Posts by halbseemann (RI1)

    Hallo Gerhard,

    entschuldige die späte Antwort. Wenn Dein Industrieanschluss ausschließlich durch Rangierfahrten bedient wird, brauchst Du keine eigenen Fahrstraßen (realistisch betrachtet, in EEP würde ich natürlich welche einbauen).

    Anders sieht es aus, wenn dort Zugfahrten hin sollen, dann müssen natürlich auch Fahrstraßen vorhanden sein (ebenfalls wieder auf die Realität bezogen).

    Hallo Gerhard,

    wenn ich Deinen Bahnhof und die genannten Gleise richtig interpretiere, handelt es sich sowieso um Nebengleise, wo keine regulären Zugfahrten stattfinden. In diesem Fall genügt die Absicherung mittels Zwergsignal voll und ganz. Du könntest sogar vollständig auf Signale an diesen Gleisen verzichten.

    speedduck

    Das hängt von den verbauten Weichen ab, welche befahren werden. Wie beim Einfahrsignal auch.

    Schmiermax

    Die Länge des Zuges ist dem Tf ja bekannt. Im elektronischen Buchfahrplan ist die letzte Weiche mit einem ¥ markiert. Die Stelle plus Zugänge ist der Punkt, an dem wieder beschleunigt werden darf. Dafür gibt es kein technisches Hilfsmittel, soweit ich weiß.

    Volkmar Bauch

    Achszähler sind aber technische Einrichtungen der Strecke, die können im Zug nicht ausgewertet werden. :aa_1:


    Vielleicht weiß ja Toddel2014 ja mehr, ob es da inzwischen was gibt.

    Hallo Ihr beiden,

    Bekommt er 60 km/h nach ca. 100 oder 250m fährt er 140 km/h.

    Wie weiß der Lokführer dass ??

    An Ausfahrsignalen angezeigte Geschwindigkeit gelten grundsätzlich nur bis zur letzten Weiche im Fahrweg. Bedeutet, sobald die letzte Achse des Zuges die letzte Weiche passiert hat, darf auf Streckengeschwindigkeit beschleunigt werden.

    Eigentlich geht es hier aber nur um eine Eisenbahnstrecke im Jahr 2019/2020. So leid es mir tut, hier Grenzsoldaten seit über 30 Jahren nicht mehr gesehen worden. Deshalb würde ich Euch bitten, dieses Thema woanders zu diskutieren. Danke.


    Die Einblicke von Jobst kann man ja auch einfach mal interessiert hinnehmen. :aa_1:

    Hallo zusammen,

    nun war eine Weile warten angesagt, aber endlich ist der neue Rechenknecht da und hat mich über Wannsee einfach nur ausgelacht. Wer Arbeit will, der bekommt auch welche. Also habe ich ein etwas älteres Projekt mal rangeklebt und heute auch auf immerhin 150kn hochgehoben. Ist zwar nicht schön, aber für unser plattes Land ausreichend. Am Gelände ist noch viel Feinarbeit notwendig, aber das soll uns erstmal nicht stören.

    Kurzum: Aus dem Bahnhof Wannsee ist nun das Gleisdreieck Potsdam-Wannsee geworden. Herzstück ist die Abzweigstelle Griebnitzsee BGBSO. Dort münden die Strecken aus Potsdam Hbf (BPD) und Potsdam-Medienstadt Babelsberg (BDW) in Richtung Berlin-Wannsee (BWS). Parallel dazu verläuft die S-Bahn von Potsdam Hbf (BPDH) über Babelsberg (BBAB) und Griebnitzsee (BGRI) nach Wannsee (BWSS). Bis auf den Lückenschluss am S-Bw Wannsee ist die Streckenführung vollständig fertig. Dazu möchte ich Euch mitnehmen.

    Wir beginnen am Potsdamer Hbf bestehend aus den Betriebsstellen BPD (Fernbahn) und BPDH (S-Bahn).


    Hier fehlt aktuell noch der neue Begegnungsabschnitt auf der S-Bahn (am Schwellenstapel erkennbar), der kommt aber noch. Drehen wir uns um 180° schauen wir auf das restliche Gleisvorfeld und Richtung Babelsberg unter der Nutheschnellstraße hindurch. Rechterhand ist das alte Stellwerk Pdo erkennbar, sowie die letzten Hallen des ehemaligen RAW Potsdam.



    Wir fahren fort und gelangen zum Bahnhof Babelsberg (BBAB), allerdings gibt es hier außer der Gleisöffnung noch nichts erkennbares. Die versunkenen Häuser sind der Anlagenkleberei geschuldet.



    Anschließend geht es einen kleinen Moment durch einen Kiefernwald, bevor sich vor uns der Bahnhof Griebnitzsee bestehend aus den Betriebsstellen BGBS (Fernbahn) und BGRI (S-Bahn).


    Von rechts zweigt nun die Strecke aus Richtung Michendorf ein, bei mir endet sie kurz hinter dem Bahnhof Medienstadt. Hier hat mich vor allem der BÜ gereizt, welcher in eine aktive Ampelkreuzung integriert ist (Stichwort rote Verkehrsampel hinter einem BÜ). Außer den ersten Schritten ist hier aber noch nichts zu sehen.


    Beide Strecken treffen sich nun in der Abweigstelle Griebnitzsee (BGBSO) und verlaufen eigentlich mehrere Kilometer durch den Wald, hier habe ich stark gekürzt und auch die Kurve ist so eigentlich nicht vorhanden.

    Am S-Bw Wannsee treffen wir auf den bereits bekannten Teil. Hier sind noch Gleisverlegungsarbeiten notwendig.

    Alles in allem eine kleine schnucklige Streckenanlage, wo auch mal richtig Bahnverkehr stattfinden kann. Da steigt die Baufreude endlich wieder. :av_1:


    Zum Ende noch der Lageplan. Oben links beginnend von Potsdam Hbf, unten links beginnend von Potsdam-Medienstadt Babelsberg und unten rechts Berlin-Wannsee.


    Das war's erstmal für heute. :aq_1:

    Guten Morgen Gerhard,

    hach Fachfragen am Morgen erfreuen doch das Bahnerherz. Ich bin jetzt einfach mal dreist und antworte ungeachtet der bisher gemachten Antworten.

    1. Es gibt Einfahrtssigale mit Vorsignal am Hauptsignal. DIeses Vorsignal zeigt mir wie die Ausfahrtssignale stehen.

    Aber es gibt auch die Einfahrtssignale ohne das Vorsignal. Wann stellt man welche auf?

    Vorzugsweise dann, wenn es sich um einen Kopfbahnhof handelt oder das Ausfahrsignal/Zwischensignal weiter als 1000 bzw. max. 1200m entfernt steht.


    2. EZ Signale wozu da ja die Fahrstrassen bis in den Bahnhof reichen?

    Zwischensignale (EZ = Einfahrzwischensignal, jedoch gibt es diese Signalart in der Realität nicht) werden immer dann aufgestellt, wenn ein Bahnhof in mehrere Bahnhofsteile getrennt wird. Klassischerweise tat man das für einen Güter- und Personenbahnhof, diese Trennung gibt es auch heute vielerorts noch (Halle oder Erfurt als Beispiel). Heutzutage wird die betriebliche Form des Bahnhofsteils mehr und mehr aufgeweitet, sodass die heutige Betriebsstelle "Bahnhof" teilweise abartige Züge angenommen hat und teilweise 3 oder mehr Betriebsstellen beinhaltet.

    3. Nach dem Gleisfeld zweigt eine Schiene zu einem Industrie Komplex. Habe die genauso ein Einfahrtssignal wie bei Haupt und Nebenstrecken?

    und ich vermute das diese kein Blocksignal haben nach dem Ausfahrtsignal oder?

    Industrieanschlüsse werden i.d.R. als Anschluss- oder Ausweichanschlussstelle gebaut. Die Fahrt dorthin geschieht aus einer Betriebsstelle für gewöhnlich auf Hauptsignal mit einem schriftlichen Befehl, vor der Anschlussstelle zu halten (um dort dann ortsbediente Weichen und Gleissperren umzustellen, bevor eingefahren werden kann). Zur Ausfahrt steht meist ein Sperrsignal dort, an welchem die Zugfahrt wieder mittels schriftlichem Befehl zugelassen wird.

    Ausweichanschlussstellen unterscheiden sich dadurch, dass zur eigentlichen Hauptstrecke ein Flankenschutz gegeben ist. Insgesamt sind diese beiden Betriebsstellen aber ein ziemlich komplexes Thema, was die realen betrieblichen Bedingungen angeht. Das geht für EEP einfach zu weit.

    4. Ein Blocksignal das ja nach dem Gleisfeld steht hat kein Vorsignal richtig? oder stellt man Ausfahrtssignale auf die das Vorsignal des Blocksignal zeigt?

    Wenn das Blocksignal wieder entsprechend 1000m vom Ausfahrsignal entfernt steht, enthält das Ausfahrsignal das Vorsignal des Blocksignals. Steht es weiter weg, folgt irgendwann ein alleinstehendes Vorsignal dafür.

    5. In den Bahnhöfen sind die Fahrstrassen bestimmt welche Gleise eingefahren werden kann. Wenn ein Bahnsteiggleis nur für eine Richtung bestimmt ist muss man auf der Gegenrichtung trotzdem ein Ausfahrssignal aufstellen?

    Wenn ein Bahnhofsgleis nur für eine Fahrtrichtung konzipiert ist, wird auch nur für diese Richtung ein Hauptsignal aufgestellt.

    6. Mit den Ragiersignalen komme ich zurecht aber wozu braucht man ein Sperrsignal? die an den Schienen angebracht werden.

    Ich vermute mal, hier meinst Du Gleissperren? Das dort teilweise vorhandene "Sperrsignal" hat keine signaltechnische Bedeutun eines Sperrsignals. In diesem Fall sagen das sichtbare Sh0 bzw. Sh1 aus, ob die Gleissperre auf- oder abgelegt ist. Es ist keine Zustimmung zur Rangierfahrt.

    7. Stehenbleiben vor einem SIgnal. Wievile Meter stellt ihr so ungefähr ein?

    Je nach örtlichen Gegebenheiten können das 20 und mehr Meter sein. Setz Dich am besten mal in den Führerstand Deiner Züge und schau, bis wann Du das Signal noch erkennen kannst.

    Schade das im Signalbuch solche Dinge nicht als Bemerkung dabeisteht.

    Dann hätte ich mir mein Studium ja auch sparen können. :co_k: