meine Berufskollegen bei einer Vorführung seinerzeit zu dem faszinierten Ausruf veranlasste, dass es genauso seinerzeit in der Realität ausgesehen haben muss!

    Nun, das sehen die verantwortlichen Museumsmacher im Deutschen Technikmuseum in Berlin DTMB offensichtlich inzwischen auch und finden den in EEP leider Einzug gehaltenen Trend (sic!) des „Schneller-Höher-Weiter“ doch etwas befremdlich. Wie sagte mir ein DTMB-IT-Verantwortlicher anlässlich einer Präsentation, die ich aufgrund meiner guten Kontakte vermitteln konnte? : „Es kommt nicht auf die Güte des Einzelmaterials an, sondern auf ‚das Händchen‘, das daraus etwas macht!“

    (Übrigens eine alte Weisheit, die schon die Fotografen beherrschten, auch wenn ihre technische Ausrüstung manchmal begrenzt war.)




    Und dann sind da natürlich die „alten Kämpen“ Bernt Hoppe, ohne dessen Modelle (z.B. seine Pferdegespanne, Dampfschiffe und „preußisch korrekt“, biedermeierlich oder im „20er-Jahre“- Stil gekleidete Personen) bei der Umsetzung historischer Themen bis heute eigentlich nichts, aber auch so gar nichts geht. Auch Paul Wessling und Hans-Jürgen Barth, Carsten Schmidt und Benni Hogl, aber auch die bislang eisern an EEP6 festhaltenden neueren Konstrukteure wie Holger Beran, André Falk, Haymo Bogg und auch Fred Fuchs, standen allesamt stets aufgeschlossen meinen Anfragen und Bitten um eine Verwendungserlaubnis ihrer Modelle gegenüber.




    Euch allen spreche ich meinen allergrößten Dank und meinen Respekt aus.

    Und auch du, Klaus (Keuer) gehörtest ja zu denjenigen der ersten Stunde, die sich hier stets großzügig zeigten und –inzwischen in den „höheren EEP-Versionen“ angekommen- auch für weitere „Untaten“ meinerseits aufgeschlossen zeigst.










    Ja, die „höheren“ Versionen:

    Da fallen mir vor allem (aber keinesfalls abschließend) Ralph Görbing, Stefan Gothe, Achim Seeberger, Achim Fricke, Roland Ettig, Uli Werner, Jürgen Engelmann, Steffen Mauder, Dirk Kanus und Hans-Christian Schulz sowie die anfänglichen Hobby-Konstrukteure Holger Gutsch (der mittlerweile ein offizieller Kon geworden ist) sowie Wilfried Degering ein, die meine Anlagenprojekte in den letzten Jahren aktiv unterstützt haben.

    Leider haben sich mittlerweile bei einigen der Genannten die eigenen Schwerpunkte etwas verschoben und die Bereitschaft, den Shop-Anlagenbau zu fördern, hat z.T. doch etwas nachgelassen, aber dennoch bleibe ich guter Hoffnung, dass sich hier auch Lösungswege finden, wenn nur die eigene Anlagenbau-Idee genug „Reiz-Potenzial“ aufweist.

    Und damit ist der Ball der Verantwortung wieder dort, wo er auch hingehört, nämlich in meinem eigenen Spielfeld…




    Aber heute ist nicht der Zeitpunkt, euch zu einer künftigen Mitarbeit zu überreden. Heute ist der Punkt, euch anlässlich meines „Jubiläums“ für Vergangenes zu danken!

    Was ich hiermit dringend nachgeholt haben wollte...

    Danke, liebe Kons!!

    Euer Jörg (JW3)

    Fast hätte ich selbst nicht darauf geachtet, aber anhand meiner EEP-Artikelnummern war es doch nur schwer zu übersehen:

    Kurz vor Weihnachten erschien mein hundertster JW3- EEP-Artikel, und da das Jahr 2018 für mich auch das Jahr 5 nach Erscheinen meiner ersten Shop- Anlage war, dachte ich, dies doch einmal in Form eines kleinen Rückblicks zu "feiern":

    Wie wohl jeder von euch weiß, konstruiere ich „meine“ Modelle ja nicht selber, sondern bin hier lediglich Auftrag-, Geld- und manchmal auch Ideengeber für diverse EEP- Modelle, die ansonsten wohl kaum das Licht der virtuellen EEP-Welt erblickt hätten. Dabei handelt es sich meist nicht einmal um Vorbild- Raritäten, sieht man z.B. einmal von den für meine "Schellfischbahn" (JW30065) von Frank Mell konstruierten Elloks der BR E73 (JW30057-30058 und 30098) und den Zugmaschinen der „gleislosen Bahn“ (JW30056) ab, sondern durchaus um beim Vorbild in großen Stückzahlen vorhanden (gewesenen) Rollmaterialien früherer Bahn- Epochen. Hintergrund und Antrieb hierfür ist dabei stets die Überlegung, einen Grundstock an Modellen aufzubauen, über die ich beim künftigen Anlagenbau frei verfügen kann.




    So war es mir besonders wichtig, die Standard- Reisezugwagen, von denen es bislang z.T. nicht einmal in EEP6 Modelle gab, auf die Schiene zu setzen. Dies galt insbesondere für die Nachbildungen der klassischen Oberlicht- D-Zugwagen preußischer Prägung, die über 70 Jahre das Bild der Reisezüge in Deutschland prägten (JW30038-30041 und 30061-30070), aber auch für die D- Zugwagen der Gruppe 26 (JW30012-30013), die mit ihren sich verjüngenden Wagenenden deutlich sichtbar aus der Vorgängerbauart der Gruppe 23, den berühmten "Hechtwagen" (JW3019-30029) hervorging, aufgrund des gerade durchlaufenden Wagendachs aber bei flüchtigem Hinsehen häufig mit der späteren Standardserie der eisernen Reisezugwagen der 1928er Bauart (JW 30015-30018) verwechselt wird.




    Apropos "Hechtwagen": Unter der Nummer JW30010 befindet sich im Shop noch ein mit den klassischen Hechten oft verwechselter DB- Reisezugwagen polnischer Bauart. Er führt im Shop ein gewisses Schattendasein, wohl, weil unkundige User ihn als in Deutschland seltenen, "ausländischen" Wagen einstufen. Das Gegenteil ist der Fall, waren doch die "polnischen Hechte" in der Nachkriegszeit recht zahlreich in Deutschland verblieben und aufgrund ihres verhältnismäßig jungen Alters noch viele Jahre in den Reisezügen der DB unverzichtbar, bevor sie im Militärverkehr bis z.T. in die 1980er Jahre aufgebraucht wurden.




    Natürlich bestätigen auch bei den Reisezugwagen Ausnahmen die Regel: So sind meine erklärten Lieblinge die Einzelstücke der beiden berühmten Messwagen 1 und 2 der Deutschen Reichsbahn, die von Stefan Köhler so exzellent ins Modell umgesetzt wurden. Messwagen 1 ist unter der Nummer JW30042 im Shop erhältlich, während sich der Messwagen 2 nur in der 2016 herausgebrachten Anlage "200,4- Weltrekord" befindet, die die denkwürdige Weltrekordfahrt der 05 002 der DRG vor gut 80 Jahren zwischen Friesack und Paulinenaue an der Strecke Hamburg-Berlin zum Thema hat (JW30043).




    Wer beschreibt meine Überraschung, als ich das verschrottet geglaubte Vorbild genau dieses Wagen unlängst im Bestand des Pasewalker Eisenbahnmuseums wieder entdeckte, das offensichtlich selber kaum um die auch nach seinem Einsatz im kaiserlichen Hofzug fortgeschriebene geschichtliche Bedeutung als Lokomotiv-Messwagen der Versuchsanstalten LVA- Grunewald und später der VSM-Halle weiß?




    Wer weiß, vielleicht kann ich Stefan Köhler ja eines Tages doch noch zu einer Nachbildung des kaiserlichen Hofzuges auf der Basis der beiden Messwagen überreden. Die größte Herausforderung wird dabei aber wahrscheinlich in der Nachbildung der Zuglok einer preußischen S5 und/oder S10 liegen, für die sich momentan leider keiner der ohnehin in EEP recht dünn gesäten Dampflok- Konstrukteure begeistern lässt…

    Aber auch den älteren Güterwagen, ohne die einfach keine historische Zugbildung glaubwürdig wirkt, gilt meine Aufmerksamkeit. Hier wurden vor einigen Jahren von Stefan Gothe die DB-Versionen der Standard Güterwagen aufgelegt, die auf Initiative von Trend den Anlagenbauern zusätzlich als Epoche 2- Versionen zur Verfügung stehen und von mir bereits in mehreren Anlagen eingesetzt wurden. Zwischenzeitlich wurde die Serie von Stefan Köhler durch einen Säuretopf- und einen Kalkkübelwagen, deren Vorbilder gleichfalls häufig auf den Schienen zu finden waren, ergänzt (JW 30030-30031). Der Kalkkübelwagen war unverzichtbar für meine Anlage der auch literarisch verewigten "Spitzkehre Wellerwald" (JW30029), die ja das Modell der im Harz befindlichen Spitzkehre "Bast Michaelstein" auf der Rübelandbahn zum Vorbild hat.




    Für eine eventuelle Neuauflage meiner allerersten Anlage "Großenbrode Kai" (JW30001), die ich anlässlich des 40. Jubiläums der Vogelfluglinie 2012 herausbrachte, sind inzwischen ebenfalls ein paar wichtige niederländische Reisezugwagen der Bauart "Plan D" entstanden (JW30060 und 30071). Vielleicht kann ja diese Serie der (in Deutschland gelaufenen) ausländischen Reisezugwagen demnächst noch weiter ausgebaut werden.




    Die Anlage selbst ist nach wie vor mein erklärter Liebling, auch wenn sie inzwischen etwas in die Jahre gekommen sein mag. Auf ihr lassen sich nämlich, sofern man sich einen historischen Fahrplan etwa von 1962, einen Fährenfahrplan und ggf. einen Zugbildungsplan zulegt, herrlich vorbildgetreu Züge zerlegen, auf und von den Fähren rangieren und wieder neue Züge zusammenstellen.





