Posts by Wahrener

    Trautloff lässt es mit der noch nicht richtig warmgefahrenen Lok ruhig angehen. Beim Stw AW biegen sie von der Cottbuser Schiene ab auf die Nebenbahn nach Wurzen.



    Die Strecke schwingt sich in einem weiten Bogen nach Süden. "Heizererholungsstrecke!" grinst Katte. Ein paar Rindviecher schauen kurz auf als der Zug an ihnen vorbeirollt.


    Die erste Leistung des Tages ist der N75388/ 75392. Ein Leerwagenzug nach Böhlitz und von dort in den Anschluß Steinbruch Zinkenberg, dort steht bereits ein mehr oder weniger schwerer beladener Zug für die Rückfahrt bereit.

    Nunmehr voll bevorratet setzt die 8074 an den Zug.



    Bremsprobe, Fertigmeldung, Katte sorgt derweil für ordentlichen Druck auf dem Kessel.

    Auf die Sekunde genau kommt Bewegung in die Flügel des Gruppenausfahrsignales und der Lautsprecher neben der Lok schnarrt "75388 abfahren!" Trautloff quittiert den Befehl mit "einfacher Schleife, doppelt gepfiffen" und schiebt den Regler auf. Mühelos kommt der Zug in Fahrt und kurze Zeit später präsentiert 52 8074 unter der Signalgruppe ihre Rauchkammerbrust der aufgehenden Sonne.


    Insbesondere das erste Bild wirkt fotorealistisch. Weltklasse.

    Typisch für solche Bäche ist ein relativ starkes Gefälle, größere Steine im Bachbett und damit gewisse Wildwassereffekte. Ich habe keine Ahnung wie man das realistisch hinbekommt und habe es dann irgendwann aufgegeben. Das war Längen entfernt von dem was du uns hier zeigst.

    Die Loknumer ist die 52 8074, auf dem Tender steht aber 52 8178.

    Wo kann ich mir den Brikett herunterladen?


    Gruß

    Christopher

    Die Lokleitung ist ganz links, herzlichen Glückwunsch und der Kollege erwartet dich schon!

    Alle anderen: bitte Nummer ziehen und hinten anstellen!

    Kurz nach halb sieben. Draußen wird es langsam hell und die Zeit für die Übergabe rückt heran. Die Drehscheibe ist schon auf das Schuppengleis eingeschwenkt. Ein kurzer Achtungspfiff und dann lässt Trautloff die Maschine vorsichtig auf die Scheibe rollen. Der Scheibenwärter kennt seine Schäfchen aber er bekommt trotzdem seine Ansage:

    " Zum 75388, vorwärts raus!"



    An der Übergabestelle leuchten bereits zwei Helle. Der Wärter schreibt Lok und Zeit in sein Buch, dann geht es vor zur Wendestelle beim Stw Eo.

    "Bissel Wasser müss`mer noch nehmen!" meint Katte und als er das gequälte Gesicht seines Meisters sieht "Bleib du mal oben, ich mache das schon!"



    Übrigens, wer erfolgreich beim Finde den Fehler- Spiel war darf sich in der Lokleitung ein Brikett aus der Sonderedition "Rbd Halle/S- Schnellfahrkohle" abholen...

    Hi Matthias,


    doch, ich glaube das. Habe sogar fast damit gerechnet.

    Ich habe es leider nie geschafft mir so ein Rundhaus wie Pankow im Betrieb von innen anzuschauen. Schade und nun ist es zu spät....


    Grüße, Jörg

    Bewaffnet mit Lampe, Hammer und Ölspritze arbeitet sich jeder auf seiner Seite nach vorn. Die beiden wissen um ihre Verantwortung und Trautloff hat schon miterlebt welche schlimmen Auswirkungen Nachlässigkeit haben können.

    Bremsgestänge, Festsitz der Radreifen, die Steuerung, Stangenlager, Luft- und Kolbenspeisepumpe- alles wird abgeleuchtet und geprüft. Sie öffnen die Ölgefäße der Stangenlager und füllen Öl nach, Gleitbahnen und Kreuzköpfe bekommen eine reichliche Zuwendung an Öl. Zum Schluss werden Achslager und Bremse des Tenders in Augenschein genommen. Als sie fertig sind bleibt noch eine halbe Stunde bis zum Ausrücken, genug Zeit um das Feuer aufzubauen.


    intaktes BW mit Lokschuppen und Drehscheibe in Hoyerswerda

    Da gibt es so ein kleines Buch "Das Bahnbetriebswerk zur Dampflokzeit" vom Transpress Verlag da kannst du dir anschauen wie das ging und was alles dazugehörte. Die Bilder wurden Mitte der 80er in Bw Wustermark, Stendal, Salzwedel, Wittenberge und so gemacht. Kann man mit etwas Glück noch gebraucht erwerben. Empfehlenswert für alle die Interesse am Thema haben und das verständlich aufbereitet haben möchten. Und auch garnicht teuer.

