Posts by hw1

    Das ist eine berechtigte Frage! Und ich freue mich, dass es tatsächlich Nachfrage gibt. Inzwischen ist sogar die "Herbstfrische" (Wanderwoche) vorüber und ich will eigentlich gerne wieder in die Startlöcher, zumal ich aktuell einige Materialseilbahnen im Tessin betrachten durfte.

    Was mich zögern lässt, sind die ausstehenden Modellbaurichtlinien. Sie wurden uns vor einem halben Jahr zugesagt, als der "Elferrat" tagte. Dann wurden wir wegen des Arbeitsanfalls im Zusammenhang mit dem Sommer-PlugIn vertröstet. Danach kamen ganz unerwartet der Betatest zu EEP 16 und jetzt dessen Product Launch.

    Ich bin aber zuversichtlich, dass die MBR in der versprochenen überarbeiteten Form doch noch erscheinen werden.

    Grüße von Uli

    Den Fotos nach ist das nicht auszuschließen. Im Moment bin ich im Urlaub und ohne Zugriff auf die Konstruktionsdaten. Weil ich nach meiner Rückkehr vermutlich viel Angestautes vorfinden werde, kann ich erst ab dem 19.8. genauer nachsehen. Das sage ich aber gern zu!

    Grüße von Uli

    Bevor ich am kommenden Wochenende in die Sommerfrische fahren will, möchte ich den heutigen Stand des Projekts kundtun.

    Schönen Dank für die Teilnahme an der Umfrage! Die deutliche Mehrheit hält eine zweiseilige Bahn für besser. Das trifft sich mit meinen Vorstellungen. Unter nochmaligem Verweis auf die von Goetz so schön grafisch aufgeblätterte Problematik habe ich das System Bleichert um die Innovation einer Zackenklemme erweitert:




    Das Zugseil wird nicht durch eine Rolle geführt, sondern rutscht in der besagten Zackenklemme auf und ab. Trotzdem führt es die ihm zugewiesenen Dienste treulich aus, wie man am reibungslosen Fortkommen der Loren erkennen kann (Filmchen folgt).


    Um die Zackenklemme nicht allzu sichtbar in Erscheinung treten zu lassen, habe ich die maximale Steigung auf 30 Grad begrenzt. Hier sieht man die Lore einmal in der Ebene und einmal in der maximal zulässigen Steigung/Neigung:


        


    Um wenigstens etwas auf sicherem Terrain konstruieren zu können, habe ich mit der Talstation begonnen. Die Schüttung erfolgt in luftiger Höhe über dem Bunker und gleichzeitig gut durchlüftet, damit der EEP-Anwender den Vorgang, der sich bei manchen Loren-Seilbahnen im Verborgenen abspielt, in gut verfolgen kann. Stefan Gothe war so liebenswürdig und hat mit die Daten seines Talbotwagens zur Verfügung gestellt. Damit konnte ich den Charakter des Schotters anpassen und der vielerseits zu beobachtenden und beklagenswerten Material-Vielfalt konnte Einhalt geboten werden.


    Vieles ist noch im Prototyp-Stadium (u. a. können die Latten des Obergeschosses nicht verbergen, dass sie im früheren Leben einmal Staketenzäune gewesen sind), aber die Grundzüge sind erkennbar.




    Und jetzt bin ich urlaubsreif...

    Grüße von Uli

    Ja, so isses. Und noch etwas lässt die Oberleitung als Lösung für "mein" Tragseil ausscheiden:

    Die Oberleitung folgt der vertikalen Krümmung ("Biegung") Biegung des Gleises nicht. [Edit: Sie verbinden den Anfangs- und Endpunkt des Gleises im EEP-üblichen vertikalen Abstand mit einer Geraden]. Selbst die Telegrafenleitungen von Roland (RE1) nehmen beim Verbiegen nur ihre native Durchhänge-Biegung mit.


    Also werde ich das Tragseil, wenn ich es denn überhaupt konstruiere, in einer senkrecht gleitenden Lasche an dem Tragarm der Lore "befestigen".


    Mit Dank an alle Mit- und Weiterdenker -

    Uli

    Hallo Christopher,

    du hast mit deiner Oberleitungs-Idee dann Recht, wenn die senkrechte Abhängung der Oberleitung auch bei Neigung/Steigung senkrecht bleibt. Das will ich morgen einmal ausprobieren. Das wäre dann (mal wieder 🎯) eine sehr pfiffige CETZ-Lösung.


    Ein anderer Hinweis von dir hat mich aufhorchen lassen: Können animierte Texturen auch auf Splines angewendet werden? Da bin ich mir nicht sicher. (Es wäre aber ein vergleichsweise unbedeutender Schönheitsfehler).


    Grüße von Uli

    Quote

    cetz schrieb:

    ...ob es nicht eine Alternative wäre, die Stützen wie Oberleitungsmasten als Immobilien zu konstruieren, damit sie mit der Spline-Funktion platziert werden können. Die stehen dann m.W. immer automatisch senkrecht.

    Schöne Idee - dann muss der Aufhängepunkt zum Gleisobjekt mit den Laufrollen aber wirklich ein "Punkt", also eine Achse quer zur Fahrtrichtung, sein. Bei üblichen Seilbahnmasten sind es eher Profilgruppen, die das Tragwerk bilden, aber bei einer Materialseilbahn mit niedrigerem Sicherheitslevel wäre so eine private Bastelei des verantwortlichen Ingenieurs durchaus denkbar.


    Inzwischen bin ich etwas weiter gekommen und sehe weitere „Chancen und Risiken“:

    Was funktioniert

    • Das individuelle Fahrverhalten der einzelnen Loren mit Abbremsen an den Endpunkten beim Befüllen und Entleeren und anschließendem Beschleunigen durch Kontaktpunkte.
    • Das seitliche Wegkippen des jeweils aktuellen Troges zum Löschen der Ladung in den Bunker der Talstation.
    • Das scheinbare Laufen des Zugseils mittels animierter Textur. An dieser Stelle Frage an die Experten: Hat jemand Erfahrungen mit zwei Texturen in einem Spline? Denn nur das Zugseil darf animiert werden. Anderenfalls könnte man auch den Texturbereich des Tragseils animieren, aber in einer einzigen Farbe anpinseln, wodurch die Animation für den Betrachter optisch verschluckt wird.

    Was prinzipiell funktioniert, ich aber noch nicht weiß, wie

    • Das senkrechte Ausrichten der Loren unabhängig von der aktuellen Neigung des Seils. Ich kenne zwar die Achsen _GravityX, _GravityY und HangLength, habe aber bis jetzt nirgendwo eine Dokumentation zu ihrer korrekten Schachtelung bzw. den Einträgen in den Feldern Richtung und Orientierung gefunden.

    Was prinzipiell nicht funktioniert

    • Das Durchhängen des Zugseils (siehe mein erster Post)
    • Das Fixieren des Zugseils an einer definierten Höhe der Gondel bei unterschiedlichen Steigungen des Splines, der die Seile bildet. Im Spline gibt es feste Abstände. Der Abstand „in echt“ variiert jedoch: An der Gondel zieht die Fixierung an der zentralen Rolle das Zugseils in die passende Höhe, dazwischen gibt es Hängebäuche. In EEP ist der senkrechte Seilabstand konstant, der senkrechte zur Erde variiert.




    Sowohl die Galzigbahn als auch die frühere Bahn von WK2 hat nur ein Seil.


    Bei schwachen Neigungen fällt alles natürlich weniger auf – und für meinen Geschmack gehört ein separates Zugseil zum typischen Erscheinungsbild dieser Lorenseilbahnen vom Typ Bleichert.


    Aus den letzten Punkten resultiert die folgende Umfrage:

    Ich bin mir im Klaren darüber, dass eine Umfrage nicht repräsentativ sein kann. Aber da sich hier im Forum eher die Power-User tummeln, bin ich auf ein Meinungsbild neugierig.

    Quote

    Goetz

    Leider nicht.

    Denn es war nur eine spontane Idee von mir. Nichts weiter.

    Ich hielt die Umfrage für eine Art Narrenspiegel, den du ganz konsequent den Lesern vorgehalten hast.


    Grüße von Uli

    Harry Stammler : Ja, der Steinbruch Schirkelberg seligen Angedenkens!

    "Meine" Lorenseilbahn soll tatsächlich vom Anwendungsfall her gesehen etwas ähnliches darstellen, aber, wie Tufftuff richtig vermutet, mit heutigen Möglichkeiten und außerdem so erweitert, dass ein plausibel erscheinender Materialtransport von der KK1-Lorenbahn auf 600mm-Spur (oder LKW oder PB1-Förderbänder) im Steinbruch über den bergstationsseitigen Schüttbunker mit der eigentlichen Seilbahn zum talseitigen Schüttbunker mit Löschklappen für z.B. die Talbot-Wagen von SG1 möglich sein soll.


    Vielen Dank auch an Michael89 für den Link. Das ist ein sehr informativer Beitrag. Genau so eine Seilbahn habe ich im Sinn. Auslöser für das ganze Projekt sind nämlich mal wieder nostalgische Erinnerungen an meine Kindheit in den wilden 1950ern, hier die Seilbahn der OHI vom Roßberg zur Bahnstrecke Darmstadt-Groß Zimmern. Wir fuhren hier gelegentlich mit dem Fiat Topolino zu fünft unter dem Schutznetz an der Landstraße nach Spachbrücken durch und hofften immer, dass mal eine Seilbahn-Lore herunterkracht, was natürlich nie passiert ist... Diese Schutzgitter sind, wenn sie in Maschendrahtausführung vorliegen, schwer nachzubauen, weil die EEP-Kamera ab einer bestimmten Entfernung ein Pixelgemansche sieht. In Leimen sind die Schutzeinrichtungen geschlossene Galerien. Das sieht dann andererseits für die Epoche II/III weniger authentisch aus. Mal sehen!


    Im Augenblick habe ich noch einige Bibliotheksbestellungen der hiesigen UB in Aussicht, dann werde ich wohl weitere Infos aus dem goldenen Zeitalter der Drahtseilbahnen erhalten.

    Grüße von Uli

    Danke für die Beiträge bisher. Eine wichtige Bemerkung habe ich noch vergessen:


    Falls ein Konstrukteurskollege bereits an der Verwirklichung eines ähnlichen Vorhabens sitzt, dann bitte melden. Es wäre fatal, wenn es bei einem so umfangreichen Projekt eine Doppelentwicklung gäbe...


    Grüße von Uli

    Seit der Drahtseilbahn von Rudolf Tüllmann (RT1) aus dem Jahr 2006 hat es kein Modell einer Materialseilbahn für Steinbruchmaterial gegeben. Die Galzigbahn von Ivan Gnatyuk (IG2) aus jüngster Zeit folgt als personenbefördernde Bahn anderen Gesetzen und ist deshalb nur bedingt als Anregung/Lösungsbeispiel für eine Loren-Seilbahn anzusehen.

    In den folgenden Überlegungen will ich mir die heutigen Möglichkeiten und Grenzen einer EEP-Loren-Seilbahn verdeutlichen. Dabei zeigt mir auch die Diskussion nach Erscheinen des Modells der Galzigbahn, welche prinzipiellen Probleme und Grenzen bei der Realisierung eines Seilbahnmodells bestehen. Über Anregungen und Weitergedachtes, auch die Infragestellung von Irrwegen in meinen Überlegungen, würde ich mich freuen.


    Als Referenz für eine Loren-Seilbahn betrachte ich die einzige in Deutschland noch im Dauerbetrieb befindliche Kalkschotter-Seilbahn in Leimen. Meine Seilbahn wird allerdings aus älterer Zeit stammen und versuchen, die Gittermast- und Rumpelkammerästhetik jener Seilbahnen umzusetzen. Funktional soll es aber praktisch keinen Unterschied zur Leimener Bahn geben.


    Maximal-Pflichtenheft

    • Umlauf-Seilbahn
    • Vollautomatischer Endlosbetrieb
    • Länge, Höhenunterschied zwischen Tal- und Bergstation, Anzahl der Loren frei wählbar
    • Seilführung je nach Gelände ober- oder unterhalb der Laufrollen an den Stützen
    • Freie Neigungswechsel an den Stützen
    • Flüssiger Durchlauf der Loren an den Stützen ohne Verspringen oder Holpern
    • Nachbildung von Abbremsen und Beschleunigen in den Endstationen
    • Nachbildung von Befüllung und Entleerung
    • Durchhängende Seile
    • Trag- und Zugseile
    • Loren individuell zu beschriften (Nummerierung o. ä.)
    • Eventuelle spätere Erweiterung mit Schienenkonstruktion für horizontale Kurven (vgl. Leimener Bahn).

    Seile

    Die Leimener Bahn hat die allgemein übliche Kombination aus Trag- und Zugseil. Sowohl die Galzigbahn wie auch RT1‘ Seilbahn haben nur ein kombiniertes Trag-Zug-Seil. Dem realistischeren Erscheinungsbild zuliebe möchte ich getrennte Trag- und Zugseile (im gleichen Spline) verwenden. Allerdings erscheinen dann beide Seile in konstantem Abstand zueinander. Das typische Auf und Ab des Zugseils, das vor allem bei seitlicher Betrachtung mit seinen gegenläufigen Bewegungen beobachtet werden kann, kann in EEP nicht nachgebildet werden. Damit haftet der EEP-Seilbahn zwangsläufig etwas statisches an.

    Die Seile werden als Splines mit Durchbiegung gestaltet. Die für EEP 16 angekündigten Klotoidkurven dürften hierfür ohne Belang sein, bestenfalls ließen sich „Hängekurven“ gestalten.

    Das (dickere) Tragseil mit verdrillter Texturdarstellung; das dünnere Zugseil einfarbig, damit die Bewegung dieses Seils glaubhafter suggeriert wird.

    Stützen

    Verschiedene Stützentypen für Seilführung ober- und unterhalb der Rollen. Die Stützen als Gleisobjekt, das an die Seile (Splines) andockt und dabei deren Neigungswinkel übernimmt. Durch entsprechende Referenzpunktdefinitionen Rollenführung eben oder in der Vertikalen bogenförmig (U-förmig oder S-förmig). Der sichtbare Pfeiler zum Boden auf einer nachjustierbaren Achse, so dass dieser Teil der Stütze lotrecht steht. Diese Achse wird nur beim Einsetzen justiert, nicht im Betrieb. Das steht derzeit noch im Widerspruch zu den MBR.

    Es wird nicht möglich sein, die vertikale Bogenführung durch den Anwender zu beeinflussen. Es kann also nur vorgefertigte Stützenin in bestimmten Neigungswinkeln an den Seilübergängen geben. Das geht zu Lasten der Flexibilität der gesamten Seilbahn (vgl. maximales Pflichtenheft oben), sieht aber am besten aus.

    Endstationen

    Das Seil mündet sichtbar in Schienen, die die Loren übernehmen. Funktional läuft der Fahrweg durch Referenzpunkte definiert weiter und im Halbkreis auf die Gegenseite (wie ein liegendes Omega).

    Abbremsen, Befüllen/Leeren, Beschleunigen

    Vor und nach dem Befüllen/Entleeren Geschwindigkeitsanpassung durch Kontaktpunkte.

    Befüllen durch Achse Schutt (Debris) im Modell der Bergstation, ausgelöst durch Kontaktpunkt der aktuell vorbeifahrenden Lore. Achse Füllstand passt Füllhöhe an.

    Entleeren durch Umkippen des Lorenmantels und Auslösung der Achse Schutt (Debris) an der Lore. Dabei wird der Schotter vorbildentsprechend leicht horizontal verschleppt. Aufrichten des Lorenmantels und anschließendes Beschleunigen. Alle Kontaktpunkte müssen sich exklusiv auf die Achsen des auslösenden Fahrzeugs beziehen.

    Lorengondeln

    Als Rollmaterial mit Kollisionsschutz und Überhang von je ca. 5m. Im Betrieb ist ein Abstand von > 25m sinnvoll. Lorenmantel kippbar; Achse Schutt; Achse Füllstand.

    Achsen _GravityY, evtl. auch _GravityX für das "Stampfen" bzw. "Rollen". (Schön gelöst beim Modell der Galzigbahn).

    Keine Tauschtexturen wegen des größeren Aufwandes für den Anwender (viele Modellkopien nötig). Stattdessen Beschriftungsfunktion für Individualisierung der Gondeln.


    Weitere Voraussetzungen

    Neben persönlichen Umständen wie verfügbare Zeit, Motivation etc.: Bevor ich an die Umsetzung gehe, will ich die Ausformulierung der überarbeiteten MBR abwarten, sie verstanden haben und mit ihnen einverstanden sein.


    Grüße von Uli