    Doch alles in allem bleibe ich –zumal als gebürtiger Lübecker- meinem Spezialgebiet, der Lübeck-Büchener Eisenbahn (LBE) treu, von der ich nicht nur eine große H0- Kelleranlage betreibe, sondern auch ein paar EEP- Shopanlagen herausgebracht habe. Die kleineren von ihnen ("Wann wird’s mal wieder richtig Sommer" JW30048 und das Winter-Pendant: "Der nächste Winter kommt bestimmt" JW30071) sollten ursprünglich die Wartezeit auf Uwe Brinkmanns "Jahrhundertwerk" seiner 3-teiligen LBE- Anlage (UB20006-20008) verkürzen helfen, (die quasi das maßstäbliche Pendant zu meiner H0-Anlage darstellt) während mein neuester Entwurf eher als eine Hommage an meine Vaterstadt "vor unserer Zeit" zu verstehen ist und den längst verschwundenen historischen Zustand der alten Lübecker Bahnanlagen um die Jahrhundertwende vor 110 Jahren zeigt (JW30097).

















    Als „auch“-Modellbahner liegt mir natürlich nicht nur die Frühgeschichte des großen Vorbildes am Herzen (siehe auch die 1835er- Anlage "Als die Züge fahren lernten" (JW30007), sondern auch die Modellbahngeschichte, die ja bekanntlich mit den "Tin Plate"- Blechbahnen begann. Daran soll ebenfalls die virtuelle Garagenanlage "Heilix Blechle" erinnern, die ich kurz vor Weihnachten mit erheblicher Modell- Unterstützung durch Hans-Ulrich Werner in den Shop brachte (JW30096).








    Ob ich freilich nochmals die Nerven für 100 weitere Artikelnummern aufbringen mag, weiß ich –zumal angesichts der neuen Konstruktionsrichtlinien- noch nicht wirklich, bleibe aber nach anfänglicher Skepsis doch weiterhin optimistisch, hier zusammen mit Trend auch in Zukunft einen gangbaren Weg, auch im Hinblick auf die Darstellung historischer (Eisenbahn-)Gegebenheiten zu finden.

    In meinem JW3- Bereich hier im Forum werde ich dann darüber berichten.

    Schaun mer halt mal…

    Jörg (JW3)

    ...und Dank an alle Konstrukteure, Tester, Moderatoren und Admins für eure Geduld mit mir im letzten Jahr. Ich gebe zu, das war nicht immer ganz einfach :bg_1:




    Euch allen und allen Usern wünsche ich mit diesem (bearbeiteten) winterlichen Lübeck- Screenshot von meiner neuesten, im Shop (in Sommer- Version) erhältlichen Anlage "In einer Stadt vor unserer Zeit" auch einen guten Start ins neue Jahr.

    Jörg (JW3)

    >>Spielt Ihr eigentlich auch mit Euren Anlagen ? Ich z.B. mag es, zu rangieren. Für meine Anlage gibt es deshalb auch eine Art Betriebskonzept.<<


    Hallo Stefan,

    dann schau dir doch mal meine Shopanlage "Die Schellfischbahn" an: Da gibts sogar ein .pdf mit Frachtkarten zum Ausdrucken (auch im Bereich "Anlageninformation" unterhalb des Shoptextes zur Anlage zu finden)

    Im Übrigen teile ich die hier wieder geäußerte Anregung, einen echten Multiplayer- (ich nenne ihn immer: "Modellbahnclub"-) Modus herauszubringen. Das wäre doch mal ein -im wahrsten Wortsinn auch "gesellschaftlicher"- Fortschritt und würde eine für nächstes Jahr sicher schon wieder geplante neue EEP- Version endlich mal wirklich rechtfertigen. Mir würde dabei eine Art Zentralrechner, auf den mit 2,3,4 Zusatzbildschirmen und ebensovielen Mäusen unabhängig (d.h. jeder Spieler hat Zugriff auf einen anderen Bereich der Anlage, ohne dem anderen die Maus- Steuerung oder gar das gezeigte Bild "wegzunehmen") zugegriffen werden kann, vorschweben. Das muss alles auch gar nicht per Internet erfolgen, sondern die Jungs könnten sich durchaus bei mir und einem Bierchen wie bislang in meinem Modellbahnkeller stattdessen um den Esstisch herum in der guten Stube einfinden.

    Jörg (JW3)

    Hallo Rudolf,

    danke für deinen freundlichen Kommentar.

    Gerne hätte ich ja auch deine "Gorch Fock" in der Anlage untergebracht, doch die Gallions- Möwe am Bug macht sie dann doch zu unverwechselbar, aber vielleicht hättest du sie ja dafür auch ein wenig "neutralisiert" angepasst? Das nächste Mal frage ich dich einfach mal ;-))

    Viele Grüße in die Heimat,

    Jörg