    Na dann wollen wir mal. Das wird ein Wettlauf mit der EEP- Zeit denn das Licht soll ja auch einigermaßen stimmen. Der Abschnitt Kämmereiforst ist auch noch im Bau. Und schon jetzt 20 Bilder obwohl die erste Leistung gerade mal im Zielbahnhof angekommen ist.



    Morgens kurz vor viertel fünf.

    Oberlokführer Trautloff und Heizer Katte melden sich "gesund und nüchtern" zum Dienstantritt in der Lokleitung.

    "Na Männer, ausgeschlafen oder aufgehört?" fragt der Lokleiter scherzhaft und schiebt die Lokschlüssel über den Tresen.

    "Hier, die 8074 ist heute eure. Gute Gute Fahrt und ihr wisst ja wo alles ist..."

    Die beiden machen sich auf zur Lok.




    Trautloff ist nicht mehr der Jüngste. Die Kriegsgefangenschaft bei den Sowjets und die Jahre danach haben ihre Spuren hinterlassen. Mühsam steigt er die Leiter zum Führerhaus hoch. Katte reicht ihm seine Tasche nach.

    Die ersten Blicke gelten dem Feuer. Der Schuppenheizer war ein Guter, ein helles Grundfeuer liegt auf dem Rost. Stehbolzen und Rohrwand- alles ist dicht. Der Feuerschirm sieht angegangen aus. "Steht schon im Reparaturbuch".

    Katte inspiziert seine Seite. Wasserstand, Sicherheitsventile, Schürgeräte, Vorräte an Öl und Dosiermittel. Dann streut er das Feuer mit ein paar Schaufeln ab.

    Unterdessen macht Trautloff seine "Hausaufgaben" Werkzeug, Ersatzgläser und Dichtungen für die Wasserstandsanzeiger, Glühlampen, Ersatzsicherungen, Knallkapseln- alles vorhanden.

    Katte nimmt die Kanne mit dem Heißdampföl von der Wärmeplatte und die beiden beginnen mit der Inspektion der Lok.


    Wenn man so entspannt baut fallen mir immer Geschichten ein. Selber erlebtes, an diversen Lügentischen gehörtes, beinahe dabeigewesenes. Manchmal kann man es in EEP umsetzen, manchmal nicht. Früher wurden dafür Kohorten von Preisserlein auf der N- Anlage postiert, heute geht das viel komportabler.

    Also- warum nicht mal einen Plantag der Eilenburger BR52 in EEP auferstehen lassen?


    Bis zur Herunterstufung zur Est hatte Eilenburg normalerweise drei 52er. Zwei fuhren rund um den Kirchturm, eine war Reserve. Danach waren es nur noch zwei, zum Auswaschen und so wurden die nach Falkenberg ausgetauscht. Gefahren wurde nach Wurzen und in die Steinbrüche, nach Doberschütz ins Munitionslager, nach Eilenburg- Ost bis zu den Betonwerken in Laußig und in den Kämmereiforst. Nur in das Eilenburger Chemiewerk durften die Dampfer nicht.

    Auf der Ostseite schien es schwieriger zu werden, da war nichts mehr da. Scheinbar, bis ich das hier fand.



    Die Reste eines Spannwerkes und eines Fundamentes. Damit war klar wie die beiden ASig und die nicht mehr vorhandene DKW angeschlossen waren. Das sind immer die besonderen Momente bei solchen Touren, wenn man nach Jahrzehnten noch Spuren findet.

    Das hab ich versucht, wird mir aber leider viel zu blau.

    Die Farbe der Textur am Gewässergrund macht viel aus, damit ist eigentlich dann fast alles möglich. Ich probiere da meistens ziemlich lange bis es passend erscheint. Wie du schon sagtest- Versuch macht kluch..:aa_1:

    Bei der Elektrifizierung Ende der 80er wurden die Formsignale durch Hl- Signale ersetzt. Stw Kf im Empfangsgebäude ist ebenerdig und immer noch mechanisch also müssen die Spannwerke irgendwo außen gestanden haben. Wo genau, das war die Frage.

    In Richtung Westen war das schnell geklärt, man hatte sie einfach stehen lassen.



    Tolle Sache aber schon außerhalb der Anlage..

    Wunderschön, mein Favorit ist das Bild mit der E94.

    Mit dem Wasser stimme ich Toddel zu, ich lege unter den Wasserspline gerne noch das"Wasser1" aus dem Grünzeuglayer, das gibt der klaren Sache mehr Tiefe.

    Das könnte dann so aussehen- vielleicht nicht ganz verkehrt für einen Gebirgsbach: