Posts by Sebastian

    Moin Jörg Wahrener - und alle anderen sicherlich amüsierten Leser!
    Ich sehe förmlich diesen Text frisch aus der Bafesa kommend auf dem herrlichen Fernschreibpapier vor mir, kringelnd und kaum lesbar... und immer in kleinen buchstaben ohne umlaute, also so aehnlich wie jetzt hier...

    Weiter so! Vorwärts immer!


    :ap_1:


    Gruß
    Sebastian

    Moin aus Althof -



    Neues aus dem Spätsommer 1993 von den „Unternehmen Zukunft“; unter diesem Slogan arbeiten die Deutschen Bahnen ja nun. Hin auf den herbeigeredeten ach so guten und alles-lösenden Börsengang einer Bahn AG, der zum Jahresanfang 1994 stattfinden soll.


    Nun ist das mit der Börse ja immer so eine Sache. Und mit der Zukunft leider eben auch. Unser Bf Althof, jetzt ja Hauptdienststelle, bereitet sich auf das große Ereignis (auch) vor: Immerhin werden ja nahezu alle bisher direkt zusammenarbeitenden aus einer Firma (hier der DR) in die verschiedenen neu zu bildenden Geschäftsbereiche einer Bahn AG wechseln. Moment mal, wirklich Alle?? Einige der „Alten“ hören schon in den Personalgesprächen von Vorruhestandsregelungen, andere, vor allem die „Jungen“ sollen in die Seminare des „Projekt Brücke“ gehen, um sich für die neuen Anforderungen fit zu machen.

    Und nebenbei muss – das ist ja wohl Ehrensache – der Betrieb „draußen“ weitergehen. Es ist man nur nicht allzu viel los, an so einem Spätsommertag:


    Gut, dass sich wenigstens das Gleisbegleitgrün ( = Spontanvegetation) bewegt.


    Der geheimnisvolle Anschluss „Militär“ ist zurückgebaut bis auf wenige Reste. So etwas lässt man heutzutage eben einfach stehen. Meistens finden sich ja dann auch Helfer aus anderen Ländern, die am Altmetall interessiert sind…



    Wenn DAS allerdings der Spieß der zuständigen Kompanie gesehen hätte…


    Auf dem Bahnhofsvorplatz ist es logischer Weise auch sehr viel ruhiger geworden. Und der Nahverkehr fährt auch nicht mehr doppelstöckig. Hier allerdings haben sich ein paar der neuen Regionalverkehrswagen ablichten lassen:

    Das Bild zeigt auch, dass die kulinarischen Angebote zeitgemäß gewechselt haben: Keine Bockwurst mehr. Und Fassbrause sowieso nicht. Und Letztere schon gar nicht für 14 Pfennig…


    Dafür war heute mal wieder Rangieren in Althof angesagt – extra für das Abstellen von derzeit nicht gebrauchten gedeckten Wagen kam eine 106er (eigentlich heißt sie jetzt schon 346) nebst Rangierleiter angefahren. Und muss – natürlich – warten:


    Ein paar Meter weiter sind ein ADK und einige Fachkräfte (damals ga’s die noch…) beschäftigt, endlich das im ex-Est-Gelände herumliegende Güterwagen-Drehgestell zu „bergen“:

    Gegenüber übrigens noch zwei der „neuen“ Regionalverkehrswagen… Einweisung der Zugbegleiter…


    Und sonst? Nicht weiter los auf dem Bf Althof? Das haben wir schon anders gesehen.

    Also machen wir mal einen Spaziergang zum Gelände des im Entstehen begriffenen Eisenbahn- und Technikmuseums. Aus dem bescheiden begonnenen Enthusiasmus einiger Eisenbahnfreunde, Aktiver und Ehemaliger Bahner und ein paar Sponsoren hat sich eine AB-Maßnahme entwickelt, unter deren (finanziellen) Deckel so Einiges machbar war: Gleisanschluss, überdachte Abstellgleise, Freigelände, Ausstellungshalle, Werkstatt. Dazu die komplette Infrastruktur. Einige der ortsansässigen Handwerksbetriebe waren froh, vor allem ihre Auszubildenden „wohnortnah“ beschäftigen zu können. So sind sie wenigstens nicht ab- oder ausgewandert.

    Und so langsam formieren sich auch die zukünftigen Ausstellungsstücke, heutzutage ja schon eher Liebhaberstücke.

    Das Tor steht offen:



    Berufswerbung, klar.


    Auch ein Blick „über’n Zaun“ können wir werfen:


    Schätze überall. Dabei sind sie vor drei, vier Jahren alle noch im Einsatz gewesen. Galten allerdings teilweise als „terra incognita“…



    Für das leibliche Wohl des Aufbauteams ist jedenfalls augenscheinlich gesorgt.


    Derweilen die „Unternehmen Zukunft“ sich zwei der Abstellgleise für den Eigenbedarf gesichert haben. Da stehen allerhand (Schrott-)Werte:


    Natürlich hinter „Schloss und Riegel“. Könnte ja Jeder kommen.



    Nun, vielleicht kann das Museum schon im kommenden Jahr öffnen. Für den Freundeskreis und die Unterstützer scheint das Tor immer mal offen zu stehen.


    So, dann auf in das letzte Kapitel unter dem Flügelrad!



    Gruß

    Sebastian

    Sebastian ,


    nicht sich wegschmeißen, sondern mitmachen. :ae_1::bn_1:


    BW Althof hat doch bestimmt auch noch seinen Senf dazuzugeben ... :ad_1::ae_1::af_1:

    Moin -

    zuviel der Ehre Diesel_Fan - Althof hatte Ende der 1980er nur noch ne kleine Einsatzstelle, während des ersten Ausbaus incl. Streckenelektrifizierung sah es dort zwar wie ein Bw aus, aber das lag an den (zwischen-)abgestellten Maschinen während der "Umspann-Periode". Aber im Ernst, also im spaßigen, die Kollegen der Hauptdienststelle Althof beobachten die Entwicklung der Lage täglich.

    "Vorwärts immer...!" :aa_1::be_1:


    Gruß
    Sebastian

    Moin mal wieder -

    in Althof herrschte das Sommerloch.
    Aber seit einigen Tagen ist wieder Einiges entstanden, oder besser am Entstehen, oder könnte in die oder die Richtung gehen...
    Die Althof-Story jedenfalls wird einen Sprung nach vorne machen - inzwischen ist es so Spätsommer 1993. Kein Umspannen mehr, kaum noch Güterverkehr an Schuppen oder Ladestraße. Die letzten Getreidewagen wurden vor Monaten im Anschluss gesehen... Dort, wo vor drei Jahren noch Bauzüge, Materialwagen, Montageplätze für Elektrifizierung und Stellwerksneubau zu sehen waren, entsteht jetzt - schaut selbst:


    Im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wird hier mächtig-gewaltig geschafft.



    Eine Edel-Umleitung ist entstanden. Wer hat, der hat.


    Hängt aber eben alles damit zusammen:



    Also - es geht wieder was.
    In Althof.



    Bis denne!
    Sebastian

    Moin -

    ich wollte den gelben 125er zur Demontage der Kohletrichter hier in Althof einsetzen und habe ihn also einsatzfertig aufgerüstet.
    Dabei fällt mir auf, dass Flasche/Haken mit der Seilanlage nicht lotgerecht "nach unten" "fällt" - schaut Bild:



    Die "Regler" aller in Frage kommenden Achsen stehen "auf Anschlag".

    Kommt das bei den geschätzten Kolleginnen und Kollegen vielleicht auch vor?

    Gruß
    Sebastian

    Doch noch einmal:


    Moin aus Althof!


    Kapitel 1.


    An einem späten Sommerabend sind auffällig viele BGS-Fahrzeuge (der BGS ( = Bundesgrenzschutz) übernahm nach der „Wende“ die bahnpolizeilichen Aufgaben auch in den NBL ( = Neue Bundesländer)) rund um Althof zu beobachten.


    Und Irgendwas hat da Einfahrt:


    Ein Zug.



    Ein gemischter Zug.


    Ein sehr gemischter Zug.


    Ein langer sehr gemischter Zug.


    Ein langer sehr gemischter Zug mit Schlusslok.


    Mitten in der Nacht. Einfahrt nach Gleis 7.


    Die E-Lok spannt ab.

    (Ist eigentlich Jemandem aufgefallen, dass dieser geheimnisvolle Zug aus Richtung Osten mit elektrischer Zugförderung ankam??? Und das VOR der eigentlichen Inbetriebnahme… Besondere Züge erfordern eben auch besondere Maßnahmen…)


    Die Schlusslok wird zur Rangierlok. Gute Planung.

    So muss Heinz nicht raus…



    Und nun wieder Vorwärts. In den Anschluss (ex-)Militär.


    Tja, zu ist zu.


    Es nimmt kein Ende….


    Doch, jetzt.


    Sicherheit hergestellt.




    Kapitel 2.

    24 Stunden später, am nächsten Abend.


    So viel Grün.




    Selbst hier.


    Und hier auch.



    00:31 Uhr. Wie geplant. (gelernt ist eben gelernt…)


    Was da wohl in den ex-Expressgutwagen verstaut wurde??? Muss ja unheimlich wichtig sein…

    (In den Jahren 1990 und 1991 wurden diverse Militär- und ähnliche Güter an (meistbietende) Interessenten verkauft,
    Antransport meist inklusive). Ein (fast) vergessenes Kapitel deutscher Geschichte… .


    Die 218er ist der „Schluss“ der Rangierabteilung. In den Begleiterwagen geht’s fröhlich zu.


    Vorschriftsmäßig.


    Wendehalt. Wieder Vorwärts (auch ein Gleichnis…). Nach Gleis 4. Dem so sorgsam bewachten.


    Da hat doch Jemand??


    00:45 Uhr. Ausfahrt. Planmäßig.

    Gelernt ist eben gelernt.


    Feierabend für die Einsatzkräfte.


    Macht der BGS (jetzt) auch Begleitfahrten???


    00:45 Uhr. Am Bue. Plan.


    Von wegen Expressgut…


    Der dritte Begleiterwagen beherbergt nur den Zugführer…


    Nun ist wohl Alles aus dem ominösen Anschluss „Militär“ in bzw. bei Althof abgefahren.

    Und dann auch noch mit einer Diesellok. Und die dann noch von der DB.


    Wozu dann die ganze Spitzenüberspannung???

    Eines der vielen Rätsel, die es in 1991 zu lösen gab. Oder eben auch nicht.


    In Althof.


    Und nu‘ ist aber Urlaub. Der Diensteinteiler hat’s genehmigt.


    Gruß

    Sebastian

    Ein letzter Gruß aus Althof.

    Wegen Urlaub… Keine Sorge...


    Wir sind immer noch an diesem so arbeitsreich begonnenen Standard-Tag.
    Detlef hat (immer noch!) die ganze Umspannarbeit, während Kalle (immer noch!!) mit dem Hilfszug unterwegs ist. Wenn ihn das mal nicht seinen Feierabend kostet…

    Da knistert es in Detlefs Funkgerät: „Hilfszug hat Einfahrt nach Sieben!“



    „Wir sind mit 40 km/h lauffähig. Rückfahrt zum Heimat-Bw, bitteschön!“ Den Nachsatz „…aber flott!!!“ (das Wort mit den zwei Buchstaben…) hat sich der Hilfszugleiter gespart. Zuviel Prominenz auf dem Althof’schen Hausbahnsteig.

    Kalle ist auch wieder da.


    „Seid Ihr soweit?“


    Der unausgesprochene Wunsch war den Disponenten und Fahrdienstleitern Befehl: Ausfahrt steht!

    Klar, parallel…


    Die 106er vom Elektrifizierungsunterstützungsundbegleitundarbeitszug soll nach Weisung der Obrigkeit nach Süden (Dorf) fahren, und statt der ent- und erfolgreich wieder aufgegleisten 110er „deren“ dortigen Zug bespannen und nach Althof bringen. Der Tf ( = Triebfahrzeugführer) war schwer begeistert; er wollte Nachmittags zum Baumarkt… . Das dürfte knapp werden. Sichtbare Zeichen für Außenstehende: Geschlossene Führerstandstüren, zugeschobene Führerstandsfenster. Zumindet auf den Bahnsteig-zugewandten Seite.

    Fährt.

    Und der auch. Endlich.


    Ein wenig später:

    „Dat wird teuer…“


    Klassisches Missverständnis.

    Eigentlich fährt Alles, was aus Süden (Dorf) kommt, nach „Neune“. Oder manchmal auch nach „Sieben“. Mist, der hier sollte nach „Sieben“… Dumm gelaufen. Richtig dumm.


    Nun, die „Währung“ für solche Fehler sind immer noch die Gleichen. Siehe oben.


    Der Funkruf an den Rangiermeister (hier (aus (hoffentlich) verständlichen Gründen)) ist (mal lieber) nicht wiedergegeben…


    Und dann naht sie, die „Rettung“:


    So isses richtig. Weil, muss nach Westen ausfahren. Das geht aber nur aus den Gleisen 1, 3, 2, 4 und so weiter. Nur nicht eben aus 9 und so weiter… (1. Lehr(nee, das heißt jetzt „Ausbildungs-)Halbjahr…)


    Eigentlich aber eine („Holzroller“-)Majestätsbeleidigung. Für so’n paar Wagen…


    So, nun ist aber auch mal Schluss mit dem Standard-Tag.


    In Althof.



    Bis demnächst.


    Gruß Sebastian

    Moin aus Althof!


    Also, weiter mit der so hektisch begonnenen Frühschicht. Von wegen Standard.


    Kalle und Detlef haben sich mittlerweile die lange Wagenschlange aus abgestellten G- und DB…-Wagen vorgenommen, und ziehen aus Richtung Westen. Wegen der Länge.


    Funk sei Dank!


    Aus den Bahnhofsbüro ist denn auch mal Jemand „draußen“ erschienen, um nach dem Rechten zu sehen (und wahrscheinlich mehr oder weniger gute Ratschläge zu geben) (auf die ein „eingefahrener“ Rangierleiter sowieso nicht unbedingt hört(e)).


    Die „Leitenden Bahnhofsbeobachter“ meinten, die gedeckten Wagen passten nicht grenzzeichenfrei in Gleis 8.
    Kalle wusste es.
    Besser.


    Dafür hat er nun auch seinen persönlichen Betreuer:


    Von wegen „Güterbahnhof“!


    Und nach dem Umsetzen aller Doppelstöcker stehen sie nun da, wo es „die Leitung“ haben will. Und das Gleis von, zur und an der Ga ist (wieder) frei.
    Fragt sich nur, wofür...


    Nun ist wieder Friede im Bereich des Güterbahnhofs; Detlef muss eh‘ in den „Osten“, umspannen und bremsen.


    Derweilen hat die Stellwerksbesatzung mal wieder eine Parallelausfahrt „gezaubert“, diesmal im Westkopf:


    Folgt ein Überholmanöver auf der Rennstrecke.

    Angefügt sei, dass die Kesselwagen leer sind… 😉


    (Fast) gleiche Stelle, einige Viertelstunden später. Was rollt da auf Althof zu? Eilig hat er es auch…


    Einfahrt ins Stumpfgleis. Also nach Gleis 9. Aha.


    Tatsächlich, da steht er. Der Einheits-Hilfszug. Macht Kopf. Soll nach Süden(Dorf), da wäre ein Tfz beim Umsetzen mit einer Achse entgleist.

    Da der kleine Bf Süden(Dorf) mittlerweile keine selbständige Dienststelle mehr ist, muss das Althof’sche Bahnhofsbüro nicht nur die Unfallbereitschaft übernehmen, sondern auch mit zur Unfallstelle.
    Und falls dort was zu rangieren ist… „Kalle, komm‘ Du mal mit. Wirst gebraucht!“


    Und so fährt der Hilfszug geschoben nach Süden(Dorf).


    Von wegen Standard-Frühschicht.


    Gruß

    Sebastian

    .... Das wird mit Sicherheit unsere Reichsbahnanlagenbauer freuen. ....

    Wenn es dann mal einen Rechteckschuppen Bausatz gebe, könnte man mal Bad Schandau nachbauen :). Nein sagen würde ich bei der auch nicht.

    Moin.

    Bad Schandau liegt bei mir "in der Ecke", irgendwo im Anlagenordner.

    Sollte schon in Version 6.1 der Althof-Nachfolger werden, da gab's ja sogar das EG als Modell...

    Vielleicht... Wenn Althof jetzt mal fertig wird...

    Ne Menge Unterlagen hab ich; auch Gleispläne. Incl. Bad Schandau Ost und Schöna, auch Rathmannsdorf.


    Gruß

    Sebastian